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ich will (so) nicht mehr leben. / ich will sterben

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etwas spät, aber ich möchte mich bei euch allen für eure Beiträge bedanken 🙂
 
liebe/r Talisman
ich war schon oft in einer Lage wie du, ich habe oft an Selbstmord gedacht und alles drum und dran... dabei arbeite ich noch nicht einmal, ich gehe sogar noch zur Schule (8. Klasse). Vor allem Teenager haben solche Probleme wie ich, viele ritzen sich sogar. Ich habe schon bald gemerkt, dass dies nichts bringt. Du solltest das auch nicht tun. Ich habe schon viele Selbsthilfeblogs im Internet gelesen und es gibt viele Möglichkeiten, wie du das alles bewältigen kannst.
1. Fang von Vorne an.
Du solltest in eine andere Stadt umziehen und wieder die Freude am Leben finden.
2. Denk nach.
Setze dich einige Stunden lang an deine Bettkante oder so und denke nach, was dich glücklich macht. Dann weißt du wenigstens wieder, was dir Freude bereitet.
3. Schreiben.
Schreibe jeden Tag mindesten 3 Sachen auf, die dir am meisten gefallen haben.
4. Schreiben 2
Ja, nochmal. Aber ein Buch. Drücke deine Gefühle in diesem Buch aus, wenn es dir schwer fällt, mit anderen darüber zu reden. Vielleicht wird es gut und du kannst es später veröffentlichen.
5. Freude.
Studien beweisen, dass Haustiere glücklich machen. Oder der Geruch von Babys oder so. Es werden mittlerweile solche Duftstoffe gegen Depressionen angeboten.
6. Probier neues aus!
Es gibt so viele Dinge, die du noch nicht gemacht hast. Mach etwas aus deinem Leben! Geh zum Beispiel Fallschirm springen oder iss richtig asiatisch!
7. Gönnen.
Die Menschen heutzutage gönnen sich fast gar nichts mehr... geh nach der Arbeit vielleicht in ein Restaurant oder einen Freizeitpark. Noch eine Methode, um Leute kennen zulernen!!!

Es gibt so viele andere Lösungen, seinen EIGENEN Sinn des Lebens wiederzu erlangen. Du wirst das alles irgendwie schon schaffen!!!

Viel glück beim dich selbst überwinden, :herz:
_skrozo_
 
Liebe Talisman.

Wie geht es Dir heute? Was macht Dein Leben.
Ich lese Dich gerade erst jetzt. Aber zur gleichen Zeit ( Januar 2018) ging es mir genauso wie Dir. Nur, dass ich Anfang dreißig bin. Nach Akutklinik für zehn Wochen und ambulanter Therapie in diesem Jahr fühle ich zwar anders und verstehe mehr über mich, aber das Leben an sich fühlt sich keinen Deut besser an.
Ich bemühe mich, arbeite an mir und wertschätze so viele Dinge, ganz kleine. Nichtsdestotrotz fühle ich mich einsam und erschöpft. Sooft habe ich neu angefangen, versucht, weiter zu laufen. Jetzt bin ich kraftlos.
Obwohl ich von außen betrachtet "alle Möglichkeiten" habe (Diplom an Uni, musikalische Fähigkeiten, Keine Familie/Partnerschaft, keine Schulden/Verpflichtungen), fühle ich mich nicht im Stande, einen neuen Weg zu gehen. Sooft habe ich mich aufgerappelt ( Tod eines meiner besten Freunde, Betreuung meines Vaters bis zum Tod, Selbstmordversuch meines Bruders mit Koma, Vergewaltigungsthematik mit Opa mütterlicherseits....und mehr). Jetzt fühle ich mich abgeschnitten vom Leben. Ich würde so gerne neu starten, aber ich habe keine Kraft. Welchen Schritt kann ich jetzt gehen. Eine gefühlte Endlosschleife, welche ich trotz aller mir gerade möglichen Bemühungen noch nicht im Stande war, zu durchbrechen. Hast Du dies geschafft? Ich wünsche es Dir herzlich, zudem auch eine schöne Advenszeit. Ruben
 
Ich antworte auf einen alten Beitrag, aber für die Leute, die so wie ich durch Zufall hier landen, will ich doch einen Kommi dalassen:

Das Kernproblem ist m.E. der sexuelle Missbrauch durch den Vater. Mir geht es nämlich haargenau so, mit allen beschriebenen Folgeerscheinungen: Identitätsfragen, Selbstsabotage, zu spät zu Therapien u.a. wichtigen Terminen, abgegrenzt von den Menschen, depressiv - inklusive Lebensmüdigkeit/-verdruss, etc. pp.

Bei mir heißt es „komplexe PTBS“, aber im Prinzip geht es um Traumafolgen. Als Kind wiederholt so etwas ausgesetzt zu sein, hinterlässt Spuren in der Entwicklung. Sexueller Kindesmissbrauch in engen sozialen Beziehungen wie durch den eigenen Vater ist vor allem geprägt durch

1. Hilflosigkeit
2. Verrat und
3. Todesangst (auch wenn nicht sofort wahrgenommen oder objektive Gefahr vorhanden).

Wer auch immer das liest, und auch davon betroffen ist: Du bist nicht allein. Wir sind viele. Suche eine gute(!) Traumaklinik, und wenn es die nicht gebracht hat, suche noch eine, und noch eine… bis Du eine hast, wo Du Verständnis findest und die für DICH richtigen Werkzeuge / Bausteine, um zu heilen. Alles Gute dafür!
 
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