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Ist ein Berufseinstieg mit 31 oder so schlimm?

  • Starter*in Starter*in Alexa Magnes
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A

Alexa Magnes

Gast
Hallo!

Was mich gerade beschäftigt:

Da ich in der Jugendzeit viele Probleme und mehrere Schulabbrüche (bzw. -wechsel) hatte, bin ich jetzt mit meiner Matura ziemlich spät dran. (22)

Nun wäre der Plan, dass ich Lehramt studiere, Englisch und Biologie. Regelstudienzeit inkl. Master 6 Jahre. (der Master ist vorgeschrieben)

Wenn ich in Regelstudienzeit studieren würde, was ich versuchen werde, dann hätte ich meinen Berufseinstieg mit 29.

Nun gibt es aber noch etwas:

Es gibt da so einen Masterstudiengang, Molekularbiologie. Diesen könnte ich auf das Biologielehramt draufsetzen, ich habe mich schon informiert.

Es ist so, dass ich diesen Master (2 Jahre) sehr interessant finden würde und auch nicht ausschließen kann, mal eine Zeit lang in die Forschung gehen zu wollen. (Er ist auf Forschung konzipiert.) Das wäre auch so ein Kindheitstraum von mir. Lehramt ist auch schon seit dem ich 11 bin fix und ich würde auch nicht für immer in der Forschung bleiben wollen.

Auf gut Deutsch: Ich will mich eigentlich nicht zwischen beiden entscheiden und es träfe sich sehr gut, dass ich für Molekularbiologie keinen zweiten Bachelor mehr machen müsste, sondern diesen Master einfach nach dem Lehramt machen könnte.

Wenn ich dann alles in Regelstudienzeit beenden würde, hätte ich meinen Berufseinstieg mit 31. Zwar mit zwei Masterabschlüssen, aber doch ist es recht spät.

Mir ist klar, dass ich auch länger brauchen könnte als die Regelstudienzeit. Für diesen Fall bin ich mir noch nicht klar, was ich tun soll. Bio saußen lassen und nur das Lehramt machen? Das Lehramt hat jedenfalls Vorrang.

Noch als Anmerkung:
Es gab die Schulabbrüche bzw -wechsel nicht weil ich mich in der Schule schwer tat. Ich gehörte im Gegenteil nahezu immer zu den Guten und tat mich eher leicht. Ich hatte andere Probleme. Mobbing, häusliche Gewalt, Schicksalsschlag... Deshalb nahm meine Schullaufbahn so eine zackige Wendung.

Aber ich bin ein sehr ehrgeiziger und zielstrebiger Mensch, der auch bereit ist, hart für sein Ziel zu arbeiten. Ich bin sehr wissensdurstig und kann schon auf eine Party verzichten, wenn es der Klausur dient.

Also ich würde gewiss nicht herumeiern. Nur kann ich nicht einschätzen, wie schwer oder leicht ich mich beim Studieren tun würde, da meine Eltern nicht studiert haben und ich vom Unileben und vom Schwierigkeitsgrad eigentlich keine Ahnung habe. Meine Vorfahren hatten absolut nichts damit am Hut, also ich bin da ziemlich unwissend. 😀 Ich weiß nur, was mich interessiert und was ich will.

Jedenfalls, das Lehramt würde ich sowieso bis zum Master studieren. Also 29 wäre ich sowieso. Ist es zeitlich eine Nummer zu hart, Molekularbiologie noch drauf zu hauen, wenn ich eh schon so spät dran bin?
 
Hey Alexa,
das passt schon, ich sehe keine Probleme bezüglich des Alters. Nur Mut, es wird schon werden. Ob deine Eltern Akademiker sind oder nicht spielt keine Rolle. Es geht um dich und deine Power die Sache anzugehen. Im übrigen finde ich es gar nicht nal so verkehrt wenn man schon über etwas mehr Lebenserfahrung verfügt.

Zur Fächerkombi als solches kann ich nichts sagen.
 
Hallo, mit Biologie sollte man später kein Problem haben, eine Stelle zu finden. Es werden ja schon Quereinsteiger eingestellt. Nach dem Alter wird auch niemand fragen. Deswegen sehe ich kein Problem.

Relevant wäre vielleicht zu wissen, wie die Noten generell in den Naturwissenschaften und Mathematik so waren. Wenn dort "nur" riesiges Interesse bstehen sollte, aber immer nur ein "ausreichend" erreicht worden ist, würde ich mir ein anderes Studienfach suchen.

Bei Naturwissenschaften muss man wirklich etwas Können und Wissen. Das sind keine "Laberstudiengänge":
 
@brandonf.

Nein, war in den Naturwissenschaften bis jetzt immer besser als ausreichend. Wenn es mich interessiert, wieso sollte ich dann auf das Schulfach scheißen?

In den letzten Jahren war ich immer Sehr Gut. Heuer Befriedigend, da ich gesundheitlich einige Fehlzeit hatte und es mir auch ansonsten gesundheitlich nicht gut ging. Aber jetzt im Endjahr soll es wieder anders aussehen. Aber das heißt ja nicht, dass ich nichts kann, nur weil ich einmal in diesen Fächern ein Befriedigend hatte.
 
Liebe Alexa,

du musst dich nicht wegen deiner Biographie rechtfertigen oder schämen, dass deinen Lebenslauf nicht der 0815 Variante entspricht. In der Bewerbung geht es nicht darum mit der Masse zu schwimmen, sondern aus der Masse herauszustechen. D.h. du fokussierst dich auf deine Stärke. Es ist keine Selbstverständlichkeit trotz Schulprobleme das Abitur und Studium zu beginnen. Du kannst ruhig Stolz auf deine Entwicklung sein und so trittst du auch später in Vorstellungsgespräche auf. Dir noch viel Glück!
 
Du musst dich ja nicht jetzt schon entscheiden wegen des zweiten Masterstudiengangs, oder?

Ich würde erstmal anstreben, ein Studium zu beginnen und so gut wie möglich abzuschließen. Dann sieht man weiter.
 
Es ist gut einen Plan zu haben, es ist besser, diesen anzupassen, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern.

Ob du in 6 Jahren den MolBio Master draufsetzen möchtest oder nicht, kannst du dann immer noch entscheiden.
Fang erst einmal mit mit Bio an.
In Deutschland sind die Jobaussichten für andere Naturwissenschaften besser, aber dennoch kenne ich nur wenige,. die nichts gefunden haben. (Mein Partner ist Biologe)
 
Lehrer werden immer gesucht.
Für Biologen gibt es zumindest hier in D,
so ähnlich wie für Physiker, keinen Arbeitsmarkt außer Forschung und dafür bist Du tatsächlich zu alt, da wird der Abschluss als Wissenschaftler (also die Promotion) mit deutlich unter 30 vorausgesetzt. Das heißt nicht, dass man mit Biologie (Physik) arbeitslos wird, man wird jedoch fachfremd arbeiten, z.B. Statistiker bei Versicherungen, Controlling etc.. oder gerne auch als Pharmareferent.
 

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