Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

ich weiß nicht mehr wo ich hingehöre

  • Starter*in Starter*in Angelsoul
  • Datum Start Datum Start
A

Angelsoul

Gast
Hallo,
ich hoffe das gehört nun in diese Rubrik, konnte es nicht wirklich einordnen weil es einfach soviel ist.
Ich leide nun schon seit über einen Jahr an Angst und Panikstörungen.
Ich habe in dieser Zeit und auch eine zeitlang davor eine Menge Schicksalsschläge erlitten und habe nun zu meiner Angst noch schwere Depressionen.
Innnerhalb einer Jahres habe ich Freund, Job, Wohnung und Freunde verloren dadurch. Ich lebe nun wieder bei meinen Eltern und es ist wie die Hölle.

Im letzten Jahr habe ich Tagesklinikaufenthalte und eine angefangene Therapie hinter mir (leider hat die Chemie zwischen mir und dem Therapeut nicht gestimmt), doch ich bin schon der Menung, dass ich alleine schon viel auf die Reihe bekommen habe.

Nur leider stehe ich fast alleine da und kann mit niemanden wirklich über meine Sorgen sprechen. Meine Freunde (die noch da sind) machen natürlich viel wo ich wegen meiner Angst nicht mit kann und meine Eltern empfinden mich seit ich hier wohne mehr als Belastung als irgendwas sonst.

Also im prinzip bin ich zur Zeit der sogenannte lästige Klotz am Bein und das wird mir hier auch deutlich zu verstehen gegeben und das macht mich fertig!
ich schaffe es einfach nicht Kraft für den Kampf gegen dieses Leben hier zu führen und gegen meine Krankheit zu kämpfen.

Leider habe ich keine Möglichkeit in meinem Krankheitsstadium schon arbeiten zu gehen und meine Ausbildung musste ich ja 3 Monate vor Ende abbrechen bzw. wurde ich raus geschmissen.
Also weiß ich auch nicht wohin....

Hatte jemand schonmal eine ähnliche Situtation? Gibt es eine Möglichkeit doch irgendwie hier raus zu kommen?

Ich weiß wirklich nicht wie ich es hier noch länger aushalten soll, es ist täglich wie die Hölle für mich 🙁🙁

Liebe Grüße an euch

Angelsoul
 
Also zu den Depressionen kann ich nichts sagen, da ich nicht so ganz nachvollziehen kann, wie das für dich ist.

Zu den Panikattacken bzw. zu der Angststörung da kann ich dir nur den Tipp geben, einen dauerhaften Klinikaufenthalt zu machen und danach noch einmal neu zu beginnen. Neuer Job, neue Wohnung, neue Freunde! Anders wirst du das wohl kaum hinbekommen.

Kannst mir auch ne PN schreiben, leide selber seit langer Zeit an einer Angststörung und Panikattacken.

Achja, und das mit dem Therapeuten das ist sehr oft so. Aber man muss auch wirklich lange suchen, nicht nur zu einem gehen und danach aufgeben! Manchmal dauert es mehrere Monate, bis man dann mal den richtigen oder die richtige gefunden hat. Ist halt nicht so ganz einfach.
 
Erstmal vielen Dank für deine schnelle und nette Antwort.

Ich wei, dass ein Klinikaufenthalt das beste für mich wäre, doch dann müsste ich auch noch das einzig liebe was ich habe verlassen bzw könnte es nicht behalten. Meinen Hund!

Sie ist zur Zeit meine einzige Motivation überhaupt etwas zu tun und vorallem auch rauszugehen, einkaufen zu gehen einfach alles.

Ich habe lange nach einer Klinik gesucht, wo Haustiere erlaubt sind, aber klar dass es sowas nicht wirklich gibt. Wenn ich von meinem Püppchen auch noch getrennt wäre würde das mir wirklich den letzten Rest geben an Lebensfreude.

Deshalb habe ich versucht in einer Tagesklinik unter zu kommen, leider war die für mein krankheitsbild überhaupt nicht geeignet.

Einen Therapeuten sollte ich mir allerdings suchen, nur ist das Problem, dass ich ja auch alleine dorthin kommen muss, was für mich nicht einfach ist, da ich nicht Bahn, Bus oder sonstiges fahren kann.

Es ist alles in allem eine ganz blöde Situation 🙁
 
Vlt könntest du einen Therapeuten aufsuchen, der Hausbesuche macht? Dann hättest du zumindest nicht die Schwierigkeit mit dem Hinfahren via Bus oder Bahn.
lg, Vanessa
 
Es wird sich sicherlich ein Therapeut in deiner Nähe finden lassen, sodass du auch ohne Bus und Bahn dorthin gehen kannst. Wie ist es denn mit dem Autofahren? Kannst du das? Falls ja, könntest du überlegen, wie es wäre mit einem Taxi zu fahren. Oder vielleicht mit dem Fahrrad, wenn der Weg nicht allzu lang ist.

Sprich dann mit dem Therapeuten darüber, was man in der Situation am besten machen könnte. Schlägt er dir einen dauerhaften Klinikaufenthalt vor (wovon ich ausgehe), dann erzähle ihm das mit deinem Hund. Da Therapeuten immer die beste Möglichkeit zur Heilung wählen wollen, wird er dir bestimmt nicht raten deinen Hund wegzugegen. Ich denke, da wird sich eine Möglichkeit finden.

Von einer Tagesklinik würde ich dir abraten. Mach keine halben Sachen! Du bist in der Tagesklinik, kommt dann nach Hause, und schon ist es wie vorher. Das wird überhaupt nichts bringen.

Wenn du jedoch länger dableibst, dann bist du gezwungen, dich mit dir und deinen Problemen auseinander zu setzen. Du wirst über deine Depressionen hinwegkommen und wieder einen Sinn im Leben sehen. Und wenn du dann stark genug bist, dann wirst du dir neue Freunde suchen und auch einen Umzug wagen in eine andere Stadt. So kannst du von neu anfangen, das hilft oft. Aber nach dem Klinikaufenhalt solltest du trotzdem unbedingt eine Therapie weiterführen. Einmal in der Woche zum Psychologen zu gehen, das hat glaube ich noch keinem geschadet.

Und auch deine Angst wirst du in den Griff bekommen. Davon bin ich überzeugt. Ich habe meine Angst zwar auch noch nicht besiegt, aber ich habe den Willen es zu schaffen. Und wenn dieser Wille besteht dann wird es auch funktionieren. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Angst gehört zum Leben dazu. Sie schützt uns in gefährlichen Situation, und warnt uns wenn es nötig ist. Leidet man aber an einer Angststörung und Panikattacken, dann wird man auch gewarnt, ohne dass irgendetwas passiert ist. Doch man kann lernen mit der Angst umzugehen. Jeder Mensch hat Angst, die einen mehr - die anderen weniger. Und die, die halt mehr Angst haben, die können sich mit ihrer Angst auseinandersetzen und so erkenne, wann wirklich eine Gefahr besteht und man Angst haben kann, und wann eben nicht.

Für Depressionen und Ängste braucht man sich nicht zu schämen oder sich blöd vorzukommen. Und die Betroffenen sind auch nicht "verrückt". Viele sagen man ist nicht normal... aber was ist schon "normal?" Jeder Mensch ist anders, und dazu hat auch jeder ein Recht. Jeder sollte so leben, wie er es für richtig hält, solange man damit niemandem schadet oder gegen Gesetze verstößt. Und nur wegen irgendeiner Krankheit oder Störung ausgelacht oder als "unnormal" bezeichnet zu werden, das ist nicht korrekt.

Und du musst einsehen, die Angst und die Depressionen, die dürfen nicht über dich bestimmen, sondenr du über sie. Und wenn du das alles nicht willst, dann unternimm etwas und lass es nicht weiter zu, dass du davon kaputt gemacht wirst. Du musst genug Kraft haben, und die kann dir der Therapeut geben, um über der Angst und den Depressionen zu stehen.

In welcher Stadt wohnst du denn? Vielleicht kann ich dir ja bei möglichen Kliniken oder Psychologen weiterhelfen.

Lass dich nicht unterkriegen!

