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Informatikstudentin, Model, trotzdem ungeliebt?

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Ich finde man kann hier im Grunde keinen richtigen Ratschlag geben. Du hast in der Vergangenheit viele Liebesbekundungen erhalten, weshalb man annehmen kann, dass du durchaus die Fähigkeit besitzt Männer für dich zu begeistern. Warum nun gerade die Männer kein Interesse an dir haben, in die du dich verliebst, lässt sich sehr schwer sagen. Mit diesem Problem bist du jedenfalls nicht allein, das geht vielen Menschen so.
 
Dieser unattraktive Mann sieht dich (als attraktive Frau) und denkt sich, was will die von mir? Mit so jemanden will ich nicht zusammen sein. Die kann doch jeden haben, ist viel intelligenter als ich… Nein, das tue ich mir nicht an. Ich wäre dauernd eifersüchtig.

das glaube ich nicht. Ich habe inzwixhen eine bekannte. Die habe ich mal in der Disko angemacht. Aber war so halb vergeben bzw. gerade erst getrennt hin und her. es wurde ncihts drauß und hatte schnelol den nächsten. - Jedenfalls sie ist auch an der uni, mit Dr. abschluss etc. - Ihre intelligenz habe ich weder gespürt noch hat es mich interessiert. - Sie sah nicht besser aus als meine noch hin und her freundin und ich hatte mit der noch zuviele "offene Rechnungen". Warum ich sie nicht meiner ex vorgezogen habe war schlicht, das sie andree interessen hatte. Reisen, festivalls mittelalterkram, etc. und sie war zu sachlich. Ist meine ex auch, aber so gesehen auch keine steigerung für mich drin. eher probleme. Die Frau war eh fast auf dem sprung. wenig lustig oder meine werte wirklcih ansprechend. eher behandelte sie mich iwe irgendwem der nur sex will. was ich nachdem es mit ihrem Typen aus war, auch nciht versucht habe, bzw. will. Mir reicht freundschaft, aber auch da gibt sie wenig geistigen input der mich stimulieren würde. - An kinder und famliienplanung war da auch cnht zu denken, und meine ex, naja, da wußte ich enigstens was da auf mich zukam. die andere eher eine inbekannte variable, was mir angst macht, nach all meinen erfahrungen.

Außerdem habe ich mir doch Menschen gewünscht, die mich verstehen können. Grundverständnis setze ich voraus, wenn man helfen will. Hat jemand keine Erfahrung damit, gehen Ratschläge leider fast immer in die Hose.
Ist zumindest meine Feststellung bis hier her.


Was mir einfällt ist der Begriff Polarität (z.B. Ying/yang oder jede beliebige andere religion) und Markenbildung. Evtl. auch Essenz des Weiblichen.

Du sagst, es gibt schnell viele die dich ausgrenzen oder nciht mögen. Statistisch, gibt es dann aber auch genausoviele die dich mögen. Gaußsche verteilungskurve. Du wirst wahrscheinlich sehr klar dich vor anderen positionnieren und damit bist du nciht wischi waschi. und dann sortieren sich alle von alleine ein. Ist gut, weil nur die guten bleiben (gut = zu dir passend) und nciht gut, weil du das aushalten muss das es halt auch leute gibt die dich nciht mögen. (vllt auch nur aus neid oder um die klein zu machen, weil du sonst durchstartest und sie nicht)


wahrscheinlich bist du auch ehrlich, offen und direkt. Und das halt auch im negativen. das mögen viele nciht. Wer will schon die wahrheit. und viele wollen auch einfach nur mit ihrer Bewertung erreichen, das der/die bewertete indie spur kommt bzw. ins idealbild das man gerne hätte. (sich selbst natürlich ausgenommen ;-) )

Ich warte ja nur darauf das hier mal jemand richtig ab geht und wir voll durchanalysieren. Gegenseitig. Fang doch mal mit dem dilt-modell an. Kannst du zu jeder ebene bei dir was zu schreiben?


PS: Keine Ahnung ob du mir gefällst, aber wie wäre es mit Sex wenn du aus meienr Region bist? Finde intelligente Frauen (hoher IQ) die wissen was sie wollen (+ gutaussehend) toll. Kann man gegenseitig sich hochpushen.
 
Welche Ratschläge waren hier denn gebrauchenswert oder in irgendeiner Form umsetzbar?
Ich fand meinen Rat, sich an einen Mann heranzutasten und ihn nicht mit Gefühlen zu verschrecken, gar nicht so schlecht. Selbstverständlich ist das umsetzbar.

Wenn dir das zu krass ist, dann weiß ich tatsächlich nicht, wozu ich dir raten soll.

Außerdem habe ich mir doch Menschen gewünscht, die mich verstehen können.
Dass es schwer ist, dich zu verstehen, liegt daran, dass du nicht versuchst, auch andere zu verstehen. Ich meine, du interessierst dich zwar dafür, was mit dem frustfutternden Mann los ist, aber du interpretierst da etwas hinein, ohne seine eigenen Gedanken zu berücksichtigen. Gehe nicht davon aus, besser zu wissen, was andere Menschen angeblich denken und fühlen, das geht immer schief.
 
Sinnerfassend lesen sollte man aber als ITler auch können.
Es ging in meinem Schreiben an dich (auf das du ja sehr anspringst wie mir scheint) nicht darum, dich irgendwie zu diskreditieren sondern dir aufzuzeigen was du für eine Wirkung auf mich hast.
Da geht es nicht um abstempeln oder irgendwas zusammenreimen ...

Du wirst es kaum glauben aber aus dem Feedback kann man auch etwas mitnehmen ... vielleicht den Umstand, dass es dann doch mit dem einen oder anderen nicht klappen will. So weit vielleicht mal versucht zu denken?
Die Wirkung die du auf jemanden hast wird immer subjektiv von deinem Gegenüber sein. Das kann man für sich vielleicht insoweit mitnehmen, dass man versteht, warum man nicht "geliebt" wird.
Das kann man jetzt auch einfach mal so stehen lassen und versuchen anzunehmen, oder wie du, beleidigt herumdrucksen und zum "Gegenschlag" ausholen.

Noch dazu habe ich eindeutig geschrieben, dass es natürlich im realen Leben ganz anders sein kann und da ich dich nicht kenne, kann ich das nicht beurteilen.
Ich beurteile was ich hier lese und das wirkt auf mich eher nicht freundlich, lebensbejahend und locker, so dass man sagen könnte "Ja diese Frau interessiert mich ich möchte sie gerne näher kennen lernen" sondern eben wirklich nach "selbstverliebt und eingebildet ... nee danke".
Allein schon die Tatsache, dass du dir scheinbar nur die Meinungen raus pickst, die dir zum Gesicht stehen zeigen doch klar auf, dass es dir wohl weniger um vernünftigen Meinungsaustausch geht sondern eher um jemanden der dir, auf gut Deutsch, nach der Schnauze redet.
 
@psychicchic:
Mir ist noch aufgefallen, dass du Gefühle für jemanden entwickelt hast, der vom Aussehen eher normal/durchschnittlich ist. Kann es sein, dass du dich einfach nach Normalität sehnst? Möchtest du anderen gern zeigen, dass du eigentlich so sein möchtest wie die Allgemeinheit, aber von anderen als besonders wahrgenommen wird?

Ist nur so ein Gedanke... Ansonsten wüsste ich auch gerade nicht, was du vom Forum erwartest, außer uns dauernd mitzuteilen, dass die Gedanken der User aus deiner Sicht völlig absurd sind.

Dein Schreibstil wirkt auf mich ziemlich emotionslos und ich hätte auf Autismus getippt. Wenn du jedoch Expertenmeinungen suchst, dann solltest du dir professionellen Beistand suchen.
 
Was außer der Haarfarbe kommt dir so besonders vor?

(Nein, das liest sich kein Stück autistisch, sorry...)
 
Naja, was ist "normal" und wie ist die "Allgemeinheit" gestrickt?

