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Indianische Gedichte

  • Starter*in Starter*in Lilli1958
  • Datum Start Datum Start
Das Land in Neu Mexiko hat vielerlei Farben. Als ich ein Junge war, ritt ich oft über die rote und gelbe und purpurfarbene Erde westlich des Jemez Pueblo. Mein Pferd war ein kleiner Rotschimmel, schnell und mühelos zu reiten. Ich ritt durch die Dünen, vorbei an den Tafelbergen und Klippen, hinunter in Canyons und ausgetrocknete Bachbetten. Ich lernte dieses Land kennen, nicht wie ein Reisender, der sich an bestimmten Merkmalen orientiert, die er in der Ferne sieht, sondern viel echter und inniger, zu jeder Jahreszeit und aus tausend verschiedenen Blickwinkeln. Noch immer spüre ich die Bewegung meines Pferdes und höre den Klang seiner Hufschläge. Ich weiß, welch ein Gefühl es ist, an einem heißen August - oder Septembertag in eine kühle, erfrischende Regenwand hineinzureiten.



© Professor N. Scott Momaday



(*1934), Cherokee-Kiowa Indianer, einer der bekanntesten indianischen Autoren, er lehrt als Professor für Englisch und vergleichende Literatur an der Universität Stanford, für seinen Roman »House Made of Dawn« erhielt er den Pulitzerpreis
 
Es interessiert mich nicht...

Unsere Träume, unsere Sehnsüchte und bunten Hoffnungen
wollen ernst genommen werden.
Wer sie verdrängt unterdrückt das Beste in sich und wird
ein leerer Mensch.
Die Einladung

Es interessiert mich nicht, wie du dein Geld verdienst.
Ich will wissen, wonach du dich sehnst, und ob du es wagst davon zu träumen, der Sehnsucht deines Herzens zu begegnen.

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist.
Ich will wissen, ob du es riskierst, dich für die Liebe lächerlich zu machen, für deine Träume, für das Abenteuer, lebendig zu sein.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen.
Ich will wissen, ob du den Kern deines Leidens berührt hast, ob du durch die Enttäuschungen des Lebens geöffnet worden bist, oder zusammengezogen und verschlossen, aus Angst vor weiterem Schmerz.

Ich will wissen, ob du im Schmerz stehen kannst, meinem oder deinem eigenen, ohne etwas zu tun, um ihn zu verstecken, ihn zu verkleinern, oder ihn in Ordnung zu bringen.

Ich will wissen, ob du mit Freude sein kannst, meiner oder deiner eigenen,
ob du mit Wildheit tanzen und dich von Ekstase füllen lassen kannst bis in die Spitzen deiner Finger und Zehen, ohne uns zu ermahnen, vorsichtiger zu sein, realistischer zu sein, oder an die Beschränkungen des Menschseins zu erinnern.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die du mir erzählt hast, wahr ist.
Ich will wissen, ob du einen anderen enttäuschen kannst, um dir selber treu zu bleiben. Ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht deine eigene Seele verrätst.

Ich will wissen, ob du die Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist,
und ob du dein Leben aus SEINER Gegenwart entspringen lassen kannst.

Ich will wissen, ob du mit Versagen leben kannst, deinem und meinem, und trotzdem am Ende eines Sees stehen kannst, um zum silbernen Vollmond zu rufen, „Ja„.

Es interessiert mich nicht zu wissen, wo du lebst, und wieviel Geld du hast.
Ich will wissen, ob du nach der Nacht der Trauer und Verzweiflung aufstehen kannst, müde und zerschlagen, um dich um die Kinder zu kümmern.

Es interessiert mich nicht wissen, wer du bist, und wie es kommt, wie es kommt, dass du hier bist.
Ich will wissen, ob du in der Mitte des Feuers mit mir stehst, ohne zurückzuweichen.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem studiert hast.
Ich will wissen, was dich von innen trägt, wenn alles andere wegfällt.
Ich will wissen, ob du alleine mit dir sein kannst, und ob du deine Gesellschaft in den leeren Momenten wirklich magst.

Oriah Mountain Dreamer
 





Ihr könnt genau so gut erwarten, dass die Flüsse
rückwärts fliessen, als dass ein Mensch, der
frei geboren wurde, damit zu frieden ist, eingepfercht
zu leben, ohne Freiheit, zu gehen, wohin er beliebt!

- gelesen -
 

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