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Ich will den Hof nicht übernehmen

Du bist noch sehr jung und Deine Eltern auch: Bis es wirklich mal aktuell wird, dass Du den Hof übernehmen musst, fließt hoffentlich noch viel Wasser den Bach runter: Du solltest Dich deswegen nicht zu sehr zermartern: Mach jetzt erstmal dein Ding: Du weißt garnicht ob sich deine Einstellung vielleicht noch ändert.
Trotzdem: Es ist natürlich absolut richtig, wenn Du mit deinen Eltern jetzt schon redest, damit ihr jetzt schon Pläne schmieden könnt, was werden soll, wenn Du den Hof mal nicht übernimmst. Schlimm wäre es, wenn Deine Eltern jetzt kurz vor der Rente stünden: So hopplahop findet man keine gute Lösung. Aber ihr habt ja zeit genug, eine gute Lösung zu suchen.
 
Normaler weise hast Du Dir Deine Frage schon selbst beantwortet.
Nun ist das Leben nicht nur Zuckerschlecken, aber der Hof ernährt Dich zu 100%.
Du selbst weißt ganz genau was Du an Kraftfutter, Rauhfutter und Gras/Silage brauchst und auch was für Technik Du Warten musst.
Du weist ob Du reine Stall Haltung oder Mutter Tierhaltung betreibst.
Was Du an Zuschüssen und Steuerersparnissen nutzen kannst.
Für einen Melkroboter ist die Herde zu klein, Rohrmelkanlage oder Kannenmelken wird es dann wohl sein.
Die Kälber und das Jung- oder auch Mastvieh machen nicht nur Arbeit.

Ich könnte immer weiter schreiben, aber letzt endlich liegt es an Dir wie Du Dich entscheiden musst - im Grunde entscheidest Du Dich für ein vermeintliches Sorgenfreies Leben. Oder ein Leben welches voller Herausvoderungen und vor allem Verantwortung auf Dich wartet.
Du darfst nicht krank werden - Deine Rinder dürfen das auch nicht und wie schnell ist der gesamte Rinderbestand wegen ein paar kleiner Mücken und der Blauzungenkrankheit ....
Das mit dem Tierquäler und dem schlecht machen der Landwirte ist nun aber nicht Deine wirkliche Meinung.
Du weißt doch das es bei Deinen Eltern nichts gibt was man beanstanden könnte.
 
Hei,

kann man denn von 15 Milchkühen leben? Mein Bruder hat auch eine Landwirtschaft - allerdings in einer anderen Dimension. Selbst er hat zu kämpfen...klar jammern auf etwas höherem Niveau.
Aber deine 15 Kühe sind sicher keine große Geschichte.Vom Milchgeld kannst du nicht leben.
Kann man bei 15 Kühen wirklich so viel in die Zukunft investiert haben?

Wald - das muss dann wohl deine Haupteinnahmequelle sein.
Wenn du in einer schönen Landschaft lebst, Berge eventuell....?

Dann würde sich das was dir ein Vorschreiber riet anbiete: Wellness, Erlebnis, Direktvermarktung, Feste....
da liegt die Zukunft der Bauern.Kreativität ist gefragt.


Ich denke mit Ideen, Fleiß und Engagement kann man in diesem Metier schon eine gute Existenz aufbauen.
Nachteil:
Einen geregelten Feierabend gibt es selten, Freizeit sowieso nicht. Du lebst für dein Gewerk - ganz normal. Ich kenne das seit 16 Jahren.
Selbstständig heißt selbst und ständig, da gibt es keinen Samstag, Sonntag, Feiertag oder eine 40 Stunden Woche, geschweige denn Krankheit.
Du kannst ruhig krank sein, aber arbeiten musst du trotzdem. Arbeitest du nicht, kommt auch keine Kohle rein.
Wenn mir manche sagen: Klasse Selbstständig, dann muss ich sagen: träume weiter, klar kann ich mir meine Zeit selbst einteilen, kein Chef macht mir Vorschriften. Bring ich aber meinen A**** nicht hoch, dann ist am Monatsende Ebbe in der Kasse. Als Selbstständiger ist Disziplin die Grundvoraussetzung.

Du bist nicht da, die Erwartungen deiner Familie zu erfüllen. Stehst du nicht voll hinter deiner Entscheidung und gehst die Sache nur widerwillig oder aus Pflichtbewusstsein an, wird alles sowieso den Bach hinuntergehen.
Damit ist keinem geholfen.

Kühe kann man abschaffen, den Wald verkaufen, Grund bekommt man heute auch los - ganz egal wo er liegt.
Also wo ist das Problem, alles hausgemacht, weil man sich vor Entscheidungen vor Veränderungen fürchtet....!

es gibt immer noch die Option verpachten, vielleicht hat ein anderer mensch ein Konzept euren Hof zu nutzen und kann sich dabei verwirklichen. ÖKO ist doch heute groß im kommen.
viele Grüße

Davon leben kann man davon nicht, aber darum geht es nicht, meine frage ist wie ich meinen Eltern erklären kann das ich nicht übernehmen will. Ich will einfach kein Landwirt werden. Und wie gesagt verkaufen und verpachten wird nicht funktionieren
 
Vermutlich solltest du es ihnen so schnell wie möglich sagen. Dann haben sie genug Zeit den Hof abzuwickeln.
Und wer weiß, vielleicht ergibt sich noch eine andere Nutzung.
 
Davon leben kann man davon nicht, aber darum geht es nicht, meine frage ist wie ich meinen Eltern erklären kann das ich nicht übernehmen will. Ich will einfach kein Landwirt werden.

Du brauchst ja kein Landwirt zu werden. Aber dann solltest Du es machen, wie ich Dir geraten habe: Dich jetzt schon auf eigene Beine zu stellen.

Wir haben dieselbe Situation wie ihr: Familienbetrieb, gleiches Alter, unser Kind ist auch 20 und es geht um die Frage der Nachfolge. Wir haben nicht vor, sofort in Rente zu gehen, aber es geht auch um Investitionen, die man tätigt...oder eben nicht, wenn das Küken eine Übernahme kategorisch ablehnt. Maschinen kann man recht leicht wieder verkaufen, bei Gebäuden sieht das anders aus. Wir müssten dringend neu bauen, aber das ist eine Investition, die langfristige Folgen hat. Wir würden es sofort tun, wenn wir sicher (ok, ein paar Grad Unsicherheit ist immer da, nicht wahr) sein könnten, die nächste Generation übernimmt mittelfristig.
Ihr habt 70ha Holz...ist wahrscheinlich die Haupterwerbsquelle, aber gerade da wird es in den nächsten Jahren wichtige Entscheidungen geben müssen (Käfer).

Bleibst Du dort wohnen, haben Deine Eltern immer insgeheim die Hoffnung "Vielleicht überlegt sich der Bub das noch anders."
Anfangs wird es natürlich eine große Enttäuschung sein für Deine Eltern, daß Du den Hof nicht nehmen willst. Aber sie werden mit der Zeit damit fertig werden. Müssen sie ja. Kein Elternteil will, daß sein Kind unglücklich ist...und unglücklich wärst Du, würdest Du übernehmen, nur weil Du Dich dazu verpflichtet fühlst.
Da musst Du halt durch.
Und wie gesagt verkaufen und verpachten wird nicht funktionieren
Aber an jemand anders übergeben geht. Das könnte dann zu Lasten Deines Erbes gehen. Das ist Dir schon klar, oder?
 
Bauer sein ist kein Beruf, es ist wohl eher eine Berufung...

Ansonsten, wird sich das Stück Land mit Gehöft +...schon gut verkaufen lassen, wenn es mal darum gehen sollte. Habt Ihr denn nur Fichtenwald, oder warum so eine Befürchtung vor dem Käfer, und Schnee?

Alles Gute Euch

Es wurde haupsächlich Fichtenbestand gerissen. Der Käfer, Windwürfe und Unwetter sind in unserer Region sowieso Standard.
 

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