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Jugendamt will mich als Zeugin

taram

Mitglied
Hallo,

ich hatte eine Bekannte mit einem kleinen Jungen von damals 6 Jahren. Diese Bekannte kam nie mit dem Jungen klar. Sie war total aggressiv, schlug den Jungen und schrie nur rum.

Einmal besuchte ich sie und der Junge hatte unterm Auge eine leichte bläuliche Verfärbung. Sie gab mir gegenüber zu, dass sie ihm eine Backpfeife gegeben hätte.

Irgendwas war, der Junge hat nicht allzu schnell auf sie reagiert und sie schrie ihn wieder an. Meiner Meinung nach zu Unrecht. Daraufhin bin ich in die Kita des Jungen und habe von dem Vorfall erzählt. Ebenfalls informierte ich die Familienhelferin, welche zu dieser Zeit bei ihr tätig war.

Im großen und ganzen ist dabei wohl nichts weiter raus gekommen. Ich habe mich dann von dieser Frau gänzlich zurück gezogen, weil ich ihre aggressive Art nicht mehr ertragen konnte. Wurde auch von ihrer Bekannten mehr oder weniger bedroht, weshalb ich denn nicht mit der Mutter erstmal sprechen würde, bevor ich jemand in dieses Problem einweihe.

Es war beim Jugendamt bekannt, dass diese Frau die totalen Probleme mit dem Jungen hat.

Und jetzt kommts: Wahrscheinlich hat diese Frau den kleinen mächtig verhauen. Er ist wohl zu diesem Zeitpunkt wieder in einer psychatrischen Klinik gewesen und nur am Tage ab und an zu Hause gewesen. Der Junge hat wohl schon geäussert: Ich will gar nicht mehr leben, was soll das alles noch.

Diese Frau hat dann wohl zugestimmt, dass er in eine andere Klinik kommt und dort erstmal bleibt. Die ehemalige Familienhelferin wurde auch wieder kontaktiert zwecks Zeugenaussage. Diese Familienhelferin hat sich dann mit dem Spruch: ich kann mich gar nicht mehr richtig erinnern - aus der Sache rausgehalten. Doch hat sie der Dame vom LKA meinen Namen genannt. Ich wäre wohl die Einzige, die zu dieser Sache noch was sagen könnte. Angeblich wären schon sämtliche Nachbarn weggezogen.

Zwei Tage nachdem mir die Familienhelferin davon erzählte, dass sie dem LKA meinen Namen genannt hatte, bekam ich ein Schreiben, dass ich mich doch melden sollte. Ich habe mit der Dame vom LKA telefoniert und sie hat mir einen Termin für jetzt Mittwoch genannt. Ich solle doch vorbei kommen und ne Stunde Zeit mitbringen.

Ich will da absolut nicht hingehen!!!

Was passiert, wenn ich nicht zu diesem Termin erscheine?

Klar, mir tut der Junge schon leid, aber ...
Könnt Ihr mir einen Rat geben?

Danke

Gruß Taram
 
Hallo,

also wenn das LKA (Landeskriminalamt) Dich als Zeugin hören will, muss ja schon eine üble Sache vorliegen.

Und wenn Du nicht hingehst, kann bzw. wird eine Vorladung durch die ermittelnde Staatsanwaltschaft erfolgen und der kannst Du dich nicht entziehen.

Und warum willst Du dich davor drücken?

Es geht doch um das Wohl des Kindes. Wie sollen die Kinder denn sonst geschützt werden?

Gruß
 
Hallo!

Störer hat völlig recht. Der arme Junge muss geschützt werden vor seiner Mutter. Dazu ist nun deine Aussage erforderlich. Stell mal vor, das Kind tut sich wirklich etwas an, weil er aufgrund unzureichender Beweislage wieder zurück zu seiner Mutter muss. Würdest du das vor dir selbst verantworten können?
Das Kind braucht Hilfe und momentan scheinst du die einzige zu sein, die mit ihrer Aussage dem Kind diese Hilfe ermöglichen kann. Also tu das. Was passiert, wenn Leute sich aus solchen Dingen "raushalten" wollen, niemanden denunzieren wollen, etc. kann man leider Gottes immer wieder mal in der Presse verfolgen.
 
Ja, Ihr habt recht. Ich muß dem Jungen helfen. Habe gerade mit einer Nachbarin dieser Mutter geredet und werde also meine Aussage am Mittwoch beim LKA machen. Es ist nur so, wir wohnen ziemlich nah beieinander und es ist halt eine Sch... Situation für mich. Die andere Sache, habe etwas Angst vor ihrer lesbischen Freundin, welche mich damals schon in meiner eigenen Wohnung im Beisein meiner Tochter zusammen geschrien hat. Wir wohnen in derselben Straße und ich habe ihr damals bei meiner Hausverwaltung einen Job besorgt, welchen sie halt immer noch hat. Und eigentlich konnte ich mir die Antworten auf meinen Thread schon denken. Vielleicht brauchte ich auch einfach nur ein wenig Unterstützung, dass es richtig ist, diesen Termin beim LKA wahr zu nehmen.

Habe vorhin von dieser Nachbarin mir bestätigen lassen, dass der Junge geäußert hat, dass er sich in diesem Heim wohl fühlt. (schlechter Satz - ich weiß)

Ich bedanke mich auf alle Fälle für Eure Antworten. Aber es ist halt so paradox, da wird ein Baby einer nicht mehr Gehörlosen Frau abgenommen. Und in meinem Fall hat das JA jahrelang zugeschaut ohne etwas zu unternehmen.

Diese Welt ist doch echt nicht mehr normal.

Gruß Taram
 
Hallo Taram,

ich stimme den Vorbeiträgen zu und finde: hier ist Zivilcourage bzw. normale Bürgerpflicht gefragt...der Junge braucht Schutz und du solltest ohne Zip und Zap deinen Teil, den du dazu leisten kannst auch leisten...ansonsten wird dich ohnehin ewig dein schlechtes GEwissen quälen und du dich fragen, warum du deinem EGO (Schiss vorm LKA? wieso?) Vorrang vor Hilfe ggü einem anderen gegeben hast.

Ich persönlich bin schon oft im Leben irgendwo dazwischen gegangen wenn GEwalt mit im Spiel war..ich habe gelernt mich einzumischen, wenn es notwendig war..und ehrlich gesagt bin ich darüber sehr stolz und ich könnte auch nicht anders leben.
Deine Bekannte ist indem sie Gewalt ausübt Straftäterin...sie sollte die Verantwortung dafür übernehmen...nur so ist ihr und auch v.a. dem Kind geholfen...wichtig für Menschen mit asozialem VErhalten ist zu lernen, dass asoziales Verhalten negative Konsequenzen hat..und zwar für den Täter, damit das Opfer später auch psychisch damit klarkommen kann. Dieses Kind braucht dringend Unterstützung und zwar von so vielen Seiten wie möglich. Und auch die Täterin wird Hilfe brauchen, als Erwachsene ist sie jedoch zuständig um Einsicht zu haben und sich selber verantwortlich zu zeigen und sich diese Hilfe für sich zu holen, damit sie Wege findet mit ihrer Aggression besser umzugehen.

Also: hin zum LKA und deine Eindrücke und Vorfälle, die du erlebt hast wahrheitsgemäß schildern...dann hast du deinen Teil erfüllt.

Gruß
Tyra
 
Hallo Taram,
Du sagst, dass Du "schiss" vor der Aussage beim LKA hast. - Verständlich, aber welche Angst hatte der Junge bei den Übergriffen auf sich? Er muß unglaubliche Panik und Verzweiflung erlebt haben, immer und immer wieder.
Zum LKA kann ich Dir folgendes sagen, die Kriminalbeamten sind absolut nicht vergleichbar mit normalen Streifenpolizisten; die Kripo hat sehr viel besseres Personal und jeder der eine Aussage macht kann auch sagen das er Angst vor möglichen Übergriffen auf Grund der getätigten Aussage hat.
Habe Mut, denn Du hilfst dem Jungen mit Deiner Aussage. Erzähle auch die kleinsten Details, sie können bei einer Verhandlung sehr wichtig sein.
Lieben Gruß
Beate
 
Guten Morgen,

wollte nur sagen: ich fahre gleich los. Tochter beim Spielkumpel untergebracht.

Werde später berichten, wie es gelaufen ist.

Tschüß

Taram
 
Hallo Taram,
wollte nur mal fragen wie es beim LKA war. Sicher war es anstrengend und zermürbend, aber Du hast es für ein Kind getan. Auch ich habe mal dort gesessen. Es wäre schön wenn Du berichtest wie es war und wie es Dir geht.
Gruß
Beate
 
Guten Morgen, habe den PC gestern nicht mehr angemacht, weil Töchterlein leicht bockig war und ich froh war als sie eindlich im Bett war.

Tja, wie wars beim LKA - es war okay. Die Dame war eine junge Frau und hat mir erzählt, dass der Vorfall (schlagen) im März war und von der Schule gemeldet wurde. Der Kleine hatte wohl einige blaue Flecken. Und hat dann bei der Befragung zugegeben, dass er von seiner Mutter geschlagen wird.

Ich habe alles erzählt, was ich über die Mutter weiß. Kann jetzt gar nicht mehr erzählen. Bin aber sehr froh, dass ich dort war und dem Kleinen somit hoffentlich geholfen habe.
Habe noch zwei andere Zeugen benannt, die ihre aggressivew Art dem Jungen gegenüber bestätigen können.
Die Beamtin sagte noch, dass der Kleine sich im Heim wohl fühlt.

Ich möchte mich somit nochmal für Eure Unterstützung danken und verabschiede mich für heite.

Viele liebe Grüße Taram
 
Lieber Gast!
Sei vorsichtig mit Deinen Aussagen. Denn du könntest auch unschuldige Menschen damit schweren Schaden zufügen, das würde ich wirklich mal be-
denken.
Ich denke, du möchtest nicht vermeintlich schuldige Menschen fälschlich be-
schuldigen. Das kann aber schneller passieren, als man denkt.
Und, prüfe lieber 3 Mal, ob Deine Beobachtungen wirklich der Wahrheit ent-
sprechen, bevor du einem KIND, seine leibliche Mutter weg nimmst.
Glaub' mir, dieses Erlebnis wird dieses Kind sein Lebtag nicht mehr vergessen.
Noch eine Frage an Dich:
Würdest du auch aussagen, wenn du einen Mann bei der Verwaltigung einer
Frau oder eines Kindes beobachtet hättest?
Oder wenn du vom Missbrauch jeglicher Art eines Mannes gegenüber Kindern
und seiner Ehefrau oder seiner Freundin etwas mitbekommen hättest, um nun
als Zeugin aussagen zu können?
Dann hast du Mut und bist frei von Vorurteilen, wenn du das kannst.
Gruss an Dich und "weise" , vorurteilsfreie, Entscheidungen wünsche ich dir, wenn du in der Welt helfen willst.
 

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