Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich weiß nicht mehr weiter...

taiga98

Neues Mitglied
Hallo, ich weiß nicht ganz wie und wo ich hier anfangen soll, nur bin ich gerade an einem Punkt an dem ich mehr als nur verzweifelt bin.
Ich bin 22 und leide schon seit einiger Zeit an verschieden Psychischen Krankheiten und ich habe das Gefühl da einfach nicht mehr rauszukommen.
Im Frühling 2017 war ich in einer Tagesklinik, diese hat mir leider kaum bis gar nicht weitergeholfen, da ich auch nur einmal die Psychologin gesehen habe und das war an meinem letzten Tag.
In der Klinik kam raus dass ich eine Atypische Essstörung und Depressionen habe zu dem hatte die Psychologin dort den verdacht geäußert dass ich an Borderline leiden könnte, nur sei ich mit 19 zu jung für so eine Diagnose.
Danach habe ich einige Zeit versucht es wieder alleine zu schaffen, weil die Zeit dort generell ziemlich grauenhaft für mich war, nur irgendwann ging es nicht mehr anders und ich habe im Januar 2019 eine Verhaltenstherapie angefangen.
Dort war ich knapp ein Jahr und hatte sowohl Einzel als auch Gruppentherapie.
In dieser Zeit wurde ich mit einer Anpassungsstörung, Dissoziativen Störung, Mittelschweren Depressionen und einer Sozialphobie diagnostiziert.
Nur leider hat mir auch diese nicht sonderlich viel weitergeholfen und wir haben uns in der Therapie eher im Kreis gedreht als dass es wirklich geholfen hat.
Bis Januar 2020 war ich dort und entschied mich dann es nochmal mit einer Tagesklinik zu versuchen, als ich dann meinen Mut zusammen genommen hatte und alles dafür da hatte fing der Lockdown so richtig an und meine Tagesklinik wurde geschlossen, für mehrere Monate.
Als sich nach und nach alles wieder gelockert hatte, rief meine Mutter wieder an um zu fragen wie es jetzt aussieht, wie wir uns verhalten sollen.
Daraufhin meinte sie nur zu uns, dass es mehr als schlecht aussieht, ihre Gruppenstärke ist von 20 und 5 geschrumpft und die Warteliste ist dadurch elendig lang sodass es dieses Jahr auf keinen Fall was wird, sie hätten nicht mal einen Termin frei zum kennenlernen.
Also habe ich mich wieder auf die Suche nach einer neuen Therapie (diesmal Tiefenpsychologisch) und einer Psychiaterin gemacht um nochmal eine genau Diagnostik zu machen, nur verläuft auch diese suche bisher leider ohne Erfolg.
Ich komme aus Berlin und wegen der Aktuellen Situationen sind die Psychologen noch überlaufener als sie es ohnehin schon waren.
Oft werden wir am Telefon abgewimmelt, dass bis Dezember 2021 nichts frei ist, das nicht mal Platz für Probatorische Sitzungen ist.
Seit November geht es mir auch wieder sehr schlecht, ich verletzte mich wieder Regelmäßig selber und jetzt habe ich auch wieder arge Probleme normal zu essen, ohne mich danach wieder mit der Selbstverletzung bestrafen zu wollen, ich fühle so viel und gleichzeitig auch gar nichts.
Die Krankenkasse ist mir leider auch keine Hilfe, sie meinen nur dass sie dazu nicht zuständig sind und ich mich an die Ärzteammer wenden soll, die wiederum sagen mir dass ich mich an meine Krankenkasse Wenden soll.
Ich weiß wirklich nicht mehr weiter und bin langsam auch am Ende meiner kräfte...
 

Anzeige(7)

Postman

Aktives Mitglied
Hallo. Klingt nicht so schön. Dass du 2017 in der Tagesklinik nur ein Mal die Psychologin gesehen hast, dürfte eigentlich nicht sein, das finde ich schon ein Unding.

Die Anpassungsstörung ist ja eine bestimme Form der Depression, das wurde mir vor einigen Jahren auch diagnostiziert. Klingt etwas seltsam, aber das sollte einen nicht abschrecken, denn letztendlich ist das Ergebnis das gleiche, nämlich die Depression. Auch Sozialphobien/Angststörungen hängen mit Depressionen wohl eng zusammen, da bist du also nicht allein.

Wenn es ambulant und in der Tagesklinik derzeit schlecht aussieht, dann wäre vielleicht stationär in der Klinik eine Option?
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Hallo Taiga.
Wenn Du hier mitlesen möchtest und etwas für Dich mitnehmen willst, würde ich Dir lieb empfehlen, den Thread von Kampfmaus "ich will weg" anzusehen ( also ihre Kommentare).
Sie ist knapp 17 und aktuell stationär, aber noch nicht lange.
Für mich ist sie ein hervorragendes Beispiel dessen, wie man Hilfe annimmt.
Sie folgt den Anweisungen der Therapeuten, lässt sich fallen, hinterfragt die eigenen Gedanken anhand der professionellen Anregungen und verwirklicht Ratschläge.
Sie agiert.
Sie ist aktiv.
Ihr nick ist ihr Programm.
Auch "gegen ihren Willen" vervollständigt sie "Positiv-Listen", liest sie durch, stellt fest, dass in Summe ein Tag gut verlaufen ist. To be continued? Gerne.
Ihr unbewusster Kommentar etwas später: OMG-es schneit! -mit love-herzchen-

Schau Dir den thread mit Verstand an, fühle, wie sie sich entwickelt und sieh sie als Vorbild.
Sie ist real wie du und ich. Kein Werbeprodukt, nur authentisch.

Sie hat meine Hochachtung, dass sie das so hin bekommt!
 
Zuletzt bearbeitet:

juka

Aktives Mitglied
Stationäre Behandlung kann man derzeit total vergessen. Selbst wenn sie stattfindet, dann nur in stark reduziertem Umfang. Und wie du schon sagst: Die Wartezeiten sind extrem. Meine Empfehlung: Melde dich für einen stationären Aufenthalt in diversen psychosomatischen Kliniken an bzw. lass dich dort auf die Warteliste setzen. Sollte in Berlin doch einige geben. Ggf. kriegst du Mitte des Jahres dann einen regulären Platz. Bis dahin musst du leider durchhalten. Wenn es gar nicht mehr geht kannst du dich immer noch in die Psychiatrie deines Versorgungskrankenhauses aufnehmen lassen.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben