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Kann kein Geld ausgeben

G

Gast #9

Gast
Hallo Forum!

Mein Problem ist es das ich kein Geld ausgeben kann. Ich spare seit knapp drei Jahren und wohne noch bei meinen Eltern (bin 24 Jahre alt). Ich habe mittlerweile € 40.000 +++ auf die hohe Kante gelegt. Ich gebe nur dann "viel" Geld aus wenn ich mit meiner Freundin oder mit meinen Freunden unterwegs bin. Rauchen und Alk. trinken tu ich sowieso nicht. Ansonsten habe ich ganz gewöhnliche Fixkosten (Handy, Auto,usw).

Jetzt kommt´s:
Ich habe mir vorgenommen für ca. € 15.000 ein neues Auto (Gebraucht) anzuschaffen. Ich kann aber nicht so viel auf einmal ausgeben, mein Gewissen bremst mich. Ich finde es schade so viel Geld für ein Auto auszugeben.
Anderes Beispiel.:
letztens wollte ich mir Schuhe kaufen für ca. € 90,- ich konnte nicht, weil ich es schade fand, (wegen dem Geld)

Ich bin nicht so einer der Geizig ist, ich versuche mein Geld vernünftig auszugeben.

Wie kann ich das in den Griff bekommen, dass ich nicht immer an das Geld denken muss wenn ich mir eine Anschaffung leisten will.

Meistens habe ich auch den Gedanken, "Gibt's sicher irgendwo günstiger" ......
 

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bird on the wire

Aktives Mitglied
Wie kann ich das in den Griff bekommen, dass ich nicht immer an das Geld denken muss wenn ich mir eine Anschaffung leisten will.......
Indem Du genau aufbröselst, was dahinter steckt.

Du siehst nur dein Verhalten, nämlich, daß Du eine Anschaffung vermeidest, aber nicht wirklich, was der Hintergrund ist.

Also geh in Dich und finde heraus, was der Grund ist.

Das Ziel muß gar nicht sein, mehr Geld auszugeben. Aber es ist ein interessanter Ansatzpunkt, für Selbsterkenntnis.

Ein paar Ideen:
  • du handelst so, weil es dir vorgelebt wurde und Du es gewohnt bist (dann macht es Sinn, zu schauen, ob Dich auch in anderen Bereichen des Lebens die Gewohnheit am Lebensgenuß hindert)
  • weil du die warnende Stimme Deiner Eltern hörst (dann würde ich weiter darüber nachdenken, wie Dein Verhältnis zu deinen Eltern ist und inwieweit Du frei bist, Deine eigenen Entscheidungen zu treffen und ob es noch andere Bereiche gibt, wo die Stimme Deiner Eltern unbewußt Dein e Entscheidungen trifft)
  • aus Verlustangst, Sicherheitsbedürfnis
  • aus mangelndem Selbstwert - es sich nicht leisten zu dürfen, für Teures nicht wert genug zu sein (dann würde ich mich intensiv mit dem Selbstwertgefühl auseinandersetzen und versuchen, sich des eigenen WErtes bewußt zu werden)
  • Mißtrauen, Angst betrogen zu werden (übers Ohr gehauen zu werden), nicht smart genug zu sein
  • Lustfeindlichkeit - das Vermeiden von Genuß, sich Gehenlassen, über die Strenge schlagen, sich was gönnen
  • ...
  • ...

Das sind nur so ein paar Ideen. Mußte selbst mal ein bißchen rumspinnen und assoziieren, was Dir Deine Sparsamkeit über Dich erzählt.

Ich selbst gebe übrigens auch nicht viel Geld aus. Weil ich wenig benötige. Ich bin zufrieden. Aber kann jederzeit ohne schlechtes Gewissen mir etwas gönnen, das mir Freude bereitet.

Aber der Unterschied ist, daß mich das Nichtausgeben im Gegensatz zu Dir nicht belastet und ich nichts ändern möchte. Also muß ja schon irgendwas anderes bei Dir dahinterstecken, wenn Du es sogar zum Anlaß nimmst für einen Post im Hilferufforum.
 
R

RufusKringel

Gast
Hallo Forum!

