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Ist man ein Versager wenn man les pflegehelfer arbeitet?

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Völlig egal welche Ausbildung ein Mensch hat.

Wer unter den aktuellen wirtschaftlichen Verhältnissen für weniger als 12,50 € Brutto zur Arbeit genötigt wird, der wird missbraucht und ausgebeutet zum Wohle der selbsternannten "Höheren" ..... es ist ekelerregend!


Aber jedem steht es frei, sich "hochzuarbeiten". Schenken tut einem keiner was, gewiss nicht. Ich bin och nie für 12,50€ brutto die Stunde zur arbeit gegangen, kam damit aber dennoch sehr gut über die Runden.
 
Hallo ihr lieben,
Ich arbeite als pflegehelfer, und wie ja allgemein bekannt ist, hat dieser "Beruf" praktisch gar kein ansehen.
Eigentlich dachte ich darüber nie viel nach, verdiente mein Geld und fühlte mich auch nicht minderwertig, began aber darüber nachzudenken als ich hier im Forum etwas von pflegehelfer ist gleich totalversager gelesen hab.
Ich wusste ja praktisch schon vorher dass dies ist weitläufige Meinung ist, habe es aber nie so schwarz auf weiß gelesen.
Dabei ist dieser Beruf weit mehr als dass was alle denken. Man kann in diesem Beruf wirklich was sinnvolles machen und Menschen helfen und lernt viel über sich selbst und das leben. Man schätzt sein eigenes leben und die Gesundheit viel mehr Wert weil man Menschen auf ihrem letzten weg begleitet und immer wieder daran erinnert wird das das eigene leben endlich ist. Man trifft wahnsinnig viele Menschen.
Ich hab eigentlich einen anderen Beruf, wechselte aber schließlich freiwillig in die pflege weil ich anderen irgendwie helfen Wollte. Die pflege ist ein absolut hartes Pflaster aber in den Momenten in denen man merkt dass man jemanden wirklich trösten konnte lohnt es sich dann doch wieder.
Ich will bestimmt nicht mein ganzes leben in der pflege bleiben, eben weil es ja ein hartes Pflaster ist und man tatsächlich ziemlich verheizt wird, und weil ich beruflich noch Träume hab die ich irgendwann verwirklichen will,
Aber findet ihr ich sollte mich jetzt schämen oder als Versager ansehen weil ich mich entschieden hab in der pflege zu arbeiten?
Würde mich freuen wenn ihr mir schreibt was ihr über pflegehelfer denkt.
Wieso definierst du dich über deinen Beruf und nicht über andere Sachen außer Arbeit und co?
 
Wirkliche Versager sind jugendliche Straftäter, die dann im Pflegeheim Sozialstunden ableisten müssen. Und dafür nehme ich gerne noch nen Punkt, mir ist das Forum hier eh mittlerweile egal 🙂

Genauso ist es!

Um Sozialstunden zu bekommen, liegt eine gewisse Grundlage vor bei unseren humanen, ach Du armer Jugendlicher, Richter vor. Zumindestens scheint es mit der Moral anderen Menschen gegenüber nicht so weit. Ich betone A N D E R E Menschen. Mit anderen wird dann weniger zimperlich umgegangen. Aber wehe dem, ihm passiert irgendetwas: Dann ist das Gejaule groß.

NEIN und noch mals NEIN. Egal ob man als Straßenfeger oder als Prof. Dr. Dr. Dr. seine Dienstleistungen und Kompetenzen zur Verfügung stellt: Nein, niemand, der arbeitet ist ein Versager.

Sein alltägliches Leben auf die Rolle zu bekommen, ist schon an und für sich eine Leistung!

w.
 
NEIN und noch mals NEIN. Egal ob man als Straßenfeger oder als Prof. Dr. Dr. Dr. seine Dienstleistungen und Kompetenzen zur Verfügung stellt: Nein, niemand, der arbeitet ist ein Versager.
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Und wenn ich jetzt keine Arbeit finden würde, angesichts der Arbeitsmarktlage oder der Ausbeuterei, die ja auch hier teilweise beschrieben wird?

