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"Jungs heulen nicht"

Es kommt auf den Zusammenhang an, in dem diese Aussage des Trainers steht.
Ging das Spiel weiter und er wollte ihn ermuntern, dass er gleich wieder spielt und so vergisst, dass er einen für ihn schmerzhaften Tritt abbekommen hat.

Nur die Aussage an sich, kann ganz unterschiedlich gesehen werden.
 
A

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Re: "Jungs heulen nicht"
Naja, die Aussage der Trainers war schon ziemlich unpassend. Wie bereits hier im Thread erwähnt, hört sich "Jungs weinen nicht" an, dass man als Junge/Mann seine Gefühle nicht zeigen darf und Mädchen die es machen, sowieso das ach so schwache Geschlecht wären.
Ich würde z.B. ein: "Wir Fussballer lassen uns nicht unter kriegen, sondern kämpfen weiter", deutlich besser finden.
 
ch persönlich bin der vielleicht krassen Ansicht, dass Heulen an sich völlig sinnlos ist.

So sinnlos finde ich es nicht. Durchs weinen werden Spannungszustände abgebaut, die vielleicht dazu führen, dass man Depressionen entwickelt.
Weinen demonstriert ja dem Gegenüber auch: Tröste mich, ich brauche Nähe.

Hab mich übrigens dagegen entschieden, nochmal mit dem Trainer zu reden.
Wir werden aber aufmerksamer sein. Sollte das nochmal auch in anderen Zusammenhängen passieren, suche ich wenn ich ihn irgendwann abhole mal das Gespräch.
 
Ja, maaaal weinen ist nicht schlimm. Meine Pflegeeltern regelten das hier bei uns daheim dann eher so, dass sie uns Jungs erklärten, Tränen daheim sind noch ok, aber außerhalb bitte immer seltener.
Das ist einfach besser für die Kids, sonst werden die eh nur gehänselt.
Mein kleiner Pflegebruder (13) kommt damit ganz gut zurecht. Er sagte letztens noch, dass das Heulen in der Schule so gar nicht mehr gehen würde, dann ist man schnell Mobbingopfer Nr. 1.
Und ich bin ja mit 25, schon einige Jährchen, aus dem gröbsten Geheule raus.^^

Und vllt ist der Trainer ja ansich ein ganz cooler und aufmerksamer Mentor für euren Sohn und die anderen Jungs der Mannschaft. Jungs orientieren sich, ab einem gewissen Alter, eh lieber an anderen Männern und eifern denen nach.
Und wenn das der einzige dumme Spruch vom Trainer war, schwamm drüber.
Ja, beobachtet das alles mal.
 
Aslo ich würde das von zwei Seiten sehen.
Ihr wisst ja nicht, ob der Trainer den Jungen wirklich "angeherrscht" hat (ihr wart nicht dabei, oder doch?): Vielleicht hat er das alles nur mit einem Tonfall von: "Komm schon ein Indianer kennen keinen Schmerz" gesagt?

Also ich persönlich finde es falsch, Jungs zu sagen, dass sie nicht weinen dürfen, weil sie Jungs sind, jedoch finde ich es "OK" einem Kind zu zeigen: "Hey, ist nicht so schlimm, das ist kein Grund zu weinen". Dass der Trainer tendenziell eher auf diese Weise zu "trösten" versucht, finde ich natürlich und richtig. Das ist einfach ein Setting, in dem ein zB in den Arm nehmen und trösten fehl am Platz ist.
(Oft weinen Kinder ja aus Schreck und wenn man dann zeigt: alles cool, kein Grund zur Panik, dann stecken sie auch Schmerzen viel leichter weg, weil dann nicht auch noch Angst dazu kommt)
Die Kinder (Jungs und Mädchen) brauchen ja auch Situationen, in denen sie lernen, die Zähne zusammenzubeißen. Also im postiven Sinn: Nicht im Sinn von sich quälen, aber ich denke, Du weißt, was ich meine.

Auch das ist ja ein gewisser Lernprozess, den Du als Mutter (oder generell Eltern) nicht leisten kannst. Von einer Mutter fände ich es nicht angebracht, dass sie sagt: Jungs weinen nicht- bei einem Fußballtrainer finde ich es hinnehmbar.

ich würde den Trainer nicht darauf ansprechen, sondern viel mehr dem Kind vermitteln, dass es halt auch solche Menschen gibt, die eher so reagieren wie der Trainer und ihm zeigen, wie er das einzuordnen hat: Nämlich dass es in der Hitze des Gefechts (also beim Sport) vielleicht auch mal rauer zugeht das aber nicht bedeutet, dass er sich das zu Herzen nehmen muss, oder dass er ein Weichei ist: Es sind einfach die Umstände aus denen heraus der Trainer eben anders mit ihm umgeht, als zB Du als seine Mutter.
Ich fände es kein gutes Signal, wenn ihr dem Jungen zeigt: Wenn dir was unangenehm ist, werden wir das sofort für Dich abstellen und dem trainer eins drauf geben.
Besser wäre es, ihm klar zu machen, wie er so eine Aussage einordnen kann und dass er sich davon nicht angegriffen zu fühlen braucht. Der Trainer ist halt nicht besonders sensibel: Naja ok- das soll dein Sohn nicht nachmachen, aber er kann lernen, damit umzugehen, wenn er mal auf sowas trifft.
Verstehst Du? Er wird noch oft genug auf eher unsensible Zeitgenossen treffen und dann ist es gut, wenn er von euch lernt, damit umzugehen.
 
ich würde den Trainer nicht darauf ansprechen, sondern viel mehr dem Kind vermitteln, dass es halt auch solche Menschen gibt, die eher so reagieren wie der Trainer und ihm zeigen, wie er das einzuordnen hat: Nämlich dass es in der Hitze des Gefechts (also beim Sport) vielleicht auch mal rauer zugeht das aber nicht bedeutet, dass er sich das zu Herzen nehmen muss, oder dass er ein Weichei ist: Es sind einfach die Umstände aus denen heraus der Trainer eben anders mit ihm umgeht, als zB Du als seine Mutter.
Ich fände es kein gutes Signal, wenn ihr dem Jungen zeigt: Wenn dir was unangenehm ist, werden wir das sofort für Dich abstellen und dem trainer eins drauf geben.
Besser wäre es, ihm klar zu machen, wie er so eine Aussage einordnen kann und dass er sich davon nicht angegriffen zu fühlen braucht. Der Trainer ist halt nicht besonders sensibel: Naja ok- das soll dein Sohn nicht nachmachen, aber er kann lernen, damit umzugehen, wenn er mal auf sowas trifft.
Verstehst Du? Er wird noch oft genug auf eher unsensible Zeitgenossen treffen und dann ist es gut, wenn er von euch lernt, damit umzugehen.

Genau, das lernten wir hier daheim auch so. Meine Pflegemutter hatte mir das auch so ähnlich immer erklärt.
Es ist ganz gut, wenn man auch mal eine drauf bekommt. So in einem gewissen Maße natürlich. Nicht ständig und bis man in die Knie geht.
Aber die Menschen packen einen halt nicht immer mit Samthandschuhen an. Ihn darauf vorzubereiten, ist ganz wertvoll.
 
😀

Na, wäre nicht übel, wenn er sich was dabei denken würde.
Zb., dieses Pseudo-Gewinsele vom Fußballplatz zu vertreiben.
Was ja nur noch peinlicher wird, zu zeiten des Videobeweises.

Aber in diesem Fall hier, gehe ich davon aus, dass der Junge es richtig abbekommen hat und der Trainer wollte ihn vermutlich auf seine Art beruhigen, damit es weiter gehen konnte.
 
Da der Trainer wie ich heute erfahren habe auch schon ein Kind mit Armbruch spielen lassen wollte, wundert mich das nicht.
Ich habe mit einer befreundeten Mutter telefoniert, die mich beiläufig fragte, wie es meinem Sohn geht. Ich sagte, es waren nur Prellungen.
Sie: Na, einen anderen Jungen hat er doch wieder auf den Platz geschickt, nachdem der sich verletzt hatte und hinterher kam raus, der Arm war gebrochen. Komischer Mensch.

Das hat mich dann in meiner Wahrnehmung bestätigt.

An und für sich haben wir unseren Kindern nie gesagt, sie sollen nicht weinen. Ich denke, sie haben aufgrund unserer Gesellschaft schon früh mitbekommen, dass es als Schwäche gilt (obwohl ich das natürlich nicht okay finde, man sollte weinen dürfen, wenn einem danach ist).

Meine Kinder haben allerdings nie bei Kleinigkeiten geweint.
Höchstens in der Trotzphase, danach aber nicht mehr.
Nur bei wirklich schlimmen Dingen.


dass sie uns Jungs erklärten, Tränen daheim sind noch ok, aber außerhalb bitte immer seltener.


Im Ernst? Das finde ich bedenklich.
 
Nö, das war genau richtig so. Zumindest für uns. Trost bekamen wir ja daheim.
Sie wollte es uns nur ersparen, dass wir außerhalb wegen der Tränen aufgezogen wurden, ab einem bestimmten Alter.

Ich finde die Erziehung vollkommend in Ordnung.
Unabhängig vom Geschlecht geht ein Weinen auf der Arbeit überhaupt nicht, es sei denn, es ist was tragisches passiert. Aber auf der Arbeit Weinen, weil man gerade kein Urlaub bekommen hat oder länger bleiben muss, geht nicht und schadet einem nur.
 

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