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Influencer - Fluch des 21. Jahrhunderts ?!

Skyfall

Mitglied
Hallo,
ich wollte mich mal mit Euch austauschen welche Meinung ihr zu Influencer habt - ich persönlich betrachte sie als Fluch des 21. Jahrhundert. In den sozialen Medien wird man mit Beiträgen zugemüllt und ich frage mich was sie eigentlich wertvolles der Gesellschaft gegenüber beizutragen haben, außer ihre Egos auszubreiten ?

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Vor einigen Jahren fand ich bestimme Influencer interessant und spannend, habe damals aber gar nicht das ganze Konzept dahinter verstanden. Cool fand ich eine sympathische Frau (die ihr Geld angeblich Online durch Marketing verdient), die im Sommer permanent zum wandern in den Alpen oder anderen Gebirgen in Europa unterwegs war, im Winter hat sie dann über Skigebiete berichtet, so richtig Skifahren konnte sie nicht - aber der Content an sich war interessant. Irgendwann postete sie dann diverse Luxus-Hotels, wo sie nächtigen durfte. Dann wurde mir bewusst, das im Grunde alle ihrer Follower ihr Leben finanzieren - am Tag wandern oder Skifahren am Abend fein dinieren und Wellness machen ... .

Zuletzt fand ich eine junge Dame ganz interessant, die in Mundart und Dialekt "moderne" Lieder "umgemodelt" hatte und sehr humorvoll rübergebracht hat, dann kam raus das sie ihre Ausbildung als Pflegefachkraft geschmissen hat und gemerkt hat das als Creator auch einfacher Geld verdienen kann, mittlerweile springt sie in (in meinen Augen) nuttigen Outfits auf Festivals rum, scheinbar gefällt sowas der Mehrheit. ... Zum Glück bin ich ihr wieder entfolgt.

Über solche Profile stolpert man derzeit im Instagram, FB und Co zuhauf. Offenbar verdient man damit sogar richtig gutes Geld wenn man es drauf hat Leute um den Finger zu wickeln. Das schlimme ist, dass in der Gesellschaft solche Leute gehypt werden. Mittlerweile bekommt man als Influencer VIP-Tickets für große Sportevents, Konzerte oder darf da sogar Pokale überreichen, für den Otto Normalverbraucher oder Fan bleibt sowas unerreichbar.

Von der jungen Generation will eigentlich kaum noch jemand einen seriösen Job nachgehen, der Großteil träumt von einem Leben als Influencer, so hat man das Gefühl.

Wie seht ihr das und glaubt ihr das dieses Inluencer Genre wirklich eine langfristige Zukunft in den Sozialen Medien haben wird oder hat dieser Boom vielleicht doch bald ein Ende ?







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Ich sehe es auch so, dass sich niemand deren "Material" ansehen muss.

FÜr mich gibt es schon die einen oder anderen, deren Videos ich gerne auf Youtube sehe, dazu gehören Rechtsanwälte, oder bspw. Infos zu meiner Ernährung mit Haferflocken und Haferkleie. Oder beim Wal habe ich regelmässig einige Organisationen besucht.
Aber es gibt schon einige Personen mit Meinungen, da dreht sich mir der Magen um - aber mein Problem, wenn ich die anklicke und womöglich dort bleibe. Adios Amore...... und tschüss..... evtl. noch Influenzer geblockt, dass kein Zufall einen nochmal dorthin führt....
 
Wie seht ihr das und glaubt ihr das dieses Inluencer Genre wirklich eine langfristige Zukunft in den Sozialen Medien haben wird oder hat dieser Boom vielleicht doch bald ein Ende ?
Ich denke es wird sich verändern, daraus wird sich "danach" ein neuer Boom entwickeln.

Selbst bin ich in einer Zeit mit drei Fernsehprogrammen aufgewachsen.
Da waren Peter Alexander, Inge Meysel und Rudi Carell die "Influencer".
Später Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone und Jodie Foster.

Die waren damals in allen "Medien" Zeitschriften (Radio) TV zu sehen.
Bei EWG oder "Wetten daß" nahmen Stars platz auf der Couch und "erst" Montags wurde spekuliert, ob Sarah Conner wirklich einen Slip anhatte
***hä***

Schauspieler und Sportler waren in der Werbung zu sehen und verdienten damit "viel" Geld.
"Bin ich da schon drin" "11880 da werden Sie geholfen"
Ein Karl-Heinz Rummenigge wechselte 1984 für 10 Millionen DM zu Inter Mailand.