Gruß
CrazyGirl
 
Hallo,

meine Schwester hatte auch eine Angststörung, und sie hat an sich ne gute Therapie dagegen gemacht. Zunächst einige Wochen vollstationär, dann teilstationär, also Tagesklinik und dann rd. 3 Jahre ambulante Kombitherapie: psychiatrisch-medikamentös und psychologische Betreuung.....Ziel sollte es ja sein dauerhaft ohne Medikamente sprich Chemie stabil zu werden. Sie erhält derzeit noch Niedrigdosierung eines Neuroleptikums und eine niedrige Dosierung eines Antidepressivums..bis sie ihre Diplomprüfungen hinter sich hat, danach wird nochmals runtergesetzt und danach voll abgesetzt.
Ein Arbeitskollege von mir leidet an Depressionen, bzw. litt früher darunter, heute hat er diese Erkrankung im Griff. Er macht sehr viel Sport, hat sein Leben in einigen Punkten grundlegend umgekrempelt und so gestaltet, dass er mittlerweile gut klar kommt.

Wichtig ist offener Umgang mit der Krankheit, dass man Menschen hat mit denen man drüber reden kann und v.a. auch "angedoct" ist, d.h. für längere Zeit bis man genügend über sich und die Krankheit weiß, sich über die Ursachen und Auslöser klar ist und weiß wie man nen Weg findet mit der Krankheit klarkommt ohne immer wieder "akut" zu werden in fachärztlicher Behandlung ist.
Um gesund zu werden und dauerhaft zu bleiben muss man manchmal schon ne Menge tun. Du solltest dazu bereit sein und ohne Wenn und Aber notwendige Schritte einleiten.
Ganz falsch und ein Mitauslöser für psychische Erkrankungen sind Verdrängen, oder verbergen und sich abisolieren. Die Grenzen zwischen normal und ver-rückt sind eh fließend und normal bleibt man nur in ausreichendem Austausch mit anderen Menschen. Der Mensch ist nämlich grundlegend als soziales Wesen ausgelegt und braucht den Kontakt zu anderen Menschen um normal zu bleiben. Wenn man sich zu sehr absondert wird man halt oft zu absonderlich, grübelt zu viel, oft auch auf ungute und unproduktive Weise und sowas macht letztlich krank. Es braucht auch an ständiger Übung sich unter Menschen zu bewegen...Sozialtraining, etwas was einen fordert und fördert.
Die Psychologin meiner Schwester meinte, dass Überforderung krank machen kann aber Unterforderung genauso und man muss halt nen guten Weg dazwischen für sich herausfinden.

Angstzustände und Depressionen sind an sich relativ einfach zu behandeln. Manchmal muss man in punkto Psychologe halt ein wenig länger suchen, bis man jemanden findet der gut zu einem passt. Wichtig ist dabei die Ansprüche nicht zu hoch zu schrauben und auch nicht dem Irrglauben zu verfallen, dass ne Therapie ein Wundermittel ist. Therapie ist nur Hilfe zur Selbsthilfe..aber ein wichtiges Werkzeug um diese Erkrankungen der Seele auseinanderzunehmen und in den Griff zu kriegen. Therapie ist auch nur erfolgreich, wenn man genügend an ihren Erfolg glaubt und engagiert mit arbeitet. Es muss also grundsätzlich genügend Wille zum Gesundsein und ERfolg da sein und auch genügend Leistungsbereitschaft.
Den Hund kannst du locker in der Zeit, in der du weg bist irgendwo unterbringen..ich würde den nicht als Ausrede dazu missbrauchen, dass du verantwortungslos mit deiner Gesundheit umgehst und nichts gegen diese Angststörungen tust. Wer nicht verantwortungsbewusst sich selber ggü handeln kann ist an sich auch kein guter Hundefreund...klingt jetzt hart, aber so sehe ich das. Selbstachtung ist hier halt wichtig, damit man der Achtung ggü einem von einem abhängigen Lebewesen = dem Hund auch gerecht werden kann. Es ist auch nicht fair ggü dem Hund ihn als Lebensfreudespender zu sehen...klar hängt man an einem Tier, aber an sich auch nur wirklich, wenn man dafür sorgt ihm ein guter = verantwortungsbewusster Freund zu sein, der zusieht dass er gesund durchs Leben läuft! Also tu was für dich, dann tust du auch was für deinen Hund!
Das Problem bei unbehandelten psychischen Erkrankungen ist nämlich oft, dass diese dann so krass werden, dass du irgendwann ggf. derart durchgekachelt bist, dass du zwangseingewiesen wird und dein Püppchen dann ohnehin in irgendeinem Tierheim landet und ggf. dort wo du es nicht gerne hast. Du solltest also solange du noch fähig bist zu managen und selber zu organisieren zusehen nen guten Platz für deinen Hund zu finden um zunächst den stationären Klinikaufenthalt zu organisieren.
An sich finde ich es sauschade, dass es keine Kliniken gibt in denen man seine Haustiere mitnehmen kann...zumal wissenschaftliche Studien ergeben habe, dass Tiere bei psychischen Erkrankungen oft auch Therapiewert haben...aber leider sind so halt die Bedingungen in deutschen Kliniken...nicht optimal, aber da muss man sich halt anpassen und es ist ja auch nur für eine gewisse Zeit..die man sich halt nehmen MUSS.

