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Ich will dieses Leben packen!

Br'ok'en97

Neues Mitglied
Hallo,
Ich bin Jessica,16 Jahre alt und wohne in Mönchengladbach.
Ich habe hier schon mal einen Beitrag verfasst,in einem anderen Profil aber das ist schon ewig her..
Ich fasse mich daher mit den damaligen Geschehnissen kurz: Mein Vater starb, wo ich 6 Jahre alt war an Krebs.
Wir zogen um und ich kam aufs Gymnasium nach der 4. Klasse. Meine Mutter fing 2-3 Jahre davor an zu trinken und es wurde immer schlimmer,sodass sie mich auch beleidigte und schlug. Zusätzlich wurde ich auf der Schule gemobbt und verprügelt. Ich bin zu allen Autoritäten gerannt, aber keiner konnte mir richtig helfen. Ich ging zum Jugendamt..Doch alles was ich hörte war,die Probleme kann man aus der Welt schaffen, Du kannst nicht von zu Hause weg, das Leben ist nunmal kein Ponyhof. Und was ist? Ich habe die Probleme bis heute noch! Ich bin nun freiwillig auf die Hauptschule gegangen und Besuche zum 2 . Mal die 9. Klasse weil auch da das Mobbing nicht aufhörte, ich will in die 10B aber es sieht mehr als schlecht aus für mich... ich war früher dicker,wog fast 105 kilo und habe mich auf 71.3 kg runtergehungert. Und NEIN bin getestet worden,ich bin nicht magersüchtig. Aber das brachte Alles nichts. Habe bereits Selbstmordversuche hinter mir und fing an mich zu ritzen. Ich konnte aus eigener Kraft aufhören.. nun zu Aktuellerem: ich Kriege mein Leben nicht mehr auf die Reihe. Meine Familie bis auf meine Tante steht nicht hinter mir,meine Mutter ist schon wortwörtlich zum Monster mutiert. Meine Mitschüler treten mich jedes Mal zu Boden und ich habe Todesangst in die Schule zu gehen. Ich habe auch daher keine Freunde mehr. Ich war bei so vielen Hilfsgruppen, die einem bei brachten, wie man sich dagegen wehrt. Ich habe es 2 Jahre lang mitgemacht und ich kann es immer noch nicht,sie haben nicht angeschlagen. Mein Freund,den ich seit April habe,kann ich auch vergessen,er kommandiert mich mittlerweile nur noch herum.. er nutzt mich auch nur noch aus. Es gibt auch keinen,der an mich glaubt, und auch kaum einen der mich mag, weil ich unter Depressionen, Suizidgedanken und Pessimismus leide.. und das, seitdem ich 11 Jahre alt bin. Ich bin vom Kopf her weiter als andere. Doch keiner weiß,wie es mir wirklich geht und ich finde keinen Ausweg. Was soll ich nur tun? Ich rede heute wieder zum ersten Mal darüber.. und vor allem..Rede ich ungern über die Sache,dass ich auch sexuellen Missbrauch hinter mir habe. Auch mit einer erfolglosen Therapie. Ich sehe keinen Sinn mehr in meinem Leben,was kann ich nur tun? Ich will endlich wieder lachen und glücklich sein. Der Einzige, der mich noch am Leben hält,ist mein Herz und mein heimlicher Schwarm. Er weiß,dass ich ihn liebe und ich war auch bereits mal bei ihm.. er liebt mich auch,ich spüre es. Ja ich bin verliebt,obwohl ich einen Freund habe. Aber seine Taten zeigen mir, dass seine Worte gelogen sind. Ich will einfach wieder glücklich werden,nach jahrelanger nutzloser Therapien.. Bevor es echt zu spät ist ich gebe mich selber auf.. Bitte helft mir 🙁
 
Wo ich das gelesen habe, habe ich echt Mitleid mit dir bekommen! Du tust mir leid, Also will ich versuchen dir zu helfen!

Erstens: Deine Situation ist nicht hoffnungslos! Wann ist eine Situation hoffnungslos? Erst dann, wenn es keinen Weg mehr gibt, ihr zu entfliehen. Vielleicht hast du genau dieses Gefühl. Du denkst, dass sich deine Situation nie ändern wird. Aber dem ist nicht so. Die Zeit rüttelt an jeder festgefahrenen Situation. Aber noch viel wichtiger ist es, dass DU es bist, der mit seinem Willen an dieser Situation rüttelt, und zwar mit aller Kraft!