Das waren damals DIE Deals.

Mitte der 90er Hat sich dann das Internet Start verbreitet.
Etwas später haben sich die sozialen Medien entwickelt. Zunächst ging es hier um das finden alter Kontakte und deren Aufrechterhaltung über weite Strecken. Es wurden die Medien zur Selbstdarstellung verwendet. Dies erkannten Firmen uns gingen Kooperationen mit Bekannteren Menschen/Stars ein.

Die Globalisierung über/und das Internet hat dazu geführt das in diesem Zusammenhang diverse Stars sogar Milliardäre sind.

Dadurch dass die Medien Immer 24/7 präsent sind hat es den Anschein jeder Nachbar oder die die keinen Bock zum arbeiten haben, werden erfolgreich im Internet und verdienen viel Geld.

Das muß jeder mit sich selbst ausmachen, u. a. wie er mit dem ganzen Neid (und Haß) umgeht, teilweise sind Stars davon genervt, permanent überall erkannt zu werden.
Manche haben sogar Bodyguards.

Im übertragenen Sinne, hat man heute von den Auswirkungen erfahren, wie Jürgen Klopp gewarnt hat, daß die Presse, etc. seine Familie aus dem Spiel halten soll, sonst steigt er sofort mit allen (negativ)Konsequenzen aus dem Bundestrainervertrag aus.

Die Frage könnte doch auch sein, wie viele es tatsächlich nicht schaffen (Comeback von Stefan Raab) und
ob der Weg zum "Erfolg" wirklich so "easy" ist ?
 
Das schlimme ist, dass in der Gesellschaft solche Leute gehypt werden.

Man muss sich ja nicht gänzlich was von Influencern oder sonstigen Leuten was sagen lassen oder dergleichen, was man dann einfach alles übernimmt. Man kann sie auch so manchmal anschauen, ohne sie zu beglückwünschen und sie vollkommen gut zu finden oder überhaupt. Guckt man sich die Aufrufezahlen von Youtubevideos an, so scheinen das die Leute auch nicht unbedingt zu tun und stellt die Likes daneben, da sind die Likes nämlich oft viel niedriger im Vergleich zu den Aufrufezahlen, besonders bei Kritik-Videos. Das da manche so eine Angst vor irgendwelchen Influencern haben, kann ich da gar nicht richtig nachvollziehen. Als hätten die einen übertriebenen Einfluss, der aber gar nicht so sehr existieren muss in der Realität. Aber was soll man dazu noch großartig sagen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, es könnte eine Zeit kommen, wo sie wertvoller als Edelsteine sein werden, da einige von ihnen eine hohe Reichweite haben, kann es auch mal Leben retten, vielleicht einen guten oder eine gute zu kennen, ich beobachte die Influencerei also mit Interesse.

Das würde ich garnicht weg-haben wollen, nein sie können echt mal existentiell werden, wenn ich auch nicht genauer darauf eingehen kann, weil es sonst politisch würde.

Also influencen und influencen lassen ist mein Motto. 😉
 
Meine persönliche Erfahrung mit Influencer ist, dass ich oft nicht direkt erkenne, ob etwas Influencer/Werbung ist.

Ich suchte vor einiger Zeit Youtube Reviews zu einem Bürostuhl. Einige wirkten seriös bis die Leute erwähnten, dass sie die Stühlen kostenlos zum testen erhalten haben, aber "natürlich dennoch völlig neutral werten" würden.

Influencer werden meist von Unternehmen bezahlt, deren Produkte oder Dienstleistungen sie bewerben. Die Einnahmen stammen dabei meist direkt aus Marketing-Budgets. Die Zahlung kann manchmal indirekt sein, z.B. dadurch Produkte umsonst zu erhalten. Aber meist sind Influencer schlicht Werbetreibende. Gleichzeitig verkaufen sie sich aber gerne als normale Leute, die einfach nur die Produkte toll finden.

Früher habe ich den Held der Steine geschaut, den größten deutschen Lego Influencer. Er wirkte Anfangs sympathisch, hatte dann aber Konflikte mit Youtube und LEGO, u.a. weil er seinen Kanal nicht als Werbekanal kennzeichnete. Er stellte Produkte vor, die er verkaufte, aber war angep*sst dies als Werbung deklarieren zu müssen....

