Greifswanderin
Neues Mitglied
Guten Abend,
ich bin seit einigen Tagen, Wochen würde ich sagen, nachdenklich geworden.
Letztes Jahr lernte ich einen Kollegen kennen. Wir arbeiten nicht in einer Abteilung. Ich habe mir lange überlegt, ... ob ich es geschehen lasse oder nicht und da wir räumlich und fachlich komplett getrennt sind, sah ich keinen Grund. Ich komme aus einer längeren Single Zeit. Ich bin eher ein Freiheitsmensch, gern mit mir allein und brauche auch viel Zeit für mich.
Der Mann, den ich kennengelernt habe, war anfangs mit tollen Gesprächen für mich da, ich verliebte mich in seine liebevolle Art, wir verbrachten zunächst meist den Samstag oder den Sonntag zusammen, für mich fühlte sich das "gesund" an, das war für mich zeitlich gut. Ich bin kein Mensch, der ständig jemanden um sich braucht. Anfangs hatte es den Anschein, dass das gut klappen könnte, er war anfangs viel mit Freunden unterwegs, es wirkte, als habe er viele Interessen.
Es fühlte sich die ersten Wochen richtig gut an, das erste Mal seit Jahren wo ich dachte, ich hab einen richtigen Lottogewinn geangelt.
Irgendwann merkte ich, war ihm das zu wenig, er wollte mich Freitag bis Sonntag da haben. Ich machte das ein paar Mal mit, irgendwann war mir das aber zuviel, ich schlief super schlecht bei ihm daheim, weil es immer unruhig war, meistens hatte ich Kopfschmerzen bei ihm. Er hat zudem einen Papagei, der unfassbar laut war nachts, wenn er etwas hörte. Irgendwie schlief er immer schlecht und ich bei ihm zu 90% auch. Meist war ich Montags im Büro total kaputt und merkte schon nach wenigen Wochen, dass mir das zuviel war. Ich teilte ihm das mit, und merkte, dass er das nicht so sah. Im Gegenteil, im war das sogar zu wenig. Er kam aber so gut wie nie zu mir, weil er den Vogel füttern musste und auch irgendwie, weil er einfach bei sich daheim sein wollte.
Man muss dazu sagen, er hat ein Haus, ich nur eine 2 Zimmer Wohnung.
Die Beziehung war weiterhin in meinen Augen super schön, er war sehr kuschelig und gab fast alles auf für "uns". Mir war das garnicht so recht, ich versuchte ihn zu motivieren, auch eigenen Interessen nachzugehen, Sport zu machen und merkte, dass er die Beziehung leben wollte und einfach alles mit mir machen wollte, vom Einkaufen bis zum Wäsche waschen. Das wurde mir einfach zuviel.
Meine Sachen blieben auf der Strecke, ich konnte bei ihm auch nicht wirklich lesen, was ich daheim immer gern tat, weil es bei ihm immer laut war oder die Glotze lief und er mich einfach nicht allein was machen ließ.
Irgendwann meldete sich mein Körper, ich war wochenlang krank, Rückenschmerzen, nahm ab. Mein Hausarzt sagte, ich sei total gestresst. Und dem war auch so. Ich zog mich zurück.
Mein Freund merkte das, er war hilflos, verzweifelt und ja ich machte auch ihn zum Teil meines Problems, weil es so war. Bis dem Punkt konnte ich mit ihm wirklich über alles reden.
Wir sahen uns erstmal deutlich weniger, dafür telefonierten wir dann stundenlang. Irgendwann war mir auch das einfach zuviel, weil wir uns auch irgendwie nicht mehr viel zu sagen hatten sondern abends 3-4 Stunden über uns und die Beziehung, immer die gleichen Dinge, diskutierten. Auch bei eigentlich tollen Spaziergängen waren wir nur noch am diskutieren.
Ich sagte ihm, dass das keinen Sinn macht, wenn wir nicht weiterkommen. Unter "weiterkommen" verstand ich, gemeinsame Unternehmungen, er verstand darunter, "einfach nur daheim zu zweit zusammen sein". Während ich gern in Museen gehe, ist er daheim am liebsten vor dem TV.
