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Ich will das alles gar nicht wissen

NyanNyan

Mitglied
Hallo...
Ich bräuchte in einer Sache einfach mal einen Rat. Ich kenne Jemanden, das ganze ist aus meiner Sicht eher eine oberflächliche Bekanntschaft. Wir sind sozusagen "Schulfreunde". Wir sehen uns nur in der Schule und wir gehen den Schulweg gemeinsam. Anfangs habe ich noch ganz gern mit der Person gesprochen. Inzwischen muss ich gestehen, dass ich ein recht einsilbiger Gesprächspartner geworden bin und eigentlich ausnahmslos genervt reagiere.
Das hat einen Grund. Und zwar fühle ich mich von dieser Person als Seelenmülleimer benutzt. Die "Unterhaltungen" drehen sich in 90 Prozent der Fälle nur um das Leben dieser Person, wie schlecht es ihr doch geht, psychisch und physisch, was sie morgen, gestern, vorgestern und was weiß ich nicht wann gemacht hat und warum, es geht um Beziehungsprobleme, Hass auf Menschen und so weiter und so fort. Was mich daran besonders nervt ist das Lächeln im Gesicht dieser Person und die Art wie sie die Dinge vorgeblich herunterspielt, sich aber gleichzeitig abmüht das ganze möglichst dramatisch darzustellen, wenn sie all den Kram auf mich einprasseln lässt. Als wäre das alles irgendwie zum Lachen.
Das allgemeine Sozialleben und die Handlungen der Person stehen dabei im krassen Gegensatz dazu wie diese Person sich ihren Erzählungen nach darstellt - z.b. erzählte sie mir, dass ihr große Menschenmassen nicht behagen, im nächsten Atemzug berichtet sie mir, dass sie diesen Sommer ein Festival besuchen will. Oder sie berichtet mir mit der Nähe von Menschen nicht zurecht zu kommen, tatscht mich aber ständig an. Das widerspricht sich und führt dazu, dass es mir sehr schwer fällt, sie überhaupt ernst zu nehmen.

Ich fühle mich hier einfach total überfordert und irgendwie auch beleidigt. Sehe ich so aus oder mache ich den Eindruck, dass es nötig wäre mir Blödsinn zu erzählen, damit ich da bleibe?
Ich habe nach einer der Monologe dieser Person immer das Gefühl mit enormer Last beladen zu werden. Ich will das alles aber einfach gar nicht wissen! Wir sind uns meiner Ansicht nach einfach nicht vertraut genug, als dass ich das alles wert wäre zu erfahren.
Ich bringe es nicht übers Herz ihr gerade heraus zu sagen, dass sie die Klappe halten soll. Einmal geht es mir um Höflichkeit und zum anderen mag ich diese Person ja durchaus schon, nur nicht in diesem ausgeprägten "ich begrab dich mit meinem Seelebmüll"-Gehabe.
Ich versuche es eben mit einsilbigen Antworten, stelle nie Fragen und bekomme doch so viele Antworten, die ich nicht kennen wollte...
 

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Mittendurch

Moderator
Teammitglied
Hallo NyanNyan,
es wird dir alles zuviel und das solltest du schon sagen. Wenn du ihr das sagst, dann kannst du auch sagen du fühlst dich überfordert und wenn sie Unterstützung braucht, dann ist es vielleicht besser sie sucht sich professionelle Unterstützung.
Weißt du es ist nicht unbedingt einfach offen zu sein und ehrlich, doch ist es der, der euch beide helfen kann.
Ich musste es auch mal tun, jemanden sagen, ich kann das nicht mehr. Immer dasein, immer zuhören und doch nichts tun können...
Gern können wir in Kontakt bleiben, doch nur wenn es mehr gibt als die Katastrophen in ihrem Leben. Ich kann nichts tun und es tut mir weh, sie so zu erleben. Ich sehe sie braucht Hilfe, aber ich kann es nicht. Es waren viele km zwischen uns und die Person rief immer an wenn es ihr nicht gut ging. Und da blieb nichts anderes als es offen zu sagen.
Es wurde anders und wir sparachen danach auch über positives, auch in ihrem Leben. Sie suchte sich professionelle Unterstützung und rief von da an auch, um positives zu erzählen. Auch mal wenn es nicht gut ging, aber auch, wenn es gut ging. Darum ist meine Erfahrung und dies ist nicht das einzige Beispiel, besser zu sagen wie es dir damit geht.

