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Kann ich meinen Neffen aus dem Haus rauswerfen?

Ich mute ihr das nicht zu... Er ist letztendlich auch ihr Enkel. Bei mir kann er nicht wohnen, weil ich 200 Kilometer weit weg wohne. Es war auch ihr Wille dass er einzieht! Aktuell ist er nicht aggressiv und hat sich gemäßigt (wahrscheinlich weil er verstanden hat, dass wir ihn jederzeit rauswerfen können...?). Wenn ich in der Nähe wohnen würde, hätte er auch bei mir wohnen können, ist aber leider nicht so... Wo hätte er sonst hingehen können. Die Alternative wäre gewesen ihn auf der Straße sitzen zu lassen. Wo so etwas (häufig) endet, ist doch allgemein bekannt und bevor er auf der Straße erfriert, an einer Überdosis stirbt, oder sonst etwas passiert, habe ich das eben gemacht...

Ich frage mich jetzt auch, wieso du denn den Thread eröffnet hast.
Es scheint dann doch kein gravierenderes Problem zu geben?

Wieso nochmal schriebst du eingangs u.a., deine Mutter würde unter ihm leiden?
 
Es gibt, gerade in Deutschland, doch aber ausreichend Alternativen. Ist er denn in Betreuung irgendeiner Art? Das wäre m.E. dringend angebracht. Er hat Anspruch auf Wohnraum, aber vermutlich wäre eine betreute Wohnform besser für ihn geeignet aktuell.
Lass dich doch da mal beraten....
Sozialpsychiatrischer Dienst, o.ä.
Alternativ, wenn er jede Betreuungsform ablehnt da er nicht einsieht, dass er ein Problem hat: müsste er zunächst alleine wohnen- entweder finanziert durch eigene Mittel oder mithilfe vom Amt und/oder Wohngeld. Dabei könntest du ihm helfen.
Ihr müsst ihn nicht direkt aufnehmen, damit er nicht auf der Straße landet- es gibt wirklich einige Alternativen....
Ganz so einfach ist das nicht! Wäre er noch minderjährig, gäbe es in der Tat viele Möglichkeiten. Er ist aber mittlerweile zwanzig Jahre alt und damit volljährig. Er hat grundsätzlich ein Recht auf eine Sozialwohnung bzw. einen Wohnberechtigungsschein. Finden muss er aber die Wohnung selbst und das ist gar nicht mal so einfach. Die allgemeine Wohnungssituation ist gelinde gesagt schwierig und er steht in der Hierarchie ganz unten. Natürlich zahlt ihm das Sozialamt die Wohnung, aber dafür muss er erstmal einen Vermieter finden, der ihn seine Wohnung lässt. Da wir auch Vermieter sind, kenne ich die rechtliche Situation und würde gerade deshalb so jemanden wie ihn niemals in die Wohnung lassen. Natürlich gibt es in Deutschland (sehr) viele Therapieangebote. Wie aber schon erwähnt, ist er volljährig und muss daher selbstständig dorthin gehen. Das ist der Knackpunkt. Ich habe ihm mehrere Anlaufstellen genannt wie etwa die Männerberatung oder “Schwarze Menschen in Deutschland”. Ob er dorthin geht, ist aber eine andere Frage…

Und ja, natürlich ist es aktuell so schlimm, wie ich schon mehrmals gesagt habe. Es besteht aber selbstverständlich die Gefahr, dass es eskaliert und für diesen Fall möchte ich vorbereitet, deshalb schreibe ich hier!
 
Finden muss er aber die Wohnung selbst und das ist gar nicht mal so einfach.
Dass ihr ihm bei der Suche helft, ist ausgeschlossen? Viele junge Menschen benötigen heute Unterstützung. Falls ihr ihm nicht helfen möchtet- damit meine ich tatsächlich alles: Inserate raussuchen, bei Vermietern anrufen, zu Terminen mitgehen etc. - was habt ihr denn bereits an Sozialberatungen in Anspruch genommen? Natürlich kann man sich auch bei erwachsenen Familienmitgliedern beraten lassen. Eigentlich gibt es in so vielen Städten mittlerweile soziale Unterstützung- auch gerade was junge Menschen angeht, Hilfe bei Wohnungssuchen usw. Es würde mich total wundern, wenn euch da alle abschmettern würden.

Das soziale Netz in Deutschland ist groß- aber man muss es eben auch nutzen.
 
Ich habe sehr lange als Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin gearbeitet und habe es oft erlebt ..dass junge Leute auf der Strasse früh sterben.
Fast alle waren suchtmittelabhängig, hatten schlimme Eltern, eine schwierige Kindheit gehabt oder waren Heimkinder .
Therapie, ein Halt und Entzug könnten helfen.

Natürlich gibt es auch einige gewalttätige drogenabhängige Kriminelle vor denen man sich schützen muss.
 
Es gibt da noch einen Vater, den kann er doch anzecken.
Schon als Kind und Halbweise hat er versucht sich bei seinem Vater "anzuzecken" und fristete dann sein Kinderdasein im Heim 🙄
Wo waren da denn Oma und Onkel?

Nach meinem Empfinden ist das hier eine ganz üble Geschichte und du setzt dem gerade noch die Krone auf @Marisol

@Georg_B
Habt ihr evtl. das Gefühl etwas gutmachen zu müssen?
 
Das war in der Vergangenheit. Der Vater wird ein schlechtes Gewissen haben, weil er ihn nicht aufgenommen hat damals. Kann sich lohnen, da nochmal aufzuschlagen.
Aber warum sollte er sich anstrengen für irgendwas, wenn er für lau bei der Oma wohnen kann?
 
Mutter ist früh gestorben...ohne Eltern, ohne Therapie und ohne Hilfe schaffen es viele Jugendliche nicht ihr Leben selbständig auf die Reihe zu kriegen .

Durch Sucht, Depressionen und Selbstzerstörung versterben viele elternlose Leute frühzeitig.
 

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