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Ist Fremdverlieben ein Betrug?

Hallo Gast19,

Liebe kann niemals ein Betrug sein, denn sie ist ein Gefühl, das von Herzen kommt. Es kann natürlich sein, daß durch Fremdverlieben die bisherige Beziehung beendet wird. Muß aber nicht so sein. Es gibt auch die Beziehungsform der Polyamorie (Mehrfachliebe). Das geht über die Beziehungsform der offenen Beziehung hinaus (bei der gibt es eine monogame Liebesbeziehung kombiniert mit mehreren sexuellen Beziehungen). Bei der Polyamorie gibt es auch mehrere Liebesbeziehungen. Ist komplex, das im Gleichgewicht zu halten; jedoch grundsätzlich möglich und kann dann auch eine Bereicherung sein.
 
Hallo Jusehr,

"Würde mal sagen, dass man eine andere Person durchaus schätzen oder toll finden kann; wohl sogar mehr als die eigene Ehefrau."

Das kann tatsächlich passieren. Wo die Liebe hinfällt.

"Aber dennoch ist man ja gebunden und hat Pflichten gegenüber seiner Partnerin."

Natürlich gibt es Pflichten aus der Ehe, denn die Ehe ist ein Rechtsinstitut. Nur Liebe gehört eben nicht zu diesen Pflichten. Das ist eine romantische Vorstellung, die es erst seit etwa 170 Jahren gibt. Tatsächlich ist die Ehe zur Versorgung da, nicht für die Liebe. Und Liebe kann man auch gar nicht vertraglich garantieren, denn sie läßt sich weder erzwingen noch verbieten. Solange der Partner Dich liebt, ist ein solcher Vertag überflüssig; und sollte die Liebe Deines Partners zu Dir eines Tages erkalten, dann ist so ein Vertrag unwirksam. Liebe kann nur freiwillig als Geschenk von Herzen kommen. Leider verstehen das die meisten Menschen nicht, weil in unserer Gesellschaft alles auf Verträgen aufbaut (Gibst Du mir, dann gebe ich Dir). So macht man echte bedingungslose Liebe unmöglich. Das ist ein Trauerspiel!

"Nur wie sollte man sich verhalten,wenn man die Person nicht meiden kann und es in der eigenen Ehe/Partnerschaft nicht so gut läuft?"

Man sollte erstmal offen über diese Situation miteinander sprechen und dann eine gemeinsame Lösung finden. Und die kann durchaus auch darin bestehen, daß man aus Liebe das Fremdgehen des Partners unterstützt.


"Man beherrscht seine (sexuellen) Triebe und betrügt seine Partnerin nicht. Was denn sonst?"

Eine offene Beziehung vereinbaren, in der es gegenseitige bedingungslose Liebe gibt. Und dann ist Fremdgehen kein Betrug!

"Aber Fremdgehen geht nun mal nicht."

Warum so dogmatisch? - Es gibt doch offene Beziehungen, wo das prima funktioniert.

"Es sei denn, man läßt so eine miese Handlung zu."

Ich finde es eher mies und lieblos, dem Partner auch noch Vorwürfe zu machen, weil er fremdgeht. Schließlich bin ich es doch, der ihm ein Bedürfnis nicht erfüllt hat. Sonst würde er doch nicht fremdgehen. Daß ein derartig liebloses Verhalten in unserer Gesellschaft als normal gilt, zeigt überdeutlich, wie lieblos unsere gesamte Gesellschaft ist.
 
Hallo Jusehr,

"Würde mal sagen, dass man eine andere Person durchaus schätzen oder toll finden kann; wohl sogar mehr als die eigene Ehefrau."

Das kann tatsächlich passieren. Wo die Liebe hinfällt.

"Aber dennoch ist man ja gebunden und hat Pflichten gegenüber seiner Partnerin."

Natürlich gibt es Pflichten aus der Ehe, denn die Ehe ist ein Rechtsinstitut. Nur Liebe gehört eben nicht zu diesen Pflichten. Das ist eine romantische Vorstellung, die es erst seit etwa 170 Jahren gibt. Tatsächlich ist die Ehe zur Versorgung da, nicht für die Liebe. Und Liebe kann man auch gar nicht vertraglich garantieren, denn sie läßt sich weder erzwingen noch verbieten. Solange der Partner Dich liebt, ist ein solcher Vertag überflüssig; und sollte die Liebe Deines Partners zu Dir eines Tages erkalten, dann ist so ein Vertrag unwirksam. Liebe kann nur freiwillig als Geschenk von Herzen kommen. Leider verstehen das die meisten Menschen nicht, weil in unserer Gesellschaft alles auf Verträgen aufbaut (Gibst Du mir, dann gebe ich Dir). So macht man echte bedingungslose Liebe unmöglich. Das ist ein Trauerspiel!

"Nur wie sollte man sich verhalten,wenn man die Person nicht meiden kann und es in der eigenen Ehe/Partnerschaft nicht so gut läuft?"

Man sollte erstmal offen über diese Situation miteinander sprechen und dann eine gemeinsame Lösung finden. Und die kann durchaus auch darin bestehen, daß man aus Liebe das Fremdgehen des Partners unterstützt.


"Man beherrscht seine (sexuellen) Triebe und betrügt seine Partnerin nicht. Was denn sonst?"

Eine offene Beziehung vereinbaren, in der es gegenseitige bedingungslose Liebe gibt. Und dann ist Fremdgehen kein Betrug!

"Aber Fremdgehen geht nun mal nicht."

Warum so dogmatisch? - Es gibt doch offene Beziehungen, wo das prima funktioniert.

"Es sei denn, man läßt so eine miese Handlung zu."