Mein Problem ist es das ich kein Geld ausgeben kann. Ich spare seit knapp drei Jahren und wohne noch bei meinen Eltern (bin 24 Jahre alt). Ich habe mittlerweile € 40.000 +++ auf die hohe Kante gelegt. Ich gebe nur dann "viel" Geld aus wenn ich mit meiner Freundin oder mit meinen Freunden unterwegs bin. Rauchen und Alk. trinken tu ich sowieso nicht. Ansonsten habe ich ganz gewöhnliche Fixkosten (Handy, Auto,usw).

Jetzt kommt´s:
Ich habe mir vorgenommen für ca. € 15.000 ein neues Auto (Gebraucht) anzuschaffen. Ich kann aber nicht so viel auf einmal ausgeben, mein Gewissen bremst mich. Ich finde es schade so viel Geld für ein Auto auszugeben.
Anderes Beispiel.:
letztens wollte ich mir Schuhe kaufen für ca. € 90,- ich konnte nicht, weil ich es schade fand, (wegen dem Geld)

Ich bin nicht so einer der Geizig ist, ich versuche mein Geld vernünftig auszugeben.

Wie kann ich das in den Griff bekommen, dass ich nicht immer an das Geld denken muss wenn ich mir eine Anschaffung leisten will.

Meistens habe ich auch den Gedanken, "Gibt's sicher irgendwo günstiger" ......
Deine Sparsamkeit find ich gut, damit tust du der Umwelt auch einen Gefallen, aber wenn du wirklich etwas ausgeben willst, denk einfach daran das unser heutiges Finanzsystem das größte Schneeballsystem der Welt ist, es gibt mehr Schulden als es Geld gibt und es gibt mehr Geld als es Waren gibt und damit ist das Geldsystem wie es jetzt existiert zum scheitern verurteilt, während jedoch ein Auto, wie du es haben möchtest, zwar ein teil seines Wertes verliert, aber immer noch einen realen Materiälen Wert hat, nicht wie das Geld, das nur durch den Glauben der Menschen am Leben erhalten wird, da es keine Reale Deckung mehr gibt, so wie es früher wahr, wo jeder Schein durch Gold gedeckt wurde.
 
G

Gast

Gast
Ich würde mich auch daran orientieren, dass du die 15.000€ ja nicht im Klo runterspülst, sondern du investierst sie. Du investierst in eine hohe Mobilität und sparst dir teure DB Tickets. Und wenn du einen Altwagen hast, sorgst du dafür dass deine Kosten durch Reparaturen (Altwagen können extrem teuer werden) niedrig bleiben. Allgemein kann man sagen, dass du mit dieser Investition mindestens die Hälfte wieder durch zukünftige Einsparungen reinkriegst.

Genauso könntest du dir z.B. ein Haus kaufen (40.000€ reichen schon als Eigenkapital für ein ziemlich schönes Haus). Dadurch hast du zwar erstmal recht lange viele Schulden, aber langfristig gesehen sparst du später eine Menge Geld durch Mietfreies wohnen.
 
G

Gast 08/15

Gast
"40.000€ reichen schon als Eigenkapital für ein ziemlich schönes Haus"

Ja, vielleicht in Mecklenburg-Vorpommern. Oder wenn man sich bis ins Alter dumm und dämlich an Zinsen abzahlen will.
 
B

BlackBat96

Gast
Das schlechte Gefühl kenne ich, das Geld einfach so auszugeben. Man spart lange (unter Umständen). Aber mit einem Mausklick kann das Geld sofort weg (ausgegeben) sein (wenn man online kauft zumindest).

Klar, man bekommt auch einen Gegenwert. Aber man muss sich anschauen wie schnell der Gegenwert an Wert verliert. Bei einem PKW ist das relativ schnell der Fall. Hinzu kommt noch dass es nicht bei den 15.000 Euro bleiben wird. Denn ein PKW hat (sehr) hohe Betriebskosten. Kommen jedes Jahr noch reichlich Euronen hinzu. Und wenn mal etwas kaputt geht noch mehr. Man kann weniger sparen, da man mehr Kohle ausgeben muss. Und bei einem PKW kann man schon von erheblich mehr Kosten reden.