Also nochmals: wichtig bei akuten Angststörungenmit Panikattacken oder Depression ist sofortige sorgfältige Medikamentation, sprich sofort zum Psychiater und wenn der zur Klinik rät, dann sollte man den Rat beherzigen. Zur Medikamentation ist zu sagen, dass diese auf den Punkt genau erfolgen muss..sonst kann es erneute Akutschübe geben, falls der Medikamentenspiegel nicht erhalten bleibt...also einmal aussetzen oder selber die Dosis verändern etc..ist absolut nicht drin..immer alles in Absprache mit dem Facharzt..in der Anfangsphase immer wieder feedback über wirkung etc..checken ob Medis wirken etc. Zweiter Grundstein neben der psychiatrisch-medikamentösen Therapie sollte dann die psychologische Therapie sein um der Krankheit auf den Grund zu gehen und wegzukommen von den Medis. Die Medis werden jedoch zunächst für einige zeit (ggf. über einige Jahre) genommen werden müssen...sie müssen auch ausgeschlichen werden..d.h. die Dosis schrittweise zurückgefahren...Niemals abrupte Abbrüche! Sowas führt oft direkt in den nächsten "Schub" und je mehr "Schübe" desto schlechter für die Psyche/das Hirn. Ne psychische Erkrankung, diese Angststörungen sind ja im Grunde ein biochemisches Ungleichgewicht im Gehirn und unbehandelt kann sich das oft noch verstärken.
Bezieh dein Umfeld, deine Eltern und Freunde mit ein...bring den Hund bei Freunden unter, aber zeige auch genügend Eigenverantwortung indem du dich um dich kümmerst und zusiehst gesund zu werden.
Es geht...bei meiner Schwester hat es gut geklappt..sie hatte damals eine Angstpsychose, war krass durchgekachelt mit Wahnvorstellungen etc. hat sich aber zum Glück direkt behandeln lassen...auch wenn es anfangs nicht leicht war und sie anfangs keine Einsicht zeigte, was oft typisch bei psychischen Erkrankungen ist. Während der Behandlung war sie stark wesensverändert...man nennt das Negativsymptomatik...die Medis dämpfen alles runter, der Betreffende kann wenig fühlen, zeigt wenig REaktionen...aber das ist bewusst so, damit das Hirn wieder ein Gleichgewicht findet und durch diese Phase muss man halt irgendwo durch. Mit der Zeit, also bei meiner Schwester klang die Nagativsymptomatik nach ca. 2 Jahren mit dem Ausschleichen des Neuroleptikums wieder ab. Bekannte, Freunde, Eltern etc. wussten alle Bescheid und so konnten sie angemessen reagieren...sie hat keinen ihrer Freunde verloren..damals war ich vor Ort und habe ihre Freunde ausgiebigst aufgeklärt und um Mithilfe gebeten. Hat gut geklappt.

Diese Erzählungen um dir ein wenig Mut zu machen und dich auf deine Eigenverantwortung hinzuweisen. Du stehst in punkto eigener Gesundheit am Machthebel und wie du dich verhälst entscheidet mit ob du halt dauerhaft gesund wirst und bleibst.
Du kannst es gut schaffen, wenn du die richtigen Schritte unternimmst, glaube an dich und dann Augen zu (ähh besser auf) und durch!

Viel Erfolg!
Tyra

P.S Meine Schwester hatte in punkto psychologische Therapie guten Erfolg mit einer Verhaltenstherapie.

