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Kampfdronen, ja od er nein?

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Ich fürchte, das ist eine unaufhaltsame Entwicklung. Im Einsatz sparen die Dinger das Leben des eigenen Soldaten (Jetpiloten). Und da kein Mensch drin sitzen muss, kann man die Dinger viel kleiner und billiger bauen. Und da ist noch viel Luft drin, was die Miniaturisierung angeht.

Das Endergebnis wird das sein, was schon vor vielen Jahren in "Dune - der Wüstenplanet" dargestellt wurde: Drohnen von der Größe eines Insekts, beladen mit Gift, mit denen man unliebsame Personen mal eben kurz mehr oder weniger völlig unbemerkt ausschalten kann.

Vielleicht gibts das dann als Bausatz bei Aldi für 15 Euro... (Als Spielzeug ohne Gift natürlich, aber das lässt sich ja nachrüsten.)

Diese Vorstellung finde ich angesichts so einiger extremistischer Idioten ziemlich grausig.
 
A

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Re: Kampfdronen, ja od er nein?
Nun ja, expect the unexpected.

Wüsste nicht, wo ich anfangen oder aufhören soll. Wir haben mittlerweile nicht nur Kampfdronen, die immer kleiner und mächtiger werden, sondern auch Smartphones, die immer kleiner und mächtiger werden, oder eben Smartphones, die größer und ein Vielfaches mächtiger sind. Gleichfalls haben wir mittlerweile Bitcoins im Werte von Millionen und Milliarden, die mehr oder weniger aus dem Nichts geschaffen wurden. Tausend andere Dinge gölte es noch zu erwähnen.

Expect the unexpected.
 
Ich glaub noch nichtmal das Kampfdrohnen überhaupt für die BRD kommen werden. Die Entwicklungszeit beträgt ja 10 Jahre - also mehr wie zwei Legeslaturperioden. In der Zeit wechselt die Regierung also zweimal. Man wird vermutlich weiterhin Aufklärungsdrohnen - gegen die nichts einzuwenden ist - weiterhin beim Freund leasen.
Und bei einem "Bürgerkrieg"?
Schon allein die Vorstellung das Deutsche einen "Bürgerkrieg" anzetteln ist ein satirischer Gedanke......
Übrigens sind weder Bundeswehr, noch Drohnen ( Unbemannte Flugzeuge dürfen in der BRD nur auf Modellflugplätzen fliegen ) im Inland zugelassen.
 
Schöner Überblick, gelungener Beitrag, Gort.
Warum muss ich im Kontext dieses Fadens, deinem Beitrag und deinem Nick bloß an diesen Faden denken? ;-)

Ich denke, wir müssen mit Kampfdrohnen "ein bisschen vorsichtig sein", aus verschiedenen Gründen.

Erstmal das Sprachliche, welches ja bekanntlich bezeichnend oder auch verräterisch sein kann. Schließlich sprechen wir nicht von 'Schutzdrohnen', sondern von 'Kampfdrohnen'.

Weiters der "materielle" Aspekt. Kamfdrohnen sind eins von vielen Beispielen dafür, wie wir unsere Ressourcen wie Zeit, Geld und Technologie verwenden.

Im Geistigen wiederum sind Kampfdrohnen, oder die dahinterliegende Einstellung, eine Referenz zu unserem Gesellschafts- und Menschenbild.

Die deutsche Parteienlandschaft ist sich uneins, was gut ist und hoffentlich zu sinnvollen Entscheidungen führt. Ein deutscher Politiker, welcher kontra Kampfdrohnen ist, sagte sinngemäß "Kampfdrohnen vereinfachen den Krieg, wobei es aber darum gehen sollte, den Krieg zu erschweren." Darüber kann man natürlich diskutieren.

Ein Freund, den ich als überaus gebildet bezeichnen würde und mit dem ich gestern darüber sprach, meinte "Mit Kampfdrohnen kann man viel schneller und präziser töten. Das ist geil."

Ich selbst denke, dass man mit Drohnen sicherlich etwas anfangen kann, aber die Welt keine Kampfdrohnen braucht. Zumindest eine wirklich fortschrittliche Welt, oder eine Welt, die zumindest danach strebt, sollte meines Erachtens keine Kampfdrohnen benötigen.

Und Danke für

Oder anders - wie viele Hochzeiten wurden bereits von Obamas Drohnen versenkt?

deine Mühe, Recherche und Links.

Habe mir von der zitierten Verlinkung einfach mal den ersten Hit durchgelesen - einen Artikel der Zeit - und ein paar weitere Artikel zum Thema. Das stimmt schon nachdenklich.

Einen Gedanken, den ich als wichtig und nachdenkenswert erachte, ergibt sich aus folgendem Leserkommentar:


8. Pervertierte Gedanken

Es ist absolut hirnrissig zu glauben, dass man mit Drohnen oder anderem Kriegsgerät Frieden schaffen könnte. Wir sollten uns durch die pervertierten Leitgedanken so mancher Politiker, irregeleiteter Glaubensfanatiker, Waffenproduzenten und deren Nutznießer, etc. nicht in die IRRE führen lassen. Würden die ganzen Gelder, die für Waffen, Militär, etc. ausgegeben werden, in humanitäre Hilfe investiert, was gäbe es dann für Gründe, dass Menschen gegeneinander Krieg führen sollten? Warum soll man jemanden bekämpfen, der einem hilft?


 
Ein Freund, den ich als überaus gebildet bezeichnen würde und mit dem ich gestern darüber sprach, meinte "Mit Kampfdrohnen kann man viel schneller und präziser töten. Das ist geil."


Da hat Dein Freund, mit seiner überaus hohen Bildung, eine Sichtweise, welche ich als menschenverachtend ansehen möchte:
"Mit Kampfdrohnen kann man viel schneller und präziser töten. Das ist geil."

da stehen mir die Nackenhaare oben, wenn ich sowas lese: "geil, wg. schneller töten.." -unfassbar...
 
Wenn ich ehrlich bin, dann denke ich, dass in sehr vielen Menschen zumindest latent folgender Gedanke oder Gefühl herrscht:

"Wenn ich alle meine Widersacher, Kritiker und unangenehmen Zeitgenossen beseitigt und gleichfalls deren Reichtümer bzw. Ressourcen übernommen habe, dann bin ich frei, reich und glücklich."
 
Das die Drohnen da sind, ist unbestritten. Ich habe auch nur gesagt, daß Kampfdrohnen für die BW wohl kaum kommen werden. Einfach deshalb, weil die Entwicklungszeit 10 Jahre ist ( Uschi gesagt ) und in dieser Zeit die Regierungen mehrmals wechseln. Und für Einsätze bräuchte es ja die Parlaments-Mehrheit.
Es hat auch niemand bezweifelt, daß die Industrie das herstellt, was machbar ist. Und sicher sind die Dinger auch zur Zeit z.B. in Dritte Welt Ländern gefahrenlos einsetzbar. Aber man wird auch genau so schnell Gegenmittel finden - z.B. die Dinger in der Luft selbst übernehmen - so daß es am Ende wohl als Drohmittel ( wie so vieles ) in den Waffenlagern bleiben wird.
 
Ich stelle es mir immer ein wenig makaber vor wenn ich so eine bewaffnete Drohne steuern würde.

Ich sitze im Büro, steuere das Ding wie in einem komplexen Simulations-Computerspiel und 2 Stunden vor Feierabend schiesse ich eine Rakete ab mit dem Wissen das Collateral-Verluste durchaus passiert sein können.
Nach Feierabend mähe ich dann den Rasen und spiele mit meinen Kindern Playstation..

Nur mal so angenommen..ein krasser Gedanke..aber ich bin Realist..in der modernen Kriegsführung müssen vor allem die eigenen Verluste extrem niedrig gehalten werden. Man stelle sich nur mal vor man verliere heutzutage mehr als 1% der eigenen Bodenruppen...dann lieber ein paar Zivilisten im anderem Land..

Meine Meinung: Als Aufklärungs-Maschine äußerst gut geeignet im 21. Jahrhundert. Bewaffnete Drohnen finde ich ethnisch allerdings für sehr kritisch.
 
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