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Identitätskrise? Wer bin ich? Depressionen.

DanshiDo

Mitglied
Hallöchen alle Miteinander,
ich bin recht neu hier und habe mich bereits Vorgestellt und dachte mir ich schreibe hier mal meine Gedanken auf und um euren Rat zu bitten.

Kurz vornweg ohne meine ganze Lebensgeschichte hier zu schreiben, wird mir seid letzter Zeit klar, das meine Kindheit nicht so verlief wie sie hätte laufen sollen... mir fehlten damals Bindungserfahrung zur meinen Eltern, bin sehr hyperaktiv und aggressiv gegenüber Anderen Kindern gewesen... ich weiß das ich mich als Kind immer hilflos, allein und ängstlich gefühlt habe... mit 7 Jahren bin ich im Kinderheim in Tschechien gewesen und mit 9 Jahren hat mich meine Mutti "rausgeholt" und wir ziehten nach Deutschland... damals hatte ich kaum Deutsch gesprochen und musste mich komplett neu orientieren und die Deutsche Sprache lernen... ich kam später auf eine Förderschule da ich große Schwierigkeiten hatte mich in Gruppen zu intigrieren und Lernschwächen hatte... in der 8ten Klasse habe ich einen "Schub" bekommen und wurde Selbstbewusster, lernte mehr für Schule und trieb als Übergewichtiger Sport.

Mit 16/18 ging es mir meiner Meinung nach am besten... ich trieb Sport, wurde Gesprächiger und aktiver, nahm mein Leben in Griff... jedoch lebte ich noch bei meinen Hartz4-Empf. Eltern, die es auch im Leben nicht leicht hatten und ich ein Authistischen Bruder habe. Mit 18 fing ich mir Kraftsport und sah dann später nichts anderes... Schule, Sport und Ernährung spielten die größte Rolle... Charaktermäßig war ich eher ein Proll mit schlechten Selbstbewusstsein der versuchte es so zu überspielen... alles unbewusst.

Als ich 19 Wurde fing ich mit einer überbetrieblichen Ausbildung zum Kaufmann, was nicht mein Wunschberuf war, ich jedoch durch das Jobcenter dazu kam, um überhaupt eine Ausbildung zu haben... ich wollte etwas kreatives machen wie Mediendesign, Grafik usw.

In der überbetrieblichen Ausbildung kam ich in eine Gruppe mit ca. 9 Leuten die alle vom Charakter nicht einfach waren... ich selbst wollte am Anfang auch gut ankommen, wollte alles richtig machen und vor allem war ich zuuu sehr ehrgeizig... nach ca. 2 Monaten fingen in der Gruppe starke Konflikte untereinnander auf, das keiner jemanden aktzeptieren konnte, großer Konkurrenzkampf und ca. 7 von 9 hatte keiner Bock auf die Ausbildung... mir persönlich ging das alles zu sehr ans Herz und belastete mich, auch das ich noch zuhause wohnte was auch nicht ganz einfach war... meine Eltern sind selbst Depressiv und kein Motivation für mich gewesen... mir selbst war alles zu viel und irgendwann entwickelte ich "Gedankenstörung" wie schlechtes erinnern, anderen schlecht folgen und vor allem starke Gedankenblockaden und Konzentrationsprobleme... mir wurde alles viel und ärgerte mich, wurde impulsiv und irgendwann flippte ich aus und wurde aggressiv aber hatte Angst von mir selbst und wusste nicht was mit mir los war... ich litt sehr und wollte das sich etwas ändert und kam zum Entschluss mich in eine Psychosomatischen Klinik einzuweißen... dort lernte ich viel und tolle Menschen... ich fand diesen Zusammenhalt und Harmonie schön und hatte auf einmal seid laaangem eine richtige Lebensfreude... hatte einen guten Draht zu mir selbst und habe mich für Meditation, Autogenes Training mehr interessiert und es ist jetzt zur meinem Hobby geworden... In der Klinik verliebte ich mich auch zum ersten mal, da ich dort meine ganzen Gefühle zulassen durfte... es war die schönste Zeit.
Diagnostiziert wurden mir Impulsive Persönlichkeitstörung, generalisierte Angststörung, Soziale Phobien und Bipolare Störung... nach der Klinik hatte ich starke Up und Downs zwecks Venlavaxin.

Ich bekam danach meine Eigene 1-Raum Wohnung aber musste wieder in meine alter Ausbildungsgruppe zurückkehren wovon ich extreme Angst hatte und schwarz sah... ich wollte dann alles hinschmeißen und wusste einfach nicht weiter... ich sah nur die Ausbildung... nur die Andere Leute...
Dazu sagen möchte ich aber auch, dass mir klar wurde das vieles an mir selbst lag... ich war perfektionistisch, rechthaberisch und habe immer zuviel für die Schule und Ausbildung getan... Freizeitaktivitäten und Freunde waren kaum da außer in der Wohnung gewesen, wollte nur lesen und Kreuzworträtsel lösen und was "intelligentes tun" da ich das Gefühl hatte zu verblöden... auch wegen meinen Gedächtnisstörung.

Jetzt bin ich 21 und wenn ich mal so überlege, habe ich mich schon sehr zum positiven verändert... wurde aufmerksamer gegenüber Anderer, komunikativer, freundlicher, weniger schlechter Stimmung und wurde sportlich... fühle mich teilweiße wieder Stabil...
Was ich auch noch sagen möchte, das ich viel Selbshilferatgeber gelesen habe und mein Leben richtig in Griff bekommen wollte und es fällt mir schwer auch jetzt nicht einfach der Spontanität oder dem Zufall etwas zu überlassen. Auch habe ich Schwierigkeiten einfach so mit Leuten mich zu unterhalten... habe das Gefühl wieder ausgelacht zu werden oder das ich etwas falsches sagen könnte... was oft in der Ausbildung passiert und ich dadurch wieder Ängste bekomme wie Zittern, Nervosität usw... was mir hilft, wenn ich mich von der Gruppe löse und ich im Praktikum bin oder für mich alleine... auch melde ich mich recht selten bei anderen ob man irgendwo hingehen könnte oder einfach was unternehmen... in denke mir immer es wäre sinnlos verplante Zeit und tue mich dann in meiner Wohnung einkriechen und möchte mich mehr um Spiritualität, Kampfkunst und Meditation uns. hingeben...

Ich fing jetzt auch weider mit joggen und meldete mich zum Karate an... mir ist eigene Persönliche Entwicklung wichtig geworden und möchte meinem Leben Sinn geben... ich suche vor allem sinnvolle Beschäftigungen und möchte wieder Lebensfreude haben, mehr unter Leute... irgendwie fühle ich mich oft einsam und alleine... mein Psychiater sagte das ich gute Fortschritte mache und es gut ist das ich diese Emotionen wie Ängste, Gefühle usw. zulassen kann... ich muss nur lernen mit ihnen umzugehen.
Könnt ihr mir irgendwie Ratschläge geben oder Tipps? Vielleicht mache ich mir selbst das Leben schwer und achte zu sehr auf andere Menschen...
 
... mir ist eigene Persönliche Entwicklung wichtig geworden und möchte meinem Leben Sinn geben... ich suche vor allem sinnvolle Beschäftigungen und möchte wieder Lebensfreude haben, mehr unter Leute...

Hallo DanshiDo,
du schreibst, dass du "wieder" Lebensfreude
haben möchtest - da liegt es nahe, dass du
dich fragst, wann du sie zum letzten Mal ge-
habt hast und diese Aktivitäten zu wiederholen.

Und wenn du "mehr unter Leute" willst, heißt
das wohl, dass du schon eine Portion davon
hast und irgend etwas richtig machst - auch
davon kannst du "mehr" versuchen.

Vielleicht würde es dir helfen, immer nur ein
Problem nach dem anderen zu lösen oder eine
Sache zu verfolgen und nicht alles miteinander
zu verknüpfen?

Gruß, Werner
 
Hi Werner, danke dir für deine Antwort.

du schreibst, dass du "wieder" Lebensfreude
haben möchtest - da liegt es nahe, dass du
dich fragst, wann du sie zum letzten Mal ge-
habt hast und diese Aktivitäten zu wiederholen.

Richtig. Ist diese Frage nicht eigentlich normal? bzw. stellen sich nicht viele diese Frage? Oder wäre es eher "gesünder" selbst auf die suche gehen und aktiv sein und mir Hobbys, Aktivitäten usw. suchen die mir Spaß machen?

Und wenn du "mehr unter Leute" willst, heißt
das wohl, dass du schon eine Portion davon
hast und irgend etwas richtig machst - auch
davon kannst du "mehr" versuchen.

Ehrlich gesagt, bin ich sehr gerne mit Menschen zusammen jedoch fühle ich mich meistens wie eine graue Maus... ich muss auch sagen das ich nicht darin geübt bin Dinge zu erzählen... meistens sind es kurze Sätze und dann kommt dieses Gefühl auf von Angst usw.

Vielleicht würde es dir helfen, immer nur ein
Problem nach dem anderen zu lösen oder eine
Sache zu verfolgen und nicht alles miteinander
zu verknüpfen?

Hier muss ich dir wieder einmal zustimmen Werner... Ich habe immer im Kopf das jeder Mensch viele Dinge schaffen kann, wenn er es sich nur traut und versuche irgendwie immer aktiv zu sein... ich analysiere sehr viel... vor allem denke ich über alles sehr viel nach wo es Anderen schon längst egal ist oder die ihren Ding durchziehen...
Ich erkenne auch das ich sehr viel Kraft in die Gruppe gesteckt habe und mich auch sehr von anderen Abhängig gemacht habe... irgendwie bemitleide ich mich immer... würde gerne Dinge tun wo ich weiß "Hey, genau das liegt mir und das macht mir Spaß"
Muss auch dazu sagen das ich wenig von meinen Eltern erwarten kann... sie haben viel mit sich selbst zutun... Finanziell habe ich mein Ausbildungsgeld und Ausbildungsbeihilfe... ich hoffe auch einfach einen Arbeitsplatz zu finden und endlich für mich selbst sorgen zu können... Leute die mich außerhalb meiner Ausbildungsgruppe kennen, sagen das ich ein sehr freundlich bin und garnicht so verklemmt oder allgemein wie ich mich fühle... mache mir da selbst was vor... können das Zwänge sein?
Ich habe jetzt mit Karate angefangen und möchte weiterhin dabei bleiben... muss mich auch mal auf eins konzertieren und nicht nach dem perfekten auf der Suche sein.

Aber wie kann ich mir die Frage beantworten wer ich bin?

Ich interessiere mich für Spiritualität und Meditation usw... deswegen wollte ich es auch mit Karate verbinden... hast du Ideen wo ich gleichgesinnte finden könnte? Mir fehlen einfach die Leute.
 
Hallo DanshiDo,

Oder wäre es eher "gesünder" selbst auf die suche gehen und aktiv sein und mir Hobbys, Aktivitäten usw. suchen die mir Spaß machen?

So hatte ich es gemeint 🙂 - wobei ich dich darauf
aufmerksam machen wollte, nochmal nachzudenken,
was du an "Erfahrungsschätzen" in dieser Sache auf
Lager hast.

Ehrlich gesagt, bin ich sehr gerne mit Menschen zusammen jedoch fühle ich mich meistens wie eine graue Maus... ich muss auch sagen das ich nicht darin geübt bin Dinge zu erzählen... meistens sind es kurze Sätze und dann kommt dieses Gefühl auf von Angst usw.

Du schreibst: "meistens wie eine graue Maus" - hast
du denn auch ein Tierbild für die positiven Ausnahmen,
also wenn du mit Menschen zusammen bist, mit denen
du dich richtig wohlfühlst? Achte mal mehr auf das,
was dir gelingt und denke mehr darüber nach, wovon
du mehr willst anstatt über die Problemsituationen!

Ich erkenne auch das ich sehr viel Kraft in die Gruppe gesteckt habe und mich auch sehr von anderen Abhängig gemacht habe... irgendwie bemitleide ich mich immer... würde gerne Dinge tun wo ich weiß "Hey, genau das liegt mir und das macht mir Spaß"

Erzähl' doch mal ein Beispiel, wo das schon der Fall
war mit dem "das liegt mir/das macht mir Spaß".
Oder was, wo du Kraft in eine Gruppe gesteckt hast
und es war okay oder die Kraft/Verbundenheit kam
zurück. Gibt es solche Beispiele schon oder sind das
nur Hoffnungen von dir?

Leute die mich außerhalb meiner Ausbildungsgruppe kennen, sagen das ich ein sehr freundlich bin und garnicht so verklemmt oder allgemein wie ich mich fühle... mache mir da selbst was vor... können das Zwänge sein?

Ich würde vermuten, dass deine Eigenart einfach an-
geboren ist und du "von Natur aus" freundlich bist 🙂
Nach meinem Erkenntnisstand hat jeder Mensch seine
besonderen Stärken und auf der anderen Seite dann
eben eine Schwachstelle, die er mit den Jahren ent-
wickeln muss. Vermutlich bist du eher emotional und
hast es nicht so leicht, wenn du ganz sachlich und ge-
lassen sein musst.

Ich habe jetzt mit Karate angefangen und möchte weiterhin dabei bleiben... muss mich auch mal auf eins konzertieren und nicht nach dem perfekten auf der Suche sein.

Aber wie kann ich mir die Frage beantworten wer ich bin?

Ich denke auch, dass dir etwas gut tut, was dich aus dem
Kopf und dem Nachdenken/Analysieren heraus und mehr
auf die körperliche Ebene und Ausdrucksmöglichkeiten
bringt. Hast du schon mal ans Singen gedacht, vielleicht
in einem Chor (nur so eine Idee)? Mir hat vor vielen Jahren
die Kalligrafie geholfen, ruhiger zu werden und mich in
Konzentration zu üben (Ergebnis hier: kalligrafien.de).
Perfektion ist aber hier nicht angebracht, glaube ich, eher
eine Trainings- und Lernhaltung.

Zur Frage wer du bist ... ich glaube, da gibt es verschiedene
Ansätze und alle haben ihre Berechtigung. Manche definieren
sich über ihren Beruf, ihre Herkunft, ihre Hobbys, ihre Stärken,
ihre Religion. Ich selbst habe mich bei solchen Fragen ent-
schieden, dem Philosophen Heinz von Foerster zu folgen: Er
hat eine Fragenkategorie "erfunden", die er "prinzipiell unent-
scheidbare Fragen" genannt hat. Die Frage "wer bin ich" ge-
hört zu dieser Rubrik, deren Kennzeichen es ist, dass die Fragen,
die hier eingruppiert werden, von niemand mit letzter Sicher-
heit beantwortet werden können. Deshalb hat jeder Mensch die
Freiheit (oder sogar die Pflicht), sich selbst für eine der denk-
baren Antworten zu entscheiden oder (falls keine der vorhan-
denen Antworten zufriedenstellend ist) sich selbst eine Antwort
auszudenken. Man darf sich auch mehrere Antworten als Optionen
offenhalten oder mal so und mal so denken.

Die Frage wäre also nicht, was die "richtige Antwort" ist, sondern,
mit welcher du dich (im jeweiligen Moment) gut oder richtig fühlst.
Welche Antwort auf deine Frage hat dich denn bisher am ehesten
zufriedengestellt?

Ich für meinen Teil mag Metapher-Antworten wie "Ich bin wie ein
Garten" oder "Ich bin ein Mosaik aus meinen Erfahrungen und
meinen Möglichkeiten".

Ich interessiere mich für Spiritualität und Meditation usw... deswegen wollte ich es auch mit Karate verbinden... hast du Ideen wo ich gleichgesinnte finden könnte? Mir fehlen einfach die Leute.

Gleichgesinnte zu finden ist meist nicht sehr befriedigend, weil
es dann rasch langweilig wird oder wenn man sich selbst für
andere Themen interessiert, die Gruppe nicht mehr passt. Ich
würde dir raten, diese beiden Bedürfnisse zu trennen, also
zum einen einfach eine gute Gruppe für Meditation zu suchen
(durch ausprobieren) und die "Gleichgesinnten" eher im pri-
vaten Bereich indem du offen und bewusst bist und es dann
merkst, wenn du auf so jemanden triffst - und dann den Kon-
takt aktiv suchst und pflegst. Vielleicht hast du auch schon
solche Menschen in deinem Bekanntenkreis und musst die
Beziehungen "nur" reaktivieren?

Gruß, Werner
 
So hatte ich es gemeint 🙂 - wobei ich dich darauf
aufmerksam machen wollte, nochmal nachzudenken,
was du an "Erfahrungsschätzen" in dieser Sache auf
Lager hast.
Wie meinst du das genau? Ob ich schon irgendwelche Erfahrungen mit Hobbys gemacht habe?

Du schreibst: "meistens wie eine graue Maus" - hast
du denn auch ein Tierbild für die positiven Ausnahmen,
also wenn du mit Menschen zusammen bist, mit denen
du dich richtig wohlfühlst? Achte mal mehr auf das,
was dir gelingt und denke mehr darüber nach, wovon
du mehr willst anstatt über die Problemsituationen!

Wenn ich so darüber nachdenke rede ich mir vieles schlecht ein und Konzertiere mich hauptsächlich auf die negativen Dinge... die Erfahrungen in meiner Ausbildungsstätte und vor allem tue ich mich sehr mit meinen Ängsten auseinandersetzen... was mir nicht gelingt usw.
Menschen mit denen ich mich richtig wohlfühle gibt es wenig... z.m allgemein mein Gefühl zu erfassen... Meine Eltern jedoch sind sie Hartz 4 und denen geht es auch nicht am besten... mein Leiblicher Vater ist in Tschechien... er hilft mir wo es geht aber ich bin nun mal hier in Dresden... ansonsten habe ich paar Leute... fehlt mir schwer Vertrauen zu finden und mich zu öffnen... habe die Erfahrungen aus meiner Gruppe (mobbing) wenn ich von mir etwas preisgebe, habe ich sofort Angst das man falsch über mich denken könnte und mich abweisen tut... ich habe das Gefühl das mir zur Zeit wenig gelingt... ständig verliere ich Dinge wie Schlüssel, auf Arbeit irgendwelche Sachen... banales wie Stifte, Edding, Schlüsselkarten usw., kann mich schwer konzertieren... in der Schule schreibe ich mit aber habe Schwierigkeiten es zu verstehen obwohl es relativ einfach ist... mache mir selbst Druck und Stress... ich merke schon... ich sehe vieles negativ... muss mich mehr auf die schönen Dingen konzertieren... hab das Gefühl Bezug zu mir verloren zu haben... manchmal höre ich gar nicht richtig zu und frage ständig "hä, wie bitte, was usw.) ich komme mir vor wie 80 Jahre... meine mit Azubis lachen mich auch schon ständig aus.

