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Job wechseln und noch mal neu anfangen?

jiji

Neues Mitglied
Hallo,
ich hoffe das mir hier jemand einen Rat geben oder aus eigener Erfahrung sprechen kann.
Ich bin 29 Jahre alt, seit zwei Jahren Verheiratet und seit 13 Jahren im Einzelhandel beschäftigt. Ich habe während meiner Beruflichen Laufbahn schon so einiges einstecken müssen und da ich nicht zu denen gehöre die einfach jeden Tag zur Arbeit gehen und ihren Dienst an der Kasse absitzen macht sich das auch Körperlich bemerkbar. Ich hatte in den vergangenen Jahren einen Bandscheibenvorfall, Tennisarm, verklemmter Nerv im Arm Nervenschaden im Bein und erweichten Knorpel im Knie.
Mein Mann hat sich in den letzten zweieinhalb Jahren noch mal neu orientiert, der selbe Beruf nun ist er Elektriker, er hat sich so ziemlich zum gleichen Zeitpunkt entschieden wie ich, nur wusste ich noch nicht genau was ich anders machen will und habe ihm den Vortritt gelassen eine neue Lehre zu begehen, zwei Azubi Gehälter wären ein bisschen knapp geworden.
Nun ist es wieder mal einige Zeit später und ich bin mir immer noch nicht ganz sicher was ich genau tun soll.
Fakt ist das es immer wieder Momente in meinem Beruf gibt an denen es einfach zum verzweifeln ist. Ich habe mir im Laufe der Jahre viele Fertigkeiten angeeignet und schon fast alle Abteilungen geleitet, ich bin ein guter Ausbilder und war für einige Schulungsmaßnahmen verantwortlich. Momentan bin ich im Großen und ganzen für die Marktbildgestaltung zuständig und betreue nebenbei eine eigene Abteilung und stellv. eine andere. Soweit macht das Organisiern, planen und umbauen auch sehr viel Spaß aber unser Job ist nun mal kein beliebter weshalb es auch viele unzuverlässige Kollegen bei uns einfinden die einfach nicht kommen und wenn man dann engagiert ist steht man mal schnell 10-12 Stunden im Laden. Mein Chef hatte mir vor kurzem die Stellvertretende Leitung angeboten weil er von meinem Können in jeder Weise angetan ist. Der Preis dafür wäre zu hoch denn das bedeutet 0 Freizeit und man ist der Depp für alles, nun ja jetzt haben wir einen der Offiziell der Stellv. ist aber mangen tu ich das irgendwie immer noch alles.
Also mit der Arbeit zu 70% nur Ärger und ich bin von Mo-Sa jeden Tag so fertig das ich für niemanden Zeit aufbringen kann mal davon abgesehen das es in meinem Bekanntenkreis sowieso nur noch flüchtige Bekannte gibt und keine richtigen Freunde nicht zuletzt weil ich in nun meiner 10ten Filiale und meinem 7ten Wohnort bin.
Also was macht man da? richtig man sucht sich zum Frustabbau ein Hobby was überall Platz hat in meinem Fall Schmuckherstellung. Ich bin ein Wahnsinnig Kreativer Mensch und mache aus allerhand komischer Sachen nützliches so besteht z.B. meine Terrassenumrandung aus alten Holz Kiwi Kisten von der Arbeit die ich mit Putz und Steinen verziert bepflanzt habe, dies mal ein Beispiel. Ich umgebe mich gerne mit Sachen und Menschen aus der DIY Szene weil ich eben ein auch ein selbermacher bin. Mein Hobby Schmuck hat mich bislang soweit gebracht das ich einen Webshop über ein Handarbeitsportal habe eine richtig schöne FB Fanseite einen Laden in dem ich etwas ausstelle ( nicht mein eigener Laden nur ein Regal in dem Laden) und ich arbeite gerade an einem Blog dazu. Also mir macht nicht nur das Herstellen mächtig Spaß sondern auch das Vermarkten drum herum. Ich habe auch im Web eine Super Stellenbeschreibung gefunden die alles Vereint was ich gerne machen würde:

Deine Aufgaben:
- Verfassen von Online-News aus der Handmade Szene
- Teilnahme an themenrelevanten Pressekonferenzen mit anschließender Berichterstattung
- Schreiben, Onlinestellen und Editieren von Artikeln bzw. Inhalten, die themenrelevant sind
- Communitymanagement
- Unterstützung der Online-Redaktion bei der Recherche und der Informationsaufbereitung
- Erarbeitung und Präsentation von redaktionellen Konzepten für das Portal
- Texten des Newsletters
- Konzept, Texten und Umsetzung von Online-Aktionen

Du bist bei uns genau richtig wenn …
Dir das Schreiben leicht von der Hand geht und vor allem Spaß macht (es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen);
Du eine starke Affinität zum Thema DIY, Selbstgemachtes, Nähen usw. hast;
Du gerne selbst denkst und dafür sorgst, dass du mit deinen Ideen Gehör findest.

Was Dich bei uns erwartet:
ein kleines Team
Spaghetti mit Tomatensoße, fast täglich ☺
kreatives Chaos
Einblick in viele Bereiche und Ressorts

So, dieses wäre nun die Perfekte Beschreibung für meinen Traumjob, eine genaue Bezeichnung dafür gibt es nicht so ganz ich müsste Studieren Medien und Kommunikationswissenschaften, Journalismus und Texter um soetwas abzudecken weil frei irgendwo mit einer Einzelhändlerlehre rienspringen wird wohl kaum gehen und der Mediengestalter Markt ist zur Zeit auch etwas übersättigt.
Jetzt stellt sich mir die Frage sollte ich ein bzw. vier Fernstudiengänge a ca. 2 Jahre machen?
Mein Mann wollte mich eigentlich nach seiner Ausbildung unterstützen im Punkto Arbeitswechsel aber er reagiert nur genervt irgendwie ist er ein anderer Mensch geworden und deshalb brauche ich eine Lösung die ich alleine Finanzieren kann.
Oben die Stelle wäre ein Praktikum für 6 Monate in Hamburg, ich lebe im unkreativen Frankfurt. Wäre ich allein wär ich wahrscheinlich schon dort.
Ich könnte mich auch damit abfinden das es so ist wie es ist und Kinder kriegen und ein Haus bauen aber ich habe das Gefühl das ich dann irgendwas verpasse. Am liebsten wäre mir die beschriebene Stelle ohne neue Ausbildung mitten in meiner Traumstadt Berlin 😛 aber das wird wohl nicht passieren.
Was würdet ihr tun?

Liebe Grüße
JIJI
 
Hallo JIJI,
das Praktikum scheint mir kein guter Einstieg in diesen
"Traumjob", die suchen vermutlich nur immer neue
"Doofe", die fast kostenlos die Arbeit machen, für die
sie keinen richtig angestellten Mitarbeiter zahlen können.

Und was du über Mediengestalter-Schwemme schreibst,
entspricht meiner Beobachtung nach der Realität. Wenn
du in diesen Bereich willst, musst du eine "echte" Aus-
bildung machen, keinen Fernkurs - und dann mit ähn-
lichen Zuständen und Gehältern rechnen wie im Handel.

Mir scheint, dein Problem bzw. deine Unzufriedenheit
rührt nicht von der Art der Arbeit her, sondern vom Um-
fang (weshalb du ja auch nicht noch mehr arbeiten willst).
Also wäre es doch vielleicht ein Weg, bewusst einen Tag
weniger zu arbeiten und deine kreative Ader zu fördern -
unabhängig davon, ob sie dir kurzfristig Geld einbringt
oder nicht. Oder du nimmst an deinem freien Tag eine
450-Euro-Stelle an, wo du rein zum Spaß arbeitest und
dich so weiter entwickeln kannst.

Gruß, Werner
 
Gerade in kreativen Jobs muss man nicht unbedingt studiert haben (selbst wenn es an sich in einer Stellenanzeige gefordert wird), sondern es kann reichen, wenn man der eigenen Bewerbung Arbeitsproben beifügt, die einfach so gut sind, dass sie den Arbeitgeber auch so überzeugen.
 

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