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innere Leere, kein Empfinden, keine Lebensfreude mehr...

L

Lustloser

Gast
Hallo!

Ich weiß nicht, ob mir wer von Euch helfen kann, ich hoffe es... aber wenn nicht, dann tut es vllt. gut, alles einmal runter zu schreiben... (sind eigentlich auch echte Psychotherapeuten oder Psychologen hier?)

Ich bin inzwischen 27 Jahre alt, habe noch nichts wirklich im Leben auf die Kette gekriegt und verspüre inzwischen eine totale Lebensunlust..
Angefangen hat das ganze vor knapp 3 Monaten. Na ja, da wurde es zumindest richtig stark. Meine Freundin hat mit mir schluss gemacht (diese war erst die dritte in meinem Leben und in den letzten 10 Jahren und keine meiner "Beziehungen", wenn man das so nennen kann, hat länger als 1-1,5 Monate gehalten). Wir waren nur 1,5 Monate zusammen, vom 05.07. bis zum 18.08. ... ansich keine lange Zeit und schon gar nicht genug, um derat Trübsal zu blasen. Sagt zumindest der "Normalo" ... aber ich kann mir nicht helfen, seit diesem Zeitpunkt sehe ich für alles nur noch schwarz, funktioniere einfach, habe aber an nichts mehr Spaß und empfinde weder Stolz noch Freude, noch sonst irgendwas... Schmerz würde ich vllt. empfinden.

Habe nach einer nicht grade bilderbuchhaften Schulkarriere mit 25 mein Fachabi auf dem 2. Bildungsweg nachgemacht und als ungelernter in einem Computerladen gearbeitet. Dafür musste ich in eine andere Stadt ziehen, wo ich es in fast 2 Jahren nicht geschafft habe, jemanden kennen zu lernen. Verdient habe ich da auch nur Pfennige, obwohl ich mir dort täglich den Hintern aufgerissen habe... Den Job habe ich Ende August verloren. Und nun habe ich Bewerbungen um Ausbildungsplätze geschrieben (d. h. meine Schwester hat 90% von denen geschrieben, da ich mich nicht aufraffen konnte) und wurde auch zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen (Grund zur Freude Nr. 1). Jetzt arbeite ich 2 Wochen auf Probe im Bereich des Automobilverkaufs (Grund zur Freude Nr. 2) ... alles Gründe, sich zu freuen, als Etappensiege zu verbuchen. Aber ich empfinde keine Freude. Ich nehme es so hin.

Meine Gedanken kreisen nach wir vor um die Ex, die mir inzwischen auch die Freundschaft gekündigt hat. Ich war etwa 3 Wochen, nachdem sie Schluss gemacht hat, bei ihr. Sie war krank und ich bin die 120km zu ihr gefahren und habe ihr Medikamente gebracht. War insgesamt eine Woche bei ihr, bis zum 09. September. In der Zeit hatten wir noch 3 oder 4 mal Sex miteinander. Weiß bis heute nicht, warum. Hat sich so ergeben. Ich dachte schon wieder "Juhuu, es ist alles wieder in Butter!" ... um gleich darauf wieder enttäuscht zu werden, dass sie es aus Spaß an der Sache macht und wir definitv NICHT wieder zusammen sind.
Hinzu kommt noch 1 Punkt: Auch, wenn wir nur 1,5 Monate zusammen waren, ist daraus etwas entstanden, was 40 Wochen zum reifen braucht (ihr versteht schon). Da ich immer ein Fan des klassischen Familienbildes war, wollte ich natürlich zumindest Freundschaft, ein gutes Verhältnis zu ihr, damit ich viel und oft für das Kind da sein kann. Ein Kind braucht auch seinen Papa, nicht nur die Mama. Aber ich war zu übereifrig, habe, weil es ihr so schlecht ging und ihr auch immer übel war und so, ihr Zimmer ein bisschen aufgeräumt, um sie zu entlasten und ihr eine Freude zu machen. Daraufhin wurde sie sehr böse, wir haben uns gestritten und seitdem kein Wort mehr miteinander geredet. Das war am 09. September. Sie hat mich auch aus allen möglichen Kontakt- und Freundeslisten rausgeschmissen und so durchleuchten lassen, dass sie nichts mehr mit mir zu tun haben will... aber sie fehlt mir so... nicht unbedingt als meine Freundin, das wäre natürlich das Optimum, aber als meine platonische Freundin. Ihre Art, ihr Humor, ihr Lachen, ihre Art zu leben... alles fehlt mir.

Die Zeit vom 05.07. bis zum 18.08. war die beste meines Lebens. Davor (ab dem Jahr 2000 sag ich mal) und danach war alles zum kotzen... Selbstmordgedanken habe ich so gesehen keine... aber auch keine Lust mehr zum Leben... es ist son Zwischending, eine Todessehnsucht, wenn man so will.

Okay, ist länger geworden, als ich dachte. Ich weiß nicht, ob ich es wem zumuten kann, sich bis hierhin durchzubeissen, aber ich schicke den Text getz einfach mal so ab und hoffe das beste.
 
*push*

will denn gar keiner zumindest versuchen, sich mit mir/meinen Sorgen zu befassen? 🙁

zuerst mal hallo...ich denke,dass es vielen menschen so ergeht wie dir...ich habe auch meine lebensfreude verloren,hab auf nichts mehr lust..am liebsten würde ich mich nur noch zu hause verkriechen und nicht mehr rausgehen...wenn ich zurückblicke,war ich früher genau das gegenteil,vielleicht auch ein bißchen oberflächlich aber ich kam mit all meinen problemen sehr gut zurecht..bis vor einem jahr!im gegensatz zu dir habe ich aber auch sehr vieles(negatives)in meinem leben mitmachen dürfen und jetzt kommt glaub ich langsam alles raus..leider kann ich dir keinen ratschlag geben..aber das,was du geschrieben hast,hat mich sehr bewegt,deswegen wollte ich dir totz all dem mut machen...ich versuche es zumindest so,damit es bei mir nicht schlimmer wird:es gibt menschen,denen geht es schlimmer wie mir oder die vielleicht unheilbar krank sind..solche gedanken helfen mir dann ein bißchen🙂...
 

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