ZwischenHoffnungUndJugendamt
Neues Mitglied
Ich möchte meine Geschichte erzählen, auch wenn es mir sehr schwerfällt.
Ich war 23 Jahre alt, als ich schwanger wurde. Wegen meiner psychischen Erkrankung habe ich mir früh Hilfe gesucht und bin zu einer Sozialarbeiterin gegangen. Schon nach wenigen Gesprächen sagte sie mir, dass das Jugendamt wahrscheinlich eingreifen wird. Das hat mir große Angst gemacht.
Gemeinsam gingen wir dann zum Jugendamt. Dort wurde entschieden, dass ich in eine Mutter-Kind-Einrichtung gehen soll. Ich habe zugestimmt, weil ich Angst hatte, mein Kind sonst zu verlieren.
Noch während der Schwangerschaft zog ich in diese Einrichtung ein. Dort fühlte ich mich jedoch sehr unwohl. Für mich war alles mit Kontrolle, Beobachtung und Druck verbunden. Da ich selbst als Kind schlechte Erfahrungen mit Unterbringung gemacht habe, wurden viele alte Ängste wieder ausgelöst.
Schließlich verließ ich die Einrichtung in der Schwangerschaft. Danach sagte mir das Jugendamt, dass ich mein Kind verlieren könnte, wenn ich nicht zurückkehe. Diese Situation hat mich psychisch sehr belastet und überfordert.
Nach der Geburt wurde mein Sohn in Obhut genommen. Das war der schlimmste Moment meines Lebens. Viele Menschen fragen vielleicht, warum ich nicht einfach geblieben bin. Aber für mich fühlte sich die Situation nicht wie eine freie Entscheidung an, sondern wie Angst, Druck und Überforderung.
Trotz allem habe ich immer versucht, für meinen Sohn da zu sein. Ich habe die Umgänge wahrgenommen und versucht, ihm Ruhe, Nähe und Stabilität zu geben.
Seitdem habe ich vieles gemacht, um meine Situation zu verbessern. Ich war in der Tagesklinik, habe Unterstützung angenommen und lebe inzwischen im betreuten Wohnen.
Trotzdem habe ich oft das Gefühl, dass egal wie viel ich tue, es nie reicht. Immer wieder kommen neue Zweifel, neue Anforderungen oder neue Hürden. Ich habe mit dem Jugendamt kooperiert und versucht, alles umzusetzen. Mir wurde sogar eine andere Einrichtung versprochen, auf die ich lange gewartet habe. Als schließlich ein Platz frei wurde, hieß es plötzlich, es sei nicht der richtige Zeitpunkt.
Ich bin kein Mensch, der aufgibt. Ich versuche immer wieder aufzustehen und weiterzumachen. Aber manchmal fühlt es sich so an, als wäre schon entschieden worden, dass ich keine echte Chance bekomme.
Ich weiß, dass meine psychische Erkrankung und meine Vergangenheit als Pflegekind eine große Rolle spielen. Trotzdem wünsche ich mir, dass auch gesehen wird, wie sehr ich mich bemühe und wie wichtig mir mein Sohn ist.
Ich war 23 Jahre alt, als ich schwanger wurde. Wegen meiner psychischen Erkrankung habe ich mir früh Hilfe gesucht und bin zu einer Sozialarbeiterin gegangen. Schon nach wenigen Gesprächen sagte sie mir, dass das Jugendamt wahrscheinlich eingreifen wird. Das hat mir große Angst gemacht.
Gemeinsam gingen wir dann zum Jugendamt. Dort wurde entschieden, dass ich in eine Mutter-Kind-Einrichtung gehen soll. Ich habe zugestimmt, weil ich Angst hatte, mein Kind sonst zu verlieren.
Noch während der Schwangerschaft zog ich in diese Einrichtung ein. Dort fühlte ich mich jedoch sehr unwohl. Für mich war alles mit Kontrolle, Beobachtung und Druck verbunden. Da ich selbst als Kind schlechte Erfahrungen mit Unterbringung gemacht habe, wurden viele alte Ängste wieder ausgelöst.
Schließlich verließ ich die Einrichtung in der Schwangerschaft. Danach sagte mir das Jugendamt, dass ich mein Kind verlieren könnte, wenn ich nicht zurückkehe. Diese Situation hat mich psychisch sehr belastet und überfordert.
Nach der Geburt wurde mein Sohn in Obhut genommen. Das war der schlimmste Moment meines Lebens. Viele Menschen fragen vielleicht, warum ich nicht einfach geblieben bin. Aber für mich fühlte sich die Situation nicht wie eine freie Entscheidung an, sondern wie Angst, Druck und Überforderung.
Trotz allem habe ich immer versucht, für meinen Sohn da zu sein. Ich habe die Umgänge wahrgenommen und versucht, ihm Ruhe, Nähe und Stabilität zu geben.
Seitdem habe ich vieles gemacht, um meine Situation zu verbessern. Ich war in der Tagesklinik, habe Unterstützung angenommen und lebe inzwischen im betreuten Wohnen.
Trotzdem habe ich oft das Gefühl, dass egal wie viel ich tue, es nie reicht. Immer wieder kommen neue Zweifel, neue Anforderungen oder neue Hürden. Ich habe mit dem Jugendamt kooperiert und versucht, alles umzusetzen. Mir wurde sogar eine andere Einrichtung versprochen, auf die ich lange gewartet habe. Als schließlich ein Platz frei wurde, hieß es plötzlich, es sei nicht der richtige Zeitpunkt.
Ich bin kein Mensch, der aufgibt. Ich versuche immer wieder aufzustehen und weiterzumachen. Aber manchmal fühlt es sich so an, als wäre schon entschieden worden, dass ich keine echte Chance bekomme.
Ich weiß, dass meine psychische Erkrankung und meine Vergangenheit als Pflegekind eine große Rolle spielen. Trotzdem wünsche ich mir, dass auch gesehen wird, wie sehr ich mich bemühe und wie wichtig mir mein Sohn ist.