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isoliert und einsam

G

gast

Gast
hallo ich fühle mich sehr einsam
das problem ist folgendes ich habe keine freunde und auch keine freundin
da ich selten rausgehe nur zum einkaufen oder zur arbeit sonst sitze ich nur daheim
als kind wurde mir von meinen eltern verboten mich mit anderen zu treffen nach der schule musste ich immer sofort nach hause kommen dies ging bis ich 18 jahre alt war ich lebte sehr isoliert von der aussenwelt warum meine eltern mich so isolierten wusste ich auch nicht sie haben mir halt verboten rauszugehen und gedroht wenn ich es doch tuhe komme ich ins heim jedenfalls bin ich jetzt 21 jahre alt und lebe alleine aber irgendwie lebe ich immer noch total isoliert also ich gehe selten raus
vermutlich weil ich all die jahre so leben musste und jetzt bin ich es einfach gewöhnt aber diese einsamkeit macht mich kaputt ich traue mich auch absolut nicht mädels auf der strasse anzusprechen ob sie interesse hätten mich besser kennenzulernen deswegen suchte und suche ich auch noch internetbekanntschaften
und habe vor kurzen eine russin die in russland lebt kennengelernt übers internet und die will jetzt nach deutschland kommen und direkt mit in meine wohnung weil sie angeblich sehen will wie ich lebe aber ich weiß nicht ob sie mich nicht bestehlen will weil man hört das ja oft im fernsehen aber andererseits bin ich froh jemandem gefunden zuhaben der was mit mir unternehmen will jetzt meine frage ist das überhaupt sinnvoll sich mit fremden aus dem internet zu treffen? besonders dann wenn sie aus dem ausland kommen und nur hier urlaub machen ?
ich weiß nicht weiter
 
Das mit der Russin hört sich für mich ominös an. Von der würde ich die Finger lassen.

Dass deine Eltern dich so überbehütet haben, tut mir sehr leid. War bei mir auch der Fall, allerdings nicht ganz so extrem wie bei dir. Viele Verbote gab es bei mir leider auch und meine Sozialisation ist mit Sicherheit nicht so wahnsinnig viel besser gelaufen als bei dir. 🙁

Ich kann dir nur sagen, dass es ein Leben nach der Kindheit/Jugend gibt und dass du versuchen solltest, das Beste daraus zu machen. Am besten fängst du eben erst mal klein an - backst kleine Brötchen. Wie sieht es mit anderen Internetkontakten aus, mit Vereinen?

Hast du jetzt zu deinen Eltern überhaupt noch Kontakt oder hast du den ganz abgebrochen?

Warum Eltern ihre Kinder isolieren?
Es geht wohl dabei um Macht und Kontrolle. Das sind sehr sehr schwache Menschen, die ihre Kinder so sehr in der persönlichen Entfaltung einschränken, diese geradezu unmöglich machen. Menschen, die krankhaft nach Macht streben, sind schwach. Sie müssen diese Schwäche mit der Macht kompensieren. (so sehe ich das bei meinen eigenen Eltern und meiner Oma und auch diversen anderen Familienmitgliedern von mir auch).

Weißt du, bei mir war es so, dass die ganzen Verwandten zugeschaut haben, wie meine Eltern mich praktisch nur an der kurzen Leine gehalten haben. Selbst mit 13, 14. Sie wollten mir z.T. auch mit 17, 18 noch reinreden... bzw. mich auch die Folgejahre gängeln. Ich bin der Meinung, da hätte bei uns aus der Familie damals mal jemand einen Tipp ans Jugendamt geben müssen, damit meine Eltern eben mal etwas ändern.

Ich habe quasi Eltern, die seit 30 Jahren fast kaum noch richtigen Kontakt zur Außenwelt bzw. überhaupt persönliche Kontakte haben. Normal ist das eigentlich nicht. Dass man mal temporär niemanden hat, okay, aber 30 Jahre??? Dass der einzige Kontakt der zur Mutter und zum Kind ist, finde ich schon ziemlich extrem...

Meine Eltern haben mich, als ich gemobbt worden bin, ja noch nicht einmal von der Schule nehmen wollen. Im Grunde ist so etwas Verwahrlosung bzw. eine Vernachlässigung des Sicherstellens des Wohles des Kindes. Und so was gehört normalerweise zum Jugendamt. Ferner haben meine Eltern ja mitunter aktiv versucht, meine sozialen Kontakte zu unterbinden...

Bei dir hätte auch jemand von außen einschreiten müssen. Hat das denn von den Nachbarn, dem Rest der Familie niemand gepeilt, dass deine Eltern dich isoliert haben???

(ich habe im Kontrast zu dir den Fehler gemacht, dass ich eben nicht so frühzeitig ausgezogen bin, sondern erst mit 24 1/2, was einfach verdammt spät ist). Ich habe dadurch viele Jahre verschenkt. An sich hätte ich bereits mit 20 ein besseres Leben haben können und eventuell hätten sich dadurch meine sozialen Probleme auch etwas gelöst. Seien wir doch mal ehrlich, wenn die meisten Studierenden außerhalb von den Eltern wohnen, ja? Bei wem kommt das denn besonders toll an, wenn ein Student noch bei den Eltern die Beine unter dem Tisch ausstreckt? 🙄 Immerhin habe ich ja einige Male die Erfahrung gemacht, dass das an der Uni manche direkt zu mir gesagt haben, dass sie das kaum nachvollziehen können, wie jemand mit Mitte 20 noch daheime wohnen kann. Vor allem wenn derjenige sonst selbstständig ist. (ich finanziere mir ja mein Studium ansonsten halt die ganzen Jahre schon selbst).
Natürlich ist das eine scharfe Kritik, d.h. da greift jemand in das individuelle Lebenskonzept einer anderen Person ein; aber ich frage mich vom jetzigen Standpunkt aus, ob das nicht berechtigte Kritik war?