Ja, es gibt sowas wie einen "Mainstream" und Leute, die da gern mitschwimmen. Ödet mich persönlich an. Ich steh auf Individualität und jeder ist nunmal ein Invidium. Menschen, die sich stehen und sich nicht für die "Masse" verbiegen möchten - Sowas mag ich. Und wenn dann jemand aus dieser "Masse" dadurch heraussticht. So what? Ist mir lieber als diese "Mit dem Strom-Schwimmer", das wird ja irgendwann langweilig, wenn einem mehr "Ideale", die man schon zu Hauf kennt, als tatsächliche "Individuen" begegnen. ^^
 
Ich kenne es, in der Kindheit und Jugend fies gemobbt zu werden. Wegen der Optik. Das scheint bei dir ja ähnlich gewesen zu sein. Bei mir selbst ist da definitiv was von "hängengeblieben". Ich stelle mein Aussehen sehr oft in Frage und habe immer noch Komplexe, obwohl ganz sachlich betrachtet dafür überhaupt kein Grund mehr besteht. Wenn man wegen seines Aussehens runtergemacht wird, dann fixiert man sich schnell darauf. Entweder durch Abwertung der eigenen Attraktivität oder durch ständige Rückversicherung dieser. Vielleicht ist das bei dir der Fall? Ich denke, du bist durchaus objektiv betrachtet hübsch (nicht nur subjektiv) und eigentlich besteht kein Grund, sich so über Gebühr damit zu beschäftigen. Versteh mich nicht falsch, ich finde es sehr gesund, wenn man sich schön findet und auch selbstbewußt damit umgeht - ich weiß aber nicht so genau, ob du dir dessen wirklich sicher bist. Es wirkt etwas sehr gepusht irgendwie.

Du hast in der Jugend die Erfahrung gemacht, unbeliebt zu sein, weil du ein unattraktiver Streber warst. Jetzt bist du eine hübsche Studentin und der Logik zufolge müsste man dich doch jetzt lieben? So erkläre ich mir die Annahme, die unbewusst in deinem Titel steckt. Ich will jetzt nicht von mir auf dich schließen, aber ich erzähle dir einfach mal was und du erkennst dich vielleicht ein bisschen wieder?

Ich war ein sehr "häßliches" Kind und auch ein solcher Teenie, so bis zum 15. Lebensjahr. Mit 10 bekam ich eine Brille und Zahnspange, ich hatte sehr volle Lippen und blaue Kulleraugen. Ich war also das Fischmaul, das Vierauge. Dazu kam ich schon früh in die Pubertät mit Pickeln und Brüsten. Außerdem war ich extrem gut in der Schule. War ne verdammt harte Zeit für mich. Ich war wirklich totenunglücklich. Gerade wegen des Aussehens gemobbt zu werden fühlte sich so unglaublich ungerecht an - denn unser Aussehen ist etwas, auf das wir nur begrenzt Einfluss haben. Und das wird quasi als "Waffe" gegen die eigene Person gerichtet. Das macht so hilflos und fühlt sich endgültig an. So war es zumindest bei mir. Ich habe mir fast mein ganzes Leben gewünscht, schön zu sein, denn ich dachte, das Leben sei dann einfacher.

Heute, als Erwachsene, gelte ich sogar als durchaus gutaussehend. Ich habe einen Job, der sehr repräsentativ ist und da ist die Optik durchaus wichtig. Ich bin sehr eloquent und charmant. Ich studiere Psychologie. Ich bekomme viel positive Rückmeldung auf der optischen, intellektuellen und persönlichen Ebene.

Ich habe zwar nicht das Problem mit Liebesbeziehungen, aber ich habe feststellen können, dass das Leben trotzdem nicht so rosig verläuft, wenn man dann "schön" ist. Obwohl ich das irgendwie in meiner Verzweiflung damals immer erwartet habe.

Vielleicht ist das bei dir ähnlich? Du bist plötzlich all das, was so begehrt ist und das ganz große Kino bleibt trotzdem aus? Denn es liest sich durchaus so wie "ich bin schön und klug, warum ist da nicht jeder froh, mich lieben zu dürfen"? Denn du selbst scheinst auf optische Perfektion bei einem Partner ja nicht unbedingt Wert zu legen. Was braucht denn ein Mann, damit du ihn liebst? Und warum braucht er nicht "schön" zu sein? Weil du selbst weißt, wie ungerecht es ist, jemanden daran zu messen oder - wirklich ganz wertfrei gefragt - du die "Schöne" bleiben magst, jetzt, wo du sie bist? Und lässt du denn zu, dass man dich eben nicht deswegen lieben darf? Was zeigst du von dir neben dem schönen Schein?
 
Zuletzt bearbeitet:
Was außer der Haarfarbe kommt dir so besonders vor?