Auch ich wünschte und wünsche mir, dass andere es mir ehrlich sagen, wenn es etwas gibt, womit ich für andere zur Belastung werde. Es ist besser es zu wissen, denn nur so kann es abgestellt werden. Manchmal wenn etwas sehr belasted, dann merkt man es selbst erstmal nicht.
Widersprüche kann es durchaus geben und gerade wegen dieser scheint es mir um so angeratener professionelle Unterstützung zu suchen.
LG
Mittendurch
 

Nikolaus Myra

Aktives Mitglied

NyanNyan

Mitglied
Nun, Tatsache ist, dass nicht nur ich mir die Probleme dieser Person anhöre, sondern im Prinzip auch jeder andere der den Kopf in ihre Richtung dreht. Sie erzählt diese Dinge wirklich jedem, der den Anschein erweckt zuzuhören. Nicht alles, aber sie erzählte eine Menge Geschichten, die zumindest mir persönlich zu privat wären um sie vor der Allgemeinheit auszupacken.
Dementsprechend wird die Person von den Menschen belächelt. Ich weiß nicht genau, vielleicht schäme ich mich fremd. Es führt nicht dazu, dass ich sie in irgendeiner Weise von mir schiebe oder meinen Kontakt zu ihr verleugne. Ich würde auch nie vor Jemandem schlecht von ihr reden - hier vielleicht, weil ihr sie nicht kennt. Ich würde sie wohl verteidigen, wenn es soweit kommt. Aber es ist mir dennoch unangenehm.

Die Person ist ein paar Jahre jünger als ich, vielleicht habe ich hier auch so ne Art Muttergefühle mit Distanz entwickelt. Ich kann diese Art Freundschaft jedenfalls nicht richtig ernst nehmen. Es ist kein richtiges Geben und Nehmen, wie es mir aus anderen Freundschaften bekannt ist. Eher ein Geben und ... Manchmal Bekommen, obwohl man es nicht braucht. Teilweise scheint die Person regelrechte Beschützeranwandlungen mir gegenüber zu haben, denen ich eigentlich gar nicht bedarf.
Gleichzeitig aber werde ich regelrecht ersetzt, wenn Jemand anderes des Weges kommt, der vielleicht interessanter als ich ist.
Es fällt mir recht schwer das in Worte zu fassen und vor allen Dingen auch für mich einzuordnen.
Vielleicht trifft es die Beschreibung "Neuzeitfreundschaft" ganz gut, darunter ordne ich diese Facebook-wir-liken-gegenseitig-unsere-Bilder-und-erzählen-uns-wie-schön-wir-sind Geschichte ein. Man tut so als wäre man sich unglaublich nahe, ist es aber eigentlich nur zum Schein.
Vielleicht nervt es mich auch deswegen so sehr? Ich brauche niemanden zum reden, ich brauche niemanden, der so tut, als wäre er mein Freund. Ich will doch nur meine Ruhe und den Tag ertragen. Wenn ich reden will, mache ich mich schon bemerkbar. Das scheint diese Person aber nicht verstehen zu wollen. Stattdessen redet sie und redet... ich bin nach einem Schultag meist so kaputt, dass ich den restlichen Tag durchschlafen könnte, einfach weil es mich so anstrengt.

