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Ist mein Freund ein gleichgültig vermeidender Beziehungtyp

In einer guten Beziehung interessiert es doch beide, dass sie sich gegenseitig möglichst wenig verletzen, soweit das eben möglich ist. Die Reaktion deines Freundes darauf, dass du ihm sagst, was und dass es dir weh tut, finde ich ziemlich deutlich. Nach dem, was du schreibst, scheint er sich Null dafür zu interessieren, wie es dir mit welchen (Nicht-)Handlungen von seiner Seite aus geht. Was willst du auf längere Sicht von so jemandem? Dem es egal ist, wie es dir geht?

Ein produktives Gespräch ist doch erst ab dem Punkt möglich, wo er sagt, dass er dich natürlich nicht verletzen will, aber wegen xyz dieses und jenes tut/nicht tut, und dass ihr dann gemeinsam nach einer Lösung/ mehr Verständnis usw. sucht.

Diese Friß-oder Stirb-Mentalität ist doch eigentlich ziemlich gruselig, oder?

Ich finde, da muß man sich auch über Beziehungstypen und psychologische Eingruppierungen keine weiteren Gedanken machen.

Frau/Mann sollte sich einfach die Frage stellen: "Interessiert es ihn/sie, wie es mir geht? Will er/sie, dass es mir gutgeht?". Eigentlich ganz simpel.
 
Danke für deine Antwort. Ich werde versuchen nochmal darüber nachzudenken wenn ich nicht mehr in einem Tränenmeer versinke :-(
 
Er ist schlichtweg nicht verliebt und das würde ich realistisch betrachten und mir einen anderen suchen.

Oder willst du die nächsten Jahre rumweinen?
 
Es ist nicht nur so, dass er Dir nicht gut tut, er verletzt Dich permanent auf eine rücksichtslose Art und Weise. Ich will nicht sagen, dass er nicht in Dich verliebt ist oder Dich nicht liebt, das könnte man wenigstens nachvollziehen. Ihm ist einfach komplett egal wie Du Dich fühlst, was auch immer seine Ansprüche an die Partnerschaft mit Dir sein mögen. Solche Menschen sollte man von sich fern halten, da es einen nur ausbrennt, besonders wenn man eher ein Mensch ist, der Zuwendungen und Nähe braucht.

Ich kenne Dich nicht persönlich und trotzdem trifft mich dein Schicksal. Dementsprechend ist es schon hart, dass es deinem Partner total egal ist. Sein Verhalten wäre nicht mal in der äußeren sozialen Gruppe akzeptabel, von einer Partnerschaft ganz zu schweigen. Ich frage mich die ganze Zeit, welche Vorteile er aus eurer Partnerschaft zieht, die üblichen Punkte scheinen es jedenfalls nicht zu sein...

Du kannst natürlich in dieser Partnerschaft ausharren, bis Dir eine bessere Wahl über den Weg läuft, mir persönlich würde dies allerdings zu langsam gehen.
 
An deiner Stelle würde ich es beenden, den Schmerz für eine Weile ertragen, und die Sache dann abhaken.

Dann ist es ein Ende mit Schrecken und kein Schrecken ohne Ende. Wie jetzt.

Ist doch auch egal, was der Grund für seinen Rückzug ist. Ob er dich jetzt nicht liebt, wenig Nähe braucht, bindungsgestört ist, oder was auch immer - das Ergebnis ist immer dasselbe. Du hast Bedürfnis nach etwas, was er dir nicht geben kann. Vielleicht nie. Und in Folge dessen reibst du dich ewig an etwas auf. Du bist ja nicht seine Therapeutin, und du merkst schon selbst, dass sich offenbar nichts ändert.

"dass sie ihrem Partner mit inniger Überzeugung alles Gute wünschen, wenn er sie verlassen muss, obwohl sie ihm nur wenige Stunden zuvor ein “Ich liebe Dich” ins Ohr geflüstert haben. “Verlassen muss”, weil sie oder er so aggressiv wurden, dass dem Partner keine andere Wahlmöglichkeit mehr blieb. Sie, die bindungsängstlichen Partner, verhalten sich manchmal so erschreckend gleichgültig, wenn es um Liebe und tiefere Bindung geht, dass ihre Partner verzweifelt, voller Traurigkeit und Wut sind."


Wow, das kenn ich so gut, dass ich kotzen könnte, wenn ich es lese.

Fort mit Schaden, sag ich da nur! An dieser Fassade kann man sich ewig den Schädel einrennen und die Zähne ausbeißen.

Chapeau, dass du es 2,5 Jahre ausgehalten hast.
 
Ich persönlich bin auch eher geneigt eine Beziehung zu retten. Das ging schon so weit, dass ich den toten Gaul noch geritten habe, als nur noch Knochen übrig waren. Gut, oft war es dann der Sex, der die Beziehung noch am Leben gehalten hat. Manchmal passt es sexuell gerade dann außergewöhnlich gut, wenn die Beziehung ansonsten kaum auszuhalten ist.

Trotzdem scheint es Leute zu geben, die noch wesentlich weiter gehen. Wie kann man eine Beziehung führen, in der wirklich kein Bedürfnis befriedigt wird? Ist es die Angst vor dem alleine sein, vielleicht Gewöhnung an den Partner? Wie gesagt habe ich eine ungesunde Einstellung Beziehungen gegenüber, in denen nichts außer dem Sex funktioniert aber so eine Beziehung, wie die vom TE, hätte ich wohl recht schnell beendet.
 

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