Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich weiß nicht was ich tun soll

Mrs.Nutzlos

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe bin Froh dieses Forum gefunden zu haben.
Mit jedem Beitrag den ich lese, habe ich das Gefühl nicht allein zu sein.

Ein bisschen Hintergrund:

Ich bin seit 14 Jahren verheiratet und ich merke immer mehr wie kaputt mich die Ehe
macht bzw. längst gemacht hat.
Ich weiß gar nicht wie es eigentlich zu der jetzigen Situation gekommen ist.

Mein Mann ist sehr emotional und manipulativ.
Schon immer waren andere Schuld , wenn irgendetwas nicht klappte.
Und ehrlich gesagt frage ich mich immer, ob ich seine Entwicklung an irgendeinem Punkt unterstützt habe.
Er hatte schon immer seine „5 Minuten“ dann rastet er völlig aus. Das war aber am Anfang unsere Ehe äußerst selten. Und schien in dem jeweiligen Kontext zwar übertrieben- aber es war ja immer nur eine Momentaufnahme. Zu mir und den Kindern war er immer liebevoll und hat uns quasi jeden Wunsch erfüllt (zumindest kam es mir so vor)

Was schon immer ein Problem war, ist das er sich immer alles Opfer sieht.
Er hat eine Zeit lang echt jede Arbeit angefangen und wieder aufgehört, weil wahlweise der Job, der Vorgesetzte, die Kollegen oder was auch immer doof waren.
Und natürlich habe ich ihn am Anfang in seinen Entscheidungen unterstützt.
Das es sich wie ein roter Faden durch unsere Ehe zieht- sehe ich ehrlich gesagt erst jetzt.

Irgendwann habe ich dann einfach angefangen zu arbeiten und wir haben die Rollen getauscht.
Er ist zu Hause bei den Kindern geblieben und ich habe für unsere Familie „das Geld verdient“
Mit den Jahren wurden Ausraster immer häufiger, richteten sich aber am Anfang eher gegen andere.

Beispielsweise andere Autofahrer- wenn da jemand etwas aus seiner Sicht falsch gemacht hat, dann ist er auch mal ausgestiegen und hat das auch entsprechend so rüber gebracht. Ich habe mich da schon jedes Mal echt geschämt , aber wenn ich das ansprach hat er die ganze Situation so verdreht, dass ich mich am Ende gefragt habe, ob ich vielleicht etwas nicht richtig mitbekommen habe.

Mit der Zeit fing er an meine Kollegen, meine Arbeit was auch immer zu kritisieren und ich glaube ich habe hier schon den Fehler gemacht, dann darauf einzugehen (ich möchte ja auch nicht jeden Kollegen) mit der Zeit würde es aber immer schlimmer.

Heute:

Ich hatte ja bereits geschrieben, dass wir irgendwann die Rollen getauscht haben und ich anfing zu arbeiten. Das ist bis heute so.
Aber desto erfolgreicher ich wurde bzw. desto mehr Spaß mir mein Beruf machte, desto schlimmer wurde alles.
Wobei ich da nicht unbedingt den ursprünglichen Zusammenhang sehe.

Egal was passiert, egal was ich mache. Es ist falsch.
Komme ich 1 Minute zu spät - schreit er mich an.
Schreibt mir vorher Nachrichten wie etwa „wenn du dumme F**** nicht sofort nach Hause kommst, zerschneide ich nach und nach seien Sachen“
Das hat er auch tatsächlich schon gemacht . Als ich Dienstlich unterwegs war, hat er mich unterwegs mit Anrufen und Nachrichten terrorisiert , weil ich nicht sofort auf seine Nachrichten reagiert habe. Dann hat er angefangen mir Bilder von meinen Zerschnitten Kleidern zu senden.
Weiße Blusen hat er einfach mit Edding bemalt.
Ich war damals mit einem Kollegen unterwegs, der das ganze zumindest tlw. mitbekommen hat, aber selbst da habe ich ihn noch in Schutz genommen. Er hatte gerade erfahren das sein Opa einen Unfall hatte und war tatsächlich fertig mit den Nerven.
Ich habe damals meinen Mut zusammen genommen und meine Schwiegeltern gebeten nach ihm zu sehen. (Wenn sie da sind ist er noch Kö ausgerastet) Nur am Ende meinten sie, dass ich halt auch mit Schuld wäre ( wenn nicht sogar ganz alleine) Er würde ja auch gerne wieder etwas machen usw. Das war von ihm komplett gelogen, aber ich bin nicht dagegen angekommen.
Hier habe ich zum ersten Mal richtig gemerkt wie Manipulativ er sein kann.

Jeder der meinen Mann kennen lernt , ist immer total begeistert. Gerade auch wie toll er sich um die Kinder kümmert. Und ich habe sicher einen großen Anteil daran, weil ich nach außen ja auch immer dieses Bild vermittelt.
Aber in Wirklichkeit kann er andere einfach extrem gut von sich überzeugen.