Nach all diesem Seelenmüll den ich den ganzen Tag abbekomme, geht es mir häufig einfach nur schlecht, ja. Aber nicht, weil es mich belastet nicht helfen zu können. Ich könnte versuchen zu helfen, von den meisten Probleme von denen die Person erzählt, denke ich, dass man sie in zwei einfachen Schritten lösen könnte. Nun, es sei denn man möchte unbedingt ein Problem im Leben haben, dann geht man los und müllt die Leute damit zu und tut nichts, sondern erträgt das Problem und regt sich darüber auf, dass es da ist.
Zumal die Person auch ständig zu irgendwelchen Ärzten geht, die ihr verzweifelt zu attestieren versuchen, dass alles in Ordnung ist... sie sucht sich Hilfe und erzählt mir auch immer wieder davon.
Was mich daran so nervt und was tatsächlich auslöst, dass es mir irgendwie schlecht geht, ist, dass jemand mit seinen Problemen dermaßen hausieren geht. Das geht einfach nicht in meinen Kopf hinein.

Ja vielleicht klingt es widersprüchlich wenn ich sage, ich möchte der Person nicht sagen, dass sie dir Klappe halten soll, wenn ich doch so ein großes Problem damit habe. Gegen dieses ganze genervt sein steht aber eben die Formen der Höflichkeit. Man sagt Menschen einfach nicht, dass sie nerven und die Fresse halten sollen ;)... ganz besonders tut man das nicht, wenn man sie eigentlich ganz sympathisch findet und nicht will, dass sie gar nicht mehr mit einem reden.
Einem Freund würde ich ganz sicher sagen, wenn ich meine er benötigt Hilfe und sollte sich professionelle suchen. Einem Bekannten nicht. Warum auch? Warum sollte man Energie in Jemanden stecken von dem man gar nicht weiß, wie lange man ihn überhaupt kennen wird?
Für mich steht hier in erster Linie der Unterhaltungswert im Fordergrund...

Wonach ich suche, ist nicht unbedingt der Lösungsweg, die Person zu verändern. Sondern der Weg mich selbst zu verändern.
 

Mittendurch

Moderator
Teammitglied
Hallo NyanNyan,
hab ich das richtig verstanden du möchtest das sie mit dir spricht, doch nicht ihren "Seelenmüll". Doch möchtest du ihr auch nicht sagen, dass es dich zu sehr belastet, das was sie dir alles sagt. Keiner hier wollte dass du sie veränderst, sondern nur ehrlich bist, sagst, was dich belastet, doch gleichzeitig ihr sagst, wo es eine gute Möglichkeit gibt, hinzugehen mit Belastungen, doch das ist dir zu persönlich?
Es ist nicht das gleich wie zu sagen halt die Klappe. Es hat auch etwas mit Anteilnahme zu tun. Zu sehen zu hören.
Du suchst eine Lösung für dich? Was glaubst du denn was eine Lösung wäre, wenn zuhören zu viel ist und ehrlich sagen, dass es zu viel ist beides keine Option. Du aber möchtest sie spricht mit dir, woher soll sie erkennen, dass dir das zuviel ist was sie mit dir spricht, wie signalisierst du es, so dass sie es erkennen kann.
Was willst du, wie möchtest du, dass es mit euch weiter geht? Welche Interessen würdest du denn gern mit ihr teilen oder willst du gar keinen Kontakt. Werde dir klar darüber, was du selber willst. Was dir wichtig ist, auch in dieser Beziehung, dann schau, wie es weitergehen kann.
Doch nur hier schreiben, es passt dir nicht, was sie dir so alles erzählt, es ist dir zu persönlich und es ist dir zu viel, sie aber soll es irgendwie merken, wie aber, wenn du es nicht offen kommunizierst, wie gibst du es ihr zu verstehen, was du gerne hättest und was nicht?
LG
Mittendurch
 

