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ich werde immer so schnell traurig..

S

sahara eis

Gast
hallo,
schon seit ich klein bin habe ich ein problem..oder die eigenschaft, dass ich mir dinge sehr anneheme und oft auch zu empfindlich reagiere also dinge zu persönlich nehme, zumindest wurde mir das schon sehr oft gesagt.
zur zeit aber belastet es mich sehr..
ich habe seit 3 jahren einen freund, den ich sehr lieb hab und wir passen sehr gut zusammen. aber wenn es manchmal situationen gibt in denen wir ernste gespräche führen dann muss ich ziemlich schnell anfangen zu weinen, eigentlich ohne grund..da reicht schon ein satz wie "das ist nich ok"..das wirft mich total aus der bahn. und ich versteh das nich..im nachhinein betrachtet..oder sogar in dem gleichen moment weiß ich das es überhaupt keinen grund gibt zu weinen aber ich kann es nicht abstellen..und der arme kerl weiß gar nicht wie er mit mir umgehen soll. vielleicht getraut er sich gar nciht bestimmte dinge anzusprechen, weil er angst hat dass ich dann wieder gleich weine..

und auch sonst..muss nur jemand den ich mag einen wutanfall kriegen oder schlecht drauf sein dann bin ich sofort total traurig..und muss mich wirklich bemühen wieder hoch zu kommen..das nervt mich so..ich würde so gern über den dingen stehen..würde so gern ein normales gespräch mit meinem freund führen..ihm ganz normal fragen ob er die frau die er da so gedrückt hat toll findet und ihm gestehen das ich eifersüchtig bin, ohne zu weinen..

woran liegt das nur? was kann ich dagegen tun? habt ihr schonmal so etwas erlebt? vielleicht kann mir ja jemand helfen..

ich habe schon mit einer freundin darüber gesprochen und sie hat mir geraten viel darüber zu reden..immer wieder wenn ich so einen "anfall" habe..und das ich mir vor meinem geistigen auge vorstellen soll wie ich meinen schwächen gegenüberstehe und sie umarme und ihnen sage das ich sie gern hab, weil sie zu mir gehören und mich ausmachen..aber so richtig krieg ich das nicht hin..
ich bin halt auch sehr gut im verdrängen, was wahrscheinlich erschwerend hinzu kommt.

nun ja, vielleicht fühlt sich jemand angesprochen..

ich würde mich freuen!

danke
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Sahara Eis,

bevor du an einer Schwachstelle "arbeitest", würde ich
dir raten, ein Ziel der Bemühungen festzulegen - also,
wie du es gerne haben würdest, wenn du dein Ziel er-
reicht hättest.

Um ein Ziel zu formulieren, bietet sich an, nach so ge-
nannten "Ausnahmen" zu suchen. "Ausnahmen" sind
Situationen, in denen du dich bereits so verhältst, wie
du es gerne öfters oder immer möchtest. Forsche da
nochmal in deiner Erinnerung nach, ob es solche Aus-
nahmesituationen gibt. Falls nicht, kannst du dir die
"erwünschte Ausnahme" bei anderen suchen und sie
dir als Vorbilder nehmen.

Was aber nicht sinnvoll ist nach meiner Erfahrung:
dass du dein "Sein", dein "Wesen" zu ändern ver-
suchst. Besser ist es, das praktische Verhalten ins
Visier zu nehmen, weil Verhalten lässt sich - wenn
auch oft nur mit Mühe und Disziplin - recht gut ändern.

Dass du von deiner Art her so bist, wie du bist, ist an-
geboren und du solltest es einfach annehmen. Neben
jeder Schwachstelle liegt ja eine Stärke. Lies doch mal
diese Beschreibung hier - ich glaube, du könntest dich
da wiedererkennen: www.123modell.de/2000.htm

Viele Grüße,
Werner
 
M

mutti123

Gast
Hallo,
ich kenne das so ähnlich, aber bei mir hat es erst später angefangen. Darum muss das, was ich dir jetzt beschreibe, nicht zwangsläufig auf dich zutreffen, auch weil es nur aus MEINER Erfahrung stammt. Vielleicht hilft es dir ja trotzdem.
Bei mir reicht oft eine bestimmte Situation, ein Satz oder manchmal auch nur eine Vorstellung aus. Dadurch werden bei mir tief liegende Verlust- und Versagensängste angesprochen, deren Ursache Erlebnisse aus der Kindheit sind. Dann entsteht sofort dieser Druck, so dass ich weinen MUSS.
Vom Prinzip her kann man sagen, dass in diesem Moment für einen die Welt untergeht. Dieses Gefühl dann einfach abzuschalten ist sehr schwer, weil man den ganzen Tag über Gedanken im Kopf hat, die im nahen oder auch entferntesten Sinne mit der Ausgangssituation zu tun haben. Dadurch wird wiederum dieses negative Gefühl verstärkt - im Grunde ein Kreislauf :( So ist es zumindest bei mir.