Ich merkte schon nach und nach, dass das dauerhaft einfach nicht passt. Auch die körperlichen Dinge wurden weniger, ich hatte immer das Gefühl, er ist mies gelaunt, wenn ich da war, und irgendwann dann - es war an einem Samstag - merkte er, dass ich ab und zu mit Arbeitskollegen, die wir beide kennen, per WA Kontakt habe. Er rastete an diesem Abend das erste Mal total aus. So etwas habe ich noch nie erlebt bislang. Er schrie dermaßen herum, dass ein Nachbar klingelte und fragte, was los sei. Das war mir richtig peinlich. Und dann wurde er mir gegenüber unfassbar ordinär. Ich verließ sofort die Wohnung und sagte ihm, dass ich das nicht möchte.
Er meinte, ich sei eine Fremdgeherin, Lügnerin, Betrügerin, so wie seine Ex Freundinnen allesamt. Weil ich mit Arbeitskollegen schreiben würde.
An diesem Samstag fuhr ich heim. Ich war völlig fertig, schlief und rief ihn am Sonntag darauf an. Er war nicht erreichbar, da er zuvor mit Kumpels unterwegs war, was ich an Bildern in seinem Status sah, die ziemlich provokativ waren.
An dieser Stelle hätte ich und ich glaube ich habe es innerlich sogar, beschlossen, mit diesem Mann kann man keine Beziehung führen. Ich habe sowas noch nie erlebt. Es war, als wäre es ein anderer (schlimmer) Mensch. Am Mittag rief ich mich zurück. Er war sauer (auf mich) und wollte eine Entschuldigung. Eigentlich wäre er derjenige gewesen, der sich hätte entschuldigen müssen. An dieser Stelle war mir klar, hier stimmt etwas nicht mit seinem Blick. Er hatte mich auf schlimmste Weise beschimpft und fand das in Ordnung, als ich nachfragte.
Wieso ich ihn um ein Treffen bat und er mich auch unbedingt sehen wollte, um die Sache zu klären, weiß ich nicht, aber ich ließ mich darauf ein, weil ich einfach ergründen musste, was mit diesem Mensch passiert ist. Wir beschlossen, am Wochenende einen langen Ausflug zu machen. Die Stimmung war unfassbar angespannt, er erzählte mir von Erlebnissen mit Ex Freundinnen, die ihn betrogen hatten, er erzählte mich von einem schwierigen Elternhaus, irgendwie "verstand" ich ein wenig, aber war trotzdem total schockiert von ihm. Interessanterweise stellte er MEIN Verhalten in Frage und nicht etwa seins. Das fand ich extrem komisch.
Die Beziehung kühlte natürlich extrem ab.
Wir trafen uns ab dem Zeitpunkt nur noch drei Mal mit Übernachtung, telefonierten dafür sehr viel. Das gefiel ihm überhaupt nicht. Ab diesem Zeitpunkt rastete er fast jedesmal, wenn wir uns sahen oder telefonierten für Stunden unkontrollierbar aus, meistens ging es um die Tatsache, dass ich nicht so oft zu ihm kommen mag wie anfangs, dann gab es oft das Thema Männer/Kollegen. Und es brauchte Stunden, bis er runterkam, manchmal ließ er sich nicht beruhigen und ich legte auf oder fuhr heim, weil er so ausrastete, dass nichts mehr half was ich tat oder sagte.
Er beendete dann die Beziehung, weil er sagte, dass er nicht akzeptiere, dass ich ihn belüge und betrüge (indem ich mit Arbeitskollegen ab und an schreibe). Übrigens hatte er es geschafft, dass ich einige männliche Freunde nicht mehr traf und sowieso wussten auch meine besten Freundinnen nichts über meine Lage, da er es geschafft hatte, mich ziemlich zu isolieren und ich so dumm war und das mit machte.
Ab dem Zeitpunkt war mir klar, er braucht Hilfe. Wir hatten einige Wochen Pause, ich blockierte ihn per Whatsapp und am Telefon, da er mich oft abends stundenlang versuchten anzurufen und mich anschreien wollte. Oft reichte ein falscher Smiley per Whatsapp oder ein falsches Wort und er hörte nicht mehr auf.
