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Ich weiß nicht, was richtig und falsch ist

Unbekannt1234

Neues Mitglied
Hey,
In letzter Zeit fühle ich mich so als hätte ich mich ein bisschen verloren. Ich bemerke wie ich mich ständig auf Sachen einlasse, auf die ich keine Lust hab. Speziell mit Männern...

Ich hatte noch nie eine richtige Beziehung. Ich weiß nicht wie so etwas funktioniert und lasse mich ständig von den zwei selben Männern beeinflussen. Ich war ne Zeit davon überzeugt, dass ich alleine bleiben möchte und da hat einer von denen mir den Anschein gegeben, als würde er es akzeptieren. Trotzdem fällt mir im Nachhinein auf, wie oft er doch geschrieben hatte und probiert hatte wieder in mein Leben zu treten. Ich habe oftmals dagegen angekämpft, aber irgendwie hat er es geschafft mich zu beeinflussen. Ich dachte diesmal habe ich die Situation im Griff, ich habe mit ihm über meine tiefsten Gefühlen gesprochen und dass ich selber nicht genau weiß was ich möchte. Und es hat sich richtig und gut angefühlt, weil er sehr entgegenkommend war. Wir haben entschieden das wieder auszuprobieren. Ich habe aber gemerkt, dass es mir nicht gut geht weil er sich kaum melden konnte. Wir haben sogut wie kein Kontakt gehabt und sehen konnten wir uns auch nicht, da er lange arbeitet und ich gerade sowieso nicht in die Stadt bin. Ich hab ihn so oft drauf angesprochen und er gab mir das Gefühl dass ich überreagieren würde.. und vor kurzem habe ich ihm geschrieben, dass es so nicht weiter gehen kann weil es mir nicht gut geht. Und bevor er mich wieder beeinflussen konnte habe ich ihn geblockt. Ich hab extrem auf die Wortwahl geachtet und hab sogar Freundinnen gefragt, ob das so in Ordnung ist. Ich wollte ihm keine Vorwürfe machen oder dass er sauer auf mich ist.. dann hat er mir auf einem anderen social Media geschrieben. Was denn wieder mein Problem sei, das ich kindisch bin und ihn verarschen würde. Obwohl das wirklich nicht so ist. Ich möchte es immer jeden recht machen und das ist mein Problem.

Ich bin mir nicht sicher ob das das richtige Thema ist.. in der Story geht es nämlich nicht nur um Männer und Liebesbeziehungen, sondern auch um die Tatsache, dass ich mich ständig beeinflussen lasse und im Moment gar nicht weiß, wieso meine guten Absichten nie so aufgenommen werden..

bin ich dadurch ein schlechter Mensch? Ich gebe mir immer soviel Mühe es allen recht zu machen.. aber kriege es nie hin. Das mit den anderen Typen ist auch ne komplizierte Geschichte, bei dem mir auch nur ständig Vorwürfe gemacht werden.
Ist es denn wirklich verwerflich, wenn man möchte dass es einem selbst gut geht? Scheint so als wäre es in Ordnung, wenn andere an sich selber denken.. aber wenn ich es mal tu dann bekomme ich nur Vorwürfe.

Kennt jemand dieses Gefühl der tiefen Unsicherheit? Und das Gefühl nicht zu wissen warum man wie handelt..? Für ein Austausch mit euch wäre ich wich sehr dankbar
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Unbekannt1234,

ich denke, es wäre für dich sinnvoll, dir eine
Form professioneller Unterstützung zu suchen,
um deine Muster besser zu reflektieren und
dann dein Verhalten gezielter selbst (!) bein-
flussen zu können.

Dein Problembewusstsein ist hoch, wie mir
scheint, aber damit ist ja noch keine Lösung
oder ein Fortschritt tatsächlich gemacht.

Da könnten regelmäßige Gespräche, z. B. mit
einem Coach oder Therapeuten, durchaus gut
helfen.

Du könntest etwa genauer definieren, was dein
Ziel ist und nachforschen, wie andere diesem
Ziel näher gekommen sind oder ob du gar selbst
schon Zeiten/Gelegenheiten hattest, in denen es
dir gelungen ist, dich gegen solche Vereinnah-
ungen und Manipulationen zu wehren und deine
eigenen Interessen und Grenzen zu wahren.

Grundsätzlich aber: es gibt viele Menschen, denen
es ähnlich geht wie dir und du wärst nicht die Erste,
die hier Fortschritte macht und besser lernt, auf
sich selbst zu achten und die Fürsorge und Rück-
sichtnahme auf andere damit in eine sinnvolle
Balance zu bringen.

Da es sich aber um fest installierte Muster handelt,
lässt sich das nicht von heute auf morgen ändern.

Alles Gute!
Werner
 

SeelenKnacks

Aktives Mitglied
Hallo Unbekannt,

eine Beziehung beendet man nicht über social-media, das ist einfach nicht in Ordnung und danach jemanden zu blocken, der einen dann auf einem anderen Kanal doch wieder erreichen kann, ist wirklich etwas kindisch. Es gebietet der Anstand, so etwas von Angesicht zu Angesicht zu regeln. Nimm einen Zettel mit, auf den Du schreibst: Es gibt nichts mehr zu bereden und ich will mich nicht eines anderen besinnen. Unsere Beziehung findet heute ein Ende. Das sind klare Worte, die auch Dich daran erinnern, was Du willst und was nicht.

Und dann solltest Du wirklich Werners Rat überlegen, denn wenn Du so leicht überredet werden kannst, dann musst Du das Nein-Sagen üben und dafür ist Unterstützung sinnvoll. Bei solchen Mustern kommen meistens ganz alte Ereignisse zutage, die einen ganz schön überrennen können, denn vielleicht war Dein Verhaltensmuster einmal sinnvoll und notwendig für Dein Überleben und so etwas schaffst sich selten von heute auf Morgen ab.

Ich wünsche Dir viel Kraft und innere Ruhe für dieses wichtige Kapitel in Deinem Leben. Du bist stärker, als Du denkst.
 

Unbekannt1234

Neues Mitglied
Hey ihr zwei, danke für die Antwort. Leider weiß ich nicht, wie man direkt antwortet. Ich hoffe euch erreicht meine Nachricht trotzdem.

Ich habe auch darüber nachgedacht mir professionelle Hilfe zu suchen.. allerdings laufe ich dann die Gefahr nicht verbeamtet zu werden (ich studiere lehramt). Meint ihr nicht, man kann solche Probleme nicht alleine bewältigen?


Lg
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Ja doch, ich denke man kann das.
Es geht darum, Prioritäten zu setzen und Disziplin dabei zu haben.

Wenn ich mir den ersten Beitrag durchlese, bekomme ich das Gefühl, dass Dich das beschäftigt.
Du befindest Dich aber in einer Ausbildung. Es ist tatsächlich unklug, Dich mit derartigen Dingen "jetzt" abzulenken, da Du die Zeit sinniger nutzen kannst und solltest.
Aktuell weisst Du ja nicht mal, in welcher Stadt Du nach dem Studium eingesetzt werden wirst, also steuerst du auf eine Beziehung zu, die alleine von den örtlichen Voraussetzungen her fraglich ist, jetzt schon fraglich genug ist.

Ich selbst hab in meiner ersten Ausbildung derartige Erfahrungen verpasst. Ok, schlecht gelaufen, im Nachhineine aber weiss Gott nicht. In der zweiten ausbildung hab ich sie ausgeblendet. Da wusste ich, warum ich es tu, und daher auch mein Rat, Dich um dein Hauptziel zu kümmern.
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Ich habe auch darüber nachgedacht mir professionelle Hilfe zu suchen.. allerdings laufe ich dann die Gefahr nicht verbeamtet zu werden (ich studiere lehramt). Meint ihr nicht, man kann solche Probleme nicht alleine bewältigen?
Zunächst: Wir sehen in unserem "Benutzer-
kontrollzentrum" (klingt wie Raumschiff
Enterprise), wenn jemand antwortet. Sonst
gibt es auch Private Nachrichten, aber ich
weiß gerade nicht, ab wann das freigeschal-
tet wird.

Zu deinen Fragen: zum einen braucht die
Versicherung ja nichts davon zu wissen, dass
du dir professionelle Hilfe holst. Dafür gibt es
die Möglichkeit, Termine privat zu bezahlen.
Das geht auch nicht nur bei Kassentherapeu-
ten, sondern auch bei denen, die auf freier
Basis arbeiten (oft als Berater oder Coaches).
Manche gehen auch zu Philosophen in die
Praxis; letztlich kommt es auf das Vertrauens-
verhältnis an, das sich aufbauen sollte.

Und zur zweiten Frage: Klar geht das auch mit
einem Freund oder in "Eigentherapie". Mir selbst
und vielen anderen hat eine psychologische Aus-
bildung bzw. dann Weiterbildungen geholfen,
auch gute Literatur, Gespräche mit (ebenfalls
ausgebildeten) Kolleginnen und Kollegen oder
Supervisoren etc. – da findet jeder so seinen
Weg.

Klar kann man auch einen Abfluss selbst repa-
rieren und sich die Teile im Baumarkt kaufen;
aber sobald es komplizierter wird, lasse ich
lieber einen Experten ran, der gutes Werkzeug
hat und weiß, wie man damit umgeht.

Und nach dem, was du so schreibst, bekam ich
den Eindruck, dass dass eher was für Profis ist
als für den Küchentisch. Aber wie gesagt: das
ist deine Entscheidung und kein Weg garantiert
dir einen Erfolg.

Wenn ich dir ein Buch empfehlen darf, das auch
zur Eigentherapie gut taugt: "Lösungsorientierte
Beratung" von Bamberger.
https://www.beltz.de/fileadmin/beltz/leseproben/978-3-621-28226-0.pdf

Da sind viele gute Werkzeuge beschrieben, die
man auch für sich selbst anwenden kann.
 

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