Nun ich dachte mehr an eine Klage nach ihrem Tod. Wenn deine Eltern dich nicht enterben, und dazu muss es schon gute Gründe geben, sonst geht das nicht durch, dann kannst du nach ihrem Tod auf jeden Fall deinen Teil einklagen.
Das mit dem Enterben scheint bei schwarzen Schafen öfters von deren Eltern gemacht werden. Wenn es da größere Vermögenswerte oder z.B. ne Firma gibt, wenn dann das schwarze Schaf sowas feststellt, dann kann sowas emotional ja sehr enttäuscht sein, da dann diese Wertschätzung sozusagen auch noch vorenthalten wird und zu den ganzen Benachteiligungen und Ausgrenzungen noch dazu kommen.
Theoretisch können die Eltern ja zu Lebzeiten mit ihrem Vermögen machen, was sie wollen und wenn die das alles sozusagen verschenken, dann ist der Pflichtteil bei einen Vermögen von Null halt auch Null.
Ob sich das Streiten bei dem alten Haus und dem bißchen Grund meiner Eltern oder irgendwelcher Geldbeträge da lohnt, wage ich zu bezweifeln, da die Eltern beruflich jetzt nicht gerade viel beruflich verdienten.
Enterben, sollte das passieren, dann bliebe ja noch der Pflichtteil, den dir keiner nehmen kann und es kommt dann halt darauf an, was da wirklich als Vermögen da ist.
Oftmals sind dann schon Sparbücher oder andere Wertsachen halt einfach mit dem Tag des Todes verschwunden und die Kinder, die ausserhalb z.B. wohnten konnten sich nur noch wundern, dass da eben keinerlei Barvermögen mehr vorhanden war, da sich jemand aus der Familie mit Zutritt zum Haus sehr wahrscheinlich schon bedient hatte.
Ich kann dir echt nochmal empfehlen, wenn die bei dir ankommen, und drängen darauf, dass du irgendwas bzgl. Pflichtteilsverzicht unterschreiben soll, dass du das dir sehr genau überlegst.
Du kannst da ja vielleicht noch was aushandeln, dass wenn da sowas gemacht wird, dass dein Bruder z.B. für die Pflege oder so gerade stehen muß, sich also dann um alles bzgl. der Organistion betreffend kümmert.
Nennt sich glaub ich Leibgeding oder so.
Aber hierzu bitte erstmal von einem Rechtsanwalt deiner Wahl beraten lassen, denn ein Notar, bei dem so etwas dann unterzeichnet wird, hat da keine Pflicht zur Beratung, der bezeugt das sozusagen ja nur.
Und ein Rechtsanwalt arbeitet nunmal immer für den, der ihn engagiert und dann auch bezahlt, was gut zu wissen ist, wenn es mal zu einer Scheidung kommt und man sich darauf einigt, dass man nur einen RA nimmt.
Das Haus möchte ich auch wirklich nicht und zurück in das Kaff auch nicht. Da brauchst für alle Sachen des täglichen Lebens ein Auto, damit du überhaupt was einkaufen kannst.
Wäre vielleicht anders, wenn da angenehme Erinnerungen mit einer liebevollen Kindheit und liebevollen Eltern verbunden wären, dem war aber halt nicht so und ich hab da ja während meiner Lebenszeit dort nicht umsonst mehrere Fluchtversuche unternommen, um da weg zukommen, wie mir inzwischen sehr klar ist.
Haben meine Geschwister vielleicht anders empfunden, aber irgendwie hat sich bei dem einen Treffen dann auch niemand darum gerissen und mit Begeisterung erklärt, dass er das Haus unbedingt nehmen würde und dann auch sofort da wieder einzieht.