NyanNyan

Mitglied
Ich kann aber nicht ehrlich sein, ohne zu verletzen. Ehrlich wäre: Du gehst mir mit deinen "Problemen" auf die Nerven, ich möchte sie nicht hören und ich möchte nicht darüber nachdenken.
Ich brauche der Person auch nicht zu sagen, wo sie Hilfe finden könnte. Das weiß sie bereits, besucht doch schon 100 verschiedene Ärzte - auch so etwas was mich nicht interessiert.
Es belastet mich hier gar nichts, es nervt mich einfach nur. Und dieser Ärger darüber macht mich eben kaputt. Wie gesagt: Diese Person ist nicht mein Freund - ich weigere mich Energie und Anteilnahme in Personen zu stecken, die nicht meine Freunde sind, da für mich in der Realität damit eben auch eine Menge Emotionalität verbunden ist, die nunmal über mir zusammenkracht, wenn diese Person mich aus einer Laune heraus hängen lässt. Und ich habe einfach kein tiefer gehendes Vertrauen zu dieser Person.

Ich möchte mit dieser Person oberflächliche Informationen austauschen. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn man so auf einen Nenner kommt und feststellt, dass man sich auf den Anderen verlassen kann. Dann ist es vielleicht irgendwann mal an der Zeit von persönlichen Problemen zu erzählen. Ich habe auch nichts dagegen, wenn hier oder da mal etwas derartiges zur Sprache kommt. z.B. "ich habe mich von meiner Freundin getrennt" oder dergleichen. Aber doch nicht immer und gleich die komplette Breitseite.

Und es hilft mir schon ein wenig hier meinem Ärger Luft zu machen, manchmal braucht man ein Ventil, wenn es einfach mal raus muss... sich das von der Seele zu schreiben, hilft doch ganz gut. So bekomme ich auch durch andere Meinungen einfach mal einen objektiven Blick auf das alles.

Wie gebe ich der Person das zu verstehen...? Durch Mimik und Gestik. Dadurch, dass ich mich abwende, keinen Augenkontakt mehr aufbaue, einsilbig werde, wenn es zu viel wird. Das Gespräch ersterben lasse. Oder sogar gar nichts mehr sage. Ich gucke auch desinteressiert, vielleicht sogar genervt. Fahre der Person auch mal über den Mund, das merkt sie, nur führt es eher dazu, dass sie lauter spricht.
Dinge, die man erkennen könnte, wenn man an seinem Gegenüber interessiert ist, man kann es aber auch nicht sehen, wenn man sich selbst in den Fokus stellt.
Ich glaube manchmal, diese Person glaubt, ich wäre einsam und bräuchte Kommunikation. Zugegeben, bin ich vielleicht etwas einsam, aber ich komme gut alleine durchs Leben. Ich brauche wirklich niemanden, der sich um mich kümmert. Ich weiß wie ich mich alleine durchkämpfe. Und wenn es hart auf hart kommt, habe ich Freunde und Familie. Ich bin nicht so allein, wie diese Person vielleicht denkt? Ich bin nicht so, dass ich unbedingt immer reden muss, ich komme gut damit zurecht ruhig zu sein. Ich muss mich nicht mitteilen um mich gut zu fühlen. Und wenn doch, dann tue ich es einfach.

Um nochmal auf das Thema Lösung zurückzukommen, so suche ich einen Weg für mich, wie ich mich davon weniger einschränken lasse. Wie ich besser mit der Situation umgehen kann. Mich vielleicht der Situation auch öffnen kann? Und wie ich dieser Person zeige, dass ich alleine stark genug für mich bin und Niemanden brauche, der mich stützt.
 

Adria78

Aktives Mitglied
Solchen Leuten wirst Du (leider) immer wieder im Leben begegnen.

Natürlich wäre die beste Lösung ehrlich zu sein.

Ehrlichkeit geht allerdings nicht immer im Leben.

Vielleicht solltest Du es mal andersherum betrachten:

Du bist Ihr gegenüber zu NICHTS verpflichtet.

