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Immer alleine kämpfen?

Starlight Milkyway

Aktives Mitglied
Momentan habe ich privat und beruflich eher eine stressige und schwierige Zeit. Ich merke einfach, wie sehr mich das beansprucht und vorallem wird mir bewusst, dass ich immer alleine kämpfen muss. Im Gegenteil andere Menschen legen mir eher noch zusätzlich Steine in den Weg. Ich muss zugeben, dass ich immer autark sein möchte und eigentlich auch keine Hilfe annehme. Aber selbst wenn ich wollte, wäre keine Hilfe da. Ich habe mit Sicherheit gelernt mich durchzukämpfen und mich durchzusetzen und es hat mich mich Sicherheit auch charakterlich geschärft. Dennoch finde ich es schade, dass ich immer alles mit mir selbst ausmache muss. Wie ist das bei euch? Kämpft ihr euch eher auch alleine durch oder habt ihr Freunde / Familie als Rückhalt? Ich verstehe auch nicht, dass manche Menschen zusätzlich noch Probleme schaffen, um sich selbst zu profilieren. Konkret ist das bei mir ein ehemaliger Kollege, der über mich schlecht redet. Kennt ihr auch solche Problememacher?
 
Ich finde mich in deinen Worten, leider, absolut wieder.
Auch ich habe mein Leben immer alleine ausgemacht, habe es, außerhalb von Beziehungen, niemals in Betracht gezogen, andere Menschen an meinem Leben teilhaben zu lassen.

Zuerst, weil mich Menschen in meiner Kindheit und Jugend grausam verletzt haben.
Dann, weil mich Menschen als junger und reiferer Erwachsener furchtbar enttäuscht haben.
Und mittlerweile... denke ich, ebenfalls wie du, dass andere Menschen, so sehr ich sie auch schätzen mag, mich insgesamt doch mehr aufhalten-, als weiterbringen würden...

Es gibt so wenige Menschen, die sich wirklich dauerhaft und aufrichtig bemühen, ein besser, reiferer, stärkerer, wertvollerer Mensch zu werden, dass ich gar nicht mehr versuche, neue Bekanntschaften zu schließen, und gar nicht mehr in Betracht ziehe, mein Herz nochmal zu öffnen, weil ich schon viel zu oft und tief verletzt worden bin...

Und ja, Problemmacher kenne ich leider auch, nur zu gut.
Es gibt so viele unreife Individuen, die bessere Leistung und persönlichen Fortschritt als Bedrohung und Grund auffassen, sinnlose und grundlose Krisen herauf zu beschwören, dass es ermüdend ist.

Auch deshalb habe ich einen beruflichen Weg eingeschlagen, im Rahmen dessen ich immer nur projektweise, und in immer wechselnden Teams, eingesetzt werde.
Auf diese Weise kann ich alles und jeden ertragen, weil ich weiß, dass es nur vorübergehend ist...


Liebe Grüße
 
Ich wollte früher auch noch Anschluss suchen. Teilweise hätte ich mich dafür auch verbogen. Irgendwann hat sich das gelegt und die anderen Menschen habe ich außen vor gelassen. Das meiste habe ich für mich selbst geregelt. Das hat sicherlich seine Vorteile: Man muss keinen Vertrauensvorschuss geben, aber auf der anderen Seite muss man selbst viel Kraft und Stärke aufbringen. Inzwischen sehe ich es nicht mehr ein mich zu verbiegen. Mich gibt es nur noch so wie ich bin. 😉 Ich bin kein Misanthrop so wie andere User sich hier beschreiben, aber ich gebe zu, dass meine Mitmenschen mir viel Geduld und Kraft abziehen. Schade eigentlich, man könnte sich gegenseitig helfen und wachsen, aber den meisten (mir eingeschlossen) gelingt es aus dem einen oder anderen Grund nicht.
 
Prinzipiell stimme ich dir zu, dass es keinen Sinn macht, und niemandem nützt, sich für andere zu verbiegen...

Trotzdem muss ich gestehen, dass eine so absolute Isolation, wie du sie dir gewählt hast, mich auch ein wenig traurig stimmt.
Ich selbst glaube daran, dass Liebe das Leben erst lebenswert macht, dem Leben erst einen Sinn gibt. Und obwohl ich dieses Glück selbst noch nicht, oder lediglich in Ausschnitten erfahren habe, möchte ich eines Tages in der Gewissheit abtreten, zumindest alles dafür getan zu haben.

In meiner jetzigen Situation bedeutet das, dass ich zwar nicht suche, aber mich bemühe, bereit zu sein, wenn ich eines Tages gefunden werde.
Ich glaube, die Chance, aufrichtig zu lieben und geliebt zu werden, bekommt man nur selten, vielleicht nur einmal im Leben. Dies ist mein persönlicher Anreiz, mich immer weiterzuentwickeln.