Erzähl' doch mal ein Beispiel, wo das schon der Fall
war mit dem "das liegt mir/das macht mir Spaß".
Oder was, wo du Kraft in eine Gruppe gesteckt hast
und es war okay oder die Kraft/Verbundenheit kam
zurück. Gibt es solche Beispiele schon oder sind das
nur Hoffnungen von dir?
Hm. schwer zu sagen gerade... ist etwas länger her... also Fußball mit 16 hat mir sehr viel Spaß gemacht, Fahrrad fahren, Bewegung und mehr Zeit gehabt und bis 18 Jahre ging es mir da wirklich sehr gut... war kommunikativ und hatte mir nicht solche krassen Gedanken gemacht wie heute... das mit Der Kraft in Gruppen ist wohl eher eine Hoffnung die ich immer mehr durchsetzen will... vorher habe ich die Dinge einfach sein lassen und machte mir wenig Gedanken darüber... erst seid der Ausbildung ging es bergab... die Gruppe ist auch sehr anstrengend... das sagen Lehrer in der Schule und Ausbilder... am Anfang habe ich mir vieles selbst eingebrockt... war Arrogant, selbstgezogen und eben abweisend und auch gereizt. Danach wurde ich ständig kritisiert und fühlte mich angegriffen und als schlechter Mensch... dann die Situation meiner Eltern... wollte unbedingt raus... ich sah kein weiter kommen... (wie eine Mauer) Dann habe ich mich einweißen lassen und die Gruppe bekam das auch mich und stempelte mich gerade aus dem Grund als "Psychisch krank"... muss mir ständig beleidigungen anhören und wenn ich frage was das soll und warum man mich ständig verletzen muss, lacht man mich nur aus... durchaus hat das auch mit meiner Art zutun... bin direkt und auch reifer... sagen mir Freunde, Eltern und auch Lehrer... ich passe da eigentlich gar nicht richtig hin... seid dem geht es mir schlecht... habe auch keine Hobbys und lernte nur... habe Angst durch die Prüfung zu fallen obwohl ich gute Leistung habe...

Es wird wohl Zeit mir neue "Kraftbereiche" zu suchen aber es fällt mir zur Zeit nicht leicht.

Ich würde vermuten, dass deine Eigenart einfach an-
geboren ist und du "von Natur aus" freundlich bist 🙂
Nach meinem Erkenntnisstand hat jeder Mensch seine
besonderen Stärken und auf der anderen Seite dann
eben eine Schwachstelle, die er mit den Jahren ent-
wickeln muss. Vermutlich bist du eher emotional und
hast es nicht so leicht, wenn du ganz sachlich und ge-
lassen sein musst.

Ja und wohl von meiner Mutti geerbt die immer zu gutmütig war, lebensfroh... ein Wunder was sie erlebt hat und wie stark sie ist... leider geht es ihr zur Zeit nicht so gut... wenn ich mich mit mir Vergleiche, hatte ich gar nicht so eine schlechte Kindheit und mir geht es an sich auch gut... hab eine eigene 27qm Wohnung, bekomme Ausbildungsgeld und auch Unterstützung von Sozialpädagogen und Psychiater... ich muss einfach zufrieden sein was ich habe und dem Leben vertrauen... das das Leben weiter geht und mir auch schöne Dinge wiederfahren werden... es sind nur die Verhaltensweisen die mich zurückwerfen... und das ist größtenteils meine Liebenswürdigkeit aber auch Ängste... und vor allem merke ich, Dinge die ich durch ratgeber gelesen habe, Psychologen usw. versuche ich an anderen und sage ihnen was sie falsch machen... ich entwickelte bessere Verständnis durch die Therapien und kann hinter die Fassaden schauen... vielleicht ist es auch zu viel mit 21 Jahren? Genießen tue ich zu Zeit seeehr wenig und empfinde vieles als Zwang.

Ich denke auch, dass dir etwas gut tut, was dich aus dem
Kopf und dem Nachdenken/Analysieren heraus und mehr
auf die körperliche Ebene und Ausdrucksmöglichkeiten
bringt. Hast du schon mal ans Singen gedacht, vielleicht
in einem Chor (nur so eine Idee)?

Hier könntest du wirklich recht haben... zur Zeit denke ich nur... der Kopf läuft ständig und analysiere auch zu viel... also eine Kampfsportart wollte ich schon machen... wegen Muskulatur, Selbstwertgefühl und eben die Gemeinschaft mit Anderen. Laufen tue ich bereits mit einem Kumpel... irgendwie fehlt mir das Durchhaltevermögen und habe immer bedenken das ich es Aufgebe... wegen Zeit usw... das wäre aber wohl die falsche Wahl... eigentlich habe ich genügend Zeit... bin Singel und habe nicht all zu viele Pflichten. Singen wäre eine Option die ich mir vornehmen werde... hier in Dresden gibt es viele Chore... leider ist es bei mir Finanziell knapp...
Die Konzertation ist auch ein wichtige Punkt.

Habe mir deine Seite angeschaut und finde die Schriften sehr schön... das wiederspiegelt seine Seele... und du trainierst dabei vor allem deine Konzertation... das muss wirklich eine tolle Leidenschaft für dich sein... was da alles möglich ist... darf ich dich fragen wie du dazu kamst? Was hat dich inspiriert?

Gleichgesinnte zu finden ist meist nicht sehr befriedigend, weil
es dann rasch langweilig wird oder wenn man sich selbst für
andere Themen interessiert, die Gruppe nicht mehr passt. Ich
würde dir raten, diese beiden Bedürfnisse zu trennen, also
zum einen einfach eine gute Gruppe für Meditation zu suchen
(durch ausprobieren) und die "Gleichgesinnten" eher im pri-
vaten Bereich indem du offen und bewusst bist und es dann
merkst, wenn du auf so jemanden triffst - und dann den Kon-
takt aktiv suchst und pflegst. Vielleicht hast du auch schon
solche Menschen in deinem Bekanntenkreis und musst die
Beziehungen "nur" reaktivieren?

Ja, das klingt auch alles plausibel... jedoch wegen Schule und Ausbildung schwierig zu realisieren... da fehlen mir noch die Freiheiten und Zeit...das wichtige Thema ist bei mir wohl das pflegen der Beziehungen zur Anderen und mich gedanklich von der Gruppe/Ausbildung abkoppeln... mir klar und bewusst machen das alles Vergänglich ist und auch diese Zeit irgendwann vorbei geht... Ich war auf der Suche nach solchen Gruppe jedoch habe ich es dann sein lassen... Ängste...😀 so ein Bullshit... die Angst bringt mich nicht weiter... ich bremse mich selbst ab... suche Mitleid und fühle mich Einsam... ist auch richtig und ich darf es zulassen aber ich muss selbst aktiv sein... raus aus der passivität.

Werner? Es tut gut mit dir zu schreiben... habe das Gefühl das du mich sofort verstehst. Scheinst große Menschenkenntnis zu haben.
 
Hallo DanshiDo,

Wie meinst du das genau? Ob ich schon irgendwelche Erfahrungen mit Hobbys gemacht habe?

Ich wollte deinen Fokus auf das lenken, was du an positiven
Erfahrungen in Richtung deines Ziels gesammelt hast - ob
nun mit Hobbys oder sonstwo.

Wenn ich so darüber nachdenke rede ich mir vieles schlecht ein und Konzertiere mich hauptsächlich auf die negativen Dinge... die Erfahrungen in meiner Ausbildungsstätte und vor allem tue ich mich sehr mit meinen Ängsten auseinandersetzen... was mir nicht gelingt usw.

Das ist eine verständliche menschliche Neigung - dass wir das
Gelingende und Positive eher gering achten. Deshalb braucht
es eine bewusste, kulturell zu erwerbende Anstrengung, auch
die "andere Seite" wahrzunehmen, z.B. die wenigen Ausnahmen
an Freunden, die dir gut tun - auch wenn es nur einer ist 🙂

... hab das Gefühl Bezug zu mir verloren zu haben...

Wann hattest du ihn denn zuletzt, diesen "Bezug zu dir selbst"?
Und wie hast du ihn damals gefunden?

Deine Konzentrationsschwäche könnte auch mit einer Mineral-
stoff-Unterversorgung zu tun haben, z.B. mit Zinkmangel. Lies
mal hier, ob das auf dich zutrifft: Informationen zum Mineralstoff Zink

.. vorher habe ich die Dinge einfach sein lassen und machte mir wenig Gedanken darüber... (...) ... habe Angst durch die Prüfung zu fallen obwohl ich gute Leistung habe...

Es wird wohl Zeit mir neue "Kraftbereiche" zu suchen aber es fällt mir zur Zeit nicht leicht.

Vielleicht kannst du an diese frühere Haltung anknüpfen und "die
Dinge einfach sein lassen".

Dass du Angst vor einer Prüfung hast, finde ich normal und das
motiviert ja auch zum Lernen. Hätten wir keine Angst, würden
wir vermutlich viel zu unvorsichtig durchs Leben gehen.

Und bevor du "neue Kraftbereiche" suchst, würde ich dir raten,
erst einmal diejenigen zu pflegen und zu reaktivieren, die dir bis-
her schon geholfen haben. Meist ist das einfacher als etwas ganz
Neues anzufangen.

Singen wäre eine Option die ich mir vornehmen werde... hier in Dresden gibt es viele Chore... leider ist es bei mir Finanziell knapp...
(...)

Habe mir deine Seite angeschaut und finde die Schriften sehr schön... das wiederspiegelt seine Seele... und du trainierst dabei vor allem deine Konzertation... das muss wirklich eine tolle Leidenschaft für dich sein... was da alles möglich ist... darf ich dich fragen wie du dazu kamst? Was hat dich inspiriert? (...)
Scheinst große Menschenkenntnis zu haben.

Ich denke, nicht jeder Chor kostet etwas. Informiere dich hier mal
genauer und probiere es einfach aus. Du kannst ja hier berichten, was
du probierst und wie es dir dabei ging. Wichtig ist, dass du auch hier
nicht nur nachdenkst, sondern es auch machst. Nur so bekommst du
einen reellen Eindruck und dein Kopf kann sich eine klare Meinung
bilden, ob du das weiter machen willst oder nicht.

Zu deiner Frage wegen der Kalligrafie: das war ein Teil meiner ersten
Berufsausbildung. Wir hatten zwei Lehrer an der Fachschule, die das
beherrschten und die haben mich inspiriert bzw. ermutigt - genauso
wie später dann andere Kalligrafen, die ich kennenlernte. Irgendwann
treibt dann der Spaß und Erfolg den Prozess von selbst an, wenn du
merkst, dass sich das Üben lohnt. Wird ähnlich sein wie beim Instru-
mentlernen, beim Singen oder Tanzen 🙂

Was die Menschenkenntnis betrifft, die kommt aus einer Zusatzaus-
bildung. Da hatten wir einen Dozenten, der uns viel beigebracht hat.
Auch hier hat mich letztlich motiviert, dass ich etwas gelernt habe,
das gut funktioniert und wodurch ich mich selbst sehr viel besser ver-
standen habe als zuvor. Ich hätte mir gewünscht, das alles schon in
deinem Alter gewusst zu haben, dann hätte ich mir vielleicht den einen
oder anderen Kummer erspart ... falls du Zeit hast, kannst du die Me-
thodik hier nachlesen (braucht aber etwas Konzentration und Zeit):
http://www.123modell.de/

Viele Grüße und danke für deine freundliche Rückmeldung!
Werner
 
Ich wollte deinen Fokus auf das lenken, was du an positiven
Erfahrungen in Richtung deines Ziels gesammelt hast - ob
nun mit Hobbys oder sonstwo.