Nicht ihr zuzuhören, nicht ihr Ratschläge zu geben, nicht auf ihre Gefühle Rücksicht zu nehmen. Du musst Dich ihr gegenüber auch nicht erklären, das Du nicht einsam bist und das Du ihre Hilfe nicht brauchst. Das würde sie sowieso nicht wahrnehmen, solche Leute sind leider unbelehrbar. Sie nimmt ja auch keine Rücksicht auf deine Gefühle. Sie nimmt Deine Gefühle noch nicht einmal wahr, weil sie so sehr mit sich selbst beschäftigt ist.

Weißt Du was ich machen würde? Smartphone raus, Ohrenstecker rein, Musik hören.

Ist unhöflich? Ja. Ist es. Ist es verletzend? Wahrscheinlich.

Aber damit ziehst Du eine klare Grenze. Ohne mit ihr rumzudiskutieren. Weil hast Du auf eine solche Diskussion Lust? Ich hätte sie ganz ehrlich nicht.

Warum so hart sein?

Weil diese Menschen emotionale Vampire sind. Und sie saugen Dich aus. Egal was Du tust, Du kannst sie nicht ändern. Du wirst auch nie ihren Respekt bekommen, dich nur über sie ärgern.

Ist sie es wert? Was bist Du Dir selbst wert? Das Du Dir so eine Behandlung gefallen lässt und Dich jeden Tag über sie ärgerst?

Du solltest Dir mehr wert sein und aus dem Bauch raus handeln. Du hast keine Lust ihr zuzuhören? Wie gesagt, Musik ist eine nette Alternative. Oder früher ohne sie den Weg zur Schule gehen.

Du musst immer dran denken: Du bist ihr gegenüber zu NICHTS verpflichtet. Du bist für Dich wichtiger als sie.
 
S

Schmetterlingsflug

Gast
wahrscheinloch denkt sie von die person genauso wie du :D
das sie kein bock hat auf dich....du mit deiner verschlossenheit nervst und sie dich garnicht zum freund haben will.

das liest sich nach einer muss...bekanntschaft, wo keiner wirklich redett und beide aus höflichkeit nett sind.

du bist doch genauso wie sie, sagst es ist kein freund von dir, aber hörst ihr zu,wenn auch wie du sagst gezwungenermassen...zeigst zwar irgendwie das es dich nervt,aber was wenn der andere das nicht erkennt?du sagst ach nichts,was eben zeigt,das du kein bock hast...also so einen freund würde ich auch nicht wollen.genauso wenig,wie du diese person nicht als freund möchtest,würde ich dich auch nicht wollem,weil du absolut unehrlich und unauthentisch bist.

viellleicht erkennst du bei der person genauso wenig etwas,wie sie bei dir?
und da hilft nur deutlich sagen,was man möchte und was nicht.

es muss ja irgendwie angefangen haben.....wahrscheinlich weil keiner etwas sagt, denkt sie ihr alle findet das normal so und wundert sich,das ihr nichts erzählt.

ich finde du musst den mund aufmachen und sagen, das du dieses thema nicht mit der person reden möchtest oder sagst, da kann ich nichts zu sagen und ich finde du solltest das mit jemand anderen bereden. soetwas in der art eben.
die person denkt du bist einsam...und du denkst die person ist einsam und beide habt ihr kein bock aufeinander, :Dalso was solls.....entweder du machst so weiter oder den mund auf. ;)

ich finds auch nicht höflich nichts zu sagen und die klappe zu halten....ich fände es höflich,wenn mcih jemand darauf hin weist,das ich zuviel rede ;)
 

Smilla74

Aktives Mitglied
Beim Durchlesen Deines Threads kam mir hauptsächlich die Frage in den Sinn:
Warum triffst Du sie überhaupt?

Du sprichst die ganze Zeit ziemlich schlecht über die andere Person, kritisierst ihr Verhalten, kannst nicht nachvollziehen, wieso, weshalb und warum sie Dir (und anderen) so viel erzählt und zeigst dabei selbst ein sehr widersprüchliches und unehrliches Verhalten.