Ich war so durcheinander, suchte ständig die Schuld bei mir, dass er so geworden ist. Und das Schlimmste: Ich hatte mich über Monate so an seinen Kontakt, also an die schöne Seite dieses Menschen, gewöhnt, dass ich diese idealisierte, zurück wünschte und dachte: Ich bekomme ihn so zurück, wir er mal war. Natürlich ist das Unfug. Aber das war der Grund, wieso ich zwei, drei Wochen litt und in der Zeit richtig krank wurde.
Ich habe ihn zwischenzeitlich wieder entsperrt und angerufen, weil ich einige Sachen bei ihm holen wollte. Das Telefonat verlief zuerst normal, er meinte, wir sollten es doch noch mal zusammen versuchen und ich war eher defensiv, ich wollte nur noch meine Sachen zurück haben. Inzwischen mag ich ihn auch nicht mehr treffen, schlimmerweise sehe ich ihn neuerdings oft im Gebäude, weil bei uns Home Office abgeschafft wurde. Vorher konnte man sich die Tage so legen, dass man fast nie zu seinen Zeiten im Büro war. Ich kannte seine Zeiten.
Neulich muss er mich gesehen haben, wie ich lachend am Parkplatz stand mit zwei Kollegen. Er schrieb mir abends eine Whatsapp, ob ich mit beiden jetzt etwas am Laufen hätte, obwohl wir seit Wochen, bald Monaten nicht mehr zusammen sind. Ich antwortete nichts.
Obwohl das alles so dermaßen furchtbar ist und ich mich inzwischen wieder erholt habe und emotional heraus bin und froh dass es vorbei ist, frage ich mich, wie konnte ich mich so irren, was ist da passiert? Dass man nicht zusammen passt und schmollt oder es auch mal laut wird, mag alles sein, aber sowas habe ich nie erlebt.
Wir waren Ende Mai noch einmal verabredet, weil ich meine Sachen holen wollte, kurz darauf, kurz bevor ich schrieb, dass ich jetzt vorbeikomme, schrieb er mir, dass ich nicht kommen solle, er hätte meine Sachen alle weg geworfen.
Ich möchte auf keinen Fall noch mal so einen Mann kennenlernen und spule jeden Abend gedanklich die Kassette im Kopf zurück, suche den Punkt, an dem ich das hätte kommen sehen, und vor allem mit welchem Krankheitsbild hatte ich es da zu tun?
ich bin seit einigen Tagen, Wochen würde ich sagen, nachdenklich geworden.
Letztes Jahr lernte ich einen Kollegen kennen. Wir arbeiten nicht in einer Abteilung. Ich habe mir lange überlegt, ... ob ich es geschehen lasse oder nicht und da wir räumlich und fachlich komplett getrennt sind, sah ich keinen Grund. Ich komme aus einer längeren Single Zeit. Ich bin eher ein Freiheitsmensch, gern mit mir allein und brauche auch viel Zeit für mich.
Der Mann, den ich kennengelernt habe, war anfangs mit tollen Gesprächen für mich da, ich verliebte mich in seine liebevolle Art, wir verbrachten zunächst meist den Samstag oder den Sonntag zusammen, für mich fühlte sich das "gesund" an, das war für mich zeitlich gut. Ich bin kein Mensch, der ständig jemanden um sich braucht. Anfangs hatte es den Anschein, dass das gut klappen könnte, er war anfangs viel mit Freunden unterwegs, es wirkte, als habe er viele Interessen.
Es fühlte sich die ersten Wochen richtig gut an, das erste Mal seit Jahren wo ich dachte, ich hab einen richtigen Lottogewinn geangelt.
Irgendwann merkte ich, war ihm das zu wenig, er wollte mich Freitag bis Sonntag da haben. Ich machte das ein paar Mal mit, irgendwann war mir das aber zuviel, ich schlief super schlecht bei ihm daheim, weil es immer unruhig war, meistens hatte ich Kopfschmerzen bei ihm. Er hat zudem einen Papagei, der unfassbar laut war nachts, wenn er etwas hörte. Irgendwie schlief er immer schlecht und ich bei ihm zu 90% auch. Meist war ich Montags im Büro total kaputt und merkte schon nach wenigen Wochen, dass mir das zuviel war. Ich teilte ihm das mit, und merkte, dass er das nicht so sah. Im Gegenteil, im war das sogar zu wenig. Er kam aber so gut wie nie zu mir, weil er den Vogel füttern musste und auch irgendwie, weil er einfach bei sich daheim sein wollte.
Man muss dazu sagen, er hat ein Haus, ich nur eine 2 Zimmer Wohnung.
Die Beziehung war weiterhin in meinen Augen super schön, er war sehr kuschelig und gab fast alles auf für "uns". Mir war das garnicht so recht, ich versuchte ihn zu motivieren, auch eigenen Interessen nachzugehen, Sport zu machen und merkte, dass er die Beziehung leben wollte und einfach alles mit mir machen wollte, vom Einkaufen bis zum Wäsche waschen. Das wurde mir einfach zuviel.
Meine Sachen blieben auf der Strecke, ich konnte bei ihm auch nicht wirklich lesen, was ich daheim immer gern tat, weil es bei ihm immer laut war oder die Glotze lief und er mich einfach nicht allein was machen ließ.
Irgendwann meldete sich mein Körper, ich war wochenlang krank, Rückenschmerzen, nahm ab. Mein Hausarzt sagte, ich sei total gestresst. Und dem war auch so. Ich zog mich zurück.
Mein Freund merkte das, er war hilflos, verzweifelt und ja ich machte auch ihn zum Teil meines Problems, weil es so war. Bis dem Punkt konnte ich mit ihm wirklich über alles reden.
Wir sahen uns erstmal deutlich weniger, dafür telefonierten wir dann stundenlang. Irgendwann war mir auch das einfach zuviel, weil wir uns auch irgendwie nicht mehr viel zu sagen hatten sondern abends 3-4 Stunden über uns und die Beziehung, immer die gleichen Dinge, diskutierten. Auch bei eigentlich tollen Spaziergängen waren wir nur noch am diskutieren.
Ich sagte ihm, dass das keinen Sinn macht, wenn wir nicht weiterkommen. Unter "weiterkommen" verstand ich, gemeinsame Unternehmungen, er verstand darunter, "einfach nur daheim zu zweit zusammen sein". Während ich gern in Museen gehe, ist er daheim am liebsten vor dem TV.
Ich merkte schon nach und nach, dass das dauerhaft einfach nicht passt. Auch die körperlichen Dinge wurden weniger, ich hatte immer das Gefühl, er ist mies gelaunt, wenn ich da war, und irgendwann dann - es war an einem Samstag - merkte er, dass ich ab und zu mit Arbeitskollegen, die wir beide kennen, per WA Kontakt habe. Er rastete an diesem Abend das erste Mal total aus. So etwas habe ich noch nie erlebt bislang. Er schrie dermaßen herum, dass ein Nachbar klingelte und fragte, was los sei. Das war mir richtig peinlich. Und dann wurde er mir gegenüber unfassbar ordinär. Ich verließ sofort die Wohnung und sagte ihm, dass ich das nicht möchte.
Er meinte, ich sei eine Fremdgeherin, Lügnerin, Betrügerin, so wie seine Ex Freundinnen allesamt. Weil ich mit Arbeitskollegen schreiben würde.
An diesem Samstag fuhr ich heim. Ich war völlig fertig, schlief und rief ihn am Sonntag darauf an. Er war nicht erreichbar, da er zuvor mit Kumpels unterwegs war, was ich an Bildern in seinem Status sah, die ziemlich provokativ waren.
An dieser Stelle hätte ich und ich glaube ich habe es innerlich sogar, beschlossen, mit diesem Mann kann man keine Beziehung führen. Ich habe sowas noch nie erlebt. Es war, als wäre es ein anderer (schlimmer) Mensch. Am Mittag rief ich mich zurück. Er war sauer (auf mich) und wollte eine Entschuldigung. Eigentlich wäre er derjenige gewesen, der sich hätte entschuldigen müssen. An dieser Stelle war mir klar, hier stimmt etwas nicht mit seinem Blick. Er hatte mich auf schlimmste Weise beschimpft und fand das in Ordnung, als ich nachfragte.
Wieso ich ihn um ein Treffen bat und er mich auch unbedingt sehen wollte, um die Sache zu klären, weiß ich nicht, aber ich ließ mich darauf ein, weil ich einfach ergründen musste, was mit diesem Mensch passiert ist. Wir beschlossen, am Wochenende einen langen Ausflug zu machen. Die Stimmung war unfassbar angespannt, er erzählte mir von Erlebnissen mit Ex Freundinnen, die ihn betrogen hatten, er erzählte mich von einem schwierigen Elternhaus, irgendwie "verstand" ich ein wenig, aber war trotzdem total schockiert von ihm. Interessanterweise stellte er MEIN Verhalten in Frage und nicht etwa seins. Das fand ich extrem komisch.