Also die positivste Erfahrungen und wo ich sagen kann mir ging es wirklich sehr gut, war als ich mit 16 spontan zur einem Fußball Verein gegangen bin... ich bin aktiver gewesen, nicht faul und träge und wurde dadurch auch in anderen Lebensbereich fleißiger und angenehmer... vorher hatte ich wenig Kontakte und saß vorm Computer und hatte wirklich keine Hobbys... war aber schon vorher ängstlich und traute mich wenig am neuen...
Ansonsten war mich immer stolz gemacht hat, als ich noch dicker und unbeweglicher war, dass ich mit meinen Vater eine Fahrradtour gemacht habe wo wir zusammen Zelten waren... das hat mir wirklich gut getan...
Wenn ich ehrlich bin und darüber bewusst nachdenke, waren da wenig positive Erlebnisse... vielleicht mache ich mir seid letzter Zeit solche Gedanken und lasse es nicht so laufen wie es ist, weil mir jetzt paar Dinge bewusst werden, die mir vorher egal waren...

In meiner Gruppentherapie macht mich mein Therapeut immer wieder auf meine Vergangenheit aufmerksam, das ich eine Kindheit hatte mit schlechte Voraussetzungen und das ich keine richtige Bindungserfahrungen machen konnte... es viel mir schon als Kind schwer mich in Gruppen zu intigrieren und wurde immer mir Gefahren konfrontiert... bin bei irgendwelche Kumpanen von meinem Vater abgegeben worden und habe wirklich wie ein Zigeuner gelebt... das hat mir der Therapeut verdeutlicht...

Aktuell ist es so das ich mich sehr schütze und "näheren" Kontakt vermeide und jetzt häufig depressive Phasen und Phobien entwickle... zu dem werde ich auch Medikamentös mit Venlafaxin 150mg behandelt...

Er gibt mir immer Denkanstöße, das diese Ängste dadurch entstehen, weil in Moment wirklich wenig los ist und ich unzufrieden bin und das Gefühl habe "stehen geblieben" zu sein... ich probierte wenig, traute mich wenig am neuen und es gibt aktuell nur meine Ausbildung, Schule und nach Hause fahren... Soz. Kontakte pflege ich wenig oder nehme mir immer zu viel vor, Dinge die nicht wichtig sind... lesen usw. also Vermeidung... wenn ich aber mit anderen Menschen außerhalb meiner Ausbildung trete, dann schätzen sie mich sehr sympatisch und freundlich und das man mit mir sehr gut reden kann... annehmen kann ich es schwer und passe mich viel an... der Grund ist einfach auch weil ich mich nicht akzeptiert fühle.

Das ist eine verständliche menschliche Neigung - dass wir das
Gelingende und Positive eher gering achten. Deshalb braucht
es eine bewusste, kulturell zu erwerbende Anstrengung, auch
die "andere Seite" wahrzunehmen, z.B. die wenigen Ausnahmen
an Freunden, die dir gut tun - auch wenn es nur einer ist 🙂
Also was Freunde angeht, suche ich mir zu Zeit Leute die deutlich älter sind als ich... ca. 25-31 und ich kann mit solchen Leuten super reden... es sind immer die tiefgründigsten Themen oder Problematiken...das muss ich auch sein lassen... durch die Psychotherapie habe ich angefangen meine Umwelt an zu analysieren und andere Menschen darauf aufmerksam zu machen was ich gelernt habe... also ich gebe viel die Schuld auch den Anderen, obwohl ich selbst auch meine eigene Art habe... aber ich muss einfach hinaus in die Welt und erleben, probieren... ich schiebe in Moment vieles aufs Geld... höchste Priorität hat für mich jetzt meine Prüfung am 6. Mai und eventuelle Übernahme bei Globetrotter... bin mir aber nicht ganz sicher ob es mir zu viel wird... Sozialpädagogen usw. trauen es mir ohne Problemen zu... sie sagten es liegt einfach alles an meinem Selbstbewusstsein, richtige Struktur finden und ruhige werden.

Was ich krass merke das ich mich wirklich auf die negativen Dinge konzertiere... mit meinem Kumpel haben wir jetzt angefangen zu laufen und wir steigern uns ständig aber ich merke das garnicht und rede mir vieles schlecht ein... er meinte ob das vll. ein Schutzmechanischmus ist, was ich aktuell in meine Ausbildung erlebe? Das ich zu angepasst bin. (Das spricht mein Psychiater außerdem auch an) Überangepasstheit.

Wenn ich das so nehme, geht es mir gut... habe eine 27qm Wohnung, habe etwas Geld, kann mich bei meinen Eltern melden und habe auch Leute um mich herum... trotzdem baue ich eine Mauer um mich herum und schütze mich.... ich muss einfach Spaß erleben, Gemeinschaftsgefühl und Kopf aus... einfach nicht krass nachdenken... genießen...

Ach, mir fällt wieder ein, das ich mich gesund ernähren möchte und gesund bleiben will... denn nur mit Gesundheit und Zufriedenheit kann ich das tun was mir gut tut... vor allem will ich aber auch mehr für mein inneres Gefühl tun... mein Charakter stärken.

Deine Konzentrationsschwäche könnte auch mit einer Mineral-
stoff-Unterversorgung zu tun haben, z.B. mit Zinkmangel. Lies
mal hier, ob das auf dich zutrifft:

habe ich mir eben angeschaut... interessant und sehe da vieles zu mir passend... sollte ich das ärztlich abklären?

Vielleicht kannst du an diese frühere Haltung anknüpfen und "die
Dinge einfach sein lassen".

Ich muss gestehen und das habe ich auch schon in meiner Gruppentherapie angesprochen, dass ich viele Ratgeber gelesen habe und nahe zu bessesn war, ich wollte mein Leben dadurch verändern und verließ mich auf diese Lebens- Berater.... auch Selbstbewustsein Bücher usw. kann vielleicht dadurch meine Depression kommen? Weil es sind Dinge die zwar Theoretisch sind, aber in Moment anders zutreffen und sich wenig bewahrheiten und ich dadurch immer das Gefühl habe Dinge zu verändern?

Dass du Angst vor einer Prüfung hast, finde ich normal und das
motiviert ja auch zum Lernen. Hätten wir keine Angst, würden
wir vermutlich viel zu unvorsichtig durchs Leben gehen.

Und bevor du "neue Kraftbereiche" suchst, würde ich dir raten,
erst einmal diejenigen zu pflegen und zu reaktivieren, die dir bis-
her schon geholfen haben. Meist ist das einfacher als etwas ganz
Neues anzufangen.