Was ich dir sehr wünschen würde, ist, dass du irgendwann einem Menschen begegnest, der dich und dein Leben so bereichern wird, dass du für ihn bereit bist, deine selbstgewählte Einsamkeit aufzugeben, dich noch einmal zu öffnen und verletzbar zu machen, und dich für ihn weiter zu entwickeln, für ihn an dir zu arbeiten, und Kompromisse einzugehen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Prinzipiell stimme ich dir zu, dass es keinen Sinn macht, und niemandem nützt, sich für andere zu verbiegen... Trotzdem muss ich gestehen, dass eine so absolute Isolation, wie du sie dir gewählt hast, mich auch ein wenig traurig stimmt. Ich selbst glaube daran, dass Liebe das Leben erst lebenswert macht, dem Leben erst einen Sinn gibt. Und obwohl ich dieses Glück selbst noch nicht dauerhaft erfahren habe, möchte ich eines Tages in der Gewissheit abtreten, zumindest alles dafür getan zu haben... In meiner jetzigen Situation bedeutet das, dass ich zwar nicht suche, aber daran zu arbeiten, bereit zu sein, wenn ich eines Tages gefunden werde. Ich glaube, die Chance, aufrichtig zu lieben und geliebt zu werden, bekommt man nur selten, vielleicht nur einmal im Leben. Dies ist mein persönlicher Anreiz, mich persönlich weiterzuentwickeln. Was ich dir sehr wünschen würde, ist, dass du irgendwann einem Menschen begegnest, der es dir wert ist, dich für ihn weiter zu entwickeln, für ihn an dir zu arbeiten, und ihm soweit entgegen zu kommen, dass du bereit bist, Kompromisse einzugehen...
Ganz so isoliert bin ich nicht. Das habe ich vielleicht zu pessimistisch ausgedrückt. Es gibt da schon einen Menschen, aber da er genauso tickt wie ich, bleibt man trotzdem bis zu einem gewissen Grad Einzelkämpfer. Wenn man das internalisiert hat, fällt es schwer das Verhalten wieder abzulegen. Das kannst Du vielleicht auch bestätigen. Ich merke es auch auf dem Job: Teamarbeit ist mir ein Graus. Ich arbeite lieber alleine - egal wie schwer das ist und wie lange daran tüfteln muss. Ich wünsche Dir aus ganzem Herzen, dass sich dein Wunsch nach wahrer Liebe erfüllt. Ja, ich glaube diese Chance kommt nicht häufig im Leben. Aber ich glaube, dass man sich dafür nicht verbiegen muss. Kompromisse eingehen muss man sicherlich, aber das ist nicht verbiegen. Das ist gemeinsamer Konsens finden.
 
Hallo...
Ich bin auch einer dieser Menschen, die vieles, wenn icht gar das meiste, mit sich selbst ausmachen...wie Du es genannt hast...allein kämpfen.

Warum das so ist?
Zum einen habe ich über viele Jahre die Erfahrung gemacht, das vielen einfach das Verständnis fehlt. Sie es zwar vorgeben mögen, aber letzten Endes doch gar nicht wissen ( wollen sie es überhaupt wissen??), wie es in dieser Situation gerade ist.
Sie es nicht nachvollziehen können, oder es nicht so sehen...wenn man halt einen steinigen Weg zu gehen hat.

Bsp: Es gibt hier viele Menschen, welche einsam sind, daran verzweifeln und eingehen. Die keinen Anschluss finden, sich verlassen fühlen.
Oftmals kommt dann der Vorschlag, sich zb in einem Verein zu engagieren, Menschen zu suchen, welche die Hobbies teilen...
Wenn nun der Fragensteller aber kein Mensch ist, der gern in einem Verein wäre, oder generell Probleme hat, auf Menschen zuzugehen, sich darauf einzulassen...finde ich diese Ratschläge kontraproduktiv.
Viel wichtiger wäre es...das die Person sich vergegenwärtigt...warum sie so ist...und welcher Weg für sie gangbar wäre...und das ist nun mal ein Prozess, welcher eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt.

Komme ich nich einmal auf das " alleine kämpfen" zurück.
Bei mir...wie vermutlich auch beim Ersteller dieses Threads...ist es so:
Immer, immer wenn man mal Unterstützung, Beistand, Hilfe bekam....geschah das selten oder nie ohne einen gewissen Eigennutz der helfenden Person.
Latent schwingt da immer mit....:wenn ich dir da jetzt beistehe, dann irgendwann komme ich darauf zurück und erwarte eine Gegenleistung.

Mensch...ich würde es zig facjh zurückgeben. Mit freude und von Herzen...wenn es verdammt noch einmal nicht erwartet würde.
Man ist immer in dieser Situation...das es eine quit pro quo Hilfe ist.
Warum nicht einmal vollkommen selbstlos...???
Einfach so?

