Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Job macht depressiv + Kollegen nehmen es mir übel

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Hier sind ja wieder manche unterwegs, da wundert einen nix mehr. Der TE hats doch selber geschrieben: er ist wieder komplett überfordert. Wenn man als Reaktion darauf 3 Monate "krank" ist - auch noch wegen "Depressionen" - dann ist das einfach nur weglaufen vor der Überforderung. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass der TE tatsächlich krank ist, nachdem was er geschrieben hat, glaube ich das allerdings nicht. Und seine Kollegen glauben es offensichtlich auch nicht. Wenn jeder wegen Überforderung weglaufen würde, also "krank" wäre, dann gäbe es in Deutschland extrem viele "Kranke", vor allem dann, wenn man eine Stelle noch nicht besonders lange hat. Und natürlich nehmen es die Kollegen übel, irgendeiner muss die Arbeit ja machen, oder sollen die auch alle "krank" sein, weil es alles so viel ist, so schwierig, so ätzend? Wenn hier jemand meint, ein Arzt schreibt nicht einfach 3 Monate "krank", dann fehlt es offensichtlich an Lebenserfahrung. Natürlich tun sie das. Oder geht es noch naiver?
 
Manche Leute verwechseln hier offensichtlich Faulheit mit einer Depression.

Der Threadersteller hat doch gesagt, dass er seine Leistungen immer gebracht hat, bis es einfach nicht mehr ging. Der Arzt hat eine Depression diagnostiziert und das müssen wir nun mal glauben.

Ich finde es unverantwortlich, dass Menschen deswegen sofort beurteilt und mit Kommentaren wie "reiß dich doch zusammen" abgewatscht werden. Psychische Probleme sind bei uns, wegen dem ständigen Druck und der Überbelastung der Arbeitnehmer, stark im Kommen. Auch die hohen Selbstmordraten können direkt auf die ständige Überforderung im Alltag zurückgeführt werden. Wenn dann noch Menschen abfällig ihre Meinung äußern, die dafür keinerlei Verständnis zeigen und dies für bezahlten Urlaub halten, muss man sich nicht wundern, warum das immer noch tabuisiert wird und Menschen mit solchen Problemen nicht zum Arzt gehen, bis irgendwann eine Sicherung bei ihnen durchbrennt und absolut gar nichts mehr geht.
 
Hier sind ja wieder manche unterwegs, da wundert einen nix mehr. Der TE hats doch selber geschrieben: er ist wieder komplett überfordert. Wenn man als Reaktion darauf 3 Monate "krank" ist - auch noch wegen "Depressionen" - dann ist das einfach nur weglaufen vor der Überforderung. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass der TE tatsächlich krank ist, nachdem was er geschrieben hat, glaube ich das allerdings nicht. Und seine Kollegen glauben es offensichtlich auch nicht. Wenn jeder wegen Überforderung weglaufen würde, also "krank" wäre, dann gäbe es in Deutschland extrem viele "Kranke", vor allem dann, wenn man eine Stelle noch nicht besonders lange hat. Und natürlich nehmen es die Kollegen übel, irgendeiner muss die Arbeit ja machen, oder sollen die auch alle "krank" sein, weil es alles so viel ist, so schwierig, so ätzend? Wenn hier jemand meint, ein Arzt schreibt nicht einfach 3 Monate "krank", dann fehlt es offensichtlich an Lebenserfahrung. Natürlich tun sie das. Oder geht es noch naiver?

Deine Meinung und die des TE Kollegen sind Gott sei Dank nur einige von vielen.

Gut das immernoch Ärzte das entscheiden wer krank ist und wer faul. Und nicht Du oder wir.
Depressionen bringen veränderungen im Hirn und im Hormonhaushalt mit sich bzw. können auf ihnen beruhen . Messbare veränderungen im Körper.
Du hast anscheind keine Ahnung über was Du da schreibst.