Mittlerweile ist es so, dass er mich täglich beschimpft. Wenn ich was dagegen sage, dann schüttet er mir zB. einfach ein Glas Wasser in Gesicht, oder macht es morgens wenn ich zur Arbeit fahren möchte.
Ich habe mich über die Jahre so daran gewöhnt zu machen was er will, dass es mittlerweile so extrem ist, dass er mir - obwohl es vorher abgesprochen war- schreibt, dass ich jetzt nach Hause kommen soll und ich ja wüsste was passiert wenn nicht.
Ich habe tatsächlich dann schon 1-2 Mal meinen Arbeitgeber angelogen, um schnell mach Hause zu kommen.

Er hat mich noch nicht geschlagen - naja einmal wegen den Arm. Er hält eher meine Handgelenke fest. Aber ich glaube das es jeden Moment soweit sein kann, bis das noch hinzukommt.
Aber selbst das wirft er mir vor - er wäre von mir enttäuscht, weil ich ihm so etwas zutraue.
Das er mich aber so anschreit, dass die Nachbarn die Polizei rufen ( und wir wohnen in einem Einfamilienhaus) das war ich ja auch selber Schuld.
Das die täglichen Beschimpfungen und das Niedermachen, genauso schlimm sind - das will er nicht hören und überhaupt würde ich mir das nur einbilden.
Er kontrolliert mein Handy und löscht immer alles was er mir schreibt und Kontakte die er nicht kennt oder bei denen er meint ich bräuchte sie nicht.

Immer wieder denke ich daran mir Hilfe zu suchen, vielleicht auch einfach mal mit einer Kollegin einer Kollegin darüber zu reden ( andere soziale Kontakte habe ich gar nicht mehr - auch das wird einem erst jetzt klar) Aber wer würde mir glauben.
Zuletzt hatte er mir gedroht, dass er dahin kommen würde , wenn ich nicht sofort nach Hause komme und ich bin geblieben und habe mir gewünscht das er kommt und alle sehen wie er ist.
Stattdessen hat er einen Riesen Strauß Rosen per Eilservice zur Arbeit gesendet und alle meine Kollegen haben mich zu meinem tollen Ehemann beglückwünscht.

Nachdem er ausrastet macht er mir Geschenke und ich doofe freue mich auch noch (obwohl ich ja das Geld dafür verdient habe) und denke immer wieder, er hat es endlich verstanden- eingesehen.

Immer öfter denke ich daran, dass es am einfachsten wäre aufzugeben und nicht mehr zu leben.
Was aber natürlich auch wegen der Kinder keine Option ist.
Um die kümmert er sich aber immer sehr liebevoll.
Wenn ich mich trennen würde, müsste ich natürlich auch zu Hause bleiben bzw. könnte das was ich beruflich mache , so in der Form einfach zeitlich nicht mehr machen.
Ich bin natürlich gerne zu Hause bei den Kindern, aber es fühlt sich so an als wenn er auch dann „ gewonnen“ hätte. Er sagt dann auch immer , ich wüsste Ja das ich dann alles aufgeben muss was ich mir erarbeitet habe. Und ob er dann wirklich geht bezweifle ich stark.
Und ich kann ja nichts beweisen - ich habe ja keine Blauen Flecken oder ähnliches.

Ich weiß einfach nicht was ich tun soll...
Jedes Mal hoffe ich, dass er sich noch ändert. Das wir das gemeinsam schaffen. Und dann geht es wieder von vorne los.
 
https://www.re-empowerment.de/

Deine Kinder leiden auch extrem unter der Situation.

Wenn Du dich trennst wird eine Ganztagsbetreuung der Kinder evtl nicht ganz billig, aber es klingt so als wäre das für dich leistbar.

Es ist gut das die Nachbarn die Polizei rufen. Das ist aktenkundig. Dein Kollege ist evtl auch ein Zeuge.

Richte dir eine Cloud ein, wo du Bilder und Nachrichten absichern kannst.

Sammle Beweise ( vorsichtig) , hol sofort eine gute Anwältin mit ins Boot und trenn dich. Er ist schon jetzt gewalttätig und es wird nur schlimmer werden.

Eine Frauenberatungsstelle wird dir auch helfen.

Aber das was du dort erträgst geht so nicht.
 
Mrs. Wertvoll
(und damit möchte ich Dir Deinen Wert aufzeigen),

ich kann Dich nur darin bestärken, Dir Hilfe zu suchen.
Du kannst Dich an städtische, gemeinnützige oder kirchliche Beratungsstellen wenden.
Im Telefonbuch findest Du auch eine Telefonnummer des nächsten Frauenhauses - Du kannst dort anrufen und mit denen sprechen, ob Du zunächst dorthin magst. Die Mitarbeiterinnen haben Erfahrung und können Dir evtl. auch zu Rechtsbeistand raten\verhelfen (z. B. Antrag, dass Du mit den Kindern im Haus bleibst - ohne ihn; immerhin hast Du bereits Polizei als Zeuge).

