@Greifswanderin, Du beschäftigst Dich emotional noch viel zu stark mit ihm, das empfinde ich nicht als gesund.
Wenn es so sein sollte, wie @MikeOh es beschreibt, ist es in Ordnung, diesen Faden zu führen.
Aus meiner Sicht steckt aber noch mehr dahinter, zumindest lese ich so Deine Beiträge.
Die Frage, wann man wirklich emotional frei ist, ist nicht einfach zu beantworten.
Manch einer ist erst dann frei, wenn ihm egal ist, wenn zb ein neuer Partner einen Anderen kennengelernt hat, andere sind frei, wenn sie garnicht mehr an den Ex Partner denken......schwierig.
Persönlich habe ich meine emotionale Freiheit immer daran gekoppelt, dass mich das Denken an den Ex weder belastet hat noch interessiert hat, aber das muss jeder individuell entscheiden für sich
Ich bin nach wie vor der Ansicht, das hier ist eine hochgradig toxische Verbindung gewesen. Und das ist wie eine Droge, man ist abhängig von etwas, was einem schadet, einfach weil das Hirn eine ungesunde Verknüpfung aufgebaut hat. Wie bei Nikotin. Das Zeug schadet aber das Hirn braucht mehr davon.
Ich habe lange Zeit gebraucht das für mich in meiner Lage zu kapieren, dass jeder Anruf, jede Whatsapp, jede SMS sich für den Moment gut anfühlt und mein Gegenüber, meine damalige Freundin jede Kontaktaufnahme wieder so verdrehte, dass ich Schuldgefühle bekam, dass es rum ist. Es war komisch. Irgendwann habe ich es dann einfach von heute auf morgen sein gelassen, ihr zu schreiben, überhaupt den Kontakt zu suchen, weil ich merkte, der Kreislauf geht jedesmal von vorne los.
Auch diese emotionale Abhängigkeit ist wie bei Nikotin, man schadet sich selbst mit jedem Rückfall.
Nach zwei, drei Wochen habe ich gemerkt, dass es mir besser geht ohne sie. Aber der Weg dorthin ist wirklich hart, zumal ich sie damals wirklich häufig sah. Mit Corona war erstmal ein guter erforderliche Cut da gewesen, da wir alle ins Home Office geschickt wurden.
Zeit heilt viele Wunden, das ist immer schon so gewesen.