Also vorher spielte ich Fußball... was mir sehr viel Spaß macht ist Sport... richtiger Mannschaftssport mit Ausdauer wie Basketball, Fußball, Handball... ich habe wirklich an vielen Dingen Interesse... ich entschied mich jetzt für Karate und es macht mir sehr viel Spaß... von Kopf her fällt es mir schwer die Techniken nachzuvollziehen aber es tut mir gut, man wird beweglicher, konditionierter und dizipliniert... ich weiß noch wo ich mir unsicher war, wusste nicht ob es das richtige ist und jetzt denke ich nicht mehr darüber nach... es macht Spaß.
Karate auch aus dem Grund, weil es zur meiner Persönlichkeit passt... ich mag keine extreme Brutal Sportarten... Karate ist für mich auch ein Weg und etwas fürs Selbstbewusstsein...
Ansonsten laufe ich jetzt mit meinem Kumpel und wollen an offiziellen Läufen teilnehmen... haben uns auch angemeldet.

Ich muss einfach Verantwortung für mich übernehmen... ich bin kein Kind mehr aber fühle mich so. Ey, bin 21 😀

Ich denke erst durch Hobbys, interessen usw. kommen auch die ganzen Beziehungen und die Angst verschwindet...

Was die Menschenkenntnis betrifft, die kommt aus einer Zusatzaus-
bildung. Da hatten wir einen Dozenten, der uns viel beigebracht hat.
Auch hier hat mich letztlich motiviert, dass ich etwas gelernt habe,
das gut funktioniert und wodurch ich mich selbst sehr viel besser ver-
standen habe als zuvor. Ich hätte mir gewünscht, das alles schon in
deinem Alter gewusst zu haben, dann hätte ich mir vielleicht den einen
oder anderen Kummer erspart ... falls du Zeit hast, kannst du die Me-
thodik hier nachlesen (braucht aber etwas Konzentration und Zeit):
http://www.123modell.de/

Ich glaube fest daran das unser Leben voll von Entscheidungen und Ereignissen ist... erst durch das "Alter" die Erfahrungen die man macht, und durch Veränderung erweitert sich das Bewustsein.

Ich danke dir Werner das du dir Zeit nimmst und mir Denkanstöße gibst...es tut gut und durch das schreiben, kommen auch andere Dinge hoch... ich muss auch sagen, das ich sehr gerne schreibe... von was ich z.b auch ausgelacht werde weil ich immer "Romane" schreibe... vielleicht sollte ich? 😀

Viele Grüße Werner und genieße das schöne Wetter heute!
Daniel
 
Hallo Daniel,
ich kenne das aus dem Alter, in dem du jetzt bist,
dass es da sehr viele spannende Themen gibt und
es oft interessanter ist, mit älteren Leuten zu reden
als mit Gleichaltrigen. Aber eine der "Nebenwirkun-
gen", die du ja auch beschrieben hast, ist, dass man
dann dazu neigt, sich deren Sichtweisen aufs Leben
anzueignen und zu wenig kritisch zu denken, d.h.
ihre Grundannahmen zu hinterfragen und zu beur-
teilen, ob diese sich mit den eigenen decken.

Dass das besonders in einer therapeutischen Bezie-
hung geschehen kann (und du dir die analytisch-
problembezogene Sichtweise aneignest) ist nur
verständlich. Denn klar hilft es dir, deine Probleme
auf den Punkt zu bringen - aber dann solltest du
schon auch einen Schritt weiter gehen, nämlich
eine Lösung für das Problem zu entwerfen, die
entsprechenden Schritte zu tun und wenn es dann
gelöst ist, dein Leben wieder "normal" zu leben
bzw. die alltäglichen Herausforderungen ernst zu
nehmen, so wie deine Bewerbung. Das Leben ist
ja nicht nur Psychologie 🙂 sondern die Psycholo-
gie soll dazu helfen, ein gutes Leben zu führen,
aber kein Selbstzweck sein.

Wenn du z.B. Lust hast, Bücher zu schreiben,
dann versuche es einfach. Du merkst rasch, ob
du dranbleibst und ob es dann auch Leute lesen
möchten (bei Amazon-Kindle kann ja jeder seine
Werke veröffentlichen).

Und zum Zinkmangel: der Arzt wird da wenig für
dich tun können, da Zinkmangel im Blut kaum zu
messen ist. In der Webseite ist alles beschrieben,
was man selbst tun kann - es ist ja nicht schwer.

Viele Grüße und einen schönen Sonntag!
Werner
 
ich kenne das aus dem Alter, in dem du jetzt bist,
dass es da sehr viele spannende Themen gibt und
es oft interessanter ist, mit älteren Leuten zu reden
als mit Gleichaltrigen. Aber eine der "Nebenwirkun-
gen", die du ja auch beschrieben hast, ist, dass man
dann dazu neigt, sich deren Sichtweisen aufs Leben
anzueignen und zu wenig kritisch zu denken, d.h.
ihre Grundannahmen zu hinterfragen und zu beur-
teilen, ob diese sich mit den eigenen decken.

Danke Werner und ich stimme dir hier voll zu... es ist jetzt einfach so, das es mir in Moment schwer fällt sich auf das Wesentliche zu konzertieren... mit dem Zinkmangel kann das ja auch alles Zusammenhängen...
Wahnsinn das man sowas teils auch unbewusst macht... 🙁 aber es ist im Augenblick wirklich so... die Dinge einfach sein lassen, genießen und auch mal über sinnloses reden... ich merke das ich fast jedes Gespräch gedanklich analysiere und häufig eben auf Dinge aufmerksam mache... bin aber selbst sehr unsicher und biete viel Angriffsfläche... z.m durch meine Unsicherheit oder Ängsten wie z.b Fehler zu machen, nicht gut ankommen usw. mache ich es anderen leicht mich anzugreifen... wie ich darauf reagiere? Meistens fällt mir kein guter Konter... zur Zeit schlucke ich es runter auch wenn ich mich angegriffen fühle und ignoriere es oder versuche es etwas ins lächerliche zu überspielen... ob das eine gute Strategie ist?

