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Ist die öffentliche Meinung auf dem "linken Auge" blind?

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Leider hinterfragen die wenigsten oder versuchen die hintergründigen Mechanismen aufzudecken und zu verstehen.

Viele Beiträge sind leider wie kostenloses B**d-Zeitung lesen 😀

Neben dem ins Extreme rutschen, ist es auch sehr beliebt relativ allgemeingültige Thesen mit Ausnahmen zu "widerlegen".

Ich habe ne Zeit in Indonesien gelebt. Neben der völlig anderen Kultur war es ziemlich interessant, dass meine bisher bekannte Welt (Europa, USA) nur ein Blatt in der Zeitung ausgemacht hat, Vorderseite Politik Rückseite Sport. Interessant auch, dass die Themen in etwa gleich nur andere Länder- und Politikernamen hatten.
 
Machterhalt ist das wichtigste dabei - warum sonst sollte z.B. die CDU heute die Laufzeiten der AKW verlängern und morgen abschaffen? Warum sollte die CDU jahrzehntelang zur Wehrpflicht stehen und sie schlagartig komplett abschaffen?
Eben weil man auch und zuallerserst die Umfragen im Blick hat.
Das Volk hatte noch nie soviel zu sagen und zu bestimmen wie heute!
Und schon daher gibt es kein eindeutiges "Rechts" oder "Links" mehr.
 
Bleibt nur die sinkende Glaubwürdigkeit und deren Einfluss auf den Machterhalt...🙄
 
hier noch mal der TE

der Thread ist mittlerweile in eine Richtung abgedriftet, die ich nicht wollte

in der Tat, "link" und "rechts" bedürfte einiger Definitionen

im historischen Sinne (19. Jhdt.), waren die die Linken die nationalistischen Kräfte, die ein "Großdeutschand" anstrebten, d.h. einen deutschen Nationalstaat, anstatt der damaligen Kleinstaterei; die Rechten, waren die traditionalistischen, monarchistische Kräfte. Diese Definition trifft heute nicht mehr zu.

Selbst auf die NSDAP passt der Begriff "rechts" finde ich nicht, den auch die NSDAP hatte einen sehr linken Flügel und war letztendlich nach eigenem Selbstverständnis 'sozialistisch'.

Aufschlußreich war, das der Begriff "links" sehr viel differenzierter betrachtet wird (was durchaus richtig ist) während "rechts" per se mit rechtsextrem = braun, faschistisch, neonazistisch gleichgesetzt wird. Alles "rechte" wird also pauschal dämonisiert, es wird mit zweierlei Maß gewesen und in sofern sehe ich meine Anfangsthese bestätigt.

Mein Fazit ist, dass bürgerlich-konservative, "rechte" Ansichten in Deutschland nicht mehr mehrheitsfähig sind und vom politischen Mainstream (Politik, Medien, sogar ev. Landeskirche) nicht gewollt sind, die meisten Leute scheinen dem entweder aus Überzeugung, Verblendung oder Opportunismus zuzustimmen.

Ich verlasse die Diskussion an dieser Stelle und bedanke mich für die Antworten.
 
im historischen Sinne (19. Jhdt.), waren die die Linken die nationalistischen Kräfte, die ein "Großdeutschand" anstrebten, d.h. einen deutschen Nationalstaat, anstatt der damaligen Kleinstaterei; die Rechten, waren die traditionalistischen, monarchistische Kräfte. Diese Definition trifft heute nicht mehr zu.

Selbst auf die NSDAP passt der Begriff "rechts" finde ich nicht, den auch die NSDAP hatte einen sehr linken Flügel und war letztendlich nach eigenem Selbstverständnis 'sozialistisch'.

Aufschlußreich war, das der Begriff "links" sehr viel differenzierter betrachtet wird (was durchaus richtig ist) während "rechts" per se mit rechtsextrem = braun, faschistisch, neonazistisch gleichgesetzt wird. Alles "rechte" wird also pauschal dämonisiert, es wird mit zweierlei Maß gewesen und in sofern sehe ich meine Anfangsthese bestätigt.

Mein Fazit ist, dass bürgerlich-konservative, "rechte" Ansichten in Deutschland nicht mehr mehrheitsfähig sind und vom politischen Mainstream (Politik, Medien, sogar ev. Landeskirche) nicht gewollt sind, die meisten Leute scheinen dem entweder aus Überzeugung, Verblendung oder Opportunismus zuzustimmen.

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+1 und standing ovation. Du hast sehr gut die Sachlage definiert.
 
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