Und zu dem Punkt deiner thread-Überschrift kann ich nur sagen: jeder gehört genau da hin, wo man sich selber hindefiniert. Jeder muss halt seinen Platz im Leben selber bestimmen und versuchen auf diesen Punkt hin zu arbeiten.
Bei psychischer Erkrankung ist man jedoch oft verwirrt und irgendwie vom Weg abgekommen..daher ist es wichtig diese Erkrankung behandeln zu lassen damit man seinen eigenen Willen wieder entdeckt und auch den Weg, den man gehen möchte.
Also ein Schritt nach dem anderen: erstmal versuchen die psychischen Probleme in den Griff zu kriegen, dann ergibt sich das mit dem Wissen wo du hingehörst ganz automatisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja es ist ja nicht so, als wenn ich meine Krankheit unbehandelt lasse.
ich bin in ärtzlicher Behandlung, sprich medikamente und war bis vor kurzem auch in Psycholoigischer Behandlung, nur eben nicht stationär.

Auch, dass ich nicht unter Menschen gehe ist nicht richtig. Meine Ängste haben z.B. nichts mit Menschenansammlungen zu tun, im Gegenteil ich bin super gerne unter Menschen. Das ich den ganzen Tag nur Zuhause sitze ist schon lange vorbei, ich gehe selber für mich einkaufen, und auch sonst tue ich alle Erledigungen selber die hier in meinem Rahmen sind.

Klar ich habe noch längst nicht alles wieder erlernt, was ich mal konnte, aber ich bin soweit, dass ich meine Erkrankung akzeptiere und auch öffentlich kein Geheimnis daraus mache. ich habe gar kein Problem mit irgendjemanden über mein Problem zu sprechen.

Vllt ist es in meinem ersten Text nicht richtig rüber gekommen, aber es ist nicht so, dass ich nicht an mir arbeiten würde oder ganz alleine für mich dahin vegitieren würde.

Klar, dass ich eine wieder eine Therapie machen muss ist mir klar, aber wie gesagt, diesmal sollte es ein geeigneter Therapeut sein, dem ich vertrauen kann. Das Problem ist einfach, dass die meisten nur an der Symptomatik arbeiten wollen, also auch die Symptome mit z.B. Konfrontation bekämpfen sollen, vergessen aber leider nebenbei, dass es auch einen Grund hatte wieso das überhaupt angefangen hat. Und das halte ich persönlich für nicht ausreichend.

Ich komme beruflich selber aus dem psychologischen Zweig und bin, daher auch ein Stückweit kritisch. Habe aber in den nächsten Wochen einige Vorstellungstermine zu Erstgesprächen, mal sehen wie das so läuft.

Und zu meinem Hund, ich denke nicth, dass ich sie als Ersatzlebenspartner ausnutze, wie ich ja schon geschrieben habe, habe ich noch "wenige" Freunde aber ich habe welche, mit denen ich mich auch treffe.

Außerdem verstehe ich auch nicht an was es ihr fehlen soll? Sie bekommt genau das wie jeder andere Hund auch. Und wahrschleinlich ist sie sogar noch einmal öfters draußen. Es ist ja wiegesagt nicht so, als wenn ich hier apartisch 24 Stunden am Tag in der Bude hocken würde.

Das mir der Tagesklinik sehe ich ähnlich wie ihr, dass das nicht das non Plus Ultra ist. Aber Klinik ist für mich zur Zeit absolut keine Option.
Ich denke auch nicht, dass es noch so akut ist, dass man es nicht auch mit einer verhaltenstherapie machen könnte. Außerdem kann ich nebenbei auch noch meine anderen Dinge wie mein Geschäft, was noch ziemlich im Aufbau ist und meinen Kampf um eine eigene Wohnung bewältigen.

Aber ich verstehe genau was ihr sagt, und ihr seid auch nicht die einzigen die mir das nahe legen, nur es gibt einfach Sachen die man nicht will und für mich ist es eben das. Es nützt doch auch nichts wenn ich dort hingehe und eigentlich gar nicht bereit dazu bin. (Ich weiß ist dumm von mir)

Aber ich danke euch für eure aufbauenden Worte! Und vorallem für den mentalen Schubser oder wachrüttler!
ich denke das braucht man manchmal, dass man mal ein bischen Kritik an seinem Verhalten bekommt um vllt nochmal drüner nachzudenken.