Korrektur deines Satzes: "Niemand ist `ein Versager.`"

Ist mir übrigens auch schon zu Ohren gekommen, dass unerwünscht, sich mit den Insassen von Altenanstalten näher zu befassen, deren Lebensgeschichten usw., gilt auch für Luxusresidenzen - manche tun es dennoch.

Viele machen auch die Biege dort - freiheitlich-demokratischer Grundgedanke -, bis sie wieder eingesammelt werden. 😉

Alte sind schon unbequem, tz... 🙂
 
Und wenn ich jetzt keine Arbeit finden würde, angesichts der Arbeitsmarktlage oder der Ausbeuterei, die ja auch hier teilweise beschrieben wird?

Das ist Punkt 2 der mich wütend macht.

Fachkräftemangel. Wir haben Kompetenzen, die arbeitssuchend auf der Straße herumlaufen, die AG dürften hier aus dem vollen Greifen.

Erst ein Gespräch über Ärztemangel gehabt. Denke ich darüber nach, ist es doch irrsinnig.

Nein, als Arbeitssuchender ist man kein Versager.

Meiner Meinung nach gibt es schon Versager. Aber das ist eben nur eine Meinung, hier wäre es auch wirklich offtopic und geht eher in den "Ausnahmebereich".

Ist mir übrigens auch schon zu Ohren gekommen, dass unerwünscht, sich mit den Insassen von Altenanstalten näher zu befassen, deren Lebensgeschichten usw., gilt auch für Luxusresidenzen - manche tun es dennoch.

Man sollte sich abgrenzen

[QUOTEAlte sind schon unbequem, tz...
smile.gif
][/QUOTE]

Alte Menschen können unbequem sein, wenn sie ihre Exkremitäten nicht mehr halten können, wenn sie wegen einer Demenz von Zimmer zu Zimmer gehen und urinieren (alles schon miterlebt). Es ist auch völlig in Ordnung, wenn jmd sagt, ist nix für mich. Ich kann z.b. auch nicht Behinderten zusammenarbeiten. Erbrochenes oder Speichel ekeln mich an. ABER deswegen keinen Respket vor einem Menschen zu haben, zu sagen, was man sich mit solchen Menschen beschäftigen soll, die eh sterben, ist der Hamma, in meinen Augen.

Deswegen sind die Pfleger oder Pflegerassistenten auch keine Versager. Über so etwas zu diskutieren ist schon wahnwitzig.

Ich entziehe mich jetzt hier.

w.
 
Ich entziehe mich jetzt hier.

w.
Hoffe ich nicht und sollte auch keine Provokation sein.

Meine Tochter macht das seit ca. einem Jahr als FSJ-ler und erzählt viel von der Arbeit, kann mir jede Lebensgeschichte erzählen, ihrer älteren Freunde, und hat Ausbildungsstelle in Sicht, da scheinbar die allermeisten überzeugt sind, von ihrer Einstellung zum Job, allen voran die älteren z. T. pflegebedürftigen Mitbürger.

Während ich wahnsinnig stolz auf sie bin und enormen Respekt vor ihrer Arbeit und der Art und Weise habe, fühlt sie sich überhaupt nicht selbstbewusst oder wichtig oder irgendso was in der Art, obwohl sie allen Grund dazu hätte - so ähnlich, wie der TE das beschrieben hat.

Ja, und es unbequem und man lässt sich wohl täglich anpissen, aber genau das gehört auch gewürdigt, vor allem, wenn man es als Teil des Jobs emfpindet, finde ich. 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein Edy, Du bist keine Provokation und ich wäre auch an Deiner Stelle auf Deine Tochter Stolz und sehr gespannt ihren Lebensweg zu folgen.

Ich finde diese Thematik schlimm: Warum sollte jmd ein Versager sein? Obgleich ich auch Minderwertigkeitsgefühle habe, denke ich ganz anders.

Okay, wenn ich wirklich, wie mancher andere nach jahrelanger Arbeitssuche immer noch nix fände, wäre ich auch zu tiefst deprimiert. Schlimm ist das.

w.🙂
 

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