Du hast schon sehr lange ausgehalten und bist "gut trainiert" seine Ansichten - auch über Deine Person - zu übernehmen.. ich weiß nicht, wie alt Deine Kinder sind, aber irgendwann werden sie auch auf dieser Schiene fahren...

Vor allem steht natürlich die Frage, ob Du jetzt davon ausgehst, dass er sich - nach den vielen Jahren und unzähligen Fehlversuchen - nicht mehr ändert (ich glaube das nicht - ich hatte die Erfahrung mit so einem Geschöpf und erfuhr hinterher, dass es meiner Vorgängerin ebenso erging und meiner Nachfolgerin dito).
Bedenke bitte, wieviel Kraft Dich jedes Jahr kostet, wieviel Selbstwert (allein dieser Ausdruck "F" ist für mich von (m)einem Mann undenkbar) und dass es sehr schwer ist, unter solchen Voraussetzungen neue Kraft zu tanken.
Von Herzen alles Gute !
 
Jedes Mal hoffe ich, dass er sich noch ändert. Das wir das gemeinsam schaffen. Und dann geht es wieder von vorne los.
Betrüg Dich nicht mehr länger selber, er ändert sich nie, er hat längst seinen wahren Charakter gezeigt.

Die Kinder dürften auch nicht mehr so klein sein, daß sie nicht begreifen was da abgeht, Kinder verstehen meist mehr als man denkt.
Bei der Schilderung kann ich nur sagen, trenn Dich, so bald wie möglich.
Ohne zweite Chance, denn sonst bleibst Du in der ewigen Spirale zwischen Psychoterror und Liebe heucheln gefangen.
Sammel Beweise, führ ein Tagebuch mit allem was passiert, und such Dir einen guten Scheidungsanwalt. Such auch das Jugendamt mal auf, nur für alle Fälle, wenn er über die Kinder was versucht, sobald Du ihm über die Trennung Bescheid sagst.
 
Hallo,
Weiter in einer Horrorbeziehung zu verweilen nur Kinder und Gewohnheitwegen ist Selbstraub. Man raubt sich selber die Möglihkeiten, auch so schon sein kurzes Leben zu geniessen und das beste aus der Zeit was uns auf der Erde gegeben ist zu holen.
So wie Du über Deinen Man denkst und schreibst, so sehe ich da leider auch keine andere Möglichkeit als sich zu trennen. Denn diese Beziehung belastet Dich enorm und Du bist aber immer noch zwiegespalten, was verständlich ist nach so vielen Jahren.
Ich zittiere: -wenn du dumme F**** nicht sofort nach Hause kommst, zerschneide ich nach und nach seien Sachen-
Autsch! Das geht ja gar nicht. Bitte, tue Dir den Wurst nicht weiter an und schmeiß ihn 3kantig raus. Allein schon diese Aussagen und die Taten , ne, Du brauchst Dich vom alten - tschuldige- Dreck (meine ich jetzt das Ganze, nicht die eine Person) zu befreien und neu anfangen!
Ist sicher urschwer und man hat zweifel und finanzielle so wie organisatorische Sorgen. Aber sich immer aufs neu fast täglich so sekieren zu lassen, das MUSST Du nicht.
Ich beende jetzt meinen Beitrag mit den Worten aus einer geführten Meditation: wer ständig glücklich sein will, muss sich verändern...
 
Re-empowerment.de ist wirklich eine sehr wertvolle Seite.

Glaub mir, niemand wird einfach wieder "nett".

Das ist emotionale psychische Gewalt. Sie ist meines Empfindens nach schlimmer als körperliche und sie verheilt auch langsamer (wenn überhaupt).

Glaub mir, deine Kinder werden dir dankbar sein, wenn du dich trennst.

Es wird ein unwahrscheinlich harter Weg sein, aber das wird es wert sein.

Es ist wunderbar, wenn man frei ist und nicht immer darüber nachdenken muss, ob man etwas falsch gemacht hat, ob er mal wieder ausrastet und gleichzeitig immer die peinliche Situation auszuhalten, wenn andere etwas mit bekommen.

Dein Mann ist krank und wird sich nicht mehr ändern, wenn, dann wird er nur noch agggressiver und manipulativer.
Es gibt Menschen, die sind nur zufrieden, wenn sie andere leiden sehen. Sowas kann man nicht verstehen (und daher auch nicht ändern), man kann es aber für sich akzeptieren und sich von diesen Menschen abwenden.

Ich wünsche dir alles Gute und ganz viel Kraft.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben