Erinnert mich an meine Kindheit. Da haben meine Freunde alle ihre Freundinnen und prahlen wie toll sie doch alle sind. Wilde Geschichten wurden erzählt, da hinterfragt man sich schon das ein oder andere mal“Wieso ich nicht?“. Und eines Abends bekam ich so ein komisches Gefühl bei einem Mädel. Sie war eine vornehmliche Person, gutem Hause, sehr sportlich und meines Erachtens ziemlich ideal für mich. Das Problem war leider folgendes, die erschien mir recht weit entfernt. Da habe ich damals versucht sie irgendwie zu imponieren. Ich schreib ihr schnulzige Texte, immer und immer wieder. Sie gab mir unmissverständlich klar, dass ich bei ihr keine Chance hätte. Ja ich kann mit stolz sagen, ich hatte mit mehr Körben zu tun in der Zeit als ein Magic Johnson. Ich blieb aber dran, schrieb ihr immer und immer wieder, fast schon aufdringlich. Und ihr gefiel die netten Worte, ich glaube es gibt kaum Menschen die etwas nettes über sich von jemanden nicht gerne hört. Und mit schreiben meine ich auch nicht irgendwelche kurz Mitteilungen oder Chatgespräche, sondern Briefe, die wie Romane schienen, stundenlang saß ich an einer Mitteilung teilweise. Das ging ehrlich gesagt auch 1,5 Jahren so durch, für ein Teenager wohl eine verdammt lange Zeit. Und ich habe jeden Gott verdammten Tag ihr geschrieben und nicht aufgehört daran zu glauben, dass sich was ändern könnte. Die Monate verstrichen, da kam mein bester Freund zur damaligen Zeit zu mir und meinte“Du musst auch mal etwas einsehen und nicht verbissen und stur etwas erzwingen!“. Vielleicht hatte er Recht, ich trat etwas kürzer. Und als ich mich so langsam damit abgefunden habe bekam ich die Nachricht, dass mein bester Freund nun mit zusammen sei. Das fand ich alles andere als fair aber konnte es nicht ändern. Ich konnte es vom ersten Tag an nicht ändern, und auch nicht am letzten Tag. 4,5 Jahre später lernte ich eine nette junge Frau kennen und da lief es deutlich besser. Man darf nicht so stur sein und versuchen sich durch zu setzen, anderer seit´s kann es auch nicht schaden um etwas in einem gewissen gesunden Rahmen zu kämpfen. Sofern ich heute darüber nachdenke, kann ich darüber leicht schmunzeln. Aber eins ist geblieben, so fern ich die Chance besitze (auch noch heute) es besser machen zu können, ich würde es versuchen. Nun nach etlichen Jahren blieb von dem ganzen nicht mehr viel hängen außer der Tatsache,dass ich gerne schreibe 🙂
Mit freundlichen Grüßen