M
Maddie
Gast
Liebe Community,
ich muss meinen Frust in Worte fassen und hoffe, eine Reaktion zu bekommen. Ich habe den Eindruck, mein Leben vor die Wand gefahren zu haben und skizziere meinen Fall kurz:
Ich bin 30 Jahre alt. Vor nicht langer Zeit habe ich einen sehr sicheren Job aufgegeben, weil ich unbedingt Lehrerin werden wollte. Ich hatte vorher schon die entsprechenden Fächer (Englisch, Geschichte) neben dem Job studiert, hatte immer den Traum, in die Schule zu gehen, auch wenn viele mir davon abgeraten haben. Nun bin ich im Referendariat, mache in etwas einem Jahr mein Examen und überlege nun, wieder abzubrechen. Grund dafür ist, dass der Schulalltag doch anders ist als vorgestellt. Der Unterricht mit meinen Schülern macht mir Spaß, aber alles drumherum, insbesondere die lästigen Vorbereitungen, endlose Korrekturarbeiten und natürlich auch teilweise nervenaufreibende Stunden machen mich fertig. Das Referendariat ist mit seiner geringen Stundenzahl nur der Anfang, irgendwann werde ich viel mehr arbeiten müssen, wovor mir bereits graust. Zudem ist das Referendariat auch mit einem gehörigen Leistungsdruck verbunden, den ich lange nicht mehr gewohnt war.
Mein vorheriger Job erscheint mir im Nachhinein wie das Paradies: Er bot Sicherheit, Ruhe, eine angemessene Bezahlung und keinen zu großen Druck. Ich habe mich auf einige Stellenanzeigen beworben, die ungefähr meiner vorherigen Tätigkeit entsprechen, die ich damals durchaus als angenehm empfunden habe (nicht wegen dem Job, sondern wegen der Ruhe und der Möglichkeit, nebenbei ein angenehmes Leben mit vielen Hobbys zu führen). Nun habe ich zwei Angebote bekommen. Diese bieten mir Gehaltsaussichten deutlich unter dem Lehrergehalt – weil es sich um einen Ausbildungsberuf handelt, womit ich grundsätzlich leben kann. Allerdings musste ich feststellen, dass ich auch an mein früheres Gehalt nur ansatzweise heranreichen werde, einige hundert Euro im Monat werden mir fehlen. Es ist nicht so, dass ich dabei arm würde, aber es macht mich psychisch fertig. Ich bin kaum materialistisch eingestellt und bin immer mit sehr wenig Geld ausgekommen, aber es ist für mich natürlich eine Frage der Anerkennung, wenn ich weniger verdiene als vorher.
Ich weiß nun nicht, wie ich damit umgehen kann. Ich weiß, dass es sinnvoll ist, das Referendariat zu beenden, da ich zwar einige Jahre Spaß an dem Job haben könnte, aber auf Dauer verzweifeln würde. Und in meinen alten Job käme ich nach längerer Abwesenheit nicht mehr, daher empfinde ich da jetzt als einmalige Chance. Andererseits machen mir die finanziellen Einschnitte zu schaffen, ich habe den Eindruck, alles versaut zu haben und bin unglücklich. Wäre ich doch damals einfach einen normalen Weg in meinem Beruf gegangen.
Wie würdet ihr verfahren? Was kann man sich sagen, um die Situation erträglicher zu machen? Wie komme ich mit diesem Makel aus, der mich ja vor allem selbst fertig macht? Wie erkläre ich es meinem Umfeld, dass ich hinschmeiße und meinen großen Traum aufgebe? Oder liege ich ganz falsch und mache alles verkehrt? Ein paar nette Worte würden mir schon reichen…
LG Maddie
ich muss meinen Frust in Worte fassen und hoffe, eine Reaktion zu bekommen. Ich habe den Eindruck, mein Leben vor die Wand gefahren zu haben und skizziere meinen Fall kurz:
Ich bin 30 Jahre alt. Vor nicht langer Zeit habe ich einen sehr sicheren Job aufgegeben, weil ich unbedingt Lehrerin werden wollte. Ich hatte vorher schon die entsprechenden Fächer (Englisch, Geschichte) neben dem Job studiert, hatte immer den Traum, in die Schule zu gehen, auch wenn viele mir davon abgeraten haben. Nun bin ich im Referendariat, mache in etwas einem Jahr mein Examen und überlege nun, wieder abzubrechen. Grund dafür ist, dass der Schulalltag doch anders ist als vorgestellt. Der Unterricht mit meinen Schülern macht mir Spaß, aber alles drumherum, insbesondere die lästigen Vorbereitungen, endlose Korrekturarbeiten und natürlich auch teilweise nervenaufreibende Stunden machen mich fertig. Das Referendariat ist mit seiner geringen Stundenzahl nur der Anfang, irgendwann werde ich viel mehr arbeiten müssen, wovor mir bereits graust. Zudem ist das Referendariat auch mit einem gehörigen Leistungsdruck verbunden, den ich lange nicht mehr gewohnt war.
Mein vorheriger Job erscheint mir im Nachhinein wie das Paradies: Er bot Sicherheit, Ruhe, eine angemessene Bezahlung und keinen zu großen Druck. Ich habe mich auf einige Stellenanzeigen beworben, die ungefähr meiner vorherigen Tätigkeit entsprechen, die ich damals durchaus als angenehm empfunden habe (nicht wegen dem Job, sondern wegen der Ruhe und der Möglichkeit, nebenbei ein angenehmes Leben mit vielen Hobbys zu führen). Nun habe ich zwei Angebote bekommen. Diese bieten mir Gehaltsaussichten deutlich unter dem Lehrergehalt – weil es sich um einen Ausbildungsberuf handelt, womit ich grundsätzlich leben kann. Allerdings musste ich feststellen, dass ich auch an mein früheres Gehalt nur ansatzweise heranreichen werde, einige hundert Euro im Monat werden mir fehlen. Es ist nicht so, dass ich dabei arm würde, aber es macht mich psychisch fertig. Ich bin kaum materialistisch eingestellt und bin immer mit sehr wenig Geld ausgekommen, aber es ist für mich natürlich eine Frage der Anerkennung, wenn ich weniger verdiene als vorher.
Ich weiß nun nicht, wie ich damit umgehen kann. Ich weiß, dass es sinnvoll ist, das Referendariat zu beenden, da ich zwar einige Jahre Spaß an dem Job haben könnte, aber auf Dauer verzweifeln würde. Und in meinen alten Job käme ich nach längerer Abwesenheit nicht mehr, daher empfinde ich da jetzt als einmalige Chance. Andererseits machen mir die finanziellen Einschnitte zu schaffen, ich habe den Eindruck, alles versaut zu haben und bin unglücklich. Wäre ich doch damals einfach einen normalen Weg in meinem Beruf gegangen.
Wie würdet ihr verfahren? Was kann man sich sagen, um die Situation erträglicher zu machen? Wie komme ich mit diesem Makel aus, der mich ja vor allem selbst fertig macht? Wie erkläre ich es meinem Umfeld, dass ich hinschmeiße und meinen großen Traum aufgebe? Oder liege ich ganz falsch und mache alles verkehrt? Ein paar nette Worte würden mir schon reichen…
LG Maddie