Du schreibst weiter sinngemäß, dass es Dir gut tut, hier einfach nur mal darüber zu schreiben, da ja "jeder" mal ein Ventil braucht.

Menschen sind nun einmal unterschiedlich und niemand kann hellsehen. Vielleicht sendest Du ihr gegenüber auch falsche Signale aus. Während Dich bereits alles nervt, geht sie davon aus, dass Du einfach nur geduldig zuhörst.
Vielleicht fehlt ihr aber auch die nötige Empathie um zu merken, dass sie Dich mit ihren Monologen und privaten Geschichten belastet. Nur ist es eben auch schwer bis unmöglich in einen anderen Menschen hineinzusehen.

Die Höflichkeit als Schutzschild für Unaufrichtigkeit zu benutzen, ist nicht nur feige und unfair, sondern damit veränderst Du nichts an ihrem Verhalten.

Wenn Dir tatsächlich etwas an ihr liegt und Du sie magst, dann sag ihr vorsichtig unter 4-Augen, dass Dir ihre Gespräche zu viel und zu privat sind und Du lieber mit ihr über andere Dinge sprechen möchtest. So gibst Du ihr die Möglichkeit Deine Sichtweise zu verstehen und etwas zu ändern. Sprichst Du nicht mir ihr, wird sich auch nichts ändern.
 
G

Gast

Gast
Mal Klartext. Adria hat es ja schon angedeutet.

Diese Person interessiert sich nicht für dich. Sie will nicht, dass du nicht einsam bist oder irgendwas.

Sie will monologisieren und dir deine Energie absaugen, weil das ist, was sie belebt und beflügelt. Ein Opfer zu sein und die Aufmerksamkeit der anderen (Ärzte und jeder, der es mit sich machen lässt) abzuziehen.

Ich hatte mal einen Freund wie sie. Immer seine ewigen Monologe. Blablabla. Nichts war ihm heilig. Immer alles negativ. Sich auch immer drüber lustig machen. Mit seiner Unfähigkeit liebäugeln, Hasstiraden, das Ganze lachend und fast damit flirtend erzählen.

Kopfschmerzen und Energieverlust bedeutete das für mich. Immer stand er im Mittelpunkt. Immer seine Befindlichkeiten und sein Leben und sein Opferdasein, das er bis ins kleinste Detail ungefragt ausbreitete. Das "Ja, aber"-Spiel spielte er am liebsten. Am Anfang habe ich es noch mitgespielt. Dann wurde ich einsilbig. Es entmutige ihn aber nicht, im Gegenteil. Es schien, je genervter ich wurde, desto glücklicher wurde er, und drehte immer mehr auf.

Solche Menschen muss man knallhart absägen. Ganz deutlich. Ja, man muss unhöflich sein. Direkt. Dass man nichts mehr mit ihnen zu tun haben will. Dass sie einen bitte in Ruhe lassen sollen. Bei solchen Leuten geht halb und halb nicht. Sie werden immer wieder auf ihr altes Niveau zurückkommen. Einen immer wieder in alter Manier vollsülzen. Sich dann vielleicht entschuldigen. Aber schließlich weitermonologisieren. Du bist nur ihr dankbares Publikum, ein Statist, dessen Belange mal floskelartig abgebügelt werden, bevor sie sich wieder um sich selbst drehen.

Vergiss es einfach. Du MUSST Grenzen setzen, sonst kommst du aus der Situation nicht raus. Du musst lernen, Leuten mal knallhart ins Gesicht zu sagen, was du denkst, und ihre Reaktion zu ertragen. Ansonsten wirst du immer wieder von solchen Gestalten ausgenutzt werden. Und von denen gibts jede Menge. Jede Menge. Glaub mir. Und die riechen, dass du's mit dir machen lässt.
 

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