Also was ich nur jedem empfehlen kann ist, den Kontakt zur Familie, wenn diese wirklich so "strange" ist, drastisch zu reduzieren. Abbrechen muss man den Kontakt ja nicht ganz, aber man sollte das eben auch irgendwann einsehen, dass das vergebene Liebesmüh' ist, da irgendwas ändern zu wollen, wenn man so machtgeile oder egoistische Eltern hat - wie es bei uns der Fall ist. Ja, hallo??? Das ist ja wohl sau egoistisch, wenn die Eltern die Kinder isolieren...

Andererseits muss man da noch mal mit einbeziehen, dass es manche Eltern einfach nicht besser wissen/können. Weil sie selbst so erzogen worden sind. 🙄🙄 Aber das heißt noch lange nicht, dass man das damit entschuldigen kann. Wie ich weiter oben schrieb: es gibt immer ein Leben nach der Vergangenheit, so verkorkst sie auch sein mag. Und so etwas steht auch immer wieder in Psychologie Heute.

Stört dich denn diese Isolation AKTIV?
Hast du auf der Arbeit niemanden?
Wie sieht es mit anderen Familienmitgliedern aus?
 
Ach so, was ich noch vergessen hatte:

vielleicht würde es Sinn machen, wenn du dir zusätzlich professionelle Hilfe suchst? (ich spiele auch mit dem Gedanken, eine Therapie zu machen - nach meinem Auslandsaufenthalt quasi). 🙂 Es ist, denke ich, schon wichtig, deine Vergangenheit professionell aufzuarbeiten.
Das muss man ja nicht immer in Erwägung ziehen, weil man totalen Leidensdruck hat (wobei ich bei dir nicht genau weiß, inwieweit du diesen verspürst), sondern man kann es ja auch einfach mal so machen. Ich denke aber, dass es gerade bei uns, die wir ja einiges mitmachen durften Dank unserer Eltern, nicht verkehrt ist, das mal professionell abklären zu lassen.

Wegen Rücken geht man ja zum Beispiel auch zum Arzt. Heutzutage ist es ja auch nicht mehr verpönt, zum Seelenklempner zu gehen. In den USA macht das jeder zweite Bürger.
 
hallo Dr.Island
🙂
also das mit der Russin werde ich auch lassen die ist irgendwie seltsam hat letzdens geschrieben
das sie mit nachhause zu mir will und direkt am ersten abend bei mir übernachten will
ich glaub da wache ich am nächsten morgen auf und hab ne halb leergeräumte wohnung vor mir

da bin ich ja froh das ich nicht der einzigste bin dem es so ergangen ist mit der familie:=)
nun zu meinen hauptproblem also ich hab mir jetzt vorgenommen jedentag für ein paar minuten
vor die tür zu gehen und dann nach und nach immer länger und öfters rauszugehen einfach klein anzufangen
zu meinen eltern habe ich noch kontakt meine mutter hat mittlerweile
sogar einsicht gezeigt und gesagt das es falsch von ihr wahr mich so zuhause zuhalten
weil ich letzdens ein langes gespräch mit ihr hatte und sie will versuchen mir dabei zu helfen
vor die tür zu kommen sicher diese einsicht ist ein wenig sehr spät gekommen
aber irgendwie bin ich schon froh das sie kam

bei mir war es auch so mit den verwandten die haben einfach nur zugeschaut nur bei mir haben sogar
die nachbarn weggeschaut als ich 18 wurde bin ich dann abgehauen und mietete mir eine wohnung
seitdem lebe ich alleine

meine mutter erklärte mir das sie auch so lebte deswegen habe sie es bei mir nicht anders gemacht
weil sie es nur so kannte aber eine entschuldigung ist das natürlich nicht

bei mir war es auch wie bei dir als ich gemobbt worden bin in der schule wurde
mir auch nicht geholfen

also diese isolation stört mich sehr da ich mich unwohl fühle wenn ich auf die strasse gehe
und das möchte ich gern ändern
ich möchte gern so leben wie manch anderer freunde finden in die disco mal gehen und und und ...

naja arbeiten tuhe ich nachts als zeitungsbote da einen arbeitskollegen zu finden
mit dem man mal weggehen kann ist schwer da es zum großteil nur alte menschen sind
ich habe zwar nichts gegen alte menschen aber die haben ja nicht die selben interessen wie wir jungen leute

und andere familienmitglieder sieht schlecht aus meine beiden tanten leben ziemlich weit weg von mir
und der onkel der hier lebte in meiner gegend ist vor nen jahr verstorben
also hab ich da auch keinen

also mit einer therapie ich weiß nicht ich hab schon sehr viel leidensdruck und möchte nicht grad
vor einer fremden person in tränen ausbrechen
aber eine überlegung ist es schon wert
 
Ich habe deinen Beitrag gerade entdeckt. 🙂 Ich fühle mit dir.

Aber das ist doch wirklich positiv zu bewerten, dass deine Mutter es im Kontrast zu meinen Eltern wenigstens eingesehen hat. 🙂

Wir sollten trotzdem beide lernen, uns von unseren Familien abzugrenzen. Notfalls eben mit Therapie.

Was kannst du denn sonst so? Vielleicht wäre ein Verein etwas für dich?

Ja, es ist wirklich krass, wenn von außen absolut niemand eingreift.
Gemobbt worden bist du also auch? *tröst*
 

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