Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

In meinem Kopf ist nur noch Matsch...

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Vielleicht hilft es ja trotzdem hier oder da noch jemandem 🙂

Aber mal zu deinem Vorredner..

Es ist gut, wenn dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung dir geholfen hat, aber ich denke nicht, dass die für alle Leute zutrifft.
Bei mir beispielsweise, gibt es keine einzige Person, bei der ich mich entschuldigen müsste, oder wo ich Fehler einsehen müsste. Bei mir ist es darauf zurückzuführen, dass mein Vater schwerer Alkoholiker und Narzisst war, oder ist, und ich mich seit meiner Kindheit um ihn gekümmert habe, anstatt andersherum. Mir hat es sehr geholfen, mich mit seinen Krankheitsbildern auseinanderzusetzen, um zu lernen, dass nicht ich dieses Verhalten hervorrufe, sondern er leider ein kranker Mensch ist, der in seiner eigene Realität lebt.
Vor zwei Jahren habe ich den Kontakt zu ihm abgebrochen, da jeder Brief, jede E-Mail oder Anruf puren Stress für mich bedeutete. Seitdem merke ich, dass es mir spürbar besser geht, und ich auch in der Therapie besser voran komme. Zudem habe ich jetzt mein Masterstudium abgeschlossen, sodass eine weitere Quelle von Stress mir in Zukunft erspart bleibt. Das habe ich für mich als essenziell herausgefunden. Ich bin einfach nicht stressresistent.

Wobei ich dir wohl zustimme, ist, dass man die schlechten Gefühle ziehen lassen soll. Das klingt jetzt etwas abgedroschen, aber ich habe vor kurzem noch mal gemerkt, dass man sich entscheiden kann, ob man sauer sein möchte, die Wut weiterhin spüren möchte, und sich somit von den Gefühlen so in dem Fall meinem Vater abhängig machen möchte und in diesen Situationen die Watte wieder bis zum Himmel steigt), oder ob man es gut sein lässt. Schlüsselmoment war da für dieses Video auf YouTube
https://youtu.be/llziv1eC5bA

Wenn ihr das anschauen möchtet, wartet auf die Vorstellung der jungen Frau, die als Kind ebenfalls mit ihrem Vater schlechte Erfahrungen machen musste.
Als ich ihre Wut spürte, und gesehen habe, wie sehr ihr Leben daran zerbricht, hat mich das ein wenig wach gerüttelt.
Wer sich anschaut, versteht vielleicht, was ich mit loslassen meine

Euch allen viel Erfolg, wir leiden an etwas, was nicht unheilbar ist!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey,

Ich finds sau cool das man bemerken kann ob man diesen Gefühlen hinterhergeht oder nicht. Das wir diese Entscheidung haben was wir fühlen wollen und das du zurzeit das richtige für dich ausgesucht hast.
Jedoch tut es mir leid über die Beziehung mit deinem Vater und der gemeinsamen vergangenheit die wohlmöglich schlechte Erinnerungen hinterlassen hat..
Aber was hälst du davon, wenn du dir diese Erinnerungen komplett verzeihst, wenn du deinem Vater verzeihst, da du jz auch weißt warum es so geschehen ist?
Wie wäre es wenn du kein Stress überhaupt mehr spüren müsstest wenn ihr kommuniziert oder zu Besuch seid?
Wie wäre es zu entscheiden nicht ihn loszulassen, sondern den Stress den du in dir selbst verursachst während du in seiner Nähe bist?

Denn genau darauf wollte ich hinaus. Die Vergangenheit ist Vergangenheit, doch du entscheidest was du damit machst. Ja, es ist ein Weg seinen Vater loszulassen... Doch dieser ist nicht meistens ein guter..

Ungelogen, gestern hat mich mein Kollege gefragt warum ich in mir Krieg habe. Ich meine warum? Was meinst du? Mit wem?
Er sagte mit deinem Vater.
Ich verstand es zuerst nicht doch er sagte:
Du hast einen Krieg in dir mit deinem Vater. Du willst ihm was beweisen, du willst seine anerkennung und du willst besser sein als er.und das ist falsch!
(glaub mir, jeder hat Vaterprobleme. Unterschiedliche, aber jeder hat sie)
Den der krieg in dir kommt zum Vorschein bei anderen.. Väter sind in der Familie für ein Kind mit leistung/Karriere verbunden (und Mütter mit sozialer Kompetenz/Empathie. wär zu lange es zu erklären wie und warum..sry) Wenn du den segen von deinem Vater nicht bekommen hast besser zu werden als er bzw Unterstützung bzw lob und stolz, wirst du in der Karriere immer mit Kopf durch Wände laufen, weil du dir und anderen immer was beweisen willst. Du hast ein Masterstudium, Respekt! Ohne Frage! Das ist krass! Wenn du ganz tief in dich hineinschaust.. Hast du es wirklich für dich gemacht oder wolltest du viel besser sein als dein Vater?...Es soll kein Front sein! Auf keinen Fall, bitte versteh mich nicht falsch! Es ist sau geil das du das geschafft hast.. Aber wenn du nicht diesen 'väterlichendruck' hättest.. Hättest du das selbe gemacht? Das was DICH im Leben vorantreibt und nich was die Gesellschaft sagt?
Ich hoffe du weißt was ich meine.

Diese Erinnerungen loszulassen, nicht den Vater, ist das wichtigste.
Wenn du deinem Vater Liebe zeigst, dann wird das tausendfach zurückkommen und zwar nicht nur durch ihn, sondern aus deiner ganzen Umgebung, weil du dann nicht mehr so verklemmt bist und keinen Krieg in dir hast und dann fällt es auch in der Karriere positiv auf.

Ich selber hab es erst gestern erfahren und mich gefragt wie den?!
-Wofür bist du dankbar deinem Vater?...
Bei dir wahrscheinlich: das er dich zur Welt gebracht hat, das er dich stark gemacht hat, du weißt wie du dich und deine Umgebung versorgen kannst, und und und. Schreib sie auf - mach ein Brief - schick ihn ab.
Geh zu Besuch und drück deinen Vater. Es gibt nichts härtere als eine vatersohn Beziehung wenn sie standhaft mit Fundament aus Liebe, Respekt und Dankbarkeit besteht!

Ist schwer, ich weiß. Ich werde es auch am Wochenende machen. Aber genau das bringt dich aufs nächste Level im Leben, Familie, Beziehungen und Karriere.

Ich hoffe für dich das beste! Und das du den richtigen Weg gehst um dein Leben komplett stressfrei zu machen!
Viel erfolg!!!
 
Grüß dich, danke für die Nachricht.

Wie wäre es zu entscheiden nicht ihn loszulassen, sondern den Stress den du in dir selbst verursachst während du in seiner Nähe bist.
- Hm, er schreibt einem mitten in der Nacht 6 Emails und ruft 2x an, weil in Amerika eine Datenblase mit Onlinebankingdaten geplatzt ist und du dir unbedingt heute noch ein neues Antivirenprogramm installieren musst.


Denn genau darauf wollte ich hinaus. Die Vergangenheit ist Vergangenheit, doch du entscheidest was du damit machst. Ja, es ist ein Weg seinen Vater loszulassen... Doch dieser ist nicht meistens ein guter..
-Das habe ich ihm in Vergangenheit mehr als 3 mal gesagt, er ist derjenige der im Selbstmitleid hängt und nicht vergessen kann was er verursacht hat. Ich fand die Entscheidung auch nicht einfach. Aber er ist nicht nur kein guter Vater, sondern leider in den letzten Jahren (vielleicht auch durch den Alkohol) im Wesen verändert und aus einem einfühlsamen und liebenswerten Menschen ist ein A******* geworden..

Wenn du den segen von deinem Vater nicht bekommen hast besser zu werden als er bzw Unterstützung bzw lob und stolz, wirst du in der Karriere immer mit Kopf durch Wände laufen, weil du dir und anderen immer was beweisen willst. Du hast ein Masterstudium, Respekt! Ohne Frage! Das ist krass! Wenn du ganz tief in dich hineinschaust.. Hast du es wirklich für dich gemacht oder wolltest du viel besser sein als dein Vater?...
- Ganz ehrlich, besser zu sein als er ist keine Mühe.
Wenn es nur darum geht - er hat 2 Studien abgebrochen und weil er nicht an sich selber glaubt die Ausbildung zum Altenpfleger mit hängen und Würgen gemacht.
Wer aber bei der Arbeit betrunken ist, während er Menschen versorgen sollte, ist nicht wirklich eine Messlatte. Mit der ungefähren Richtung bist du aber nicht ganz falsch, aber es ist glaube ich eher irgendwo im Hinterkopf verankert, allen Außenstehenden zu zeigen, dass man es trotzdem hinbekommt, auch wenn man so katastrophale Zustände zu Hause hatte. Die Anerkennung meines Vaters hatte ich immer, auch ohne große Sachen erreichen zu müssen. Wenn ich meine Mathearbeit 5 geschrieben habe, habe ich fünf Mark zum Trost bekommen. Daran liegt es also wohl nicht. Und ich habe einen Beruf, bei dem ich nicht von "Karrierewänden" abgehalten werde.


Diese Erinnerungen loszulassen, nicht den Vater, ist das wichtigste.
Wenn du deinem Vater Liebe zeigst, dann wird das tausendfach zurückkommen und zwar nicht nur durch ihn, sondern aus deiner ganzen Umgebung, weil du dann nicht mehr so verklemmt bist und keinen Krieg in dir hast und dann fällt es auch in der Karriere positiv auf.
- Nein.
Es gibt keinen Krieg in mir. Ich verstehe, wie du an diese Gesichtspunkte kommst, jedoch ist dir unser Konstrukt in der Familie nicht bekannt, daher ist es schwierig solche Sachen einschätzen zu können.


Bei dir wahrscheinlich: das er dich zur Welt gebracht hat, das er dich stark gemacht hat, du weißt wie du dich und deine Umgebung versorgen kannst, und und und. Schreib sie auf - mach ein Brief - schick ihn ab.
Geh zu Besuch und drück deinen Vater. Es gibt nichts härtere als eine vatersohn Beziehung wenn sie standhaft mit Fundament aus Liebe, Respekt und Dankbarkeit besteht!

- Btw bin ich weiblich.
Daher passt deine Vater Sohn Beziehung nicht. Und nein, nicht mal das hat er. Meine Mutter hat als Ärztin für das Familieneinkommen gesorgt, sich um mich und um den Haushalt gekümmert, während er betrunken in seinem (letztendlich aufgemachten) Computergeschäft auf einer Matratze liegt und bei Großhändlern Geschäfte macht, die hinterher meine Mutter mit als dreistelligen-tausender Beträgen in die Schulden bringen.
Ich habe, als ich mit meinem Freund zusammengezogen bin, für meinen Erzeuger den ganzen Umzug gemacht, er hatte nicht mal Kartons gepackt. Wir kamen mit einer Umzugs Gruppe da an, und mussten erst noch seine Klamotten aus dem Schrank räumen und die Schränke abbauen, um diese transportieren zu können. Am nächsten Morgen musste er aus der Wohnung sein. Statt einem danke kam danach der Kommentar, er hätte mir bei meinem Umzug ja auch dabei geholfen, im Baumarkt die Arbeitsplatte für die Küche zu kaufen.

Vor einigen Jahren kaufte er, als er noch ein wenig Geld hatte, einigen Leuten eine Joghurtmaschine, weil das doch so gesund sei. Wenn man jedoch in einer kleinen Studentenwohnung wohnt, keine Verwendung und obendrein keinen Platz für das Gerät hat, ist man der undankbare Blödmann, der seine ganze Mühe nicht zu schätzen weiß. Er hat natürlich vorher niemanden gefragt, ob man Interesse an so etwas habe.

Vielleicht wird mittlerweile klar, das die Krux in dieser Sache nicht pur in meinem Umgang mit der Situation liegt, sondern er konstant für Unruhe und Zwist sorgt.


Dir jedoch viel Erfolg bei deinem Gespräch, lass uns von der Sache doch einfach behalten, dass man selbst entscheiden kann, ob man sich weiterhin von diesen Geistern der Vergangenheit jagen lässt oder nicht.

 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 1) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben