T
Trainee
Gast
Hallo zusammen!
Ich weiss im Moment nicht so ganz weiter. Es geht darum, ob ich mein Studium abbrechen soll oder ob ichs bis zum Ende durchziehe.
Ja, ich hab´ schon gesehen, dass es dutzende solcher Themen gibt, aber ich bin überzeugt, dass jeder Fall individuell ist und es daher einfach keine "Universal-Antworten" gibt, die man sich von anderen abgucken könnte.
Deswegen zunächst zu mir: Ich bin 22 Jahre alt und studiere seit knapp nem 3/4 Jahr an einer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung mit der spezifischer Fachrichtung Polizei. Sprich: Ich mache eine Ausbildung zum Polizisten im gehobenen Dienst.
Jetzt sind mir aber Zweifel daran gekommen, ob dieses Berufsfeld überhaupt das richtige für mich ist. Ich muss dazu sagen, dass ich in meinen Augen zu wenig Selbstvertrauen habe. Ich bin ein eher zurückhaltender und ruhiger Mensch.
Das Studium selbst würde ich (zwar nicht mit Bravour) aber gut hinter mich bringen. Aber ein Beruf, in dem ich jeden Tag was mit Menschen (und da sind u.a. echt widerspenstige dabei) zu tun habe, denen ich sagen muss, was Sache ist - ich bezweifle manchmal, dass das was für mich ist. Ich fühle mich einfach nicht ..."fit" genug dafür.
Das zweite Problem, dass sich mir bei dieser Berufswahl auftut, ist die Kollegschaft. Ich bin kein sehr geselliger Mensch, ich koche lieber mein eigenes Süppchen. Bei der Polizei wird allerdings von einem erwartet, dass man im Team arbeiten kann und will. Polizeiarbeit ist Teamarbeit. Mal ganz abgesehen davon, dass man sich mit seinen Kollegen auch irgendwie gut stellen muss, wenn man nicht gleich als Außenseiter gelten will. Bei diesem Punkt muss ich auch gestehen, dass ich bei meinem Einstellungstest gegenüber den Prüfern gelogen habe. Ich kann mich gut verstellen, wenn es darauf ankommt. Aber das ist nichts weiter als eine oberflächliche Illusion, die bei mir nicht dauerhaft aufrecht erhalten bleiben kann.
Auf der anderen Seite weiss ich aber absolut nicht, was ich sonst mit meinem Leben anfangen soll, im Falle eines Studiumabbruchs. Mal abgesehen von der Vorstellung als Weltenbummler - aber dann bringe ich es ja zu nichts.
- Ich wüsste nicht, was ich sonst studieren könnte oder wollte.
- Desweiteren habe ich mich erst vor nem halben Jahr mit nem Neuwagen verschuldet. Die Ausbildung wird vergütet und von diesem Geld bezahle ich Auto + Versicherung ab. Fällt das weg, bleibe ich auf meinen Schulden sitzen.
- Ein weiteres "Problem" - meine Freundin. Sie ist mir quasi extra nachgezogen und hat ein Studium hier, fernab von ihrem eigentlichen Wohnort, aufgenommen. Hauptsächlich, um in meiner Nähe zu sein. Ich habe schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke, sie "sitzen" zu lassen. (also jetzt nicht beziehungstechnisch) Oder brauche ich ein solches nicht zu haben? was meint ihr?
- Was auch noch gegen einen Abbruch spricht ist die Tatsache, dass es nicht vielen vergönnt ist, bei der Polizei anfangen zu dürfen. Es gibt viele, die bei den Einstellungstests leider durchfliegen. Und hat man einmal das Studium abgebrochen, kommt man nie mehr rein.
Ich will mir nicht vorstellen, wie ich in 10 Jahren dasitze und denke: "Mensch, warst du blöd damals, dass du deine Chance weggeworfen hast." Dies ist auch eigentlich der Hauptgrund, der gegen nen Studiumsabbruch spricht...auch wenn ich ihn zuletzt genannt habe.
Tja, was sagt ihr dazu? Denkt ihr, dass ich weiter machen soll, obwohl mich seit dem Beginn des Studiums Selbstzweifel plagen? Hat jemand schon mal in einer ähnlichen Situation gesteckt und wie hat er /sie darauf reagiert?
Eure Meinung zu der Sache interessiert mich.
