In der Regel ist das nicht schlimm. Wenn ich meine Bewerberfragen ausarbeite nehme ich tatsächlich auch 1-2 wirklich knifflige Fragen mit rein, von denen ich eigentlich nicht unbedingt erwarte, dass der Bewerber sie beantworten kann.
Aber auch, wenn eine andere Frage nicht oder nicht vollständig beatwortet wurde, würde ich dem Bewerber deshalb nicht gleich absagen. Vielmehr kommt es darauf an, wie sich der Bewerber gibt. Wenn er zB. sagt: "Das weiß ich nicht, aber ich bin in der Lage mir das selbstständig zu erarbeiten" wäre das genauso ok. Niemand muss alles wissen. Aber der Bewerber sollte zeigen, dass er motiviert ist, und dass etwas nicht zu wissen ihn nicht davon abhält diesen Job zu machen.
Am wichtigsten ist zumindest mir auch immer: Ehrlichkeit. Wenn ich frage: "Haben Sie damit Erfahrung" und er/sie sagt nein, finde ich das viel besser, als wenn er (und sei es nur aus Angst) sagt "Ja" - und ich dann durch näheres Befragen herausfinde, dass es eben nicht so ist.
Bewerbungstests oder Fragen im Vorstellungsgespräch sind oft auch einfach Charakterfragen. Es kommt nicht drauf an "den höchsten Score" zu erzielen, sondern zu zeigen, dass man will und dass man in die Firma passt.
Betriebe, die das anders handhaben wären mir auch suspekt.