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Ist das nicht auch Trauer?

  • Starter*in Starter*in Coromia
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C

Coromia

Gast
Ich hab keine Ahnung ob ich hier richtig bin, aber ich versuche es einfach mal. Wie es mir die meiste Zeit geht habe ich hier geschrieben: http://www.hilferuf.de/forum/liebe/85835-es-tut-so-verdammt-weh-bitte-helft-mir.html
Und für mich ist das auch eine Form von Trauer. Der Verlust eines geliebten Menschens nicht gänzlich, aber ich bin so vollkommen unsicher, ich weiß nicht, ob ich stark genug bin mit ihr befreundet zu sein. Ob ich es verarbeitet bekomme und den wichtigsten Menschen in meinem Leben nicht gänzlich verliere. Und genau da ist der springende Punkt. Ich glaube, ich kann es nicht verarbeiten, weil ich beginne zu verdrängen. Die letzten zwei Tage waren die Hölle und auf einmal geht es wieder, ich merke, dass ich immer noch traurig bin aber ich kenn mich gut genug um zu wissen, was hier los ist. Ich mach das öfters. Wenn etwas zu viel ist schiebe ich es bei seite und leider oft nicht nur kurz sondern auf Dauer und das macht alles nur noch schlimmer und es ist jetzt schon schlimm genug. Außerdem hab ich keine Ahnung wie ich mit meiner Ex-Freundin, meiner Seelenverwandten umgehen soll, ob ich es je wieder schaffe sie einfach nur als Schwester im Geiste zu Lieben. Wenn wir gestern oder heute geredet haben, war es zwar unbeholfen und unangenehm, aber dann haben wir wieder zusammen Witze gemacht und es hat sich so richtig angefühlt und dann habe ich wieder Angst, dass es nur so gut geht, weil ich den Schmerz nicht spüren will.

Wie gesagt, ich hab keine Ahnung ob das richtig ist, oder sowas, ich bin auch einfach viel zu müde und verwirrt und ich krieg grad gar nichts mehr auf die Reihe. Ich will grad eigentlich einfach nur schlafen, ich bin so verdammt müde, aber andererseits will ich auch nicht, denn ich will erst müde genug sein sofort ein zu schlafen und durch zu schlafen, ohne all dieses stundenlange wach liegen.
Ich bin einfach verwirrt, jeder sagt mir was anderes, meine Gefühle schwanken von einer Extreme in die Andere. Mal ist es annehmbar, dann ist es wieder mehr als ich ertragen kann. Kann mir irgendwer weiter helfen? Wie schaffe ich es diese Trauer zu bewältigen und wohl auch in Zukunft negative Gefühle um nicht mehr davor davon zu laufen. Ich brauche Hilfe gerade, weil sie hat jetzt wen, aber ich bin diejenige die jetzt hier sitzt und ganz genau weiß, dass sie heute bei ihm schläft und sie sich im Arm halten und kuscheln, ich habe es über alles geliebt mit ihr zu kuscheln. Und jetzt, von einem Tag auf den Anderen habe ich "nur noch" unsere Freundschaft, wenn die überhaupt hält und alles was so sicher war ist weg. Und ich frage mich immer wieder so viele Fragen. So viele gott verdammte Fragen die mir nicht aus dem Kopf wollen.
Gott, ich sollte jetzt aufhören, sonst fang ich nur wieder zu heulen an und grade ist es mir ganz Recht, dass meine Gefühle nicht hervor kommen, da kann ich wenigstens schlafen. Wenigstens ein wenig schlafen will ich.
Coromia
 
Hast du zwischendurch auch mal extreme Glücksgefühle. Wie artet sich deine Trauer aus. Tief fallend und eine unendliche Leere und Hoffnungslosigkeit.
Findet bei dir ein ständiger Wechsel statt zwischen diesen beiden.


karma
 
Ja, ich weiß späte Antwort, aber ich konnte einfach nicht früher. Vielleicht hört es sich doof an, aber es war schön für eine Zeit lang einfach davor davon zu laufen und es zu ignorieren.

Nein, extreme Glücksgefühle nicht. Eher so ein Gefühl von innerem Frieden und von glücklichsein, wenn ich ein bestimmtes Lied höre manchmal und mir fest in Gedanken rufe, dass das Leben weiter geht. Das es auch so schön ist, dass es nicht der Weltuntergang ist. Wenn ich Spaß habe mit Freunden bin ich glücklich, bis ich mich wieder an sie erinnere.
Ich bin traurig, anders kann man es nicht beschreiben. Ich bin traurig und wütend und verzweifelt und es gibt Momente, da hab ich einfach das Gefühlt, dass alles zu viel wird, die ganze Welt einfach zu viel wird und mich einfach alles für fünf Minuten in Ruhe lassen soll, weil ich einfach nur daliegen und weinen will, weil ich einfach nicht mehr kann. Ich fühl mich manchmal benutzt und fallen gelassen, ausgetauscht, unwichtig, leicht ersetzbar, sie war - ist - meine beste Freundin und trotzdem ging es so leicht? Und diese ganzen Fragen. "Warum?" in allen Formen und Farben. Ich will schreien und kann nicht, weil immer wer im Haus ist, dann würde ich sofort wieder ausgefragt. Ich will was kaputt machen, geht auch nicht. Ich hab nicht mal genug Privatssphäre um in Ruhe zu heulen, zumindest nicht Abends. Es gibt Momente, da fühle ich mich einfach leer, erschöpft, müde, überfordert. Aber ich bin stur. Ich war schon immer stur. Ich würd nicht sagen ich bin stark oder eine Kämpferin, ich gehe die Dinge nicht an, ich gehe einfach weiter, egal was da noch ist.
Ja, da ist ein Wechsel zwischen den Beiden, auch wenn der schon besser geworden ist, aber noch immer kann ich mich in einem Moment "normal" fühlen und im nächsten kaum noch die Tränen zurück halten.

Durch sie ist viel an Sicherheit für mich weg gebrochen. Ich habe Probleme in der Familie und meine Eltern, so sehr ich sie auch liebe und sie mich, können mir keine wirkliche Sicherheit geben, ich kann mir nicht mal sicher sein wie sie auf irgendwelche Dinge reagieren.

Ich hoffe, dass hat jetzt in irgendeiner Form irgendwem geholfen mir irgendwie zu helfen *seufz* Ich sollt längst im Bett sein...
Liebe Grüße
Coromia
 

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