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Innere Leere

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JF2018

Mitglied
Ich bin mittlerweile 15 einhalb/M und mir geht es seit so ziemlich genau zwei Jahren nicht so gut.

Habe zwar Essen und ein Dach überm Kopf, aber ich denke ich spreche für die Meisten, wenn ich sage, dass das nicht ausreicht, um halbwegs glücklich zu sein. So traurig wie ist, es ist leider so.

Die genauen Umstände zu erklären, wäre zu viel. Ich kann das alles nicht in so einen Beitrag zusammenfassen.

Ich hatte eine sehr depressive Phase in meinem Leben. Diese zog sich über knapp eineinhalb Jahre. Obs wirklich Depressionen sind, kann ich natürlich nicht sagen, aber was ich sagen kann, ist, dass ich seht pessimistisch. Dazu komm ich aber gleich.

Diese Phase war geprägt von Selbsthass, schlaflosen Nächten und Hoffnungslosigkeit. Ich hab diese Zeit auch nur sehr verschwommen in Erinnerung. Ich weiß nicht was all die Monate mit mir war. Geschweige denn wie ich diese überlebt habe. Ich habe zu dieser Zeit sehr viel über Suizid nachgedacht. Für mich, keine Option, aber der Gedanke daran einfach frei von allen Gefühlen und Emotionen zu sein, war sehr verlockend. Mir laufen Trännen über die Augen, wenn ich wie jetzt darüber nachdenke.

Mir gings irgendwann durch Sport so viel besser. Ich war wieder glücklich. Grundlos. Dann kam aber eine Verletzung und jetzt bin deit 7 Monaten lahm gelegt.

Es ist viel passiert, Gedanken, die mich nicht loslassen. Ich fühle mich einfach abgeschnürrt von alles und jedem, wenn ich sehe wie unbesorgt andere Leben, währen ich mich in Gedanken verliere. Mir schießt so viel durch den Kopf und jeden Tag so zu tun, als wäre alles in Ordnung, kostet mich so unfassbar viel Kraft. Ich bin 24/7 müde und erschöpft.

Ich habe außerdem eine oft sehr schlimme Kindheit gehabt. Gewalt war Gewohnheit. Ich weiß noch als mein Kleiner Bruder Kakao verschüttet hat, mein Vater ins Zimmer kam und ihm während er ihn aufwischt in den Bauch tritt. Mein Bruder winselt und kriegt keine Luft.

Oder wie mein Vater meinen großen Bruder festhält, mit dem Knie in den Bauch tritt. Immer und immer wieder. Er entschuldigt sich und ich am keuchen, aber mein Vater macht weiter. Meine Mutter daneben am weinen und mein Vater schickt mich raus. Ich hatte so unfassbare Angst. Als sich alles beruhigt hatte, lag im Wohnzimmer das ganze Essen samt Besteck und Geschirr verteil und mein großer Bruder hatte durch rin Feuerzeug eine Brandwunde unterm Auge.

Ich könnte noch von so vielen Situationen erzählen. Eine schlimmer für mich als die andere.

Heute ist mein Vater ein anderer Mensch, aber wenn er mal lautstark wird, wie neulich, bekomme ich Herzrasen, ich fühle mich hilflos und mir bleibt die Luft weg. Instinktiv.

All diese Sachen und soooo viel mehr muss ich mit mir tragen und mir kommt es so vor, als würde ich immer mehr nach geben unter der Last dieser Sachen.

Ich habe noch nie mit jemandem darüber gesprochen und ich weiß nicht wie ich durchs Leben kommen soll.

Sollte ich wirklich mal zum Arzt? Ich weiß es nicht.

Danke für jede Antwort....
 

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KleineLu

Mitglied
hey,
es ist auf jeden Fall schon mal der richtige schritt, einfach drüber zu sprechen - oder schreiben. Ich weiß nicht, wo du wohnst, aber du kannst jederzeit bei ProFamilia vorbeigehen oder auch beim skf (Sozialdienst katholischer Frauen), man muss auch nicht katholisch sein oder an Gott glauben ;) Die helfen dir. Hilfe anzunehmen kann schwer sein, ich weiß das. Auch einer ganz realen Person von seinen sorgen zu erzählen ist schwer, aber es nimmt einem so viel Last von den schultern.

Ich hatte auch keine
schöne Kindheit. Als ich so alt war wie du hatte ich auch Selbstmordgedanken, konnte nicht richtig schlafen und wenn, hatte ich immer denselben Albtraum. Mir fehlt bis heute der innere Antrieb, der für die meisten Menschen wohl ganz normal ist. Ich wünschte, ich hätte mein Problem so früh wie du erkannt.

Ich wün
sche dir alles Gute.
Liebe Grüße Lu
 

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