Aber es werden nie austerben die die es immer besser wissen als derer die s studiert haben 🙂
 
Hier sind ja wieder manche unterwegs, da wundert einen nix mehr. Der TE hats doch selber geschrieben: er ist wieder komplett überfordert. Wenn man als Reaktion darauf 3 Monate "krank" ist - auch noch wegen "Depressionen" - dann ist das einfach nur weglaufen vor der Überforderung. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass der TE tatsächlich krank ist, nachdem was er geschrieben hat, glaube ich das allerdings nicht. Und seine Kollegen glauben es offensichtlich auch nicht. Wenn jeder wegen Überforderung weglaufen würde, also "krank" wäre, dann gäbe es in Deutschland extrem viele "Kranke", vor allem dann, wenn man eine Stelle noch nicht besonders lange hat. Und natürlich nehmen es die Kollegen übel, irgendeiner muss die Arbeit ja machen, oder sollen die auch alle "krank" sein, weil es alles so viel ist, so schwierig, so ätzend? Wenn hier jemand meint, ein Arzt schreibt nicht einfach 3 Monate "krank", dann fehlt es offensichtlich an Lebenserfahrung. Natürlich tun sie das. Oder geht es noch naiver?

Halo Halo,

wenn die Kollegen die Arbeit übernommen hätten würde ja der Schreibtisch nicht voll sein wie von TE geschrieben.
Was sollen die Kollegen ihm also übel nehmen Deiner Meinung nach?
Vielleicht erstmal lesen, verstehen und dann erst antworten.

Tschüß
 
Manche Leute verwechseln hier offensichtlich Faulheit mit einer Depression.

Der Threadersteller hat doch gesagt, dass er seine Leistungen immer gebracht hat, bis es einfach nicht mehr ging. Der Arzt hat eine Depression diagnostiziert und das müssen wir nun mal glauben.

Ich finde es unverantwortlich, dass Menschen deswegen sofort beurteilt und mit Kommentaren wie "reiß dich doch zusammen" abgewatscht werden. Psychische Probleme sind bei uns, wegen dem ständigen Druck und der Überbelastung der Arbeitnehmer, stark im Kommen. Auch die hohen Selbstmordraten können direkt auf die ständige Überforderung im Alltag zurückgeführt werden. Wenn dann noch Menschen abfällig ihre Meinung äußern, die dafür keinerlei Verständnis zeigen und dies für bezahlten Urlaub halten, muss man sich nicht wundern, warum das immer noch tabuisiert wird und Menschen mit solchen Problemen nicht zum Arzt gehen, bis irgendwann eine Sicherung bei ihnen durchbrennt und absolut gar nichts mehr geht.

_______________________________________________________

man oh man...deine weltsicht ist ja mal echt ''ohne worte''...

fleiß und leistung in allen ehren, aber sich für andere kaputt machen, für den reichtum anderer, für den staat, für eine tätigkeit mit der man sowieso schon 1/3 seines lebens verbringt???-never!
doch dir viel spaß dabei! und glaube mir der tag an dem dich deine worte einholen kommt auch noch bei dir....
 
Depressionen sind eine oft unglaublich schlimme und quälende Krankheit.

Und dann haben sie noch eine fast genauso schlimme Begleiterscheinung:
das völlige Unverständnis von Menschen, die damit nie in Berührung kamen, die nicht die allergeringste Vorstellung davon haben, wie sehr die Betroffenen leiden.

Demjenigen der seine Krankheit oder Verletzung z.B. in Form von einem Gipsarm für jeden sichtbar und unanfechtbar vor sich hertragen kann, begegnet ein freundliches Lächeln, man erkundigt sich was passiert ist, wie es geht etc., und hat natürlich vollstes Verständnis und Mitgefühl.

Demjenigen mit einer verletzten, kranken Seele dagegen begegnen in erster Linie Zweifel, Unverständnis, und z.B. am Arbeitsplatz sogar so etwas wie Neid auf den, wie in einem der ersten Beiträge sogenannten "unbezahlten Urlaub".