Ich würde mich über ernst gemeinte Antworten freuen!
mfg
Ich weiss im Moment nicht so ganz weiter. Es geht darum, ob ich mein Studium abbrechen soll oder ob ichs bis zum Ende durchziehe.
Ja, ich hab´ schon gesehen, dass es dutzende solcher Themen gibt, aber ich bin überzeugt, dass jeder Fall individuell ist und es daher einfach keine "Universal-Antworten" gibt, die man sich von anderen abgucken könnte.
Deswegen zunächst zu mir: Ich bin 22 Jahre alt und studiere seit knapp nem 3/4 Jahr an einer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung mit der spezifischer Fachrichtung Polizei. Sprich: Ich mache eine Ausbildung zum Polizisten im gehobenen Dienst.
Jetzt sind mir aber Zweifel daran gekommen, ob dieses Berufsfeld überhaupt das richtige für mich ist. Ich muss dazu sagen, dass ich in meinen Augen zu wenig Selbstvertrauen habe. Ich bin ein eher zurückhaltender und ruhiger Mensch.
Das Studium selbst würde ich (zwar nicht mit Bravour) aber gut hinter mich bringen. Aber ein Beruf, in dem ich jeden Tag was mit Menschen (und da sind u.a. echt widerspenstige dabei) zu tun habe, denen ich sagen muss, was Sache ist - ich bezweifle manchmal, dass das was für mich ist. Ich fühle mich einfach nicht ..."fit" genug dafür.
Das zweite Problem, dass sich mir bei dieser Berufswahl auftut, ist die Kollegschaft. Ich bin kein sehr geselliger Mensch, ich koche lieber mein eigenes Süppchen. Bei der Polizei wird allerdings von einem erwartet, dass man im Team arbeiten kann und will. Polizeiarbeit ist Teamarbeit. Mal ganz abgesehen davon, dass man sich mit seinen Kollegen auch irgendwie gut stellen muss, wenn man nicht gleich als Außenseiter gelten will. Bei diesem Punkt muss ich auch gestehen, dass ich bei meinem Einstellungstest gegenüber den Prüfern gelogen habe. Ich kann mich gut verstellen, wenn es darauf ankommt. Aber das ist nichts weiter als eine oberflächliche Illusion, die bei mir nicht dauerhaft aufrecht erhalten bleiben kann.
Auf der anderen Seite weiss ich aber absolut nicht, was ich sonst mit meinem Leben anfangen soll, im Falle eines Studiumabbruchs. Mal abgesehen von der Vorstellung als Weltenbummler - aber dann bringe ich es ja zu nichts.
- Ich wüsste nicht, was ich sonst studieren könnte oder wollte.
- Desweiteren habe ich mich erst vor nem halben Jahr mit nem Neuwagen verschuldet. Die Ausbildung wird vergütet und von diesem Geld bezahle ich Auto + Versicherung ab. Fällt das weg, bleibe ich auf meinen Schulden sitzen.
- Ein weiteres "Problem" - meine Freundin. Sie ist mir quasi extra nachgezogen und hat ein Studium hier, fernab von ihrem eigentlichen Wohnort, aufgenommen. Hauptsächlich, um in meiner Nähe zu sein. Ich habe schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke, sie "sitzen" zu lassen. (also jetzt nicht beziehungstechnisch) Oder brauche ich ein solches nicht zu haben? was meint ihr?
- Was auch noch gegen einen Abbruch spricht ist die Tatsache, dass es nicht vielen vergönnt ist, bei der Polizei anfangen zu dürfen. Es gibt viele, die bei den Einstellungstests leider durchfliegen. Und hat man einmal das Studium abgebrochen, kommt man nie mehr rein.
Ich will mir nicht vorstellen, wie ich in 10 Jahren dasitze und denke: "Mensch, warst du blöd damals, dass du deine Chance weggeworfen hast." Dies ist auch eigentlich der Hauptgrund, der gegen nen Studiumsabbruch spricht...auch wenn ich ihn zuletzt genannt habe.
Tja, was sagt ihr dazu? Denkt ihr, dass ich weiter machen soll, obwohl mich seit dem Beginn des Studiums Selbstzweifel plagen? Hat jemand schon mal in einer ähnlichen Situation gesteckt und wie hat er /sie darauf reagiert?
Eure Meinung zu der Sache interessiert mich.
Ich würde mich über ernst gemeinte Antworten freuen!
mfg