Hallo quasimodo,
hab jetzt erst deinen "Schrei" und was daraus geworden ist, gelesen. Einige hier haben wirklich ein tolles Talent...ich meine, die Späße!
Ich bezeichne mich auch als gläubigen Menschen, gehe auch regelmäßig in die Kirche, allerdings nicht mehr so verbissen wie früher. Ich erinnere mich der Zeiten als junge Mutter, gerade verheiratet, Abschied von meiner Heimat Hamburg, Umzug in ein fremdes Dorf und in das Haus des Schwiegervaters (Schwiegermutter war gestorben), Haushalt und großen Garten versorgen, selbst früh krank geworden,usw. Ich hatte gelernt, das sog.Sonntagsgebot einzuhalten, also habe ich mich oft Samstagsabend in die Kirche gequält.
Viel ist geschehen und ich habe feststellen müssen, dass nur Gottvertrauen mir nicht weiter geholfen hat.Ich selbst musste lernen, aktiv zu werden. Verstehe das nicht falsch, ich halte beten immer noch für eine Kraftquelle, aber viel wichtiger sind für mich Menschen geworden, Menschen zum Anlehnen und Ausheulen.
Ich brauche ein Gegenüber.Gehst du raus? Hast du Freunde?Ich meine, echte Freunde, die alles stehen und liegen lassen können und Zeit für dich haben? Sie kommen allerdings nicht vom Himmel gefallen, den ersten Schritt musst du selbst tun und dazu gehört wieder viel Mut. Ich habe erfahren, dass man viel bekommt, wenn man sich öffnen kann, aber auch wiederum viel geben kann, denn dann fängt auch dein Gegenüber an, sich zu öffnen. Wem man sich anvertrauen kann, findet man schnell heraus, denn klar, ich breite nicht jedem meine Seele aus.Ich denke, du bist sehr sensibel und wirst das richtige Gespür haben.
Ich wünsche dir alles Liebe, Kraft und Mut, neue Wege zu probieren!
Kriemhild