Die Frage ist vor allem: für was brauche ich den PKW? Bin ich Single oder habe ich eine Familie? Wohne ich eher im Ländlichen oder in einer Stadt? Brauche ich den PKW nur um zur Arbeit zu fahren und um einkaufen zu fahren?

Aus Sicht als Single und eines Stadtbewohners kann ich von einem PKW heute nur abraten. Kosten-Nutzen steht da für mich persönlich nämlich in keinem Verhältnis. Ich würde eher ein E-Bike empfehlen. Zumindest für die Stadt oder wenn man am Rand einer Stadt wohnt. Es gibt zwei Arten von E-Bikes: Pedelecs und S-Pedelecs. Die normalen Pedelecs unterstützen das Treten bis 25 Km/h. Ein S-Pedelec bis 45 Km/h. Schnell fahren ist damit kinderleicht. Auch bei Steigungen und Gegenwind. In der Stadt optimal. Nachteil ist bei den S-Pedelecs dass sie laut StVO als Kleinkraftrad gelten, weil sie mit elektrischem Motor fast 50 Km/h fahren können. Bedeutet: Führerschein Klasse AM, Versicherungskennzeichen und Helmpflicht wie bei einer Mofa (und du darfst damit "offiziell"... nicht auf dem Radweg fahren; juckt aber nicht wirklich jemanden solange man nicht mit der Geschwindigkeit übertreibt). Aber für Leute mit PKW-Führerschein kein Thema. Für ein normales Pedelec braucht man keinen Führerschein. Das gilt als Fahrrad, da der Elektromotor nur bis 25 Km/h unterstützt.

Die Betriebskosten von so einem Bike stehen in keinem Verhältnis zu einem PKW. Und nichtmal zu einer Mofa. Gute Pedelecs bekommt man ab 2.500 Euro (mit Bosch Motor, Nabenschaltung und hydraulischen Felgenbremsen). Die haben dann auch gute Akkus mit denen du am Stück bis zu 190 Km weit fahren kannst auf flacher Strecke. Eine Ladung kostet ca. 20 Cent. Einfach auf der Arbeit oder zu hause an der Steckdose aufladen, fertig. Mit meinem aktuellen, ganz normalen Bike bin ich jetzt ca. 6.000 Km gefahren. Wäre das ein E-Bike, hätte es mich bis jetzt etwa 8 Euro gekostet, an Strom (ca. 40 Aufladungen). Und ansonsten ist ein qualitativ hochwertiges Rad (auch ein E-Bike) nicht sehr wartungsintensiv.

Als Single in einer Stadt würde ich es mir mit einem PKW also gut überlegen. Vor allem wenn man gerne spart. Ich werde mir nächstes Jahr ein E-Bike zulegen. Das Thema Führerschein und PKW ist für mich persönlich endgültig durch.

https://www.youtube.com/watch?v=JfIcGf2FB5s
 

maestro86

Mitglied
Im Prinzip finde ich deine Einstellung sehr gut!!
Nur, über eine Sache würde ich mal kurz nachdenken:
Das Leben an sich ist eigentlich ziemlich kurz, du kannst morgen schon von einem betrunkenen Autofahrer über den Haufen gefahren werden...und dann hast du von deinem Geld nicht viel gehabt.

Dass du soviel sparst ist eine gute Sache, aber irgendwann musst du auch mal was davon ausgeben, sonst hast du ja nichts davon. Kauf dir das Auto, oder spar weiter auf ein Haus, was auch immer...aber wenn du dein Sparziel erreicht hast, dann hau das Geld auch mal raus ;)
 

Guppy

Aktives Mitglied
Für dein Problem gibt es nur eine Lösung: Kaufe dir einen Mercedes für
60.000€, damit bist du mit 20.000€ verschuldet und gehörst zu normalen
verschuldeten Mittelschicht dazu. Du bist dann NORMAL.

Was will ich damit sagen? Du musst dein gespartes Geld mit einmal
ausgeben. Oder lasse dir in einer Bank ein Termin geben. :D

Eine weitere Möglichkeit wäre ein Termin beim Finanzberater.

L.G.
 

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