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Interessantes Angebot vom AA - was denkt ihr?

Kanja_Ewe

Aktives Mitglied
Ich habe heute ein interessantes Angebot vom AA bekommen, von der Sache her ist es super - wenn es sich nicht um eine Arbeitsstelle in unserem Familiebetrieb handeln würde. Ich würde gern wissen was ihr in dem Falle tun würdet.

Ich bin derzeit auf einer 165 € - Basis bei meinen Schwiegereltern angestellt. Das Geschäft ist jetzt in der zweiten Generation und wirft schon immer nur so viel Umsatz ab das zwei Personen davon leben können. In die Firma habe ich einen sehr guten Einblick, so das ich da jederzeit aushelfen kann ohne im Weg zu stehen und somit eine Arbeitsentlastung bringe. Ich sehe auch das wir eigentlich eine dritte Arbeitskraft gebrauchen könnten, sie ist allerdings nicht bezahlbar.

Nun habe ich heute bei einem Gespräch bei meiner Betreuerin erfahren das sie eine Förderung eines Arbeitsplatzes in der Firma sofort zustimmen würde. Ich bin ein Rehafall und deshalb gibt es für mich sehr gute Förderprogramme. Sprich, wir könnten mich mit Fördermitteln für ein Jahr einstellen. Genügend Arbeit für ein Jahr und länger wäre vorhanden, wir können uns aber den Lohn für eine dritte Person nicht leisten.

Nun stecken wir in einem Dilemma. Auf der einen Seite würden wir gern die Fördermittel annehmen und mich für ein Jahr einstellen. Auf der anderen Seite widerstrebt es uns Fördermittel anzunehmen obwohl wir wissen das wir sie, ohne das es für den Staat einen effektiven Nutzen hat, verbrauchen. Was würdet ihr tun?

Kanja
 
Hi Kanja,

auf jeden Fall würde ich dieses Angebot annehmen. Betrachte es doch mal so:

Nimmst du dieses Angebot nicht an, bist du eventuell auf andere staatliche Hilfen angewiesen. Nimmst du dieses Angebot jedoch an, ist sowohl dir, als auch dem Familienbetrieb gedient. Außerdem kannst du in einem Jahr entweder dort weiterarbeiten und ihr schafft das ohne staatliche Förderung, oder du kannst in einem Jahr eine einjährige Berufstätigkeit nachweisen, die dir die Türen bei einem anderen Arbeitgeber öffnet.

Außerdem ist es ja wohl so, dass du auch bei einem anderen Arbeitgeber über diese staatlichen Hilfen finanziert werden würdest. Nur streicht die halt dann jemand ein, der keine Hemmungen hat, Geld vom Staat zu nehmen.

Es gibt immer noch genügend Menschen, die Kohle vom Staat kassieren und gar nicht arbeiten wollen. Also schmeißt euere Bedenken über den Haufen und nehmt das Angebot an.

Alles Gute
Sisandra
 
hallo kanja,

das angebot annehmen. unbedingt.
wenn meine steuergelder, die ich zahle, genau dafür benutzt würden, ich würde mich freuen.

lg lydia
 
Tja dann will ich doch einfach auch mal meinen Senf dazu abgeben. ;-)
Ich finde, dass nichts dagegen spricht. Meine Begründung ist, dass keine Verschwendungssucht, sachlich falsche Inanspruchnahme oder Ähnliches vorliegen. Insbesondere ist es doch normal staatliche Mittel zu beantragen, wenn dadurch bei Euch Arbeitsplätze - nicht nur der Eure! - gesichert werden. Ja, ich habe Arbeitsplatzsicherung geschrieben, so sehe ich das nämlich. Ihr seid nichts weniger als Holzmann und die haben das Geld einfach "versenkt"... bei euch hätte es doch durchaus Sinn!

So, ich meine genug geschrieben zu haben, ihr wisst ja, wie ihr mich erreichen könnt. ;-)

Max

EDIT: Rechtschreibung ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo kanja,

schon alleine, daß Du diese Überlegungen anstellst, zeigt doch, daß du den Staat nicht abzocken möchtest.

Also mache es mit gutem Gewissen 🙂

Gruß Hajooo
 
Auch ich würde die Fördermittel annehmen, denn sie sichern ja wirklich Deinen
Arbeitsplatz. Nur weiß ich nicht, ob da eventuell eine sogenannte Nachbeschäftigungspflicht vorhanden ist. D. H. Deine Schwiegereltern müßten Dich für einen befristeten Zeitraum nach der Förderzeit zum gleichen Lohn und
gleichen Sozialabgaben weiterbeschäftigen. Außerdem müßte vorher genau ausgerechnet werden, wenn es sich nicht um eine 100%Prozentförderung handelt wie hoch wird die tatsächliche Belastung für Deine Schwiegereltern.
Denn denen ist auch nicht gedient, wenn sie nun monatlich mehr als die derzeit ca. 220.- brutto zahlen müßten. Frag doch mal den Stb.

Caro
 
Ich habe mich mittlerweile ein bisschen im Netz umgesehen. Leider fand ich nichts Treffendes dazu ob wir mich danach vollbeschäftigen müssen. Wenn jmd von euch irgendetwas darüber findet wäre ich dankbar wenn er/sie mir die Links posten würde.

In dem Punkt "Arbeitsplatzsicherung" habt ihr schon Recht. Genaugenommen wäre es das. Es gibt einige Dinge die man im Geschäft optimieren könnte wenn ich da legal länger arbeiten dürfte als bisher könnte ich diese Dinge angehen ohne das wir in Zeitprobleme kommen. Zur Zeit bin ich ALG II Empfängerin und wir zahlen mir, damit wir nicht in Berechnungsprobleme kommen (alles über 100 € wird bei ALG II zu 20% angerechnet), ein Gehalt von 100 € aus. Ins ALG II bin ich direkt nach meiner Umschulung gefallen.

Ich habe gestern neben dieser Zusage der Förderung auch noch eine Adresse von einem Vermittlungsbüro für Schwerbehinderte bekommen. Ich werde mich da mal am Montag melden und schauen was dieser Vermittler so sagt. Er müsste sich ja mit den Förderungen weit besser auskennen als ein Steuerbüro (auf den Gedanken mit dem Steuerbüro bin ich aber auch schon gekommen). Was mit die Betreuerin so über den Mann erzählte und was ich bisher im Netz über ihn fand, klingt äußerst gut, er scheint in seinem Beruf aufzugehen.

Nun ja, es ist zwar ein bisschen eigenartig einen Vermittler für Schwerbehinderte in meinen Fall zu betreuen, aber wenn meine Reha-Betreuerin meint dass das angemessen ist, ist es doch ein Versuch wert, oder?
Offiziell bin ich ja nur im Rehaprogramm weil ich durch Heuschnupfen in meinem alten Beruf Floristin (den ich hasse!) berufsunfähig bin. Meine Umschulung zur Bürokauffrau durfte ich auch nur aus diesen Grund machen. Das in dieser Zeit ausgerechnet in meiner Familie ein solcher Streß auftritt und ich deswegen wieder in die alten Muster von Versagungsangst und Prüfungsstreß falle hätte ich ja nicht ahnen können. Mein IHK-Abschluß sieht aus diesem Grund auch weit schlechter aus als ich ihn hätte machen können (ich komme nur auf eine Gesamtpunktzahl von 74,9 was in etwa eine mittelmäßige Drei ist). Nun ja. ...

Kanja
 

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