(Nein, das liest sich kein Stück autistisch, sorry...)

Ich meinte, dass sie sich scheinbar selber als besonders empfindet. Das hat aber nichts mit Äußerlichkeiten zu tun.
Es gibt verschiedene Arten von Autismus. Eine Form davon beinhaltet meines Halbwissens nach reduzierte Emotionalität.
Du siehst es anders? Ist total ok für mich.
 
Erstmal ausdrücklich ausgesprochenen Dank an Fantafine, merciless, ohne und juka.
Zu dem, was ihr geschrieben habt, komme ich noch. (Auf jede Zeile kann ich wie gesagt nicht eingehen, außer ich würde den ganzen Tag hier sitzen wollen.)

Wer glaubt, ich wäre mit diesem Kumpel nicht zu zweit ausgegangen, liegt daneben. Ich war mit ihm im Kino, essen, im Park spazieren etc... Als er zwischendurch keine Zeit mehr für mich hatte, habe ich ihn gefragt, ob er möchte, dass mein romantisches Interesse an ihm erlischt. (2 Monate lang nicht gesehen, kaum geschrieben) Danach haben wir uns noch 2 mal getroffen. Da ich "romantisches Interesse" explizit erwähnt habe, hätte ihm klar sein müssen, dass das Dates waren. Er hat sich ja auch wieder mit mir allein getroffen. Ich habe ihm sogar angeboten, dass wir einen anderen Freund mitnehmen könnten, sollte es ihm mit mir allein unangenehm sein. Wollte er nicht.
Es gab Situationen, in denen wir uns so lange in die Augen gesehen und erzählt haben, dass wir z.B. nicht bemerkt haben, dass uns die ganze Zeit ein Kellner versucht hat anzusprechen. Es gab Blicke aus nächster Nähe hin- und herwandernd zwischen Augen und Lippen, nicht weit entfernt vom Kuss. Das ist nicht nur einmal passiert.
Da ich mir trotzdem nicht absolut sicher war, ob ich die Situation richtig einschätze, habe ich ihm gesagt, dass ich ihn (eben wegen dieser Augenblicke) nicht mehr als reinen Freund sehen kann. ("paar Gefühle" für ihn habe) Plötzlich hieß es, dass da nichts war. Ich soll mir keine falschen Hoffnungen machen, da wird nie etwas sein.
Andere haben mich oft von sich aus gefragt, ob er mein Freund ist, es hat auf sie so gewirkt. Weil der räumliche Abstand zwischen uns generell sehr gering war, wenn wir erzählt haben. Die Körpersprache an sich eben.
Nur können die Leute auch nicht helfen, man kann niemanden drängen. Wer weiß, ob ich es mir doch eingebildet habe oder was er für Probleme hat. Paar Sachen aus seinem Leben hielt er vor mir verborgen, z.B. ob er allein, in einer WG oder sonstwie lebt. Andere wussten es auch nicht. Als Informatikstudent hat man ja seine Laptops oft dabei, da habe ich auf seinem Desktop (neben ihm sitzend) paar Dateinamen ersichtet, die den Namen seiner Mutter beinhalten. Außerdem hat seine Mutter einen eigenen Account auf seinem Laptop.
Ich vermute, dass ihm das peinlich ist. Er will womöglich nicht schlecht da stehen vor mir, keine Ahnung. Dabei ist mir egal, ob er bei seiner Mutter, unter der Brücke oder sonstwo wohnt. Habe ich ihm so gesagt, keine Reaktion.

Und wer denkt, ICH könnte autistisch sein, liegt so stark daneben, dass ich nicht mal Worte dafür finde. Ich habe wie gesagt im Rahmen meiner AD(H)S-Diagnostik viele Tests machen müssen, damit andere Diagnosen ausgeschlossen werden können. AD(H)S war die einzige Diagnose, die wie die Faust aufs Auge gepasst hat. Erst seit der Diagnose läuft mein Leben viel besser als früher. Weil ich erkannt habe, was mit mir los ist und wie ich damit umgehen kann.

Interessant, wie gespalten die Meinungen hier sind.. der eine vermutet bei mir das, der andere schließt es aus.. vielleicht ein gutes Indiz, dass man mich echt nicht gut einschätzen kann. Weniger als andere. In echt ist mir das auch mit einigen Leuten passiert.

