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Kann das gut gehen?

Pollys

Neues Mitglied
Hallo!
Ich habe eine Beziehung zu einem Mann, der ein Kind hat. Das Kind sieht er jedes Wochenende. Er ist ein sehr verantwortungbewusster und fürsorglicher Vater, der das Kind wirklich liebt. Er will auf jeden Fall so gut es geht ein guter Vater werden. Er hat aber ein sehr schlechtes Gewissen, dass er dem Kind keine "normale" Familie bieten kann und er auch wenig Zeit für ihn hat. Auch ich sehe ihn 1-2 mal pro Woche. Wenn ich jedoch öfters mit ihm treffe, habe ich das Gefühl,dass er ein schlechtes Gewissen hat, dass er die Zeit nicht mit seinem Sohn verbringt. Deswegen sehen wir uns kaum zwei oder drei Tage hintereinander, denn dann hat er ein schlechtes Gewissen und meint, dass er Zeit mit seinem Sohn verbringen möchte. Doch ich mache mir Sorgen, wie es in der Zukunft ausschaut? Wenn wir zusammen wohnen oder wenn ich möchte,dass wir uns öfters sehen? Wird er dann immer vom schlechten Gewissen geplagt werden,dass er mit mir mehr Zeit verbringt, als mit dem Kind?
Bräuchte bitte eure Meinungen dazu!
 
Wie lange seid ihr denn schon zusammen? Und wie lange ist er von der Mutter schon getrennt? Und habt ihr schonmal darüber geredet, ob und wann du das Kind kennenlernst?

Ich bin in einer vergleichbaren Situation wie du, und kann dir sagen: Du wirst IMMER die zweite Geige in seinem Leben spielen. Du wirst die wichtigste Frau in seinem Leben sein, aber immer nur der zweitwichtigste Mensch. Und das ist völlig okay so. Das sollte so sein, meiner Meinung nach.
Wichtig ist, dass man eine Balance findet. Nur, weil das Kind das Wichtigste sein sollte, heisst das nicht, dass man als Partner immer nur zurückstecken muss oder sollte. Es bedeutet nicht, dass die Wünsche des Kindes ausnahmslos über alles andere gestellt werden sollten. Was ein Fehler ist, den viele getrennte Väter machen.
Diese Balance muss allerdings vor allem dein Partner finden. Und je nachdem, wie du die Eingangsfragen beantwortest, braucht er dafür vielleicht noch eine Weile.

Ich hab das Kind meines Partner nach einem halben Jahr offizieller Beziehung kennengelernt, plus einem halben Jahr inoffiziellem, unausgesprochenen Quasi-Zusammensein. Wir hatten das Glück, dass es sich sofort beim ersten Treffen total in mich verknallt hat 😉 Seitdem unternehmen wir sehr viel zu dritt, und wenn ich mal nicht da bin, fragt das Kind nach mir. Insofern haben wir da auch mit dem Zusammenziehen überhaupt keine Bedenken und planen es für das kommende Jahr irgendwann ein.
 
Danke für deine Antwort. Wir sind schon fast ein Jahr zusammen. Das Kind habe ich noch nicht kennengelernt. Er hat keine Probleme damit, dass ich das Kind schon kennenlerne. Ich bin diejenige die eher davon flieht,weil ich nicht mit Kindern umgehen kann 🙄
Ich würde noch gerne ein paar Jährchen warten, bis es älter wird, erst dann ab einem gewissen Alter verstehe ich mich mit denen.
 
