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Immer noch würde ich manchmal einfach aufhören zu sein...

djica_sun

Neues Mitglied
Heute ist wieder einer der verdammten Tage an denen alles über mir einstürzt und mir bewusst wird dass ich noch ein gutes Stück Weg vor mir habe bis ich mein Leben wieder voll im Griff habe. Mal abgesehen von den Schulden,dem lapprigen Gehalt und dem nicht vorhandenen Schulabschluss, muss ich mir wohl oder übel eingestehn dass sich auch die 'geheilt' geglaubte Depression sich langsam wieder einschleicht. . .
Tage wie heute wünsche ich mir der Erdboden würde mich einfach verschlucken... Weinen kann ich kaum noch und wenn dann bricht dazu auch gleich eine ungeheuere Wut mit aus die ich bis jetzt noch nicht richtig definieren weiss.
Eine Schulter zum anlehnen und ausweinen gibt's im Moment auch nicht wirkich da mein Mann ami soldat ist und nur am WE zu Hause ist und ich mich gegenüber von anderen Leuten/Freunden nicht so gehen lassen kann, da die mich oder 'es' eh nicht verstehn... Wie gern würde ich mich bei jem. in den Arm kuscheln und einfach losheulen bis es mir besser geht und ich mir den Druck von der Seele geheult und geschriehen habe... Zu gern wäre ich diesen Klos im Hals los der mich nun schon seit über 4 Jaren quält und mir die Luft zum atmen nimmt.
Mit der Zeit habe ich mir eine ganz tolle Fasade augebaut, wo fast mehr niemand dahintersieht, ausser vielleicht mein Psychiater, aber auch den kann ich überzeugen dass es mir 'gut' geht wenn ich mal wieder die Tür verschlossen hab. ...
Ich wies auch gar nicht mehr was schreiben da es einfach soo viel zu erwähnen gäbe... ich weiss einfach nicht wo mir der Kopf steht und es ist keiner da um ihn mir wieder an die richtige Stelle zu rücken.
MAnchmal habe ich Solche Angst mein Leben würde für immer so weiter gehn und genau in dem Moment taucht auch dieses 'sterbegefühl' wieder auf... um es konkret zu sagen: ich sehe mich an meinem eigenen Grab weinen und das nicht im Schlaf sondern im Wachtraum. Ich verlasse meinen Körper und tauche in die unreale Welt, die Welt der Depression ein so wie als wenn ich sie niemals verlassen hätte...

Sandra
 
Mit der Zeit habe ich mir eine ganz tolle Fasade augebaut, wo fast mehr niemand dahintersieht, ausser vielleicht mein Psychiater, aber auch den kann ich überzeugen dass es mir 'gut' geht wenn ich mal wieder die Tür verschlossen hab. ...

Sandra

Ich finde es traurig.... auf der einen Seite suchst du Schutz, Hilfe und Geborgenheit und auf der anderen Seite spielst du selbst deinem Psychi einen vor. Wie bitte soll er dir denn helfen, wenn du eine so "tolle Fasade" aufgebaut hast? Wie soll überhaupt jemand diese Mauer überwinden, wenn du doch alles dafür tust um sie unüberwindbar zu machen?

Du kannst nicht auf einer Seite duschen gehen und auf der anderen Seite einfach nicht nass werden wollen.😉

Ich kenne Depries nur zu gut, "leide" eigentlich schon mein Leben lang darunter. "Leide" in "", weil es mal besser mal schlechter geht. Doch im Großen und Ganzen habe ich einen Weg gefunden damit zu leben. Nicht das es mir gefallen würde, doch ich habe keine Wahl.... außer damit zu leben. Depries bringen ja auch nicht nur Nachteile.

Leider kann ich dir kaum weiter helfen, außer dir zu sagen:
"Schultern zurück und Köpfchen hoch, auch wenn das Hälschen schmutzig ist."
Gib dich den Depries nicht hin, lass sie nicht dein Leben bestimmen. Und vor allem hör auf die Starke zu mimen. So lange du das machst, kann dir auch keiner helfen. Wie denn auch?
 
Hallo Jeanne,

ich weiss dass du Recht hat, nur allzugut. aber genau wie du auch geschrieben hast, denkt man iergendwann man hätte den Mist verdient.
Ich habe auch eine Überdosis damals geschluckt und musste genauso 'freiwillig gezwungen' eine Therapie beginnen. Zu der Zeit habe ich nichts und niemanden mehr in/an mich rangelassen bis ich iergendwann mal gemerkt habe dass es so nun auch nicht gehn kann. Habe mich also ein Jahr lang 'Behandeln' lassen. Dann bin einfach mal mit ner Freundin nach Portugal gefahren und habe mir einen Monat lang gedanken machen können èüber mich mein Leben, meine (EX) Freund ... etc... und wie wenn jem. einen Schlater umgelegt hätte ging es mir von einem auf den andern Tag viel besser. Ich fing wieder an zu essen, zu lachen, hatte Spass am Ausgehn undlernte jede Menge Leute kennen.... habe vor einiger Zeit festgestellt dass ich vieles selbst schaffen kann und auch schaffen will. Desswegen gehe ich auch zum Psy nur noch wenn ich es selbst für nötig halte. Desswegen auch die Fassade, es geht niemand da draussen was an (Bekannte usw.) wie es um mich steht und was ich in mir fühle. Menschen können sehr verletzend sein und ich bin genug verletzt worden als dass ich mir jetzt noch von jem. unterstellen lassen muss: du funzt nicht richtig geh mal zu nem Psy... verstehst? 🙂
Mein Psy kennt diese Fassade und schlägt wenn nötig ein kleines Loch dadurch, durch das er dann zu mir vordringt. Auch ich habe gelernt mit der Depri zu Leben, wenn ich auch manchmal (wie gestern) nicht immer alles unter Kontrolle habe. Mein Leben ist keineswegs so wie ich es mir gewünscht hätte, aber mittlerweile weis ich dass der Spruch: 'Man kriegt das was man verdient' völliger Schwachsinn ist ... Unser Schicksal ist gleich, nur den Weg dorthin müssen wir selbst gestalten.!

(Zu deiner Geschichte fällt mir das Buch ein, was ich gerade lese. Haargenau die Gefühle die du beschreibst finde ich in diesem Buch wieder. Selbst Schuld, Missbrauch, usw... Das Buch heisst: Ich bin nicht mehr eure Tochter (autor Karin Jäckel) Ob du es lesen solltest oder nicht kann ich nur nicht sagen da ich nicht weiss in wie weit du dieses Buch vertragen kannst. )

Lg Sandra
 

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