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Introvertiert/Schüchtern Arbeitswelt

G

Gast

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Hallo zusammen,

fast mein Leben lang leide ich schon unter meiner Introvertiertheit und Schüchternheit. Es ist einfach anstrengend und zehrt tag für tag an meinen Nerven. Früher in der Schule hatte ich noch keine so großen Probleme damit. Da hatte ich meine Clique und machte mir keine Gedanken darüber, wie ich mich benehme, was ich wie sage usw. Sogar Freundinnen hatte ich. Das ist allerdings Jahre her und von all den früheren Bekanntschaften ist keine geblieben.

Nun stehe ich kurz davor eine Ausbildung anzutreten und frage mich, ob ich diese überhaupt in meinem Zustand packe.
Nachdem ich vorhin bei meiner Ausbildungsstelle anrief um mich über die Probearbeit nochmal zu informieren und mich im laufe des Gesprächs mal wieder verhaspelte, reichte es mir. Nun lasse ich hier meinen Frust ab.

Ich habe keinen Bock mehr auf derartige Situationen wie vorhin am Telefon. Keine Lust mehr ständig darüber zu grübeln, wie ich auf meinen Gesprächspartner wirke. Ich will das einfach alles nimmer.

Ich will nur noch Ruhe, Ruhe und nochmal Ruhe. Aber auch Ruhe kostet Geld. Und eher erhänge ich mich, bevor ich Harz4 beantrage. Es ist ein Teufelskreis der für mich jeden Tag anstrengend macht.

Hat hier jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen machen müssen? Wie kommt man aus diesem Sumpf raus?

Freue mich über Antworten
 

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Invvo88

Aktives Mitglied
Hi,

auch wenn du das sicherlich nicht gerne hörst - aber mit reiner Schüchternheit bzw. einem introvertierten Wesen hat das, was du hier beschreibst wenig gemein. Es liefert dir nur eine Ausrede nichts zu tun.

Um das direkt zu machen - weil ich es selbst kenne - das sind Zeichen von Angst! Vor Ablehnung oder was auch immer. Gerne auch zu finden bei der sozialen Phobie bzw. Anfängen davon.

Mal zur Unterscheidung:
Jemand, der nur introvertiert ist - der achtet auf das, was um ihn/sie herum geschieht - ja - aber nicht aus Angst etwas falsch oder unrichtig zu machen.

Jemand, der nur schüchtern ist - der hat gewisse Hemmnisse gegenüber Fremden beim Initiieren des Kontakts - und nicht während er/sie bereits in der Situation drin ist.

Als ersten Schritt kann ich dir nur empfehlen: Ruh dich nicht auf deiner "Wesenseinschätzung" aus - denn das sind vll Charakterzüge die du an dir hast (oder auch nicht - das kannst du aktuell gar nicht wissen) - denn es ist wichtig zu verstehen, dass du Angst hast. Angst, gegen die man etwas tun könnte.

Was das für dich ist? Das musst du selbst entscheiden. Wenn du es selbst nicht als besonders schlimm empfindest - dann kann man da sicherlich selbst dran arbeiten. Wenn du das nicht kannst - dann hast du jeder Zeit die Möglichkeit dir hier professionelle Hilfe (einen Psychologen) zu suchen, die dir hilft. (Und dabei ist nichts schlimmes - denn im Endeffekt geht's dir scheiße - und wie bei 'nem ordentlichen Virus - kann der Gang zum richtigen Arzt nicht schaden)

Wichtig ist jedenfalls, dass du dich nicht den Kopf in den Sand steckst - dann ist nämlich das bisschen Sozialkompetenz, das noch übrig ist auch bald futsch und macht dir dein Einstieg noch schwerer. Und das man sich nicht ewig verstecken kann - das weißt du ja selbst ;-)

LG
 

RausDamit

Mitglied
Hallo!

Ich kenne das. Man befindet sich, sind Leute um einen, oder denkt man auch nur an solche Situationen, in einem Dauerzustand der Anspannung. Genau wie du schreibst, zehrt das an einem. Und irgendwann kann man nicht mehr. Die Realität entspricht, und das ist die Magie, das ist das Rätsel, dem Innern.

Du weißt, was du willst. Du weißt, was dir entspricht. Du weißt, was du brauchst. Du weißt, nach was es dich verlangt:

Ich will nur noch Ruhe, Ruhe und nochmal Ruhe.
Genau das ist für mich das Wichtigste: Ruhe.
Ich widerspreche Invvo88: Versteck' dich ruhig, steck' den Kopf in den Sand, wenn es deinem Innern entspricht. Mach', was du willst, und nimm' dir, was du brauchst.
Vielleicht kommst du zu dir, vielleicht wird es dann immer weniger wichtig, was irgend jemand denkt und wie du wirkst.

Wie du das finanziell hinbekommst, weiß ich nicht. Ich habe das Glück, zwei Jobs gefunden zu haben, die mir nicht allzu viel Arbeitszeit abverlangen und viel Freizeit übriglassen, die ich brauche, um mir nachzugehen.

Alles Gute!
 

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