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Ist es okay, wenn ich nach anderen Frauen schaue?

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Deine Frau ist ehrlich gesagt unverschämt. Sie setzt die Regeln fest und egal was du vorschlägst, sie will alles nicht. Du hast dich damit abzufinden. Kann es sein, dass sie in den Wechseljahren ist? Dann hat man schon mal solche Anwandlungen.
 
Wenn man darauf wartet, dass man Lust hat, kann man warten bis einem schwindelig wird. Einfach mal anfangen, der Rest kommt dann schon. Das ist eine Aussage von Therapeuten.
 
Nee, ich will nicht dass sie sich zwingt. Über das öffnen haben wir gesprochen aber das will sie auch nicht. Ich soll nicht fremdgehen aber es gibt auch keine Bemühungen von ihr, dass wir zusammen die Situation bessern leider
Hm. Sie sich zwingt, mit dir eine besondere Nähe zu genießen?
Ich würde dem auf den Grund gehen.
Sex in einer Beziehung bedeutet sich einander zu schenken... aus Liebe.

Du könntest zu einem Paartherapeuten gehen. Auch erst mal alleine.

Ansonsten denke ich auch, dass die Beziehung an fehlender Intimität irgendwann zerbricht.

Woher stammt die Feststellung "geringe Libido"?
Hat das körperliche Ursachen, nimmt sie Medikamente?

Ab wann fing das denn an, dass sie weniger Lust hatte?
 
Wenn man darauf wartet, dass man Lust hat, kann man warten bis einem schwindelig wird. Einfach mal anfangen, der Rest kommt dann schon. Das ist eine Aussage von Therapeuten.

Ich kann diese Formulierung nicht ausstehen, doch was hat das dann mit 'Liebe machen' zu tun?
Der Ansatz: 'Der Appetit kommt beim Essen' funktioniert ganz sicher nicht für jeden.
Für mich Horrorvorstellung, genauso wie Sex nach Terminkalender.

Für manche scheint das aber eine funktionierende Lösung zu sein.
Ist Typsache, denke ich.

Doch die Frau müsste sich ja darauf einlassen. Und daran glaube ich hier nicht.
 
Wenn man darauf wartet, dass man Lust hat, kann man warten bis einem schwindelig wird. Einfach mal anfangen, der Rest kommt dann schon. Das ist eine Aussage von Therapeuten.
Tatsächlich ist das in Langzeitbeziehungen die erfolgreichste Methode. Deshalb raten gute Therapeuten dazu. Schlechte Therapeuten wollen analysieren und freuen sich über 2 Jahre gut bezahlte Paartherapie.
Das Feuer und dieses unbedingte Verlangen der ersten paar Monate bekommt man nicht zurück. Man kann diese Lust nicht herbeiquatschen. Es hilft auch kaum etwas, alle vermeindlichen oder tatsächlichen Schieflagen der Beziehung zu analysieren. Wer suchet, der findet und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass man dadurch größere Probleme als vorher hat. In diesem Fall haben wir 20 Jahre Beziehung, was man schon als Beleg sehen kann, dass einiges richtig läuft.
Es klingt banal, aber die aussichtsreichste Methode, das Sexleben zu beleben, ist Sex zu haben. Nicht drüber reden, sondern machen. Natürlich muss das für beide in Ordnung sein, Um das zu wissen, müsste man darüber reden, aber jetzt drehen wir uns im Kreis.
 
Ich finde es gut, dass du dich mit dem Thema auseinander setzt!

Das Schlimmste was man machen kann bei Problemen (solche oder andere Probleme), diese unter den Teppich zu kehren.... Meistens kommen diese wieder hervor und bringen auch noch "Verstärkung" mit.

Ich würde der ebenfalls empfehlen, ein paar Gespräche mit einem Therapeuten o. ä. zu führen (aus meiner Sicht nicht zwingend eine längere Psychotherapie, vielleicht ein paar Stunden privat bezahlt oder Beratungsstelle).