Kannst du dich vielleicht erinnern, wann es angefangen hat, auch wenn es schon sehr früh war? Könnte es Erlebnisse von früher geben, die damit zu tun haben?
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Liebe und Gute und dass du bald eine Lösung für dein Problem findest, damit du glücklich leben kannst. :herz:
Liebste Grüße :blume:
mutti123 :)
 
S

sahara eis

Gast
Hallo,
ich kenne das so ähnlich, aber bei mir hat es erst später angefangen. Darum muss das, was ich dir jetzt beschreibe, nicht zwangsläufig auf dich zutreffen, auch weil es nur aus MEINER Erfahrung stammt. Vielleicht hilft es dir ja trotzdem.
Bei mir reicht oft eine bestimmte Situation, ein Satz oder manchmal auch nur eine Vorstellung aus. Dadurch werden bei mir tief liegende Verlust- und Versagensängste angesprochen, deren Ursache Erlebnisse aus der Kindheit sind. Dann entsteht sofort dieser Druck, so dass ich weinen MUSS.
Vom Prinzip her kann man sagen, dass in diesem Moment für einen die Welt untergeht. Dieses Gefühl dann einfach abzuschalten ist sehr schwer, weil man den ganzen Tag über Gedanken im Kopf hat, die im nahen oder auch entferntesten Sinne mit der Ausgangssituation zu tun haben. Dadurch wird wiederum dieses negative Gefühl verstärkt - im Grunde ein Kreislauf :( So ist es zumindest bei mir.

Kannst du dich vielleicht erinnern, wann es angefangen hat, auch wenn es schon sehr früh war? Könnte es Erlebnisse von früher geben, die damit zu tun haben?
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Liebe und Gute und dass du bald eine Lösung für dein Problem findest, damit du glücklich leben kannst. :herz:
Liebste Grüße :blume:
mutti123 :)
hey, danke für die vielen antworten..also ich denke schon das mein problem in der kindheit liegt...mein vater war ein kleiner tyrann..also is immer schnell in die luft gegangen. er hat uns niemals geschlagen oder ähnliches..aber gebrüllt. das hat uns oft erschreckt. als kind war ich auch ähnlich..hatte oft wutanfälle und habe sogar meine schwester mit puppen verprügelt und türen eingetreten ( ich glaube irgendwie is das auch normal bei geschwistern), mit der pupertät hat das dann allerdings aufgehört..ode rumgewandelt..

wutanfälle habe ich eigentlich gar nicht mehr..ich gehe dem ganzen aus dem weg..wenn ich merke das ich kurz davor bin dann geh ich aus dem raum..meistens schwenkt das ganze dann auch ins gegenteil um und ich bin traurig und weine wieder.

ich glaube auch dass das von früher mich bis heute begleitet und ich deshalb so reagiere, aber wie soll ich das nun ändern..die erinnerung ist nun mal da..und das gefühl in mir.

mit meinem vater darüber zu sprechen macht auch keinen sinn. nachdem bei uns ein jahr lang funkstille war habe ich mich dazu entschieden, dass blut dicker ist als wasser und ich die ganzen alten geschichten ruhen lasse. reden würde uns auch nicht weiter bringen. ich würde mich dann nur noch mehr ärgern und darauf hab ich keine lust. mein vater ist einfach total uneinsichtig und würde niemals fehler zugeben. er hat sich auch nie für irgend etwas entschuldigen, wahrscheinlich weil er angst hat. er steht sich mit sicherheit selbst im weg. aber was soll man bei einem mit 50 jährigen mann noch ändern. die menschen werden doch im alter immer seltsamer und störrischer.
vielleicht hilft es einfach darüber zu sprechen. so oft bis ichs selber nich mehr hören kann..keine ahnung..
 
G

Gast

Gast
Hi, hast du dich schon mal mit dem Thema "Hochsensibilität" auseinander gesetzt? Hochsensibilität ist ein Phänomen, bei dem Betroffene stärker als der Populationsdurchschnitt auf Reize reagieren, diese viel eingehender wahrnehmen und verarbeiten. Nur ca. 20% der Menschen sind Hochsensibel. Sie nehmen schnell die Stimmung der anderen auf, ohne das sie es wirklich möchten, sie fühlen stärker - sei es Trauer oder Liebe - und es gibt noch viel mehr Dinge, die sehr interessant sind. Es gibt viele Bücher darüber, die helfen einem sehr, sich selbst besser kennen zu lernen. Also mir hat es zumindest geholfen und ich habe mich in deinen Worten ein wenig wieder erkannt... Das hier kann ich dir empfehlen: Leben mit Hochsensibilität: Herausforderung und Gabe: Amazon.de: Susan Marletta-Hart, Frank Ziesing: Bücher
Liebe Grüße
 

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