Wenn ich Bekannten, bei irgend etwas helfe, unterstütze etc....ist mir das wichtigste, herauszustellen, das ich auf keinen Fall irgend etwas dafür erwarte.
Ich mag Menschen zwar nicht, aber ich bin kein Vollar....und kann schon über meinen Schatten springen und einfach auch da sein.

Aber das ich etwas anneheme?...nein.

Eben wegen o.a. quit pro quo Haltung der anderen.

Klar, hilfreich kann ich hier nicht sein. Aber die Gewissheit geben, das es anderen ebenso geht, wie dir.
 
Ich verstehe sowieso nicht weshalb es für die meisten Menschen so einen negativen Touch hat, wenn man alleine lebt und die Dinge im Leben mit sich selbst ausmacht. Bei mir es zugegebenermaßen schon so dass mir sowieso keine andere Wahl blieb als alleine mit allem fertig zu werden, aber irgendwann hab ich auch die Vorteile erkannt und weiß sie mehr als zu schätzen.

Man wird belastbarer, klagt nicht wenn man sich mit etwas auseinandersetzen muss sondern arbeitet in Ruhe und strukturiert an einer Lösung, wird genügsam und schuldet im Endeffekt niemandem etwas.

Einmal hatte mir ein guter Kumpel versprochen mir bei einem Umzug zu helfen, wollte mir zwecks terminlicher Absprache ein Mail schicken, da kam aber rein gar nichts. Und als wir uns das nächste Mal wieder gesehen haben, konnte er kein Wässerchen trüben und war sich keiner Schuld bewusst. Was den Themenkomplex „Kumpel & Freunde“ grundsätzlich an sich angeht, durfte ich immer wieder die Erfahrung machen was es damit im Endeffekt wirklich auf sich hat, Leute die einen beim Ausgehen einfach in der Lokalität alleine stehen lassen und abhauen oder sich ohnehin nie melden. Hat man sich selbst gemeldet, hatte man nie Zeit.

Kann ich sehr gut drauf verzichten und mein Bedarf an den Menschen da draußen liegt bei weniger als Null, so unsympathisch sich das auch anhört und wahrscheinlich auch ist. Alleine sein und für sich alleine kämpfen hat für mich absolut nichts negatives an sich sondern es verdient meinen Respekt. Inzwischen empfinde ich Menschen sogar als Klotz am Bein und mein einziges Mitteilungsbedürfnis lebe ich hier im Forum aus.

Meine Freundin ist die einzige Ausnahme, sie lebt aber leider (noch) in einem anderen Bundesland.
 
Das kann ich so absolut unterschreiben.
Genau so ist es auch bei mir.
Nur habe ich das Glück, mit meiner Partnerin zusammen zu leben.
Sie hat mich schon so kennen gelernt...und akzeptiert mich, wie ich bin.
Und sie ist auch der einzige Mensch, der mich versteht. Und mich vor allem nicht verändern will.

Ich fahre einfach besser damit, meinen Kram allein zu regeln...
 
Hallo,

"wer sich auf andere verläßt, ist verlassen.", heißt: auch ich bin Einzelkämpfer. Doch drei Mal in meinem Leben wurde mir geholfen, selbstlos und menschlich - und unerwartet. Zwei Mal konnte ich nichts zurück geben, weil ich die Helfer nie kennen gelernt habe. Der dritte im Bunde, chronologisch der erste, bekam meine Dankbarkeit und Freundschaft mit gleicher Herzlichkeit zu spüren - leider ist er im Wandel der Zeiten verschollen, was ich zutiefst bedaure.

Ansonsten verhält es sich leider allgemein so, daß man vorwiegend gegen und nicht mit Menschen kämpft. Aus dieser Erfahrung heraus halte ich es auch für klüger, meine Angelegenheiten allein zu regeln. Vorteilhaft kommt mir dabei zustatten, daß ich auch vor Behörden, Gerichten und der Regierung keine Angst zeige, ein bißchen was gelernt habe und kein Blatt vor den Mund nehme. Wenn nötig nenne ich "das Kind beim Namen" und das "mit Roß und Reiter". Meine Behördenkorrespondenz liest sich also mitunter nicht sehr angenehm, wie Ihr Euch nun sicher vorstellen könnt - trotzdem mit einigem Stil, aber hart an der Grenze des Erlaubten.

Das andere Extrem markiert meine Partnerschaft, in der ich menschliche Wärme und Liebe gebe und empfange. Ein harmonisches zu Hause schätze ich sehr, denn streiten und kämpfen kann ich außerhalb genug. In der Partnerschaft strecke ich alle meine Waffen und gebe mich pazifistisch. Diese kleine Idylle ist aber auch der einzige Ort, wo ich dem sozialen Wesen in mir, meiner wahren Natur nachgebe.

Viele Grüße
 

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