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Jeden Morgen aufs neue...

  • Starter*in Starter*in blumenwasser
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B

blumenwasser

Gast
Ich wache jeden morgen aufs neue auf und merke, dass etwas ganz wichtiges in meinen Leben fehlt. Es dauert immer eine Weile, aber dann trifft es mich, wie ein Schlag in den Magen. Mein bester Freund, Freund und mein Seelenverwandter ist nicht mehr, der Mensch mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen wollte. Er ist vor sechs Wochen gestorben, an Krebs. Drei Monate zuvor hatte er die Diagnose bekommen, eigentlich haben ihm die Ärzte ein Jahr gegeben, doch dann die Prognose ist nach drei Monaten zu Ende gewesen und die letzten Tage waren schrecklich, jedes Mal, wenn ich dieses Krankenhauszimmer betrat, starb auch ein Teil von mir.
Und seit sechs Wochen ist er nun nicht mehr da, und ich fühle mich, als würde ich an meinen Tränen ersticken, ich gehe in die Schule und bekomme im Grunde nichts mit, was meine Lehrer da so reden, ich kaufe mir was zu sehen, um eine Minute später festzustellen, dass ich eigentlich gar keinen Hunger habe.
Es fühlt sich so an, als wäre ein Teil von mir gestorben, als er starb. Ich denke jeden Tag, wann wache ich aus diesen Albtraum auf und meine Freunde sind großartig immer für mich da, was man von meinen Eltern nicht erwarten kann. Anstatt für mich dazu sein, sind sie komplett zum scheißen und wir streiten nur noch. Sie meinen, dass ich mich auf die Schule konzentrieren und die Matura (Abi) machen soll, aber wie soll ich mich auf die Schule konzentrieren, wenn etwas in meinen Leben fehlt....

I
 
Hallo Blumenwasser,
mein Mitgefühl in deiner schweren Lebenssituation. Tröstende Worte werden dir nicht weiterhelfen, aber ich versuche dir ein paar Denkanstöße zu geben.
So einen schwereren Verlust zu verarbeiten braucht Zeit. Gönne sie dir. Dein Freund wird für immer seinen Platz in deinen Gedanken haben, alles was du jetzt tust tust du für ihn. Es ist bestimt in seinem Intersse dass du deine innere Leere eines Tages wieder ausfüllen kannst.
In meinem näheren Bekanntenkreis ist ein ähnliches Schicksal wie es deines ist vorgekommen. Mit einem Unterschied, Es ist nicht ein Freund der plötzlich mit einer niederschmetternden Diagnose konfrontiert wurde, sondern Eltern eines 5-jährigen Kindes. Wenn es dich ineressiert, besorge dir dieses Buch. Deine Schilderung hat wieder Erinnerungen daran in mir wach gerufen.
Wir sind alle nur Gast auf der Erde, nicht allen ist es vergöönt in seiner ihm zur Verfügung stehenden zeit seine Träume und wünsche auch nur ansatzweise zu leben.
Tod ist ein Mensch auch nicht wenn er uns verlässt, tod ist man wenn sich keiner mehr an einen erinnert. Indem du nach und nach die tiefste Trauer überwindest wirst du deinem Freund dazu verhelfen dass er in deinen Gedanken weiterlebt.
 

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