Zu meiner Schulzeit (bezieht sich vor allem auf Fantafine):
Ja, ich habe sehr ähnliche Gedankengänge gehabt, auch wenn nicht alles auf mich zutrifft. Es war den anderen egal, was ich konnte, es war nichts wert, weil ich in deren Augen beschissen aussah. (Brille, Akne, komische Pferdepullover, Mittelscheitel ohne wirkliche Frisur usw.)
Und wenn ich mich jetzt noch intensiver zurückerinnere: Es gab ein Mädel in meiner Klasse, das so übel war, dass sie sogar von der Schule geflogen ist. Wenn man bedenkt, dass dem Lehrpersonal sonst alles am A**** vorbeiging, inklusive sich prügelnder Schüler, wird das schon etwas heißen. Da fielen Sätze wie "Die ist so hässlich, warum kommt die überhaupt noch zur Schule? Die sollte sich umbringen gehen.". Sie hat andere ins Boot geholt, die voll darauf eingestiegen sind. Wollte ich mit einem Mitschüler reden, der vorher normal zu mir war, hat er sich plötzlich weggedreht. Aus Angst, er könnte durch den Kontakt zu mir gelyncht werden. Fühlt sich nicht so geil an, wenn sich alle Leute von einem wegdrehen. Insbesondere die Leute, von denen man erwartet hätte, sie würden zu einem halten. Ich wurde vor der Schule abgefangen und beleidigt, rumgeschubst, Bein wurde mir andauernd gestellt, 2mal hat man mich von einer Treppe getreten (1mal habe ich mir dabei den Knöchel so stark verstaucht, dass ich 3 Tage nicht mehr gehen konnte), bei Vorträgen (auch beim Singen, Gedichte usw.) wurde ich standardmäßig ausgelacht (obwohl rückblickend nichts komisch war), während des Unterrichts mit irgendeiner ekligen S**** beworfen, auf dem Weg zum Bus haben sie mich verfolgt und nach Silvester auf dem Weg zur Schule jedes Jahr Böller nach mir geworfen. Das war mein normaler Alltag. Für mich hat sich jeder Morgen angefühlt, als würde ich allein in den Krieg ziehen. Und das als 12- bis 15-jährige. Das mit den Böllern war ein Grund, weswegen ein Lehrer mal eingegriffen hat. Der war strenger als andere, war deren Pech, dass er das mitbekommen hat. Im Unterricht haben sie sich bei ihm zurückgehalten.
Ich weiß noch, wie das losging. Ich war damals in der 7. Klasse, gerade erst 12 Jahre alt geworden, während diese eine Mitschülerin schon 14 Jahre alt war (Sitzenbleiberin). Ich war noch eher ein Kind, sie hingegen voll in der Pubertät. Vielleicht hat sie nicht ertragen, dass ein Kind so gute Noten bekommt, während sie gänzlich abkackt. Probleme zu Hause hatte sie evtl. auch, aber muss man deswegen versuchen anderen Leuten Körperteile wegzusprengen?
An den Sportunterricht will ich nicht mal mehr denken. Ich wusste ab irgendeinem Punkt nicht mal mehr, wie ich laufen soll, weil auf jeden kleinsten Fehler geachtet wurde. Es hieß "Haha, guck mal, wie die läuft!", ja, wie ein Mensch halt. Gehfehler oder irgendwelche Fehlstellungen hatte ich nicht, es war nichts auffällig. Dieses andauernde Beobachtetwerden und Kritisiertwerden hat erst dazu geführt, dass ich Perfektion in vielerlei Hinsicht angestrebt habe. Man hat jahrelang jeden kleinsten "Makel" gegen mich verwendet.
Ich konnte so gut wie niemandem etwas anvertrauen, ohne zu befürchten, dass es am nächsten Schultag gegen mich verwendet wird.

