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Gast
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Heute vor 12 Wochen ging mein Vater aus dem Haus und verabschiedete sich von meiner Mutter mit den Worten, er sei zum Mittagessen wieder daheim. Er ging, um auf der Baustelle des Hauses zu arbeiten, das ich mit seiner Hilfe gebaut habe - und verstarb dort an einem Herzinfarkt. Seit einer Woche wohnen wir nun in eben diesem Haus, mein kleiner Sohn (10 Monate) und ich. Ich habe gehofft, hier irgendwie seinen Geist zu spüren, doch das tue ich nicht. Ich vermisse ihn einfach nur schrecklich und muss vom Aufstehen bis zum Schlafen gehen an ihn denken. Gerade in Bezug auf meinen Sohn, den er so sehr liebte und mit dem er jede freie Minute verbrachte und für den er an unserem Haus arbeitete, damit er (und ich) es schön hätten.
Heute ist mein Sohn krank - hatte die nacht 40 Fieber. Ich dachte nur daran, wie sehr Opa besorgt gewesen wäre und mich unterstützt hätte. Opa fehlt überall! Zumal er der einzige Opa für meinen Sohn war.
Heute habe ich mich mal gefragt, an was ich wohl denken würde, wäre mein Vater nicht gestorben, denn jetzt denke ich ständig: Das hätte er so und so gemacht, wie schön wäre es, wenn er jetzt da wäre bzw. wie schrecklich, dass er jetzt fehlt.
Ich frage mich, ob ich irgendwann mal nicht mehr so traurig sein werde, denn momentan schafft es ja nicht mal mein zuckersüßer Sohn, mich länger als ein paar Minuten aufzuheitern. Und der Arme wächst nun nicht nur ohne liebevollen Opa, sondern auch noch mit einer Mutter heran, die keine Lebensfreude ausstrahlen kann und die immer ein dunkler Streifen voll Trauer umgibt.
An dem Morgen, an dem mein Vater starb, hatte ich noch gedacht, mein Leben wird jetzt mit dem Umzug endlich mal perfekt. Nun fühlt es sich so an, als würde es das nie mehr werden, denn es wird immer der Mensch fehlen, der für mich so wichtig war und an den mein Sohn sich nicht mal erinnern wird.....
Übrig sind nur noch meine Mutter, die in 1 Jahr beide Eltern und Mann verloren hat und die ihre Emotionen auch im positiven Sinn kaum zeigen kann, mein Sohn und ich.
Freunde melden sich kaum - sie wissen wohl nicht, wie sie mit mir umgehen sollen. So fühle ich mich oft allein, v.a. da es mir auch nicht gelingt, zu anderen Müttern mehr als einen flüchtigen Kontakt aufzubauen....
Vor dem Tod meines Vaters hatte ich auch nicht viele Menschen, aber ich hatte meine Eltern und das reichte mir. Nun habe ich eine Mutter, die ja selbst leidet und auf die ich mich nicht stützen kann, daher spüre ich das Verlassensein noch mehr.
Ich vermisse ihn so sehr und kann ihn nicht wirklich gehen lassen - ständig muss ich von ihm reden und Bilder von ihm stehen in jedem Zimmer. Ich denke nur, wie ungerecht es ist, dass er gerade dann sterben musste, als er glücklich war - endlich Opa zu sein und das Haus zu vollenden.
Niemand sollte glücklich sterben müssen....
Heute ist mein Sohn krank - hatte die nacht 40 Fieber. Ich dachte nur daran, wie sehr Opa besorgt gewesen wäre und mich unterstützt hätte. Opa fehlt überall! Zumal er der einzige Opa für meinen Sohn war.
Heute habe ich mich mal gefragt, an was ich wohl denken würde, wäre mein Vater nicht gestorben, denn jetzt denke ich ständig: Das hätte er so und so gemacht, wie schön wäre es, wenn er jetzt da wäre bzw. wie schrecklich, dass er jetzt fehlt.
Ich frage mich, ob ich irgendwann mal nicht mehr so traurig sein werde, denn momentan schafft es ja nicht mal mein zuckersüßer Sohn, mich länger als ein paar Minuten aufzuheitern. Und der Arme wächst nun nicht nur ohne liebevollen Opa, sondern auch noch mit einer Mutter heran, die keine Lebensfreude ausstrahlen kann und die immer ein dunkler Streifen voll Trauer umgibt.
An dem Morgen, an dem mein Vater starb, hatte ich noch gedacht, mein Leben wird jetzt mit dem Umzug endlich mal perfekt. Nun fühlt es sich so an, als würde es das nie mehr werden, denn es wird immer der Mensch fehlen, der für mich so wichtig war und an den mein Sohn sich nicht mal erinnern wird.....
Übrig sind nur noch meine Mutter, die in 1 Jahr beide Eltern und Mann verloren hat und die ihre Emotionen auch im positiven Sinn kaum zeigen kann, mein Sohn und ich.
Freunde melden sich kaum - sie wissen wohl nicht, wie sie mit mir umgehen sollen. So fühle ich mich oft allein, v.a. da es mir auch nicht gelingt, zu anderen Müttern mehr als einen flüchtigen Kontakt aufzubauen....
Vor dem Tod meines Vaters hatte ich auch nicht viele Menschen, aber ich hatte meine Eltern und das reichte mir. Nun habe ich eine Mutter, die ja selbst leidet und auf die ich mich nicht stützen kann, daher spüre ich das Verlassensein noch mehr.
Ich vermisse ihn so sehr und kann ihn nicht wirklich gehen lassen - ständig muss ich von ihm reden und Bilder von ihm stehen in jedem Zimmer. Ich denke nur, wie ungerecht es ist, dass er gerade dann sterben musste, als er glücklich war - endlich Opa zu sein und das Haus zu vollenden.
Niemand sollte glücklich sterben müssen....