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ithink

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Als ich gerade den Thread über BGE las, hatte ich die Eingebung, dass es doch ganz interessant sein könnte, einmal etwas Anderes als die politischen Ideen irgendwelcher Parteigremien vor die Nase zu bekommen. Ich fang einfach einmal an:

Also, meine Idee wäre, auf längere Sicht die Rente im Allgemeinen abzuschaffen.

Warum?

1. Die Menschen werden immer älter und immer mehr Menschen vergammeln im Alter in Seniorenheimen und ähnlichen Institutionen, weil die Nachkommenschaft, falls sie überhaupt existiert, anderes zu tun hat, als sich um die Alten zu kümmern. Sie haben also nichts von ihrem Alter, außer einer Rente, die sich geldgierige Pflegeheimbetreiber in ihre Tasche stecken.

2. Durch den enormen Geldbetrag, der für die Renten aufgebracht werden muß, schmälert sich in der Vorrentenzeit das Nettoeinkommen nicht ganz unerheblich. Stünde dieses Geld dem Verdienenden zur Verfügung könnte er seine Berufstätigkeit in vielen Fällen ganz anders gestalten.

3. Ein acht Stunden oder länger andauernde Tätigkeit ist vermutlich von den meisten Arbeitenden weder gewünscht, noch ist sie unbedingt notwendig. 3o Tage Urlaub oder weniger im Jahr sind viel zu wenig. Die allermeisten Jobs lassen sich splitten, sodaß sich mehrere Menschen diese Tätigkeit teilen könnten. Man sähe sich also in die Lage versetzt gerade in dem Lebensabschnitt, in dem man normalerweise noch körperlich zu 100% leistungsfähig ist, Familien gründen wollen würde, längere Reisen unternehmen wollen würde, dieses auch genau dann zu realisieren und müßte nicht erst warten, bis man alt und klapprig ist. Dafür würde man halt arbeiten, solange es irgendwie geht.

4. Grundvoraussetzung für diese Modell wäre die lebenslange Möglichkeit, sich relativ kostengünstig fortbilden zu können. Das Gros der Kosten dafür müßte der Staat tragen, der im Gegenzug keine umfangreichen Rentenzahlungen, Pflegegelder u.ä. mehr zu verteilen hätte. Kombinieren könnte man das Ganze mit einer starken Vereinfachung der Steuergesetze (spart massiv Kosten durch Bürokratieabbau), Bürokratieabbau auch im Kranken- und Pflegekassenbereich, Umbau der ARGE (Fortbildung als Primärziel, Erheblich zielgerichtetere Beratung und Förderung durch umfangreiche Schulung der Mitarbeiter, natürlich auch ein Spezialprogramm für Drückeberger und Schmarotzer (geht leider nicht ohne, wären aber vermutlich deutlich weniger)), Umbau des Bildungswesens etc. etc.

5. Die Arbeitszeit würde ab einem bestimmten Alter den individuellen Wünschen angepaßt, natürlich auch im Falle chronischer Erkrankungen. Es würde für alle Bereiche ein Mindestlohn eingeführt.

6. Wenn absolut keine Berufstätigkeit mehr möglich ist, wird den Wünschen des Betroffenen gemäß (wenn er noch im Besitz seiner geistigen Fähigkeiten ist) ansonsten nach Falllage, eine Unterbringung und Versorgung auf vernünftigem Niveau auf staatliche Kosten ermöglicht, es sei denn eine private Versorgung ist erwünscht.

usw. usw. ist ja nur eine Idee.

Was haltet ihr davon?
 
Die staatlich organsierte Rente ist das beste System.
Richtig wäre es, alle einzahlen zu lassen und die Rentenbeiträge nach oben anzupassen - sowohl für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
 
Die staatlich organsierte Rente ist das beste System.
Richtig wäre es, alle einzahlen zu lassen und die Rentenbeiträge nach oben anzupassen - sowohl für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Selbst angespart und gesammelt in 'Urgroßmutters Truhe" wär für viele die finanziell attraktivere Alter-Native gewesen.
 
Nein. Denn das würde voraussetzen, daß dies überhaupt jemand konsequent schafft. Ob das auf freiwilliger Basis fonktionieren würde, ist nicht glaubhaft. ( die FDP meint das zwar, aber das hat Gottseidank nichts zu sagen )
 
Nein. Denn das würde voraussetzen, daß dies überhaupt jemand konsequent schafft. Ob das auf freiwilliger Basis fonktionieren würde, ist nicht glaubhaft. ( die FDP meint das zwar, aber das hat Gottseidank nichts zu sagen )
"Die staatlich organisierte Rente ist das beste System", schriebst Du. Das beste - aus keinem anderen zur Wahl gestanden habendem System.

Sehr viel Geld wurde vom Staat zweckentfremdet, so dass den Rentnern heute
nicht das Geld gezahlt wird, das ihnen aufgrund ihrer Einzahlungen möglich wäre zu erhalten.

Ja, klar, es ist schwierig, Geld über zB 45 Jahre monatlich zurückzulegen und da nicht in Notlage oder nach 20 Jahren zu verprassen - 150.000 € in der "Truhe" mag schon die eine oder andere "Sünde" wert sein😀.

Einige würden wahrscheinlich ihr Geld bei Versicherungen einzahlen statt in die gesetzliche
Rentenkasse mit ihrer letztlich noch geringeren Transparenz, wohin genau die eingezahlten Beiträge fließen,
als bei privaten Versicherungen.

Ich selbst favorisiere das bedingungslose Grundeinkommen für alle (es gibt da verschiedene Rechenmodelle, die sich ja jeder selbst ergoogeln kann, um sich vergleichend Meinung zu bilden), dann hätte sich die Rentengelder(miß)wirtschaft ganz
nebenbei auch erledigt.
 
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