Die Beziehung kühlte natürlich extrem ab.
Wir trafen uns ab dem Zeitpunkt nur noch drei Mal mit Übernachtung, telefonierten dafür sehr viel. Das gefiel ihm überhaupt nicht. Ab diesem Zeitpunkt rastete er fast jedesmal, wenn wir uns sahen oder telefonierten für Stunden unkontrollierbar aus, meistens ging es um die Tatsache, dass ich nicht so oft zu ihm kommen mag wie anfangs, dann gab es oft das Thema Männer/Kollegen. Und es brauchte Stunden, bis er runterkam, manchmal ließ er sich nicht beruhigen und ich legte auf oder fuhr heim, weil er so ausrastete, dass nichts mehr half was ich tat oder sagte.
Er beendete dann die Beziehung, weil er sagte, dass er nicht akzeptiere, dass ich ihn belüge und betrüge (indem ich mit Arbeitskollegen ab und an schreibe). Übrigens hatte er es geschafft, dass ich einige männliche Freunde nicht mehr traf und sowieso wussten auch meine besten Freundinnen nichts über meine Lage, da er es geschafft hatte, mich ziemlich zu isolieren und ich so dumm war und das mit machte.
Ab dem Zeitpunkt war mir klar, er braucht Hilfe. Wir hatten einige Wochen Pause, ich blockierte ihn per Whatsapp und am Telefon, da er mich oft abends stundenlang versuchten anzurufen und mich anschreien wollte. Oft reichte ein falscher Smiley per Whatsapp oder ein falsches Wort und er hörte nicht mehr auf.
Ich war so durcheinander, suchte ständig die Schuld bei mir, dass er so geworden ist. Und das Schlimmste: Ich hatte mich über Monate so an seinen Kontakt, also an die schöne Seite dieses Menschen, gewöhnt, dass ich diese idealisierte, zurück wünschte und dachte: Ich bekomme ihn so zurück, wir er mal war. Natürlich ist das Unfug. Aber das war der Grund, wieso ich zwei, drei Wochen litt und in der Zeit richtig krank wurde.
Ich habe ihn zwischenzeitlich wieder entsperrt und angerufen, weil ich einige Sachen bei ihm holen wollte. Das Telefonat verlief zuerst normal, er meinte, wir sollten es doch noch mal zusammen versuchen und ich war eher defensiv, ich wollte nur noch meine Sachen zurück haben. Inzwischen mag ich ihn auch nicht mehr treffen, schlimmerweise sehe ich ihn neuerdings oft im Gebäude, weil bei uns Home Office abgeschafft wurde. Vorher konnte man sich die Tage so legen, dass man fast nie zu seinen Zeiten im Büro war. Ich kannte seine Zeiten.
Neulich muss er mich gesehen haben, wie ich lachend am Parkplatz stand mit zwei Kollegen. Er schrieb mir abends eine Whatsapp, ob ich mit beiden jetzt etwas am Laufen hätte, obwohl wir seit Wochen, bald Monaten nicht mehr zusammen sind. Ich antwortete nichts.
Obwohl das alles so dermaßen furchtbar ist und ich mich inzwischen wieder erholt habe und emotional heraus bin und froh dass es vorbei ist, frage ich mich, wie konnte ich mich so irren, was ist da passiert? Dass man nicht zusammen passt und schmollt oder es auch mal laut wird, mag alles sein, aber sowas habe ich nie erlebt.
Wir waren Ende Mai noch einmal verabredet, weil ich meine Sachen holen wollte, kurz darauf, kurz bevor ich schrieb, dass ich jetzt vorbeikomme, schrieb er mir, dass ich nicht kommen solle, er hätte meine Sachen alle weg geworfen.
Ich möchte auf keinen Fall noch mal so einen Mann kennenlernen und spule jeden Abend gedanklich die Kassette im Kopf zurück, suche den Punkt, an dem ich das hätte kommen sehen, und vor allem mit welchem Krankheitsbild hatte ich es da zu tun?