Schon blöd, dass ich damals wertlos für andere wahr, weil ich optisch nicht in deren Bild gepasst habe. Unter Mädchen ging es in dem Alter viel mehr um Äußerlichkeiten. Alles andere war wertlos für die. Da ich solche Situationen über Jahre ertragen habe, hat es sicherlich nachhaltig Wirkung hinterlassen. Meine Eltern konnten sich nicht vorstellen, dass das stimmt, was ich sage und haben mir nicht geglaubt. Es erschien ihnen viel zu absurd, um wahr zu sein. Sie dachten, ich erfinde Ausreden um nicht zugeben zu müssen, dass ich meine eigenen Schulsachen kaputt gemacht oder verloren habe. Wenn sie Lehrer gefragt haben, wussten die natürlich von nichts. Weil die entweder wirklich blind waren oder es denen egal war.
Deswegen blieb ich leider viel zu lange auf dieser Schule. Mir ist klar, dass ich gewissermaßen Pech hatte und es mir woanders nicht so ergangen wäre. Aber irgendwas verändert sich in einem, wenn man erlebt, dass andere einen "hassen", obwohl man immer nett zu ihnen war. Dass Leute (v.a. Lehrer) wegsehen oder einem nicht glauben. Es war zudem manchmal so, dass der Masse geglaubt wurde. Hat die Mehrheit der Klasse gesagt, sie hätten xy nicht mit mir gemacht, dann war das so. (Einmal haben sie mich z.B. im Schulklo eingesperrt, damit ich es nicht rechtzeitig schaffe zum Sportunterricht zu gehen. Mir wurde eiskalt eine 6 eingetragen, weil Mitschüler der Lehrerin erzählt haben, ich hätte geschwänzt. Sie hat es geglaubt.)
Mein Elternhaus war an sich gut, dementsprechend waren meine Umgangsformen. Höflich, nett, zuvorkommend. Die anderen haben sich benommen, als wären sie im Ghetto. Mit der Zeit haben sich meine Umgangsformen jedoch leider geändert.

Achja, das mit AD(H)S hat auch Einfluss gehabt auf meine Schulzeit. Da ich sehr verträumt war, habe ich öfter Witze in der Klasse verpasst oder generell komische Sachen geantwortet, wenn ich nicht zugehört habe. Andere fanden auch das seltsam, da ich ansonsten sehr gute Noten hatte. Dass ich nicht zugehört habe, habe ich versucht zu überspielen. Das hat oft einen richtig dämlichen Eindruck von mir hinterlassen. Bevor dieses eine Weib in der Klasse war, hat die Klasse mit mir über meine komischen Antworten gelacht. Als sie da war, haben sie stattdessen über mich gelacht. Aber sie war nicht die einzige, die so mit mir umging. Es gab immer wieder paar andere, die mich aus irgendwelchen Gründen beschissen fanden.

P.S.: Mir braucht keiner damit kommen, ich soll diese Erlebnisse aufarbeiten. Ich bin als Tutor tätig, präsentiere mich also Leuten und weiß sehr gut, wie ich solche Situationen vermeiden kann oder sogar den Spieß umdrehen könnte, wenn ich wollte. Damals hatte ich eben Pech mit der Schule. Die Schule, die ich ab 15 J. besucht habe, war komplett anders. Man war wieder so zu mir, wie ich es kannte, bevor ich diese S**** erlebt habe. Mitunter lag es daran, dass ich mit 15 Jahren endlich besser aussah.
Komplett vergessen oder ablegen sollte man solche Erfahrungen nicht, sonst steht man wieder dumm da, sollte so etwas nochmal passieren. Wenngleich in anderer Form.

Irgendein User hat "unbeliebt" statt "ungeliebt" gelesen.
Das Problem mit diesem Forum ist, dass man seine Titel so prägnant und treffend wie möglich wählen muss. Zu viele Zeichen oder zu nichtssagend, schon kriegt man überhaupt keine Antworten. Und lieber ein paar gute unter zig schlechten Antworten, als gar keine Antworten. Abfall habe ich genug gehört (gelesen) in meinem Leben, um zu wissen, dass ich ihn lieber in der Tonne lasse.
Also wenn es mir nicht passt, lese ich mir die Kacke nicht mal bis zum Ende durch. Und außerdem bin ich momentan nur hier, weil ich frei habe.

Zu juka: Ja, die Tatsache, dass ich nicht mal mehr weiß, wie oft man mir seine Gefühle gestanden hat, unterstreicht, dass es genügend Männer gibt, die Interesse haben. Bisher war leider keiner dabei, für den ich genauso empfinde.
Trotzdem schade, dass von den 3 Freunden, denen ich gebeichtet habe, keiner genauso für mich gefühlt hat.
 
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