Dass das besonders in einer therapeutischen Bezie-
hung geschehen kann (und du dir die analytisch-
problembezogene Sichtweise aneignest) ist nur
verständlich. Denn klar hilft es dir, deine Probleme
auf den Punkt zu bringen - aber dann solltest du
schon auch einen Schritt weiter gehen, nämlich
eine Lösung für das Problem zu entwerfen, die
entsprechenden Schritte zu tun und wenn es dann
gelöst ist, dein Leben wieder "normal" zu leben
bzw. die alltäglichen Herausforderungen ernst zu
nehmen, so wie deine Bewerbung. Das Leben ist
ja nicht nur Psychologie 🙂 sondern die Psycholo-
gie soll dazu helfen, ein gutes Leben zu führen,
aber kein Selbstzweck sein.

Genau so ist es... ich denke es ist wichtig diese Bereiche strikt zu trennen... es ist eben auch so das ich eben in der Kindheit wenig mitbekommen habe und einfach diesen "halt" und "schützt" wo man Dinge fürs Leben lernt... Auf die Vergangenheit zurück zuschauen bringt mir wenig und einholen kann ich auch wenig. Ich stelle mir die Frage und die ist auch selbstverständlich denke ich, was ich selbst "hier und jetzt" so wie meine Situation ist dafür tun kann, mich Persönlich entfalten zu können... Persönlichkeitsentwicklung finde ich ist sehr wichtig... gerade bei mir? Damit ich die Dinge wirklich sein lassen kann wie sie sind... um offener, aktiver und Lebensfroher zu sein... echtmal... anderen Menschen geht es wirklich viel schlimmer... Job, Stress, Kinder usw. und davon schütze ich mich auch... und deswegen in die Einsamkeit rutsche...

Wegen dem Zinkmangel lese ich mir gut durch und danke dir! Dir auch einen schönen Sonntag!
 
.. es ist jetzt einfach so, das es mir in Moment schwer fällt sich auf das Wesentliche zu konzertieren... mit dem Zinkmangel kann das ja auch alles Zusammenhängen...

Da wärst du nicht der Erste, DanshiDo, bei dem das so
ist. Deshalb wäre es wichtig, dass du das einfach mal
ausprobierst und beobachtest, ob/wie sich dein Denken
ändert. Auch das Gehirn braucht halt fürs gute Funktio-
nieren bestimmte Nährstoffe und wenn die fehlen, gibt
es allerlei wundersame Veränderungen. Speziell bei
Zink und Vitamin B12 kenne ich da drastische Fälle.

.. bin aber selbst sehr unsicher und biete viel Angriffsfläche... z.m durch meine Unsicherheit oder Ängsten wie z.b Fehler zu machen, nicht gut ankommen usw. mache ich es anderen leicht mich anzugreifen... wie ich darauf reagiere? Meistens fällt mir kein guter Konter... zur Zeit schlucke ich es runter auch wenn ich mich angegriffen fühle und ignoriere es oder versuche es etwas ins lächerliche zu überspielen... ob das eine gute Strategie ist?

Warum nicht? Man muss nicht auf alles reagieren,
auch das passive Ignorieren und Abwarten ist eine
denkbare Strategie (siehe Frau Merkel 🙂 ...).

Wenn ich angegriffen werde, besinne ich mich auf
meine Verteidigungsmöglichkeiten - und eine davon
ist, den Angreifer ins Leere laufen zu lassen oder ihn
mit einem unerwarteten Muster aus dem Konzept zu
bringen, z.B. ihm für die Kritik zu danken und ihn auf-
zufordern, das öfters zu tun. Du glaubst nicht, in welch
verblüffte Gesichter du mit solchen Aktionen blicken
kannst!

... es ist eben auch so das ich eben in der Kindheit wenig mitbekommen habe und einfach diesen "halt" und "schützt" wo man Dinge fürs Leben lernt...

Was du in der Kindheit nicht bekommen hast, kannst du
dir zumindest im Ansatz auch später nachholen. Es muss
nicht alles in der Kindheit passieren, auch wenn manche
Psychologen das behaupten.

Du kannst dir z.B. mal vorstellen, du hättest einen Zwillings-
bruder gehabt und bei ihm wäre alles "perfekt" gelaufen -
wenn du ihn dann heute anschaust und mit ihm spreche
würdest: was hättest du ihm (durch deine "Mangelerfahrung")
voraus? Wofür wärst du dankbar? ... und dann kannst du
dich fragen: Was hat er, das mir fehlt und wie kann ich mir
das heute noch "nachbestellen"?

Sicher bleiben da Lücken - aber auch eine "mangelhafte"
Kindheit nützt Menschen in der einen oder anderen Weise.
Ich habe z.B. sehr früh beide Eltern verloren und dadurch
einen völlig anderen Bezug zu Tod und Sterben entwickelt
wie andere, bei denen die ersten nahen Todesfälle das Meer-
schweinchen oder der Hamster waren.

Ich stelle mir die Frage und die ist auch selbstverständlich denke ich, was ich selbst "hier und jetzt" so wie meine Situation ist dafür tun kann, mich Persönlich entfalten zu können...

Du kannst alle drei Zeitbereiche (Vergangenheit, Gegenwart
und Zukunft) nutzen, um deinen Entwicklungsprozess zu
fördern: aus der Vergangenheit das aufspüren, würdigen und
pflegen, was für dich wertvoll und wichtig war; in der Gegen-
wart das wertschätzen, was (schon) gut ist und dich darüber
freuen - und im Hinblick auf deine Zukunft dir Ziele setzen
und sie in angemessen kleinen oder großen Schritten zu er-
reichen versuchen.

Vergiss aber bitte nicht, dass du in den zurückliegenden über
20 Jahren schon so viel "entwickelt" hast, dass du so einen
Wachstumsschub in den nächsten 80 nicht mehr erleben wirst.
Du hast z.B. selbständig gehen geübt, hast lesen, schreiben
und rechnen gelernt, kannst dich mit deiner Muttersprache
und vielleicht in anderen Sprachen ausdrücken usw. 🙂 und
die nächsten Jahre und Jahrzehnte wirst du herausfinden, mit
wem du im Leben was erreichen möchtest und dich während-
dessen (!) immer besser kennenlernen. Das geht nicht über
Nacht, deshalb möchte ich dir vor allem Ausdauer und Geduld
wünschen.

Gruß, Werner
 

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