Ich finde es eher mies und lieblos, dem Partner auch noch Vorwürfe zu machen, weil er fremdgeht. Schließlich bin ich es doch, der ihm ein Bedürfnis nicht erfüllt hat. Sonst würde er doch nicht fremdgehen. Daß ein derartig liebloses Verhalten in unserer Gesellschaft als normal gilt, zeigt überdeutlich, wie lieblos unsere gesamte Gesellschaft ist.

Dein Thema scheint eher die "Offene Beziehung" zu sein.
 
Hallo Jusehr,

"Dein Thema scheint eher die "Offene Beziehung" zu sein."

Bei der offenen Beziehung geht es doch genau um Liebe und Fremdgehen. Auch übrigens um Treue. Echte Treue ist nach meiner Überzeugung nur in einer offenen Beziehung möglich.
 
Hallo Jusehr,

"Dein Thema scheint eher die "Offene Beziehung" zu sein."

Bei der offenen Beziehung geht es doch genau um Liebe und Fremdgehen. Auch übrigens um Treue. Echte Treue ist nach meiner Überzeugung nur in einer offenen Beziehung möglich.

Ob der Betrug wohl besser wird, wenn sich beide auf ihn geeinigt haben 😉?
 
Hallo Jusehr,

"Ob der Betrug wohl besser wird, wenn sich beide auf ihn geeinigt haben 😉?"

Wenn man sich auf etwas geeinigt hat, wie kann es dann ein Betrug sein? - Das ist nur ein gedankenloses Übernehmen einer absurden Vorstellung, die in unserer Gesellschaft leider mehrheitsfähig ist. Fremdgehen ist Betrug - egal, ob es einvernehmlich geschieht. Dann könnte man auch sagen diese oder jene ausgefallene Sexpraktik sei pervers - egal, ob es einvernehmlich geschieht. Das ist doch mittelalterlicher Dogmatismus und paßt nicht ins 21. Jahrhundert.
 
Für mich ist die Definition von Betrug, dass man sich dafür entscheidet, etwas mit einem weiteren Partner anzufangen. Das Verlieben allein kann man nicht kontrollieren, aber sobald man sich darauf einlässt wäre es für mich eben schon betrügen.

Ach so, und zu deiner letzten Frage: Ich würde eine unglückliche Beziehung grundsätzlich beenden. Auch mit der Begründung, man würde sich nur verlieben, wenn man nicht mehr nur Augen für den Partner hat. Selbst wenn es nicht davon ausgelöst würde, sehe ich keinen Nutzen in einer Beziehung ohne Gefühle füreinander
 
Fremdgehen ist Betrug - egal, ob es einvernehmlich geschieht. Dann könnte man auch sagen diese oder jene ausgefallene Sexpraktik sei pervers - egal, ob es einvernehmlich geschieht. Das ist doch mittelalterlicher Dogmatismus und paßt nicht ins 21. Jahrhundert.

Mit Logik hast'es nicht so, nicht wahr 😉?

Was hat Sexualität eigentlich mit Liebe zu tun, wenn sie sich nur als Bedürfnisware präsentiert, die ich mir von außen hole?
 
Mit Logik hast'es nicht so, nicht wahr 😉?

Was hat Sexualität eigentlich mit Liebe zu tun, wenn sie sich nur als Bedürfnisware präsentiert, die ich mir von außen hole?

Es ist ein für Frauen ganz typischer Irrtum, Sexualität müßte immer etwas mit Liebe zu tun haben. Hat sie aber nicht immer: Es gibt sehr geilen Sex ohne Liebe; und es gibt auch Liebe ohne Sex. Liebe und Sex sind nicht das gleiche; überschneiden sich aber (und dann wird es natürlich besonders schön).

Im Rahmen der offenen Beziehung gibt es jedoch sehr wohl einen Zusammenhang zwischen Liebe und Sex mit anderen Partnern: Es geht um den Teil der Sexualität, den man vom Partner in der Beziehung nicht bekommen kann. Und diesen Teil erlebt man dann mit anderen Partnern. Und es ist ein Zeichen von 100%-iger Liebe, wenn man seinem Partner sagt: "Das, was ich Dir nicht geben kann, kannst Du gerne mit anderen Partnern ausleben. Ich habe Dich so lieb, daß ich mir wünsche, daß Du alles bekommst, wonach Du Dich sehnst. Ich freue mich für Dich, wenn Du dadurch zu 100% glücklich bist."
 
Und es ist ein Zeichen von 100%-iger Liebe, wenn man seinem Partner sagt: "Das, was ich Dir nicht geben kann, kannst Du gerne mit anderen Partnern ausleben. Ich habe Dich so lieb, daß ich mir wünsche, daß Du alles bekommst, wonach Du Dich sehnst. Ich freue mich für Dich, wenn Du dadurch zu 100% glücklich bist."

Ich frage mich, ob es auch Liebe von seiten des Sex-Konsumenten ist, wenn er sich bereitwillig seine Befriedigung mit Erlaubnis des Partners außerhäusig abholt. Auch zweifle ich in vielen Fällen die angebliche Freizügigkeit des "Erlaubnis-Erteilenden" an. Vielleicht redet er oder sie sich die Sache schön oder sie redet unter Druck. Die Leute wissen ja teilweise gar nicht, was wirklich in ihnen vorgeht. Manches wird verdrängt etc.

Wenn es um's Konsumieren von Annehmlichkeiten geht, so drückt man ja gerne mal ein Auge zu. Ein "Hauptsache, Dir geht's gut" vom Partner wird dann gerne schnell akzeptiert.

Ist zwar kein Beweis, aber ich kenne kein einziges Paar, das glücklich eine offene Beziehung lebt.
 

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