Meiner Erfahrung nach ist man nach so langer Beziehungsdauer auch...hm....ein bisschen "blind" dafür, wie die Beziehungsmuster (unter anderem) so sind. Weiteres Plus könnte sein, sich mithilfe der psychologischen Unterstützung selbst zu stärken - sowohl im Außen (beispielsweise Hobbies etc. pflegen), als auch im Inneren (u. a. eigene Einstellung, Glaubenssätze hinterfragen etc.).
 
Lieber TE,

eigentlich ist hier schon so viel gesagt... viele kluge Beiträge der anderen User.

Du bist in einer Position des machtlosen Ausharrens. Deine Partnerin entscheidet alles.
Sex- gibt's nicht.
Beziehung öffnen- gibt's nicht.
Paartherapie- gibt's nicht.

Wir wissen und befürworten hier wohl alle, dass man Sex von seinem Gegenüber nicht erzwingen kann. Und Du klingst ehrlich gesagt nach einem sehr angenehmen, sensiblen Mann, der keine Freude an Sex empfinden würde, den die Partnerin erduldet, damit endlich Ruhe ist.

Also: bleibt alles wie es ist. Sie wird nichts ändern. Das könntest nur Du allein.

Ich kann Dir aus eigener Erfahrung nur das Folgende sagen:
Ich habe meinen ersten Freund, meine erste große Liebe geheiratet. Wir waren 17 Jahre lang zusammen. Die letzten Jahre gab es keine gemeinsame Intimität mehr. Wir haben uns getrennt. Am Anfang denkst Du, Du wirst nie wieder eine Person treffen, mit der Du Dir so nahe bist. Kannst Dir ein Leben ohne Deinen Ex-Partner nicht vorstellen, weil man so viel miteinander geteilt hat.
Ich war mehrere Jahre Single. Die ersten davon wie eine Nonne.
Und dann... gab es jemanden, der meine tief vergrabene Libido wieder erweckt hat. Nachhaltig. Meine Fresse. Das war plötzlich ein völlig neues Leben.
Und noch später... kam dann der Mensch, mit dem ich nun nicht nur das Bett, sondern mein Leben teile.

Es gibt nicht nur die eine Liebe.

Ich wünsche Dir Mut.
 
Erst mal vielen Dank an alle für die tolle Hilfe und die Fragen. Ich muss sagen, dass es die ersten 2 Jahre noch okay war, dann hat sie irgendwann eine neue Pille genommen und diese hat meinem Eindruck nach auf ihre Libido gewirkt. Sie will darüber aber nicht reden, weil sie meint, dass sie seit sie die nimmt viel weniger Migräne hat. Ich habe schon so oft gebeten mal das Thema fehlende Libido bei der Frauenärztin anzusprechen, da blockiert sie und es führt immer zu Streit. Dann ist es so, dass sie alle paar Monate mal Lust hat oder wir beide es versuchen und ich dann tatsächlich nicht so auf Knopfdruck kann, seit 2 Jahren bekomme ich irgendwie keinen Ständer mehr bei ihr hin. Zudem wurde bei einer Blasenspiegelung vor ein paar Jahren meine Vorhaut verletzt und es tut teilweise weh, weil es in Richtung Vorhautverengung geht und ich habe tatsächlich Angst beim Sex, dass es einreißt. Der Uruloge sagt man könnte Beschneidung machen, bringt aber wieder andere Probleme. Also mitunter denke ich, dass wir das auch mal klären müssen, damit ich keine Angst vor Schmerzen habe. Irgendwie entwöhnt man sich auch wenn man so selten Sex hat und durch die langen Pausen fällt es mir schwer, also auch von meiner Seite mittlerweile nicht so einfach. Die Libido ist da, aber selten bei ihr. Und vor 2 Jahren sind erst mein Papa und dann ihre Mama gestorben und es war schwerer Krebs, echt traumatisch und danach ist es komplett eingebrochen. Ich denke deswegen habe ich es mit Diskutieren etwas schleifen lassen, weil ich es auf die Trauer geschoben habe und das war sicher ein Grund warum es komplett eingeschlafen ist.
 
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