@ zapp: ich bin hier eine ganze Weile nicht mehr online gewesen, weil ich, wie BigRedOne sagte, tatsächlich andere Sorgen hatte/habe.
Ich bin sogar der Meinung, du wärst mit Schreiben dran gewesen. 😛 Weil ich habe von dir nischt mehr bekommen. 🙁
@ BigRedOne: dass es vielen nur darum geht, so schnell wie möglich das Singledasein zu verlassen, weiß ich. Mich kratzt das mit dem Singledasein derzeitig nicht mehr. Den zu einen wirklich passenden Partner lernt man nun mal nicht an jeder Straßenecke kennen. 🙂 Entweder begegne ich halt mal jemandem im Laufe der Zeit oder eben keinem, aber deshalb ist das noch lange kein unlebenswertes Leben bzw. damit bin ich auch kein schlechterer Mensch. Genausowenig wie Zapp es einer ist, bloß weil es bei ihm nicht klappt.
Die Gesellschaft drängt es einem ja mehr oder minder auf, ständig in einer Beziehung zu leben, Kinder in die Welt zu setzen etc. Wer alles das bis 30 oder 40 nicht schafft, gilt als gestört --> "mit dem stimmt was nicht!"
Ich sehe das nicht so. a) ich will nicht mit jedwedem Hinz und Kunz zusammen sein und b) Kinder will ich eh keine. So, Punkt.
Viele Paare sind doch eh nur aus Nutznießerschaft, aus maßgeblich sexuellen Gründen zusammen oder um gemeinsam die "ach so schreckliche Einsamkeit" zu vertreiben. Ich habe in der letzten Zeit so viele üble Sachen mitbekommen. Die Paare, die ich beobachtet habe, wirken nach außen hin wirklich gut, aber wenn man sich mal anhört, wie die jeweiligen Eheleute und Partner übereinander denken, könnte man wirklich kotzen. In vielen Beziehungen herrschen so viele Probleme vor, dass ich mich wirklich frage, wozu die überhaupt noch zusammen sind? Wie sie es überhaupt je geschafft haben, zusammenzukommen.
Eine Beziehung ist doch auch nicht der Garant für ein besseres oder glücklicheres Leben. Ich hatte ja immerhin vier-fünf Beziehungsversuche... und ich fühlte mich z.T. eher schlechter als ich mich momentan als Single gefühlt habe. Man merkt eben bei diesen Beziehungsversuchen, dass nicht jeder zu einem passt. Dann lässt man es eben sein. Ich kenne aber auch zig Leute, die sich trotzdem an kaputte Beziehungen klammern, damit sie überhaupt einen Freund oder eine Freundin vorweisen können.
Vielleicht bin ich ein Extremfall, aber ich bleibe lieber 10 Jahre single, als mit jemandem zusammenzusein, den ich nicht mal ansatzweise gut finde, mit dem ich mich nur in der Wolle habe etc. Und einsam fühle ich mich ehrlich gesagt wohl als eine der Wenigen nicht.
Wenn man einen Job/eine Ausbildung hat, Hobbies und ein einigermaßenes soziales und familiäres Netzwerk hat, kann man auf einen Partner auch mal temporär verzichten.
(außerdem werde ich sowieso mehrere Jahre ins Ausland gehen - was soll ich mir jetzt in Deutschland einen Typen anlachen???).
Was ich immer echt extrem finde ist, dass die Beziehung als solche immer als das "überwältigende Glück" und als "der Lebenssinn" verstanden wird. Wissen denn viele nicht, dass Liebesbeziehungen auch Arbeit machen? Man kann z.B. auch verliebt sein, große Gefühle füreinander haben und dann läuft es aber im Bett nicht so toll, weil beide davon andere Vorstellungen haben. Oder man wohnt zu weit voneinander entfernt. Oder man hat einfach zu unterschiedliche Vorstellungen davon, wie oft man sich trifft, was man zusammen macht etc.
Ich kenne genügend Leute, die mir sagen: "Wenn du eine Beziehung hast, wirst du auf die Dauer weitaus mehr Probleme haben als im Singledasein. Vor allem wenn du dann noch 1-5 Kinder dazu hast."
Ich habe nicht Teenager zu der Thematik interviewt, sondern gestandene Menschen ab 30 aufwärts. Ich kenne halt durch den Schachverein und mein sonstiges Umfeld recht viele Leute ab 30 und 40.