Ich weiß es ist böse, aber manchmal wünsche ich solchen Zeitgenossen nur eine einzige Woche, in der sie mal die Qualen einer Depression am eigenen Leib oder besser der eigenen Seele erleben.

Und hier z. Bsp. führen solche Beiträge dann auch noch dazu, das Leiden eines depressiven Menschen noch zu verstärken, anstatt der Versuch es zu lindern. Das ist wirklich traurig.


Lieber TE,

bitte lass Dich von solchen einfach nur dummen Sprüchen nicht noch mehr runterziehen.

Bist du in einer therapeutischen Behandlung? Das ist ganz sicher unbedingt nötig. Denn du brauchst ganz sicher dringend Unterstützung und die Möglichkeit, über all das zu sprechen was dir zu schaffen macht.

Und wäre es für dich nicht vielleicht eine Möglichkeit, die Beförderung wieder rückgängig zu machen? Falls so etwas möglich ist, ich kenne mich da nicht so aus. Denn Du schreibst ja, dass du deinen Aufgaben vorher schon gewachsen warst.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es Dir im Moment absolut davor graust weiter auf die Arbeit zu gehen, mit den Erfahrungen die du da jetzt mit "netten" Kollegen gemacht hast. Man denkt dann auch oft, das kann nie mehr besser werden.
Aber manchmal kann auch eine kleine Veränderung auf der Arbeit plötzlich das Betriebsklima wieder völlig verändern - z. B. eine ekliger Kollege der einem das Leben ganz besonders schwer gemacht hat geht weg, oder ein neuer besonders netter Kollege der einem vielleicht auch mal beisteht kommt dazu - man soll die Hoffnung auf eine Besserung nicht aufgeben!

Aber vielleicht war es für dich auch schlicht und einfach noch zu früh und du warst noch nicht stabil genug, um wieder auf deinen Arbeitsplatz zurück zu kehren.
Kein Arbeitsplatz ist es wert, dass man sich dafür krank macht!

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute.
 
Nun - was liegt hier vor? Definitiv eine Depression und das sollte man behandeln. Der TE kann übrigens froh sein im Laien öffentlichen Dienst zu sein, in der freien Wirtschaft und vor allen Dingen in internationalen Unternehmen weht ein rauherer Wind, wer nicht mithält wird bei der nächsten Reorganisation gefeuert. Das mag man falsch finden, aber ist Tatsache. Ich kenne im Bekanntenkreis beide Seiten, Leute in oben genannten int. Unternehmen als auch Leute bei Behörden oder auch tarifvertragsgebundenen Unternehmen. In letzteren findet man in aller Regel paradiesische, extrem arbeitnehmerfreundliche Zustände wieder, durchweg lächerliche 35 bis 38 Stunden pro Woche, jede Überstunde wird bezahlt. Da sitzen Leute die seit 20 Jahren den selben Job machen, zwar nur halb so schnell oder produktiv sind wie andere aber die durch ihre lange Betriebszugehörigkeit einen Freifahrtschein haben. Im Ernst, wer im öffentlichen Dienst über Überforderung klagt, dem kann man nur noch ärztlich unter die Arme greifen. Also mein Rat, ärztliche Hilfe suchen, hier liegt ein ernsthaftes Problem vor.
 
Hier halten sich ja manche für ganz besonders schlau, da wird dann unterstellt, dass man gar nicht wüsste, was Depressionen sind etc. Völliger Käse. Genau weil man das selber kennt, kann man definitiv sagen, dass es noch mehr Möglichkeiten gibt als die Fluchtvariante und sich bis zum St. Nimmerleins-Tag krankschreiben zu lassen. Die Frage ist halt, ob man das selber intellektuell hinkriegt das zu verstehen oder ob man dafür Hilfe von außen braucht. Der TE scheint es nicht alleine für sich hinzukriegen. Aber das heißt nicht, dass das bei anderen genauso ist.
 