Im Moment magst dir vielleicht vorkommen wie ein Haufen Elend. Die Tatsache aber ist, dass du immer genau das bist, was du glaubst zu sein. Viele Leute mit Depressionen bemerken nicht, dass ihr Wille gar nicht auf ein Ziel ausgerichtet ist. Auf eine Situation in der sie sich befinden wollen. Ihr Denken ist auf ihre Situation bezogen und ihr Wille sagt bloss "Ich will dass es nicht so ist!". Das ist aber kein Ziel! Wenn du aus deiner Situation rauskommen willst, musst du ein Ziel ins Auge fassen! Befasse dich nicht damit wie es nicht sein sollte, sondern damit wie es sein soll! Erträume deine Zukunft und halte daran fest! Und sobald du dieses Ziel vor Augen hast, bist du schon ein bisschen mehr die Person, die du sein möchtest. Und sobald Hoffnung da ist, kommt auch wieder Leben in dich! Und lass dir von niemandem sagen, dass dein Ziel doof ist, sinnlos, oder nichtsnützig. Dein Ziel ist ein Seil, dass dich aus deinem schlammigen Loch ziehen wird, je fester du es umschliesst! Lass die anderen dieses Seil niemals kappen!

Nun noch zu etwas was mir aufgefallen ist:

Habe bereits Selbstmordversuche hinter mir und fing an mich zu ritzen.

Hasst du dich selber? Ritzen ist ein Zeichen von Selbsthass. Du hasst dich, weil du dich selbst bist, und nicht der, den die Gesellschaft haben will. Denk ein Weile darüber nach! Es ist sehr wichtig, dass du realisierst, warum du das tust, und das es ein absolut sinnloser Mechanismus im menschlichen Gehirn ist. Du musst dich nicht bei den anderen Liebkind machen. Niemals. Und schon gar nicht bei Leuten, die dich angeblich hassen! Diese Leute haben von dir nicht die geringste Aufmerksamkeit verdient, ausser wenn sie dich tätlich angreiffen. Du darfst ruhig zurückschlagen. Du bist nicht mehr das Häufchen Elend von vorhin. Du bist eine Frau, die unabhängig auf der Weltkugel rumläuft, mit einem festen Ziel, das sie erreichen will und wird.

Dir stehen alle Türen offen zu einem besseren Leben. Du willst nicht alle diese Türen zuschlagen und die eine kleine Türe nehmen, die zu deiner endgültigen Zerstörung, dem Suizid, führt! 🙂
 
Hallo Br'ok'en97,
ich finde es toll, das du das Leben packen willst, ich weiß es wird für dich sehr schwer, aber gib nicht auf!!!
Meinst du nicht, das es besser für dich wäre aus deinem jetzigen sozialem Umfeld in ein anderes zu gehen. z.B.
mit Hilfe des Jugendamtes?
Viele Grüße Donald
 
Ich weiß nicht wie es möglich sein kann, dass du in der Schule regelmäßig Gewalt erfährst. Die Lehrer/der Direktor müssen doch etwas dagegen unternehmen. Du weißt doch sicherlich, wer die Leute sind, die dir das antun. Dann erzähl es dem Direktor und sag, sie müssen bestraft werden (und die Strafen müssen durchgesetzt werden) weil die Schule da in der Pflicht ist, sonst zeigst du eben die Autoritäten an wegen Pflichtvernachlässigung.
Hauptschule ist natürlich auch ein übles Sammelbecken für allerlei asoziale Gestalten, klingt hart, ist aber so. Vielleicht solltest du daran arbeiten, auf eine andere Realschule zu kommen und dann dein Abitur an der Abendschule machen oder sowas.
Steh auf jeden Fall ein für dich, schlimmer kann es ja leider sowieso kaum noch werden. Und vielleicht musst du auch von dem toxischen Umfeld names Familie weg mit Hilfe des Jugendamts. Wenn die Mutter trinkt und sich wie ein Monster verhält ist das ein extremer Stressfaktor im Leben und man hat einen guten Grund Jugendamthilfe in Anspruch zu nehmen. Ich bin mir sicher, du wirst es schaffen, an deiner Situation etwas zu ändern. Betreutes Wohnen oder so…? Da könntest du vllt sogar Freunde finden.
 
Ich habe schon so vieles versucht... ging zum Direktor der die Eltern benachrichtigt hatte..aber es wanderte sich nichts...
Dann war ich ein Jugendamt..zuerst sagte meine Sachbearbeiterin dass si mir helfen will..dann aber sagte sie mir jegliche Hilfe ab,als sie sich die Sicht meiner Mutter anhörte..sie ließ sich komplett einlullen und hat MICH dann halt dargestellt als sei ICH diejenige die sich ändern müsste.. wir sind dann zu einer Familientherapie geschickt worden. Die aber nie statt fand,weil meine Mutter sich weigerte.. mir hat man dann später gesagt,dass das Jugendamt nichts für mich tun könnte,ich würde nicht regelmäßig geschlagen und das Leben sei eben kein Ponyhof. Monate später wurde meine Mutter gegenüber mir und meinem Freund handgreiflich. Sie schubste mich gegen den Türrahmen..ich hatte Prellungen und 2 verstauchte Rippen (wenn man es denn so nennen kann)
Ich schubste sie zurück,woraufhin sie beinahe hin fiel wenn die Wand nicht da gewesen wäre.. sie konnte sie vor lauter Alkoholeinfluss nicht mal mehr auf eigenen Beinen halten..
Ich wurde daraufhin für 5 Tage vom Jugendamt zu einer pädagogischen Ambulanz geschickt. Eine Auffangstation für Mädchen.. nach diesen 5 Tagen war ich wieder zu Hause. Das wars dann. Mittlerweile ist meiner Sachbearbeiterin gekündigt worden und ich habe eine Neue..
nun was Schule anbetrifft: ich wollte nach Besuch der ersten neunten Klasse wieder wechseln. Das Problem war nur meine Noten waren zu schlecht für das Gymnasium,die nächste Realschule war nur mit dem Zug erreichbar und es blieb mir wieder nur die Hauptschule. Einige Kilometer von mir war eine Hauptschule die weitaus mehr Niveau hatte. Der Direktor musste sich zuerst über reden lassen. Dann 2 Wochen bevor die Schule wieder begann (das war in DN Sommerferien) bekam ich die Nachricht,dass mich die Hauptschule nicht nehmen wollte und hatte einen beiliegenden Brief des Schulamtes mit einer Ablehnung.. ich MUSS auf dieser Schule bleiben. Meine Tante versuchte bereits auch schon,für mich eine Wohngemeinschaft für mich zu finden. Sie wurde vom Jugendamt verwarnt.. ich kann auch nicht zu ihr ziehen weil mein Onkel nein sagt und ebenfalls Alkoholiker ist.

Wenn ich es könnte, hatte ihr sogar die Möglichkeit mit meiner Tante zu reden sie kann es euch bezeugen dass alle zu INKOMPETENT sind mir zu helfen
 
Hallo

Ich würde zu deiner neuen Sachbearbeiterin gehen und alles noch einmal mit ihr besprechen. Die organisiert auch die Wohngruppe. Dann noch zu ihrem Vorgesetzten, wenn das nichts hilft. Ruf den Kindernotdienst an und schildere denen die Situation. Geh zum Psychologen (Jugendpsychologen).

Gibt es eine Gesamtschule oder eine Waldorfschule in deiner Nähe? Wenn du eh auf der Hauptschule bist, kannst du such wegziehen in eine Wohngruppe und eine andere Schule besuchen. Schlimmer geht wohl nimmer. Doof ist, dass du die 9. schon zum zweiten Mal machst. Selbst wenn du es da nicht packst, gibt es auch Programme, aber das lässt erst mal tunlichst sein. Da kommt man nicht so schnell rein, wenn überhaupt.

Ich würde auch mal zur Kirche gehen. Seelsorge und so. Immer wehren, nicht aufgeben.

Sonst gehst in eine andere Stadt und noch einmal aufs Jugendamt...ich würde immer weiter zu denen gehen..zu verlieren hast ja kaum was...
 
Ja da muss ich schauen, wie und wann.
Wenn, dann gehe ich mal mit meiner Tante zu der Neuen
Sachbearbeiterin.
Bei einem Jugendpsychologen
bin ich bereits bzw. Tagesklinik. Und
immer reden und reden macht mich auch nicht glücklich.
Nein eine Gesamtschule ist auch erst im nächsten Stadtteil zu finden.
Und so schnell in eine Wohngruppe KANN ICH NICHT!
Ich kenne doch die Problematik! Jugendamt muss erstmal
davon über zeugt sein,dass es Gründe gibt,damit ich da weg kann.
Und in eine Stadt kann ich daher also auch nicht,solange
das Jugendamt nunmal nicht einverstanden ist.
Zur Kirche bringen mich keine 10 Pferde..
wie gesagt immer nur zu reden und zu reden,bringt mir
nichts. Und immer wieder zum Jugendamt gehen kann
ich leider nicht,weil wenn die auf haben,habe ich
noch Schule und wenn sie aus ist,ist das Jugendamt
bereits geschlossen.
 

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