Hallo,
ich vermute ihr seid noch nicht lange zusammen?
Da ist es ja ganz normal, dass man dem Kind noch nicht die neue Freundin vorstellt. Vor allem nicht, wenn die Trennung - eventuell - noch nicht lange her ist.
Vermutlich denkt dein Partner, dass es für das Kind momentan noch zu früh ist euch einander vorzustellen oder gemeinsam Zeit zu verbringen.
Siehe es doch mal lieber so, die Menschen, die er liebt, sind ihm sehr sehr wichtig und stehen für ihn an erster Stelle. Er will für sein Kind da sein. Das sollte auch so sein!
Und wenn ihr lange genug zusammen seid, so dass er sicher sein kann, dass es auch noch lange mit euch weiter geht, dann wird er seinem Kind vermutlich auch sagen, dass er jetzt eine neue Partnerin hat und ihr werdet auch mal zu dritt Zeit verbringen. Einfach nur um sicher zu stellen, dass es für das Kind nicht zu viel neues gibt und bei einer eventuellen Trennung schon wieder eine komplett andere Situation vorfindet. Du gehörst ja, wenn alles gut läuft, für das Kind dann ja auch mit zur Familie und auf einmal wärst du weg.
Da bleibt dann auch mehr Zeit für dich übrig, wenn es so weit ist, dass ihr mal zusammen was unternehmt.
Zumindest theoretisch, ob das praktisch auch so umgesetzt wird, das steht auf einem anderen Blatt.
LG
 
Hallo Pollys,

eine Patchworkfamilie erfordert zu manchen Gelegenheiten noch mehr an Gelassenheit, innerer Distanz, Aufrichtigkeit zu sich selbst und anderen, Willensstärke, Toleranz und Liebe, als es eine "normale" Familienkonstellation einem ohnehin abverlangt. Die eigenen Vorstellungen und Wünsche werden fast pausenlos einer Nagelprobe unterzogen. Solche "hübschen" Sätze wie: "Das ist nicht meine Mutter, meine Mutter ist zuhause" treffen einen auf verschiedenen Ebenen. Oder "Meine Mutter hat gesagt, ich darf das!". Die "unsichtbare Dritte" regiert irgendwie immer mit, und sei es auch nur in der eigenen Phantasie. Und manchmal ist es wichtig, sich selbst zurück zu nehmen, damit das Kind nicht weiter in Bedrängnis gerät. Wenn der Junge aus Versehen "Mama" zu Dir sagt und sich abgrundtief schämt, weil er sich wie ein Verräter vorkommt, dann fehlen einem die richtigen Worte zur richtigen Zeit.

Vieles lässt sich im Alltag "regeln", aber die verschiedenen "Gefühlsschichten" (vor allem die eigenen) machen einem eine Entscheidung immer wieder nicht leicht. Dies gilt es auf eine lange Distanz auszuhalten, ohne einen inneren Rückzug anzutreten und ohne dass der eigene Groll überhand nimmt.

Ja, vielleicht ist es für Dich heute noch ein Zeichen von Größe, dass er so zu seinem Sohn hält, aber auch mit der eigenen Eifersucht (die man ja nicht haben und leben will!) muss man womöglich immer wieder umgehen und eine neue Seite davon erkennen, annehmen und auflösen, so gut es eben geht. So manches irrationale Verhalten kommt dann noch dazu. Bis auch dessen Ursachen besprochen und geklärt sind, ist der Tag schon lange um.

Ja, es ehrt Deinen Partner, dass er zu seinem Sohn hält. Aber es ehrt auch Dich, dass Du die seelische Belastung für Dich wahrnehmen kannst und bewusst damit umgehen willst. Und trotzdem kannst Du womöglich nicht ganz locker und unbelastet bleiben, weil Dein "Platz" in der Familie immer wieder Abstriche erfährt, weil gerade für Dich weniger Raum vorhanden ist. Er kann sich nicht zweiteilen und so mancher "Eiertanz" offenbart nur um so mehr die Notwendigkeit von Kompromissen, die kaum einer wirklich will.

Mir scheint, dass Du die Problematik richtig erfasst, die Dimension aber noch nicht in ihrem ganzen Umfang überschaust. Vielleicht ist das ganz gut so, denn bekanntlich wächst man mit seinen Aufgaben. 🙂 Redet miteinander über eure Ängste und Befürchtungen und schafft Vertrauen durch Offenheit. Der Alltag sorgt dann schon für die entsprechende Dynamik.

Alles Gute
 
Mich erinnert der Eingangstext an Phasen mit zwei meiner eigenen Kinder. Es waren unsere Mädchen damals, die nahezu ein untrügliches Gespür dafür hatten, wenn wir Eltern nach intimer Zweisamkeit suchten.

Dann grätschten sie im wahrsten Sinne des Wortes in das Ehebett und hinderten unser inniges Beisammensein. Besonders in der Phase, in der ich den Eindruck hatte, dass dieses Verhalten ihrer Mutter in ihrer Verweigerungshaltung entgegenkam, hatte ich Probleme damit.

Das Ehebett gehört den Eltern. Kinder haben darin nichts zu suchen.

Burbacher
 
Danke für deine Antwort. Wir sind schon fast ein Jahr zusammen. Das Kind habe ich noch nicht kennengelernt. Er hat keine Probleme damit, dass ich das Kind schon kennenlerne. Ich bin diejenige die eher davon flieht,weil ich nicht mit Kindern umgehen kann 🙄
Ich würde noch gerne ein paar Jährchen warten, bis es älter wird, erst dann ab einem gewissen Alter verstehe ich mich mit denen.

Wann hast du denn vor, seinen Sohn kennenzulernen? Wenn er erwachsen ist?

Mit deiner Einstellung kann ein gemeinsames Wohnen nicht funktionieren.
 
Hallo!
Ich habe eine Beziehung zu einem Mann, der ein Kind hat. Das Kind sieht er jedes Wochenende. Er ist ein sehr verantwortungbewusster und fürsorglicher Vater, der das Kind wirklich liebt. Er will auf jeden Fall so gut es geht ein guter Vater werden. Er hat aber ein sehr schlechtes Gewissen, dass er dem Kind keine "normale" Familie bieten kann und er auch wenig Zeit für ihn hat. Auch ich sehe ihn 1-2 mal pro Woche. Wenn ich jedoch öfters mit ihm treffe, habe ich das Gefühl,dass er ein schlechtes Gewissen hat, dass er die Zeit nicht mit seinem Sohn verbringt. Deswegen sehen wir uns kaum zwei oder drei Tage hintereinander, denn dann hat er ein schlechtes Gewissen und meint, dass er Zeit mit seinem Sohn verbringen möchte. Doch ich mache mir Sorgen, wie es in der Zukunft ausschaut? Wenn wir zusammen wohnen oder wenn ich möchte,dass wir uns öfters sehen? Wird er dann immer vom schlechten Gewissen geplagt werden,dass er mit mir mehr Zeit verbringt, als mit dem Kind?
Bräuchte bitte eure Meinungen dazu!

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, das sowas nicht gut geht. Ich habe viele Wochenenden alleine verbracht, weil ihm sein Kind wichtiger war. Was durchaus nachvollziehen ist, aber dann braucht man auch keine Beziehung eingehen wenn man wenig Zeit hat. Und wenn man frisch zusammen ist, will man sich doch soviel wie Möglich sehen.
 
Das Kind habe ich noch nicht kennengelernt. Er hat keine Probleme damit, dass ich das Kind schon kennenlerne. Ich bin diejenige die eher davon flieht,weil ich nicht mit Kindern umgehen kann 🙄
Ich würde noch gerne ein paar Jährchen warten, bis es älter wird, erst dann ab einem gewissen Alter verstehe ich mich mit denen.
Dann ist es aber an dir, den nächsten Schritt zu machen, nicht an ihm. Du blockierst die Entwicklung eurer Beziehung, weil du nicht akzeptierst, dass dein Freund ein Vater ist, und dass es ihn nur im Doppelpack mit seinem Kind gibt.
Vorher lässt sich gar nicht absehen, wie sich eure Beziehung entwickelt. Und auch, dass du dir über's Zusammenziehen Gedanken machst, wenn du einen der Mitbewohner noch gar nicht kennst, finde ich verfrüht.
 

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