Ach, im öffentlichen Dienst ist alles so paradiesisch, ja?

Ich arbeite im öffentlichen Dienst. 40 Std/Woche, ca. 5-10 Überstunden/Woche. Macht insgesamt ca. 45-50 Std/Woche. Überstunden bekomme ich nicht bezahlt. Ich könnte Freizeitausgleich beantragen, den ich aber nicht bekomme, weil zu viel zu tun ist.
Ich habe im öffentlichen Dienst, wie viele andere auch, einen befristeten Vertrag. Mein kürzester Vertrag war 4 Wochen (Überbrückung), der längste 18 Monate.
Ich muss extrem flexibel sein, Meetings werden oftmals am gleichen Tag für die Abendstunden angesetzt, muss aber morgens schon um 8 Uhr da sein, um für mein untergebenes Personal ansprechbar zu sein....

Wenn man keine Ahnung hat, vielleicht einfach mal die Klappe halten und vorher fragen, welchen Job der TE denn machen muss.
Aber nee, ist ja viel einfacher sich das Maul zu zerreissen.

Es gibt im ÖD genauso viele anspruchsvolle Jobs wie in der freien Wirtschaft und wenn ich sehe, wie sich mancher auch in der freien Wirtschaft die Eier schaukelt..... Mann, Mann, Mann.
Das gibt es eben auch überall, nicht nur im ÖD und dort auch nicht ausschließlich.
 
An einigen Antworten und dem eigentlichen Thema hier sehen wir sehr schön, was in dieser Gesellschaft mit der kapitalistischen Verwertungslogik vollkommen schief läuft. Die Kollegen grüßen nach drei Monaten krankheitsbedingter Abwesenheit nur mit einem knappen "Hallo"? Was sind das für kaputte Gestalten? Da ich momentan selbst im ÖD tätig bin, habe ich folgende Beobachtung gemacht: Gerade hier wird mittlerweile krankhaft versucht, alles auf vermeintliche "Leistung" zu trimmen, um ja nicht dem Verdacht faulen, bequemen Beamtentums ausgesetzt zu sein. Vollkommener Schwachsinn, denn wie wir mittlerweile wissen, hat etwa die staatliche Post, Bahn, Telekom u.s.w. früherer Zeiten auch nicht schlechtere Arbeit geleistet - ganz im Gegenteil. Was in der sog. "Privatwirtschaft" so Tolles geleistet wird? Geld scheffeln und noch mehr Geld scheffeln für irgendwelche Erben, Aktienkurse steigern und Managergehälter in immer neue Rekordhöhen treiben, immer neuen Konsumschrott erfinden und vermarkten - toll, super!

Der neoliberale Zeitgeist malmt über kurz oder lang alles nieder, was nicht den oberen paar Prozent angehört. Den Planeten sowieso. Wie wir an den selbsternannten "Leistungsträgern" und Übermenschen aber auch hier im Forum sehen, sind pathologische Verhaltensweisen und das neoliberal-asoziale Weltbild mittlerweile tief in der Gesellschaft verankert, insbesondere in der BRD. Das Motto lautet: Nach Oben buckeln, nach Unten treten. Und jeder hofft, bloß nicht auf der Strecke zu bleiben und damit etwa der nächste HartzIV-Empfänger zu werden.

Was soll man da jetzt raten? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, da ich mich mehr oder weniger auch von Tag zu Tag kämpfe und nach Ablauf meines befristeten Vertrags wohl arbeitslos sein werde. Ich kann nur empfehlen, sich kritisch mit den Entwicklungen (nicht nur im eigenen Kosmos) auseinanderzusetzen und sich dem System wo immer nur möglich zu entziehen.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
F 8h durchgehend sitzen im neuen Job macht mich fertig Beruf 25
B Überforderung mit Job & Fortbildung, was tun? Beruf 10
J Unterfordert im Job Beruf 6

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 1) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben