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Kaffee für den Chef

Ranni

Neues Mitglied
Hallo liebe Community,
Ich habe eine kleine Angelegenheit auf der Arbeit, mit der ich nicht so recht weiß, wie ich damit umgehen kann.

Folgendes ist passiert: Eine Kollegin, für welche ich die Nachfolge angetreten habe, hat unserem Chef jeden Morgen einen Kaffee gebracht und sich auch schon mal privat mit ihm unterhalten. Dies war wohl so ein Ritual bei den beiden.
Nun ist sie seit kurzem im Ruhestand.

Daraufhin meint unsere Prokuristin, sie müsste mir nun dieses Ritual aufzwingen. Sie hat es freundlich vorformuliert. Dennoch finde ich es unangemessen von mir zu verlangen, ich mache das weiterhin.
Ich habe kein gutes Verhältnis mit unserem Chef. Das liegt aber zum großen Teil an seinem respektlosem Umgang mit mir.
In der Vergangenheit hab ich ihm ab und zu aus Nettigkeit einen Kaffee gebracht.
Da hat sich für mich heraus kristallisiert, dass ihm das nicht mal ein "Danke" oder "Guten Morgen " wert ist und da bin ich mir ehrlich gesagt zu gut für. Mal abgesehen davon das der sonstige Umgang mit mir auch nicht der Beste ist. Wenn er fragt ob ich ihm einen Kaffee bringe, mache ich das auch. Dies macht er aber meistens nicht, nicht mal wenn er zu mir ins Büro kommt.
Aber nicht einfach so nur weil es schon immer so war. Und schon gar nicht, wenn er wieder respektlos mit mir umgegangen ist.


Ein Kollege der bei mir mit im Büro sitzt hat unserer Prokuristin jedenfalls gesagt "es ist ja nur ein Knopf drücken, aber wenn es ihn glücklich macht, bringe ich ihm eben den Kaffee".
(Früher musste immer eine Kanne gekocht werden).

Was würdet ihr mir raten?
Ich weiß es ist kein Riesenproblem, ich fühle mich jedoch unwohl mit der Situation ...

Freue mich auf eure konstruktiven Beiträge 🙂
Liebe Grüße Ranni
 
Wenn ich keinen Bock drauf hätte und ihn nicht leiden könnte, würde ich ihm einen bringen, der entsetzlich stark und nicht besonders trinkbar ist.
 
Da es offensichtlich von dir erwartet wird, würde ich das auch machen.
Es ist doch kein großer Akt. Ich würde ihm den Kaffee hinstellen, kurz die Tageszeit sagen und dann sofort das Büro verlassen. Niemand kann von dir verlangen, dass du dich auf Gespräche mit ihm einlässt, wenn du dich nicht so gut mit dem Chef stehst.
 
Ich bin laut meinen Arbeitsvertrag keine Sekräterin. Ist es normal, dass man als Chef nicht danach fragen kann? Ich kümmere mich um die anstehenden Aufgaben, statt daran zu denken, dass andere etwas trinken möchten.
 
Da es offensichtlich von dir erwartet wird, würde ich das auch machen.
Es ist doch kein großer Akt. Ich würde ihm den Kaffee hinstellen, kurz die Tageszeit sagen und dann sofort das Büro verlassen. Niemand kann von dir verlangen, dass du dich auf Gespräche mit ihm einlässt, wenn du dich nicht so gut mit dem Chef stehst.
Man kann den Kaffee auch so zubereiten, dass er künftig lieber keinen mehr haben will oder sich den Kaffee künftig lieber selber macht. 😛😀

Mich hat man mal gezwungen, vor langer Zeit, täglich Kaffee für den Chef zu kochen, obwohl ich Buchhalter bin und das ganz und gar nicht zu meinen Aufgaben gehörte, und ich den Chef auch nicht mochte.

Der Chef höchstpersönlich hat befohlen und mit Konsequenzen gedroht, wenn ich das nicht tun würde.

Daraufhin habe ich ihm erklärt, dass ich ganz schlecht wäre im Kaffee machen und sich alle meine Freunde und Bekannten immer über meinen Kaffee beschweren würden. Er meinte ihm wäre das egal, ich solle machen.

Das habe ich dann MIT FREUDEN GETAN. 10 gehäufte Kaffelöffel auf 8 kleine Tassen Wasser. Der Löffel im Kaffee stand fast von alleine und ich der Kaffee war saustark und gallenbitter.

Da kam er dann an und hat sich bitterlich über den untrinkbaren Kaffee beschwert und ich habe ihm dann versichert, dass ich es leider nicht anders könne und ich ihn ja vorher gewarnt habe.

Ich musste dann den Kaffee probieren, was ich dazu meine und ich habe erwidert, dass der ganz normal schmeckt und ich den immer so trinken würde und gar nicht anders kenne.

Daraufhin wurde nie wieder gewünscht, dass ich Kaffee kochen sollen. Den Job war ich los. Ein für alle mal.
 
(...)
Ich musste dann den Kaffee probieren, was ich dazu meine und ich habe erwidert, dass der ganz normal schmeckt und ich den immer so trinken würde und gar nicht anders kenne.

:lautlachen:

Aber bei diesen Kaffeevollautomaten, Pad- oder Kapselmaschinen heutzutage, wo man nur noch einen Knopf drücken braucht wie die TE ja auch schreibt, geht das mit der Unschuldsnummer und der individuellen Dosierung für besondere Chefs 😉 nicht mehr.

@Ranni
Wenn klar wäre, dass der Chef dieses "Ritual" künftig von dir erfüllt haben möchte, würde ich an deiner Stelle diese Aufgabe natürlich nicht verweigern.

Daraufhin meint unsere Prokuristin, sie müsste mir nun dieses Ritual aufzwingen.

...Aber so? Das ist doch blöd.
Solange der Chef sich selbst überhaupt nicht dazu äußert, würde ich ihm womöglich keine Tassen Kaffee hinbringen, ohne dass er darum gebeten hat.
Womöglich würde ich aber auch über meinen Schatten springen und die Gewohnheit der früheren Kollegin einfach fortsetzen (nur ohne das Geplauder). Wie Krasiana schrieb. Wäre vielleicht sogar ratsamer.
Aber um das genauer entscheiden zu können, fehlt mir der Einblick und somit das richtige Gespür für die Situation.
 
Erst einmal ist es doch unerheblich, was die Prokuristin zu dir sagt. Wichtig ist, was der Chef von dir erwartet.

Kannst du ihn nicht unverbindlich darauf ansprechen und nachfragen "Ich habe von dem Gebrauch erfahren, dass Kollegin XY Ihnen morgens einen Kaffee gebracht hat, da ich die Nachfolge angetreten habe, möchte ich fragen, ob das auch für mich gilt?" oder so ähnlich halt.

So vermeidest du, dass du es nicht machst, obwohl er drauf wartet oder es machst und er es eigentlich gar nicht will.
Privat sprechen mit ihm musst du ja außerdem auch gar nicht, ein paar nette Worte lassen sich immer finden, ohne dass man etwas preisgibt. Du bist ja schließlich keine Kopie der früheren Kollegin.
 

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