Mir geht das so auf die Nerven, wenn sich Menschen als neutral darstellen, obwohl sie ein finanzielles Interesse daran haben, dass du die Produkte kaufst!

Der Fluch des 21sten Jahrhunderts sind für mich nicht Influencer per se, sondern die Verschleierung was ehrliche Meinung und was Werbung ist.
 
Als ich selbst um 2007 Videos bei YT eingestellt hab, war das alles noch "just for fun". Ohne irgendwelche grossartigen Regeln oder das man damit Geld verdienen wollte. Als immer mehr Regeln kamen und ich somit meine Musik-Videos wegen GEMA Rechten entfernt hab, entfernte ich mich selbst auch immer mehr von YT.

Ich folge keinen Influencern. Die meisten Sachen interessieren mich überhaupt nicht und mit den Jahren kam irgendwie immer mehr Müll, so das YT bei mir eigentlich sogar sehr unwichtig geworden ist. Schau da selten rein, eher mal weil ich ein Musik-Video gucken will oder mich über einen Film informieren möchte (Trailer). Oder auch mal wie man was repariert...das wars im Grunde. Influencer sind kein Teil meines Alltags.

Ich krieg eher mal durch jüngere Leute mit, was sich da teilweise abspielt, wer sich mit wem zofft oder wer mal wieder ein doofes Video gemacht hat. Guck dann auch mal rein, aber irgendwie interessiert es mich dennoch überhaupt nicht. Versteh auch das Drama oft überhaupt nicht. Ist mir so egal wie Reality TV, die Leute kenn ich auch alle nicht, und werden oft als "Promis" dargestellt.

Da ich noch bei FB bin (als einziges der sozialen Medien) nerven mich da vor allem diese kleinen Reel-Videos. Dagegen ist ja nahezu alles, was bei YT ist, richtiges Gold. Ein Schwachsinns-Video jagd das nächste. Und ich wünschte mir, ich könnte das einfach komplett von FB tilgen. Denn manchmal klick ich dann doch mal auf eins und werde fast immer sofort bestraft. Weil nahezu alles davon Unsinn ist. Manchmal weiss ich nicht mal, warum man ein Video überhaupt eingestellt hat - so wenig Sinn macht es. Ah ja, die Klickzahlen - die bringen wahrscheinlich das Geld. Egal was für ein Unsinn verzapft wird, hauptsache es wird geklickt. Und da merkt man auch oft, das es schon alles KI ist. Die Kommentare lassen mich dann auch oft den Kopf schütteln. Die Leute reagieren bei eindeutig gestellten Videos so, als würden sie gerade live irgendwas zu sehen bekommen. Sie regen sich auf, sie feiern es und ich sitz da und denk: Leute, das ist gestellt. Wie kann man da so energisch kommentieren und sich sogar streiten?

Wenn ich von Leuten höre, das sie Influencer werden wollen - muss ich echt lachen. Denn um ein GUTER Influencer zu sein, muss man was auf den Kasten haben. Das ist wie mit dem Wunsch Musiker oder Schauspieler zu werden - wenn man gar nicht das Talent dazu hat und man sich das "leicht" vorstellt um berühmt und reich zu werden, dann bleibt das oft einfach nur Wunschdenken und wird sich irgendwann der Realtität stellen, das man doch einen soliden Beruf brauch.
 
Diese Influencer sind sinnlos. Ein richtiger Job wäre angebracht. Das Handwerk braucht Leute. Wer wird wohl bei den Influencern das Dach oder sonstiges reparieren, wenn das Handwerk ausstirbt oder dafür sorgen, dass frische Backwaren auf den Tisch kommen. Allerdings sind manche Arbeitgeber gerade im Handwerk auch selbst Schuld . Jahrelange Überstunden kloppen lassen und noch vor der Rente sind die Leute körperlich kaputt. Verschleiß am Arbeitnehmer und eine finanzielle Bereicherung für so manchen Arbeitgeber . Junge Menschen haben darauf kein Bock und hinterfragen ein System aus Nachkriegszeiten. Hinzukommt das was dieses Land am besten kann: Steuerverwendung.
 

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