Ich bin eigentlich schon recht zuversichtlich, es zu schaffen, nur muss ich hier erstmal raus. Solange ich hier in diesem Höllenloch fest sitze, muss ich mehr um meine Daseinsberechtigung kämpfen als mich mit mir auseinander zu setzen.
 
Alles was ich dir dazu noch sagen kann, ist dass du es wirklich nur schaffen kannst, wenn du auch willst.
Also denk über alles in Ruhe nach und fasse dann einen Entschluss, wie du die Sache angehen möchtest.
Niemand kann dich zu irgendwas zwingen. Und wenn, dann würde es nichts großartiges bringen - wie schon gesagt wurde.

Viel Erfolg weiterhin!
 
danke für deine näheren Erklärungen. Da du bereits mal Therapie gemacht hast die Frage: was meinte der ehemalige Therapeut, woran es liegen könnte, dass du psychische Probleme hast, was könnten die Auslöser sein und was könntest/solltest du in deinem Leben ändern damit du stabiler würdest?
Also ich komme ja aus einem belastendendem Elternhaus und meine Privattherapie war damals frühe Abnabelung und auch Wechsel der Heimatstadt, ein kompletter Neubeginn.

In Hinsicht auf Psychotherapie würde ich dir raten rechtzeitig, also am besten noch nächste Woche was anzuleiern..die guten Therapeuten haben oft ziemliche Wartezeiten...es sei denn du gehst den WEg über Klinik, dann kann man ggf. über die Klinikärzte nen früheren Platz ergattern.
Oft muss man im Leben Dinge tun, die man nicht will, wer sich selber nur ständig selber verwöhnt und nur macht was er will und was ihm passt, der hat halt oft auch Nachteile. Wer sich weigert notwendige Dinge für seine Gesundheit zu tun der muss letztlich mit den Konsequenzen leben und sollte nicht über sein Leid klagen. Grundsätzlich muss man sich halt für sich und gegen Krankheit oder gegen sich und für fortgesetzte Krankheit entscheiden. Angstzustände oder Panikattacken oder Depression sind keine Peanuts, sondern genauso ernstzunehmende Erkrankungen wie ein akuter Blinddarmdurchbruch z.b. Auch die Psyche will gepflegt und bei Ungleichgewicht, sprich Krankheit, sorgsam behandelt sein. Und letztlich bleibt es immer an einem selber kleben diesen Job mit dem um sich selber kümmern etc. zu erledigen. Kann einem leider kein anderer abnehmen.

Was meinst du mit Höllenloch? Und warum musst du darin sitzen bleiben?

Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Geb ich dir vollkommen mit Recht, dass man wenn man nichts tut nicht rumjammern sollte. Das habe ich am Anfang total gemacht und könnte mich mittlerweile selber in den Hintern treten, wenn ich gleich am Anfang etwas gemacht hätte, wäre ich mittlerweile vlllt schon viel weiter.

Mit Höllenloch meine ich mein Elternhaus in dem ich zur Zeit wohnen MUSS, weil mein Laden leider noch nicht soviel abwirft, dass ich in einem eigene Wohnung ziehen könnte. Ich merke einfach ich bin hier unerwünscht und das wird mir jeden Tag aufs neue gezeigt. Ich muss sagen, das setzt mir ganz schön zu. Weil ich eigentlich für niemanden eine Belastung sein möchte.

Du hast ja Recht ich sollte das alles nicht vor mir her schieben nur weil es unbequem für mich werden könnte. Ich sollte wirklich endlich mit 100% einen Therapieplatz suchen, alleine schafft man es ja doch nicht. Ob ich mir das nun einrede oder nicht.

Das mit der Heimatstadt wechseln hab ich mir überigens auch schon überlegt, vllt sollte das einfach mein Ziel sein, auf das ich hinarbeite.

Mein Laden also meine selbstständigkeit ist gott sei Dank nicht ortsgebunden und somit bin ich im Prinzip völlig frei.

Ich möchte hier nochmal sagen, dass ich euch wirklich dankbar bin, dass ihr mir so direkt sagt was ich dazu denkt, sonst wird man immer so in Watte eingepackt und das hilft nicht wirklich weiter.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
D Probleme mit Leistungsdruck - Ich weiß nicht mehr weiter Ich 9
E Ich weiß einfach nicht mehr weiter!!! Ich 47
B Ich weiß nicht mehr weiter... Ich 13

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben